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Unsere „Love Speech Therapy“ mit über 800 Statements von Userinnen und Usern 
 
„Wenn in diesem Land Hass ganz offensichtlich organisiert wird, wieso organisieren wir dann nicht auch die Liebe?“ Fragte bereits die Bloggerin und Netz- Aktivistin Kübra Gümüşay in ihrer Rede auf der re:publica 2016. Liebe organisieren. Das bedeutet konkret: Wir feiern unsere demokratischen Werte, die Freiheit – und die Liebe. Wir brauchen Dialog, Austausch, Kontakt, um Ängste vor Unbekanntem zu nehmen und Chancen für neue Wege aufzuzeigen. Wir fordern Bildung und Aufklärung um die Immunität unserer Gesellschaft im Umgang mit rechtspopulistischer Meinungsmache zu stärken. Wir möchten Zusammenschlüsse bilden, deren Merkmale und gemeinsamer Nenner sich nicht darin äußern gegen ein konstruiertes Feindbild zu sein. Ein Impfmittel für die Liebe und für die Menschlichkeit.
Die „Love Speech Therapy“ geht in die Entscheidungsphase/ 6 Jury Mitglieder sind bestätigt:
 
Der Zeitplan:
31. Mai `17 Einsendeschluss für Statements/Plakataktion (ca. 800 Einreichungen) http://www.lautgegennazis.de/love-speech-therapy-2/ (noch nicht alle veröffentlicht)
21. bis 30. Juni ’17 Online Voting (Userinnen & User) für die besten 20 v. 40 eingereichten Statements/Facebook (Vorauswahl wird von uns erstellt)
10. Juli ’17 Offizielle Jury-Entscheidung für die besten 10 von 20 online ermittelten Motive
15. bis 21. Juli ’17 Foto-Shooting mit dem Fotografen Sebastian Mietzner mit den Gewinnern/Plakataktion
24. bis 28 Juli ’17 Layout/Plakatdruck
ab 10. August ’17 Distribution/Plakate in fünf Städten
Begleitend werden wir ab dem 01. August 2017 Online Broschüren zur Bundestagswahl erstellen. Diese werden locker und mit Spaß von einem Buchautor geschrieben und erstellt. Alle Schritte begleiten wir online.

Ziele der Kampagne

– Interaktive Aktion, um Menschen im Social Media zu motivieren mitzumachen

– eigene Statements und Portraits gegen den Hass für die Liebe

– Installation einer Onlinebewegung gegen den Hass, gegen Mobbing und Ausgrenzung im Internet

– Aufklärungsarbeit zum Thema Hassreden und Medienkompetenz

– Einbindung von Counter Speech Elementen (Argumentationen gegen den Hass)

Projektleitung: Jörn Menge jm@makeanoise.de / Grafik Design: Lena Winkel, lenawinkel.com

Culcha Candela 01/2017 Foto Katja Kuhl

Die „Love Speech Therapy“ die im März 2017 von uns in das Leben gerufen wurde, geht in die nächste Runde. Heute ist der Einsendeschluss für unsere Bundestagswahl-Plakataktion. Ab dem 30.06. tagt eine zehnköpfige Jury darüber, welche zehn Statements von bisher über 800 Einreichungen auf einem Plakat verewigt werden. Natürlich wären wir nicht im Auftrag von „Laut gegen Nazis“ aktiv, wenn wir mit diesen Plakaten nicht etwas vor hätten. Wir alle kennen die Plakatwälder in unseren Straßen, wenn Wahlen anstehen. Wir wollen uns mit den 10 besten Statements von Menschen die etwas zu sagen haben in fünf Medienstädten einmischen. Wir wollen Menschen motivieren ihr Wahlrecht wahrzunehmen. Wir wollen aus den mit parteipolitischen Slogans besäten Parteiplakaten-Wäldern einen bunten Wald machen. Wir wollen diese Statements mit Liebe zwischen den üblichen Plakaten positionieren. Wir wollen, dass der Hass und Rassismus nicht in unser Parlament einziehen. Derzeit führen wir Gespräche mit entsprechenden Partnern betreffend der Distribution. Selbstverständlich freuen wir uns über jede Unterstützung, wirtschaftlich und nicht nur monetär.

Ferner wollen wir den Menschen unser Wahlsystem zum Bundestag charmant und spannend durch eine gezielte Aufklärungsarbeit nahebringen. Online und per Prints.

Erste bestätigte Jury – Mitglieder für die besten Statements aus der Love Speech Therapy-Plakataktion:

– Culcha Candela http://culchacandela.de

– Hans Häge / Janosch medien & film AG http://janosch-medien.de/de/

– Micky Beisenherz /TV-/Buch Autor http://www.micky-beisenherz.de

– Lena Winkel (Grafikdesign) http://www.lenawinkel.com

weitere Mitglieder werden wir in kürzester Zeit auf www.lautgegennazis.de bekannt geben.

Links: Love Spech Therapy: http://www.lautgegennazis.de/love-speech-therapy-2/ http://www.lautgegennazis.de/news_lgn/ https://www.facebook.com/LoveSpeechTherapy/

Möglichkeiten für eine Unterstützung:

Egal wo Du herkommst – Gemeinsam sind wir stark“ Crowdfounding/Janosch Aktion bis 15. August 2017: Sommeraktion https://www.seedshirt.de/janosch-sommeraktion-2017 

Kids https://www.seedshirt.de/kids-sind-stark weiß https://www.seedshirt.de/egal-organic-tank-shirt

Wir freuen uns über eine Verbreitung dieser Links und über etwaige neue Partner und Unterstützer. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an jm@makeanoise.de 

Für Sponsoring-/ und Präsentationsmöglichkeiten, wenden Sie sich bitte ebenfalls an: jm@makeanoise.de

Ein heißer Sommer mit „Die Fantastischen Vier“ https://diefantastischenvier.de

Die Zeit rennt so schnell und es ist wieder so weit. Der Hammer, die „Vier & Jetzt“-Wintertour war doch erst gestern, oder? Nun starten wir von Juni bis September wieder durch und bedanken uns bei Michi Beck, Thomas D, Smudo und And.Ypsilon also „Die Fanatischen Vier“ für ihre Einladung. Ohne sie würden wir nicht schon 13 Jahre bestehen. Dank ihnen und ihrer wahnsinnig großen Unterstützung, nicht nur wirtschaftlich, hätten wir die vielen großen und kleinen Projekte nicht umsetzen können. Das ist Nachhaltigkeit. Wir freuen uns riesig und dürfen an unserem Stand bei den Events wieder regionale Initiativen vorstellen. Wir würden uns über einen Hinweis von Ihnen sehr freuen. 

Hier geht es zu den Tourdaten:

https://diefantastischenvier.de/news/live/

Zu Beginn der Tournee werden die „Vier“ uns offiziell eine Spende aus der „Vier & Jetzt“-Wintertournee überreichen. Wir verneigen uns und sagen ein fettes „Danke“.

Mit besten Grüßen

Pressestelle: Laut gegen Nazis e.V. /Make A Noise – Büro LÄRM

„Love Attack“ statt „Like Attack“ – Lasst uns das Netz mit Liebe füllen!

„Love Speech Therapy“ statt „Hate Speech“ – Wir ziehen mit Dir in den Bundestagswahlkampf

Eine Kampagne gegen Hass und Menschenverachtung – gib uns Dein Statement – Dein Foto und werde zu einem Bundestags-Wahlplakat

 Foto: Jenny aus München startet gemeinsam mit Smudo (Die Fantastischen Vier) und uns die “ Love Speech Therapy“

Die Idee:

Alle reden über den „Hass“, Rassismus, Hasskommentare und stete Menschenverachtung im Netz und auf der Straße und niemand hat ein Gegenmittel? Dabei ist es so einfach. „Liebe“ ist und war schon immer stärker und genau dies wollen wir klarstellen.

Wir wollen den Menschenverächtern zeigen, dass sie arme Wichte sind, wenn sie das wichtigste Gefühl eines Menschen nicht mehr wahrnehmen können.

Uns ist wichtig, dass Ihr gemeinsam mit uns Stellung  bezieht. Sendet uns Eure Statements, Euer Gefühl. Warum steht Ihr zu unserer Vielfalt und Freiheit, warum liebt Ihr diese Welt, dieses Leben und die Menschen. Seid kritisch und wehrt Euch gegen diesen immer stärker werdenden sinnlosen Hass mit dem Menschen ausgrenzt und zur Gewalt angestachelt werden.

Zeigt uns Eure „Liebe“:

  • Sendet uns Euer Foto im Hochformat
  • Sendet uns ein kurzes Statement (nicht zu viel Text)
  • Wir layouten ein Plakat für und mit Euch
  • Wir verbreiten Euer Statement via „Social Media“ (Facebook/Twitter/Instagram)
  • Wir richten eine „Love Speech Therapy“ – Internetseite mit Euern Plakaten und vielen weiteren aktuellen Informationen zur Kampagne bis zum 01. März 2017 (Offizieller Start) ein

Ziel:

  • Wir wollen das Internet mit positiven aber auch kritischen Liebesbotschaften überfluten (auch auf Seite die es nicht wünschen)
  • Wir wollen unsere und Eure Liebe zur Freiheit und Menschlichkeit dem Hass entgegenstellen
  • Wir wollen mit Euch mehr sein als die die Hass und Menschenverachtung verbreiten
  • Wir wollen klarstellen, dass wir Hass und Menschenverachtung nicht akzeptieren-wir wollen mit Euch gemeinsam gegen halten

Sende uns Dein Foto & Statement an jm@makeanoise.de oder te@makeanoise.de 

Unsere ersten beiden Mitstreiterinnen und Mitstreiter sind dabei. Jenny aus München und Smudo. Lasst uns das Internet als Ort abfeiern in dem frustrierte „Wutbürger“ keine Chance bekommen, ihre menschenverachtenden Botschaften zu nutzen, um Frustrierte zu fangen. lasst uns ein Gegenpol mit dem wichtigsten Gefühl der Menschheit bilden: Liebe!

Bundestagswahl:

Wir suchen derzeit Sponsoren. Diese Kampagne soll nicht nur online stattfinden. Die zehn besten Statements und Fotos wollen wir als Plakate drucken lassen und zur Bundestagswahl zwischen Wahlplakaten der Parteien platzieren. Wir wollen appellieren,  dass rechtspopulistische und menschenverachtende Ideologen im neu gewählten Bundestag 2017 nichts zu suchen haben. Wir wollen auch in diesem Zusammenhang an die Liebe appellieren. Wir wollen Menschen motivieren zur Wahlurne zu gehen. Nur wer wählt gestaltet und bestimmt Politik mit. Wir dürfen den „Wutbürgern“ nicht das Feld der Demokratie überlassen.

Viele weitere Aktionen sind im Rahmen der „Love Speech Therapy“ geplant. Wir werden immer wieder aktuell aufrufen und planen zudem eine intensive Aufklärungsarbeit zur Bundestagswahl. Wir nutzen „postfaktisch“ die Liebe , um Fakten zu schaffen.

Was im Rahmen der langfristig geplanten Kampagne bewirkt werden soll:

•Vermittlung demokratisch- freiheitlicher Grundwerte

• Aufklärung und Bildung zu politischen Themen

• Sensibilisierung und Förderung einer kritischen Dialogkultur

• Förderung gezielter Entlarvung populistischer Meinungsmache

• Medienkompetenz

Wir suchen Menschen die sich engagieren, die Konzepte gegen die rechten Tendenzen und den Hass im Rahmen der Kampagne „Love Speech Therapy“ mit uns gemeinsam entwickeln und umsetzen.

Geplant sind bis zum Herbst 2017:

  • Aufklärungsarbeit & Workshops an Schulen in Zusammenarbeit mit verschiedenen Trägern (verschiedene Themen)
  • Aufrufe zur Bundestagswahl/ Wählen gehen!
  • Informations- Flyer zum Wahlsystem/Bundestag
  • Geplant sind verschiedene kleine Veranstaltungen unter dem Dach „Love Speech Therapy“- Informationen folgen

Wir sind für Partnerschaften und Kooperationen offen und freuen uns über eine etwaige Unterstützung und Kooperationen. 

 

Von der Unfähigkeit, Hassreden im „Social Media“ in den Griff zu bekommen

  • „Counter Speech“ als Lösung schwierig – ein härteres Durchgreifen der Internetbetreiber und der Justiz ist gefragt!

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„Rechter Populismus und Menschenverachtung im „Social Media“ werden immer noch verharmlost. Die Facebook Seite der AFD ist die stärkste Partei-Seite auf Facebook (301.000 Fans), gefolgt von der NPD Seite (167.000 Fans) . Danach folgen mit großem Abstand die anderen Parteien (SPD 117.000, CDU 120.000, Die Grünen 127.000, Die Linke 158.000). Die US Wahl und der aktuelle Zustand sollte uns allen doch endlich noch mehr zu denken geben. Handeln ist gefragt: Gerade in Hinsicht auf die Bundestagswahl 2017 sollten wir alle Maßnahmen ergreifen, die Polemik und den Hass im Netz nicht mehr zuzulassen. Die Verantwortung auf die Userinnen und User abzuwälzen, kann nicht das Erfolgskonzept sein. Die Internetkonzerne stehen mit in der Verantwortung. Auch bei Youtube betreiben rechtspopulistische Parteien und die NPD erfolgreiche Channels.“

„Counter Speech“ ist die so genannte Gegenargumentation, die Userinnen und User dazu auffordert, sich in Kommentarleisten gegen Hassreden zu stellen. Dieses Konzept wurde im Herbst 2015 von Facebook Deutschland als Rezept vorgestellt. Eine Million Euro wurden investiert, um wissenschaftliche Ausarbeitungen und die Unterstützung von Initiativen über einen Träger zu fördern. Zuvor hatte das Justizministerium die Internetkonzerne ermahnt und angedroht rechtliche Schritte zu unternehmen, wenn diese nicht endlich handeln. Neulich tagten die Justizminister in Berlin. Dort liegt auch dieses unangenehme Thema wieder auf dem Tisch. Das Thema „Hassreden“ findet derzeit in den Medien statt, jedoch sind echte Maßnahmen, wie die Löschung solcher Inhalte nicht wirklich zu erkennen. Eher eskaliert die Situation bei Facebook und Co. .Wir beschäftigen uns seit 2011 mit diesem Thema und sehen keine Besserung, kein massives Handeln der verantwortlichen Konzerne. Zwar unterstützen wir grundsätzlich die Idee des „Counter Speech“, aber dieses Konzept kann nicht allein wirken.

„Counter Speech“ als Lösung gescheitert?

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Bild: www.facebook.com/NazLoeschen/?fref=ts

Auf unserer Facebook Seite www.facebook.com/istlaut haben wir sozusagen einen Selbstversuch unternommen. „Counter Speech“ scheint zumindest in unseren Kommentarleisten zu scheitern. Eher werden die, die ihren Hass verbreiten noch mehr angestachelt, zu posten was das Zeugs hält. Mit dem Ergebnis, dass wir als Administratoren sämtliche Kommentare selbst löschen müssen. Wir maßen uns an, dies durchaus beurteilen zu können. Unsere Seite erreichte in diesem Jahr bereits 85 Millionen Menschen. Zudem haben wir uns mit dem Thema „Counter Speech“ massiv auseinander gesetzt, als wir die gleichnamige Tournee mit Facebook Deutschland als Partner im Mai 2016 umsetzten. Seit 2011 machen wir immer wieder auf das Thema aufmerksam – wir können definitiv keine Besserung feststellen. Bei Facebook sind insbesondere geschlossene Gruppen ein großes Problem in dem Hass und die Menschenverachtung aufgebahrt und kocht. Hier Meldungen von „Hassreden“, rassistischen und menschenverachtenden Kommentaren/Posts an Facebook zu geben, gestaltet sich nach wie vor sehr schwierig.

Nicht nur auf Facebook lassen Maßnahmen der Verantwortlichen zu wünschen übrig. Die Google Tochter „YouTube“ hat das Konzept „#Nichtegal“ www.facebook.com/InitiativeNichtEgal/? in das Leben gerufen. Ein guter Ansatz der allerdings auch nicht so angenommen wird, wie von dem Unternehmen erwartet. Die dazugehörige Facebook Seite hat gerade einmal 1.500 Fans. Zwar setzt das Unternehmen Workshops an Schulen gemeinsam mit der FSK um, aber irgendwie lässt sich ein Erfolg nicht richtig ersehen. Das Konzept arbeitet vornehmlich mit so genannten „YouTubern oder YouTube Stars“, die nach dem Relaunch in die Kritik gerieten. Grund war die Jugendsprache die von den meisten Akteuren auf ihren eigenen Channel genutzt wird. Straßen Jargon mit Sexismus und Ausgrenzungs-Attitüden, die zu einer scharfen Beurteilung in der bundesweiten Presse führten.

Resümee: Seit unseren fünfjährigen Aktivitäten müssen wir feststellen, dass sich die Lage keineswegs gebessert hat. Die gesellschaftspolitische Lage ist das Futter für den Hass im Netz und umgekehrt. Wenn nicht endlich mit Allen gemeinsam versucht wird dieses Problem in den Griff zu bekommen, dann wird die Situation ausufern. Es liegt in der Verantwortung der Internet-Riesen, der Politik und der Zivilgesellschaft diese Entwicklungen zu stoppen. Rechtspopulistische Parteien feiern sich gerade nach der US-Wahl selbst und werden genau das Internet und Social Media für ihre Zwecke nutzen. Der AFD wird ein großer erfolg bei der Bundestagswahl 2017 durch Demoskopen prognostiziert.
Der Justizminister Heiko Maas kündigte mehrmals an: „Wenn Facebook und Co. bis zum Februar 2017 uns nicht deutlich spüren lassen, dass praktische Maßnahmen gegen den Hass erfolgen, so würde man juristisch gegen diese Unternehmen vorgehen.“.