Unter der Schirmherrschaft von Dr. Jürgen Miksch (Vorsitzender / Interkultureller Rat und Gründer der Institution „Pro Asyl“ werden wir im Rahmen der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ vom 15. Bis 24. März 2013 Aktionstage und Veranstaltungen umsetzen. Vorbild für diese bundesweite Kampagne ist das Projekt „Hamburg steht auf!“-2012 (www.hamburgstehtauf.de). Die Stadt an der Elbe und die Landeshauptstadt Bayerns, München, sind derzeit die beiden größten Teilnehmer an der Kampagne.

Aufruf zum Aufstehen

Wir haben genug von Rechtsextremismus in Deutschland!

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Wir müssen zeigen, dass Deutschland aus seinen Erfahrungen gelernt hat. Die 6 Millionen Juden und vielen Millionen anderen Opfer dürfen nicht vergessen werden! Wenn wir uns den gefährlichen rechten Tendenzen nicht in den Weg stellen, beschmutzen wir das Erbe all derer, die für den sinnlosen Rassismus sterben mussten.

„Warum verhält sich das deutsche Volk angesichts all dieser scheußlichsten menschenunwürdigsten Verbrechen so apathisch?“

Wir haben genug davon, dass sich Deutschland vor seiner Verantwortung drückt, sich zu erinnern! Sich zu erinnern auch an die vielen tausend Opfer rechter Gewalt nach dem Krieg. Sich zu erinnern an Mölln, Lichtenhagen, Solingen.

„Und wieder schläft das deutsche Volk in seinem stumpfen, blöden Schlaf weiter und gibt diesen faschistischen Verbrechern Mut und Gelegenheit, weiterzuwüten und diese tun es.“

Wir müssen dafür aufstehen, dass rechter Terror, dass ein NSU in Deutschland nie wieder morden kann! Die Taten zeigen, dass es in Deutschland zu wenig Menschen gibt, die aufstehen! Es gibt zu wenig Menschen, die Fremdenhass entschieden entgegentreten!

„Sollte dies ein Zeichen dafür sein, daß die Deutschen in ihren primitivsten menschlichen Gefühlen verroht sind, daß keine Saite in ihnen schrill aufschreie im Angesicht solcher Taten, daß sie in einen tödlichen Schlaf versunken sind, aus dem es kein Erwachen mehr gibt, nie, niemals?“

Wir sind nicht die Rechtsextremisten, doch erst durch unsere Untätigkeit ermöglichen wir, dass sich ihre Ideen verbreiten, dass ihre Gewalt um sich greifen kann.

„Jetzt, da uns in den letzten Jahren die Augen vollkommen geöffnet worden sind, da wir wissen, mit wem wir es zu tun haben, jetzt ist es allerhöchste Zeit (…)”

Wir fordern: steht mit uns auf! Für ein Deutschland ohne Rassismus!

München und Hamburg haben es schon begriffen: dort finden am 23. März Großkundgebungen statt. Doch zwei Städte sind nicht genug! Bringt eure Stadt dazu, sich gegen Rechtsextremismus einzusetzen! Wenn ihr eine Idee habt, wie eure Stadt in den Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 15. Bis zum 24. März 2013 aufstehen kann, meldet euch bei uns!