361° Respekt ist eine Kampagne, verbunden mit einem YouTube Jugendwettbewerb gegen Ausgrenzung

Fanta 4 – Aufruf zu 361° Respekt

Artikel der UNESCO Kommision

„Bundesfamilienministerin Kristina Schröder hat als Schirmherrin den YouTube Jugendwettbewerb gegen Ausgrenzung „361 Grad Respekt“ gestartet. Jugendliche ab 13 Jahren können bis zum 16. Oktober 2010 Videos gegen Ausgrenzung, Rassismus, Homophobie und Cyber-Mobbing produzieren. Die Deutsche UNESCO-Kommission unterstützt den Wettbewerb durch ihr bundesweites Schulnetzwerk mit 200 UNESCO-Projektschulen.(…)“

Den kompletten Artikel findest du hier.

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Auch DGB-Chef Sommer, SPD-Chef Müntefering und Bundestagsvizepräsident Thierse protestierten gegen Rechts.

Auch DGB-Chef Sommer, SPD-Chef Müntefering und Bundestagsvizepräsident Thierse protestierten gegen Rechts.

dresden.dgb.de schrieb zu diesem Thema

„Die Organisatoren der Geh Denkveranstaltung, welche die Demonstrationen gegen den JLO Aufmarsch am 14. Febraur in Dresden organisierte, zogen am Sonntag eine positive Bilanz ihrer Veranstaltung. Rund 12.500 Personen nahmen an den Eröffnungs-, Zwischenkundgebungen und an der Abschlussveranstaltung in der Dresdner Innenstadt ausschließlich friedlich teil. Damit nahmen mehr Menschen als je zuvor an den Demonstrationen von Geh Denken teil. Für dieses breite Engagement – von Dresdnern und von vielen Gästen – danken die Organisatoren allen Beteiligten. (…)“

Den vollständigen Artikel findest du hier.

Auch die Publikavite.org schrieb zu diesem Thema

„Mit einer Pressekonferenz hat der Vorbereitungskreis von GEH DENKEN am 16.12.2008 seine Planungen für den 13.02.2009 in Dresden vorgestellt. Dresden hat sich in den letzten Jahren zum zentralen Aufmarschort für die europäische Neonaziszene entwickelt. Nachdem durch Verschärfungen des Versammlungsrechts Demonstrationsorte wie Halbe undWunsiedel von den Neonazis nichtmehr missbraucht werden können, stellt die Bombardierung Dresdens im Februar 1945 eine passende Möglichkeit zum geschichtsrevisionistischen Protest der europäischen Rechten dar. Gleichzeitig möchte die NPD den Tag zum Auftakt für das Superwahljahr 2009 nutzen. Dem stellt sich ein breites Bündnis aus Zivilgesellschaft, Kirchen, Gewerkschaften und Parteien unter dem Titel GEH DENKEN entgegen. Mit einem sternförmigen Demonstrationszug, Konzerten und einem offenen Shabbat-Gottesdienst der Jüdischen Gemeinde soll der Neonaziaufmarsch gestoppt werden. (…)“

Den vollständigen Artikel findest du hier.

Gemeinsam mit der Kampagne „Laut gegen Nazis“, der Amadeu Antonio Stiftung und unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel startete YouTube im August 2009 „361 Grad Toleranz – der YouTube Schülerwettbewerb gegen Ausgrenzung“.

Darüber hinaus beteiligten sich unter anderem die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), die Deutsche UNESCO-Kommission und die Aktion „Schule ohne Rassismus/Schule mit Courage.

Prominente Paten und Unterstützer des Wettbewerbs waren unter anderem die Band Silbermond („Lebenszeichen“, „In Zeiten wie diesen“), die Schauspieler Daniel Brühl („Inglourious Basterds“, „Goodbye Lenin“) und Matthias Schweighöfer („Keinohrhasen“, „Mein Leben — Marcel Reich-Ranicki“), Smudo („Die Fantastischen Vier“), der Autor und ehemalige Tagesthemen-Moderator Ulrich Wickert sowie die TV-Moderatoren Joko Winterscheidt, Klaas Heufer-Umlauf, Hadnet Tesfai, Ole Tillmann und Nazan Eckes.

Schülerinnen und Schüler in ganz Deutschland waren dazu aufgerufen, Videos für mehr Toleranz und ein respektvolles Miteinander zu produzieren. Binnen der 6-wöchigen Laufzeit wurden über 350 Filme in den Kategorien „Kurzfilm, „Musikvideo und „Reportage eingereicht.

Der YouTube Kanal der Aktion unter www.youtube.de/361grad verzeichnete über 250.000 Besuche. Die Videoaufrufe der prominenten Partner und Unterstützer von ‚361 Grad Toleranz wurden bisher weit über 1,3 Millionen mal angesehen.

Der Tagesspiegel berichtete auch darüber

2-format1008„Bei über 1800 rechtsradikalen Internetseiten in Deutschland müsse man etwas tun. Dieser Meinung sind unter anderem Angela Merkel, Matthias Schweighöfer und Daniel Brühl. Sie rufen Schüler dazu auf, beim Videowettbewerb „361 Grad“ auf YouTube teilzunehmen.(…)“

Den kompletten Artikel dazu findest du hier.

 

Von der Unfähigkeit, Hassreden im „Social Media“ in den Griff zu bekommen

  • „Counter Speech“ als Lösung schwierig – ein härteres Durchgreifen der Internetbetreiber und der Justiz ist gefragt!

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„Rechter Populismus und Menschenverachtung im „Social Media“ werden immer noch verharmlost. Die Facebook Seite der AFD ist die stärkste Partei-Seite auf Facebook (301.000 Fans), gefolgt von der NPD Seite (167.000 Fans) . Danach folgen mit großem Abstand die anderen Parteien (SPD 117.000, CDU 120.000, Die Grünen 127.000, Die Linke 158.000). Die US Wahl und der aktuelle Zustand sollte uns allen doch endlich noch mehr zu denken geben. Handeln ist gefragt: Gerade in Hinsicht auf die Bundestagswahl 2017 sollten wir alle Maßnahmen ergreifen, die Polemik und den Hass im Netz nicht mehr zuzulassen. Die Verantwortung auf die Userinnen und User abzuwälzen, kann nicht das Erfolgskonzept sein. Die Internetkonzerne stehen mit in der Verantwortung. Auch bei Youtube betreiben rechtspopulistische Parteien und die NPD erfolgreiche Channels.“

„Counter Speech“ ist die so genannte Gegenargumentation, die Userinnen und User dazu auffordert, sich in Kommentarleisten gegen Hassreden zu stellen. Dieses Konzept wurde im Herbst 2015 von Facebook Deutschland als Rezept vorgestellt. Eine Million Euro wurden investiert, um wissenschaftliche Ausarbeitungen und die Unterstützung von Initiativen über einen Träger zu fördern. Zuvor hatte das Justizministerium die Internetkonzerne ermahnt und angedroht rechtliche Schritte zu unternehmen, wenn diese nicht endlich handeln. Neulich tagten die Justizminister in Berlin. Dort liegt auch dieses unangenehme Thema wieder auf dem Tisch. Das Thema „Hassreden“ findet derzeit in den Medien statt, jedoch sind echte Maßnahmen, wie die Löschung solcher Inhalte nicht wirklich zu erkennen. Eher eskaliert die Situation bei Facebook und Co. .Wir beschäftigen uns seit 2011 mit diesem Thema und sehen keine Besserung, kein massives Handeln der verantwortlichen Konzerne. Zwar unterstützen wir grundsätzlich die Idee des „Counter Speech“, aber dieses Konzept kann nicht allein wirken.

„Counter Speech“ als Lösung gescheitert?

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Bild: www.facebook.com/NazLoeschen/?fref=ts

Auf unserer Facebook Seite www.facebook.com/istlaut haben wir sozusagen einen Selbstversuch unternommen. „Counter Speech“ scheint zumindest in unseren Kommentarleisten zu scheitern. Eher werden die, die ihren Hass verbreiten noch mehr angestachelt, zu posten was das Zeugs hält. Mit dem Ergebnis, dass wir als Administratoren sämtliche Kommentare selbst löschen müssen. Wir maßen uns an, dies durchaus beurteilen zu können. Unsere Seite erreichte in diesem Jahr bereits 85 Millionen Menschen. Zudem haben wir uns mit dem Thema „Counter Speech“ massiv auseinander gesetzt, als wir die gleichnamige Tournee mit Facebook Deutschland als Partner im Mai 2016 umsetzten. Seit 2011 machen wir immer wieder auf das Thema aufmerksam – wir können definitiv keine Besserung feststellen. Bei Facebook sind insbesondere geschlossene Gruppen ein großes Problem in dem Hass und die Menschenverachtung aufgebahrt und kocht. Hier Meldungen von „Hassreden“, rassistischen und menschenverachtenden Kommentaren/Posts an Facebook zu geben, gestaltet sich nach wie vor sehr schwierig.

Nicht nur auf Facebook lassen Maßnahmen der Verantwortlichen zu wünschen übrig. Die Google Tochter „YouTube“ hat das Konzept „#Nichtegal“ www.facebook.com/InitiativeNichtEgal/? in das Leben gerufen. Ein guter Ansatz der allerdings auch nicht so angenommen wird, wie von dem Unternehmen erwartet. Die dazugehörige Facebook Seite hat gerade einmal 1.500 Fans. Zwar setzt das Unternehmen Workshops an Schulen gemeinsam mit der FSK um, aber irgendwie lässt sich ein Erfolg nicht richtig ersehen. Das Konzept arbeitet vornehmlich mit so genannten „YouTubern oder YouTube Stars“, die nach dem Relaunch in die Kritik gerieten. Grund war die Jugendsprache die von den meisten Akteuren auf ihren eigenen Channel genutzt wird. Straßen Jargon mit Sexismus und Ausgrenzungs-Attitüden, die zu einer scharfen Beurteilung in der bundesweiten Presse führten.

Resümee: Seit unseren fünfjährigen Aktivitäten müssen wir feststellen, dass sich die Lage keineswegs gebessert hat. Die gesellschaftspolitische Lage ist das Futter für den Hass im Netz und umgekehrt. Wenn nicht endlich mit Allen gemeinsam versucht wird dieses Problem in den Griff zu bekommen, dann wird die Situation ausufern. Es liegt in der Verantwortung der Internet-Riesen, der Politik und der Zivilgesellschaft diese Entwicklungen zu stoppen. Rechtspopulistische Parteien feiern sich gerade nach der US-Wahl selbst und werden genau das Internet und Social Media für ihre Zwecke nutzen. Der AFD wird ein großer erfolg bei der Bundestagswahl 2017 durch Demoskopen prognostiziert.
Der Justizminister Heiko Maas kündigte mehrmals an: „Wenn Facebook und Co. bis zum Februar 2017 uns nicht deutlich spüren lassen, dass praktische Maßnahmen gegen den Hass erfolgen, so würde man juristisch gegen diese Unternehmen vorgehen.“.

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„WG-Gesucht.de freut sich, Laut gegen Nazis bei ihren zahlreichen Aktionen langfristig zu unterstützen. Als großes Internetportal erfüllen wir die Aufgabe, Menschen aus aller Welt zu verbinden und ihnen ein gemeinsames Zuhause zu ermöglichen – egal, woher sie kommen, welche Hautfarbe sie haben und welche Sprache sie sprechen. Ein Zuhause, in dem Menschen verschiedener Kulturen friedlich zusammenleben, voneinander lernen und respektvoll miteinander umgehen. Ein Zuhause, in dem sich Menschen Geborgenheit geben und aus Bekannten Freunde werden. Als Unternehmen fühlen wir uns verpflichtet, das lebendige Zusammenleben in einer Gemeinschaft zu fördern, Vielfalt als Bereicherung und Globalität als Chance zu sehen.Dafür stehen wir auf.“

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„Wir sind sehr stolz, dass Topkünstler wie Die Fantastischen Vier, die bei SONY MUSIC unter Vertrag sind, sich für die Kampagne ‚Laut gegen Nazis‘ engagieren. Was wir brauchen sind Menschen, die gegen rechte Gewalt aufstehen und die der rechten Szene in Deutschland Paroli bieten. Was wir brauchen, sind Menschen, die NEIN sagen zu Rassismus und Antisemitismus, die sich engagieren, um ein tolerantes Zusammenleben der verschiedenen Kulturen in Deutschland zu ermöglichen. SONY MUSIC steht für eine sehr vielseitige, bunte und interessante Musikkultur. Unsere Künstler kommen aus der ganzen Welt. Wir unterstützen die Kampagne ‚Laut gegen Nazis‘ – Rechte Gewalt kann jeden treffen.“

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„Die Musik unserer Künstler ist so vielfältig, facettenreich und international wie die Fans, die sie hören. Sie repräsentiert unterschiedlichste Kulturen und individuelle Lebensstile. Gerade deshalb setzen wir uns gemeinsam mit unseren Künstlern Seeed, Monrose, Beatsteaks, Roger Cicero, Sasha und vielen anderen für ein kreatives, weltoffenes und tolerantes Deutschland ein, in dem keine Form von rechter Gewalt – sei es Fremdenfeindlichkeit, Rassismus oder Antisemitismus – Platz hat. Was wir stattdessen brauchen ist eine lebendige und couragierte Zivilgesellschaft. Deshalb ist es für uns und unsere Künstler selbstverständlich, die Kampagne ‚Laut gegen Nazis‘ zu unterstützen!“

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„Für eine Kultur der Vielfalt – Wir stehen auf! impliziert bereits Bewegung und auch dafür steht die KAIFU-LODGE als Fitnessclub in Hamburg. Body and mind sind nicht voneinander zu trennen. Bewegung im Geiste ist ebensowichtig und erstrebenswert. Auch wir freuen uns über eine multikulturelle Vielfalt unserer Mitarbeiter, angefangen von unserem Masseur Ashish aus Indien bis zu unserem Trainer mit Wurzeln aus Ghana oder Kuma, unser Küchenchef aus Sri Lanka. Ein buntes Team was Spass macht und uns immer wieder neuen kreativen Input gibt, was für einen Trendsetterclub, wie die KAIFU-LODGE, einen wesentlichen Faktor darstellt. Gerne wollen wir Laut gegen Nazis im Folgejahr als Partner unterstützen. Der Sport bietet Menschen jeglicher Coleur eine Plattform des Austauschs auf sportlicher Ebene und kann somit auch einen Beitrag für eine Welt ohne Menschenverachtung leisten. Wir freuen uns wenn Werte wie respektvoller Umgang miteinander, egal welcher Herkunft wieder mehr in den Fokus gelangt. Mit der Teilnahme unseres Fussballtemas am KULT Turnier wollen wir internationale Flagge zeigen und wieder laut werden.“

Hallo Leute! Wir haben es gestern angekündigt. Die Janosch AG fördert unsere Projekte mit dem lizenzfreien Verkauf von T-Shirts Hier sind sie!
Neu:
„united by difference“ – die gesamte Janosch Familie
https://www.seedshirt.de/united
Neu: „Musik überwindet Grenzen“
https://www.seedshirt.de/musik
Aufgrund der extremen hohen Nachfrage limitiert auf 1.000 Stück
https://www.seedshirt.de/gemeinsam-sind-wir-stark

Wir haben 2016 und 2017 sehr viel vor. Die Bundestagswahl liegt an und wir planen zwei Projekte, die Ihr sicherlich mitbekommen werdet. Die „Counter Speech Tournee 2016“ hat uns sehr viel Mut gemacht. Wir konnten gemeinsam mit den vielen Initiativen vor Ort viel bewegen. Wir planen nicht nur Konzerte, sondern wir haben ein Projekt gegen den Hass im Rahmen des Bundestagswahlkampfes für den Herbst vor. Hier wird es natürlich alte bekannte Gesichter geben. Neben Smudo werden viele weitere daran teilnehmen.