„Das Boot ist voll!“-„Du Schwuchtel!“, „Du Mädchen!“, „Fußball ist Männersache!“ Denkste?

„Pass auf, was Du sagst!“ 12 Clubs aus der Bundesliga und 2. Bundesliga – Die Fantastischen Vier und viele weitere setzen ein visuelles Zeichen!
– Der offizielle Trailer zu „Wir stehen auf!“/Internationale Wochen gegen Rassismus 2015 –

Unser offizieller Trailer zu „Wir stehen auf!“/Internationale Wochen gegen Rassismus 2015 beginnt mit den üblichen ausgrenzenden und beleidigenden Phrasen, die wir immer noch täglich wahrnehmen. Die erste Szene ist prägnant für das was folgt. Die junge Frau in dem Trikot des Hamburger Frauenfußballvereins „Grün Weiß Eimsbüttel“ weist die Stimme aus dem Off zurecht. Der Beginn von 50 Sek. Film. Ein Film, der zeigt wie sehr verbale Entgleisungen mit sexistischen, rassistischen, homophoben Inhalten Menschen beleidigen. Die junge Fußballerin bekommt in unserem Trailer sehr schnell Unterstützung gegen diese Attacken, die heute in unserer Gesellschaft leider immer noch alltäglich sind. „Pass auf, was Du sagst!“ ist keine Drohung. Vielmehr ist dieser Beitrag ein Appell an all diejenigen, die immer noch meinen, ein rassistischer beleidigender Spruch sei nur Spaß. „Die Fantastischen Vier“, „Phrasenmäher“, die Bundesliga Profis stellen klar, dass Ausgrenzung und Diskriminierung nicht in unsere Welt gehören.
Helina, die sich bei dem Projekt „Jugendliche ohne Grenzen“ engagiert, bringt es in ihrer Szene auf den Punkt: „Die Welt gehört uns allen!“

Projektleiter „Laut gegen Nazis“ – Jörn Menge zu dem „Wir stehen auf!“-IWGR 2015 Trailer:

„Nachdem wir in den letzten zwei Jahren sehr erfolgreiche Videos für die „Internationalen Wochen gegen Rassismus produzierten, wollen wir 2015 genauer werden und eine Aneinanderreihung von Statements vermeiden. Durchaus provokant wirken die typischen verbalen Entgleisungen, die wir für den Trailer verwendeten. Dieser Trailer soll nicht nur in der Bundesliga wirken. Er soll den Menschen zeigen, wie leicht es möglich ist, Menschen zu diskriminieren. Wir wollen die Zivilgesellschaft motivieren, vorsichtiger im Umgang mit gefestigten Vorurteilen zu sein. Ob sie nun ernst gemeint sind, oder eben nur mal daher gesagt. Die mitwirkenden Fußballerinnen, Fußballer und Musikgrößen sind vielleicht der Motor für ein Umdenken bei denjenigen, denen sonst salopp eingeprägter Rassismus über die Lippen kommt. Vielleicht tragen wir einen kleinen Teil dazu bei, dass Menschen sich selbst ein wenig mehr reflektieren.“

In der aktuellen Situation in Deutschland in der rassistisches Gedankengut wieder an Boden gewinnt, müssen wir mehr Aufklärungsarbeit betreiben. „Pass auf, was Du sagst!“ ist nur ein kleiner Beitrag.

Wir bedanken uns bei der Bundesliga-Stiftung und der Stiftung „Internationale Wochen gegen Rassismus“ für die Unterstützung bei der Umsetzung und Produktion dieses Trailers:

Statement des Vorstandsvorsitzenden der Bundesliga-Stiftung Stefan Kiefer

»Wir müssen leider registrieren, dass es auch 70 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers in Auschwitz immer noch Unverbesserliche gibt, die Menschen rassistisch ausgrenzen. Bundesliga-Stiftung, Ligaverband sowie die Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga setzen sich daher seit Jahren gegen jede Form von Diskriminierung ein. Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz und Gewalt haben in unserer Gesellschaft keinen Platz. Diese Botschaft transportieren die internationalen Wochen gegen Rassismus und die Kampagne „Wir stehen auf!“ sehr deutlich und auch aus diesem Grund unterstützen wir sie aus tiefer Überzeugung.«

Wir bedanken uns:
Bei den Mitwirkenden: Die Fantastischen Vier, Phrasenmäher, Jugendliche ohne Grenzen/Pro Asyl,1. FSV Mainz 05, FC Augsburg, Hannover 96, SC Freiburg, VfR Aalen, TSV 1860 München, SpVgg Greuther Fürth, SV Darmstadt 98, FC St. Pauli, 1. FC Kaiserslautern, FC Heidenheim 1846, Sportverein Grün-Weiß-Eimsbüttel

Bei unserem Regisseur Oliver Tietgen un der Firma PANASONIC (Kamera).
Bei der Firma Soundbase Studio GmbH / Hamburg.

Weiter bedanken uns bei allen Beteiligten für ihre Unterstützung und für die Zeit die sie diesem Trailer gaben.

Am internationalen Holocaust-Gedenktag wurde zur Like Attack aufgerufen, um die Facebook-Seite der NPD zu „überfremden“. Bereits in den ersten 48 Stunden machten mehr als 100.000 Menschen mit. Sie überfluteten die Seite mit Likes, posteten unsere Visual Statements und diskutierten mit den NPD-Fans, die auf ihrer eigenen Seite plötzlich in der Minderheit waren. Zahlreiche Blogs, Zeitungen aus dem In- und Ausland, Radiosender und sogar das Fernsehen berichteten über die Aktion. Die Like Attack erreichte einen Mediawert von 800.000 Euro und sensibilisierte allein in den sozialen Netzwerken über 7 Millionen Menschen für die rechte Gefahr aus dem Netz.

Auch äußerte sich Sheryl Sandberg, COO von Facebook, zu dieser Kampagne

The best antidote to hate is tolerance.‘
Sheryl Sandberg, the COO of Facebook, called for members of the social media platform to use ‚like attacks‘ to fight against hate speech. (…) She shared the story of a German anti-Neo-Nazi group known as ‚Laut gegen Nazis,‘ which essentially attacked the Facebook page of the National Democratic Party, a far-right group in Germany. Members of the group liked the NDP’s page and posted positive messages to dilute the negative ones in a so-called ‚like attack.‘ 

Den kompletten Artikel findet ihr hier.

Am 20. Dezember 2016 starten „Die Fantastischen Vier“ ihre „Vier und Jetzt“ Tournee bis zum 27. Januar 2017 – Wir sind bei allen Terminen dabei:

„Weiter so. Wir als Fanta 4 unterstützen ‚Laut Gegen Nazis‘ weil sie mit vielfältigen Aktionen immer wieder die Stimme gegen rechts erheben. Das Engagement gegen Diskriminierung, Demokratiefeindlichkeit und rechte Gewalt kennt keine saisonalen oder konjunkturellen Einflüsse. Es hat keinen Anfang und kein Ende. Es ist wie die jährliche Impfung der Gesellschaft zum Schutz vor Faschismus und muss dauerhaft installiert sein“. MfG Smudo (im Oktober 2015)

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„Die Fantastischen Vier“ unterstützen uns seit fast 20 Jahren. Zum 6. Mal sind wir eingeladen mit auf große Tournee zu gehen. Wir danken den „Vieren“ für dieses wahnsinnig wichtige Engagement in einer Zeit, die es wirklich nötig hat. Der Rechtsruck in Deutschland und Europa ist stärker als je zuvor. Mit einem Stand werden wir in den Hallen vertreten sein. Wie auch bei den letzten Tourneen sammeln die „Fantas“ an der Gästeliste Spenden für den Verein „Laut gegen Nazis e.V.“. Smudo unterstützte uns zudem 2016 bei der „Counter Speech Tournee“ und war gemeinsam mit uns in Freital (Mit dabei auch Mal Elévé von Irie Révoltés, Leslie Clio u. m.). Dort setzten wir ein großes Zeichen gegen den Hass. Smudo begleitete uns fünf Monate lang im Rahmen des Projektes. Wir schafften es gar in die Tagesschau 20:00 Uhr sowie in alle wichtigen ARD Formate und erzielten eine breite Medienaufmerksamkeit. Das Schöne ist: Alle Vier stehen hinter uns!

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Foto: Thomas, Smudo, Michi & Andy/Rekord Tour 2015/Bremen 

Wir bleiben „Troy“ und bedanken uns auch bei der Agentur „Four Artists“ und der wunderbaren Produktionsleitung sowie Crew, die uns wieder mit betreut.

Wie auch 2014/2015 auf der Rekord Tour, wird „Viva con Aqua“ bei uns am Stand präsent sein. Der Becherpfand wird zu gleichen Teilen an „Viva con Aqua“ & „Laut gegen Nazis e.V.“ fließen. Beides sind Projekte im Rahmen der „KIEZHELDEN“ des FC St. Pauli.

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Foto: Rekord Open Air Tournee/Mainz 2015 

Wir laden örtliche Initiativen ein, sich und ihre Arbeit bei uns am Stand vorzustellen. Bei der letzten Tournee war dies sehr erfolgreich. So konnten wir den Menschen die sich in den Städten engagieren, ein kleines Forum bieten.

Anfragen bitte an: info@lautgegennazis.de

DieTourdaten:http://www.eventim.de/tickets.html?fun=erdetail&affiliate=EXA&doc=erdetaila&erid=1341037

Mehr Informationen auch auf: https://diefantastischenvier.de

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Zum 10-jährigen Jubiläum von Laut gegen Nazis schrieb hamburg.de:

“ ‚Aufstehen!‘, dröhnt es aus einem Lautsprecher in einer Ecke der Großen Freiheit, dann legt der DJ Reggae auf, die aufblasbare Kinderspielwiese der „FC St. Pauli-Rabauken“ ist Mittags noch verwaist. Neben einer Mülltonne für Nazikleidung fordert „Die Partei“ mit einem Bild, auf dem lausende Affen zu sehen sind, zum „regelmäßig entnazifizieren“ auf. Mit der Veranstaltung „Laut gegen Nazis“ wollen die Organisatoren rund um die Große Freiheit 36 ein Zeichen setzen gegen Rassismus, Antisemitismus, Sexismus sowie Menschenverachtung in jeglicher Form. Die Musikkonzerte beginnen am Nachmittag und dauern bis bis spätabends, doch schon jetzt tummeln sich viele Leute um die Infostände draußen, denn auf einer „Kiezhelden-Meile“ werden auf der eigens abgesperrten Große Freiheit auch allerhand soziale Projekte vorgestellt. (…) “

Den kompletten Artikel findest du hier.

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Unter der Schirmherrschaft von Dr. Jürgen Miksch (Vorsitzender / Interkultureller Rat und Gründer der Institution „Pro Asyl“ werden wir im Rahmen der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ vom 15. Bis 24. März 2013 Aktionstage und Veranstaltungen umsetzen. Vorbild für diese bundesweite Kampagne ist das Projekt „Hamburg steht auf!“-2012 (www.hamburgstehtauf.de). Die Stadt an der Elbe und die Landeshauptstadt Bayerns, München, sind derzeit die beiden größten Teilnehmer an der Kampagne.

Aufruf zum Aufstehen

Wir haben genug von Rechtsextremismus in Deutschland!

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Wir müssen zeigen, dass Deutschland aus seinen Erfahrungen gelernt hat. Die 6 Millionen Juden und vielen Millionen anderen Opfer dürfen nicht vergessen werden! Wenn wir uns den gefährlichen rechten Tendenzen nicht in den Weg stellen, beschmutzen wir das Erbe all derer, die für den sinnlosen Rassismus sterben mussten.

„Warum verhält sich das deutsche Volk angesichts all dieser scheußlichsten menschenunwürdigsten Verbrechen so apathisch?“

Wir haben genug davon, dass sich Deutschland vor seiner Verantwortung drückt, sich zu erinnern! Sich zu erinnern auch an die vielen tausend Opfer rechter Gewalt nach dem Krieg. Sich zu erinnern an Mölln, Lichtenhagen, Solingen.

„Und wieder schläft das deutsche Volk in seinem stumpfen, blöden Schlaf weiter und gibt diesen faschistischen Verbrechern Mut und Gelegenheit, weiterzuwüten und diese tun es.“

Wir müssen dafür aufstehen, dass rechter Terror, dass ein NSU in Deutschland nie wieder morden kann! Die Taten zeigen, dass es in Deutschland zu wenig Menschen gibt, die aufstehen! Es gibt zu wenig Menschen, die Fremdenhass entschieden entgegentreten!

„Sollte dies ein Zeichen dafür sein, daß die Deutschen in ihren primitivsten menschlichen Gefühlen verroht sind, daß keine Saite in ihnen schrill aufschreie im Angesicht solcher Taten, daß sie in einen tödlichen Schlaf versunken sind, aus dem es kein Erwachen mehr gibt, nie, niemals?“

Wir sind nicht die Rechtsextremisten, doch erst durch unsere Untätigkeit ermöglichen wir, dass sich ihre Ideen verbreiten, dass ihre Gewalt um sich greifen kann.

„Jetzt, da uns in den letzten Jahren die Augen vollkommen geöffnet worden sind, da wir wissen, mit wem wir es zu tun haben, jetzt ist es allerhöchste Zeit (…)”

Wir fordern: steht mit uns auf! Für ein Deutschland ohne Rassismus!

München und Hamburg haben es schon begriffen: dort finden am 23. März Großkundgebungen statt. Doch zwei Städte sind nicht genug! Bringt eure Stadt dazu, sich gegen Rechtsextremismus einzusetzen! Wenn ihr eine Idee habt, wie eure Stadt in den Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 15. Bis zum 24. März 2013 aufstehen kann, meldet euch bei uns!

Unter dem Motto Hamburg steht auf! fanden viele Veranstaltungen, Lesungen, Workshops, Konzerte ect. während der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ vom 16.- 24. März 2012 statt.

Projektvorstellung „Hamburg steht auf“ mit Tim Mälzer und Lotto King Karl

Das Hamburger Abendblatt schrieb darüber

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„Mehr als 30 Teilnehmer hatten sich an der ersten von mehr als 60 geplanten Veranstaltungen der Aktionswoche beteiligt. Ihr Weg führte durch die Hamburger Innenstadt und zu verschiedenen Stationen, darunter das Rathaus, die ehemalige Zentrale der Gestapo in der heutigen Baubehörde und

Den kompletten Artikel findest du hier.

 

Ina Müller war auch mit von der Partie

361° Respekt ist eine Kampagne, verbunden mit einem YouTube Jugendwettbewerb gegen Ausgrenzung

Fanta 4 – Aufruf zu 361° Respekt

Artikel der UNESCO Kommision

„Bundesfamilienministerin Kristina Schröder hat als Schirmherrin den YouTube Jugendwettbewerb gegen Ausgrenzung „361 Grad Respekt“ gestartet. Jugendliche ab 13 Jahren können bis zum 16. Oktober 2010 Videos gegen Ausgrenzung, Rassismus, Homophobie und Cyber-Mobbing produzieren. Die Deutsche UNESCO-Kommission unterstützt den Wettbewerb durch ihr bundesweites Schulnetzwerk mit 200 UNESCO-Projektschulen.(…)“

Den kompletten Artikel findest du hier.

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Auch DGB-Chef Sommer, SPD-Chef Müntefering und Bundestagsvizepräsident Thierse protestierten gegen Rechts.

Auch DGB-Chef Sommer, SPD-Chef Müntefering und Bundestagsvizepräsident Thierse protestierten gegen Rechts.

dresden.dgb.de schrieb zu diesem Thema

„Die Organisatoren der Geh Denkveranstaltung, welche die Demonstrationen gegen den JLO Aufmarsch am 14. Febraur in Dresden organisierte, zogen am Sonntag eine positive Bilanz ihrer Veranstaltung. Rund 12.500 Personen nahmen an den Eröffnungs-, Zwischenkundgebungen und an der Abschlussveranstaltung in der Dresdner Innenstadt ausschließlich friedlich teil. Damit nahmen mehr Menschen als je zuvor an den Demonstrationen von Geh Denken teil. Für dieses breite Engagement – von Dresdnern und von vielen Gästen – danken die Organisatoren allen Beteiligten. (…)“

Den vollständigen Artikel findest du hier.

Auch die Publikavite.org schrieb zu diesem Thema

„Mit einer Pressekonferenz hat der Vorbereitungskreis von GEH DENKEN am 16.12.2008 seine Planungen für den 13.02.2009 in Dresden vorgestellt. Dresden hat sich in den letzten Jahren zum zentralen Aufmarschort für die europäische Neonaziszene entwickelt. Nachdem durch Verschärfungen des Versammlungsrechts Demonstrationsorte wie Halbe undWunsiedel von den Neonazis nichtmehr missbraucht werden können, stellt die Bombardierung Dresdens im Februar 1945 eine passende Möglichkeit zum geschichtsrevisionistischen Protest der europäischen Rechten dar. Gleichzeitig möchte die NPD den Tag zum Auftakt für das Superwahljahr 2009 nutzen. Dem stellt sich ein breites Bündnis aus Zivilgesellschaft, Kirchen, Gewerkschaften und Parteien unter dem Titel GEH DENKEN entgegen. Mit einem sternförmigen Demonstrationszug, Konzerten und einem offenen Shabbat-Gottesdienst der Jüdischen Gemeinde soll der Neonaziaufmarsch gestoppt werden. (…)“

Den vollständigen Artikel findest du hier.

Gemeinsam mit der Kampagne „Laut gegen Nazis“, der Amadeu Antonio Stiftung und unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel startete YouTube im August 2009 „361 Grad Toleranz – der YouTube Schülerwettbewerb gegen Ausgrenzung“.

Darüber hinaus beteiligten sich unter anderem die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), die Deutsche UNESCO-Kommission und die Aktion „Schule ohne Rassismus/Schule mit Courage.

Prominente Paten und Unterstützer des Wettbewerbs waren unter anderem die Band Silbermond („Lebenszeichen“, „In Zeiten wie diesen“), die Schauspieler Daniel Brühl („Inglourious Basterds“, „Goodbye Lenin“) und Matthias Schweighöfer („Keinohrhasen“, „Mein Leben — Marcel Reich-Ranicki“), Smudo („Die Fantastischen Vier“), der Autor und ehemalige Tagesthemen-Moderator Ulrich Wickert sowie die TV-Moderatoren Joko Winterscheidt, Klaas Heufer-Umlauf, Hadnet Tesfai, Ole Tillmann und Nazan Eckes.

Schülerinnen und Schüler in ganz Deutschland waren dazu aufgerufen, Videos für mehr Toleranz und ein respektvolles Miteinander zu produzieren. Binnen der 6-wöchigen Laufzeit wurden über 350 Filme in den Kategorien „Kurzfilm, „Musikvideo und „Reportage eingereicht.

Der YouTube Kanal der Aktion unter www.youtube.de/361grad verzeichnete über 250.000 Besuche. Die Videoaufrufe der prominenten Partner und Unterstützer von ‚361 Grad Toleranz wurden bisher weit über 1,3 Millionen mal angesehen.

Der Tagesspiegel berichtete auch darüber

2-format1008„Bei über 1800 rechtsradikalen Internetseiten in Deutschland müsse man etwas tun. Dieser Meinung sind unter anderem Angela Merkel, Matthias Schweighöfer und Daniel Brühl. Sie rufen Schüler dazu auf, beim Videowettbewerb „361 Grad“ auf YouTube teilzunehmen.(…)“

Den kompletten Artikel dazu findest du hier.

 

Von der Unfähigkeit, Hassreden im „Social Media“ in den Griff zu bekommen

  • „Counter Speech“ als Lösung schwierig – ein härteres Durchgreifen der Internetbetreiber und der Justiz ist gefragt!

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„Rechter Populismus und Menschenverachtung im „Social Media“ werden immer noch verharmlost. Die Facebook Seite der AFD ist die stärkste Partei-Seite auf Facebook (301.000 Fans), gefolgt von der NPD Seite (167.000 Fans) . Danach folgen mit großem Abstand die anderen Parteien (SPD 117.000, CDU 120.000, Die Grünen 127.000, Die Linke 158.000). Die US Wahl und der aktuelle Zustand sollte uns allen doch endlich noch mehr zu denken geben. Handeln ist gefragt: Gerade in Hinsicht auf die Bundestagswahl 2017 sollten wir alle Maßnahmen ergreifen, die Polemik und den Hass im Netz nicht mehr zuzulassen. Die Verantwortung auf die Userinnen und User abzuwälzen, kann nicht das Erfolgskonzept sein. Die Internetkonzerne stehen mit in der Verantwortung. Auch bei Youtube betreiben rechtspopulistische Parteien und die NPD erfolgreiche Channels.“

„Counter Speech“ ist die so genannte Gegenargumentation, die Userinnen und User dazu auffordert, sich in Kommentarleisten gegen Hassreden zu stellen. Dieses Konzept wurde im Herbst 2015 von Facebook Deutschland als Rezept vorgestellt. Eine Million Euro wurden investiert, um wissenschaftliche Ausarbeitungen und die Unterstützung von Initiativen über einen Träger zu fördern. Zuvor hatte das Justizministerium die Internetkonzerne ermahnt und angedroht rechtliche Schritte zu unternehmen, wenn diese nicht endlich handeln. Neulich tagten die Justizminister in Berlin. Dort liegt auch dieses unangenehme Thema wieder auf dem Tisch. Das Thema „Hassreden“ findet derzeit in den Medien statt, jedoch sind echte Maßnahmen, wie die Löschung solcher Inhalte nicht wirklich zu erkennen. Eher eskaliert die Situation bei Facebook und Co. .Wir beschäftigen uns seit 2011 mit diesem Thema und sehen keine Besserung, kein massives Handeln der verantwortlichen Konzerne. Zwar unterstützen wir grundsätzlich die Idee des „Counter Speech“, aber dieses Konzept kann nicht allein wirken.

„Counter Speech“ als Lösung gescheitert?

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Bild: www.facebook.com/NazLoeschen/?fref=ts

Auf unserer Facebook Seite www.facebook.com/istlaut haben wir sozusagen einen Selbstversuch unternommen. „Counter Speech“ scheint zumindest in unseren Kommentarleisten zu scheitern. Eher werden die, die ihren Hass verbreiten noch mehr angestachelt, zu posten was das Zeugs hält. Mit dem Ergebnis, dass wir als Administratoren sämtliche Kommentare selbst löschen müssen. Wir maßen uns an, dies durchaus beurteilen zu können. Unsere Seite erreichte in diesem Jahr bereits 85 Millionen Menschen. Zudem haben wir uns mit dem Thema „Counter Speech“ massiv auseinander gesetzt, als wir die gleichnamige Tournee mit Facebook Deutschland als Partner im Mai 2016 umsetzten. Seit 2011 machen wir immer wieder auf das Thema aufmerksam – wir können definitiv keine Besserung feststellen. Bei Facebook sind insbesondere geschlossene Gruppen ein großes Problem in dem Hass und die Menschenverachtung aufgebahrt und kocht. Hier Meldungen von „Hassreden“, rassistischen und menschenverachtenden Kommentaren/Posts an Facebook zu geben, gestaltet sich nach wie vor sehr schwierig.

Nicht nur auf Facebook lassen Maßnahmen der Verantwortlichen zu wünschen übrig. Die Google Tochter „YouTube“ hat das Konzept „#Nichtegal“ www.facebook.com/InitiativeNichtEgal/? in das Leben gerufen. Ein guter Ansatz der allerdings auch nicht so angenommen wird, wie von dem Unternehmen erwartet. Die dazugehörige Facebook Seite hat gerade einmal 1.500 Fans. Zwar setzt das Unternehmen Workshops an Schulen gemeinsam mit der FSK um, aber irgendwie lässt sich ein Erfolg nicht richtig ersehen. Das Konzept arbeitet vornehmlich mit so genannten „YouTubern oder YouTube Stars“, die nach dem Relaunch in die Kritik gerieten. Grund war die Jugendsprache die von den meisten Akteuren auf ihren eigenen Channel genutzt wird. Straßen Jargon mit Sexismus und Ausgrenzungs-Attitüden, die zu einer scharfen Beurteilung in der bundesweiten Presse führten.

Resümee: Seit unseren fünfjährigen Aktivitäten müssen wir feststellen, dass sich die Lage keineswegs gebessert hat. Die gesellschaftspolitische Lage ist das Futter für den Hass im Netz und umgekehrt. Wenn nicht endlich mit Allen gemeinsam versucht wird dieses Problem in den Griff zu bekommen, dann wird die Situation ausufern. Es liegt in der Verantwortung der Internet-Riesen, der Politik und der Zivilgesellschaft diese Entwicklungen zu stoppen. Rechtspopulistische Parteien feiern sich gerade nach der US-Wahl selbst und werden genau das Internet und Social Media für ihre Zwecke nutzen. Der AFD wird ein großer erfolg bei der Bundestagswahl 2017 durch Demoskopen prognostiziert.
Der Justizminister Heiko Maas kündigte mehrmals an: „Wenn Facebook und Co. bis zum Februar 2017 uns nicht deutlich spüren lassen, dass praktische Maßnahmen gegen den Hass erfolgen, so würde man juristisch gegen diese Unternehmen vorgehen.“.