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Nazis raus aus den Parlamenten!
Sechs Millionen AFD Wähler bremsen Engagement gegen Rechtsextremismus
-Eine Geschichte darüber wie der Rechtsruck sich wirtschaftlich auf Initiativen und Institutionen gegen Rechtsextremismus auswirkt-
Am 17. September 2017 zog die rechtsextremistische, rechtspopulistische AFD mit 12% der Wählerstimmen in den Bundestag ein. Dies bedeutet, sechs Millionen Menschen haben diese Partei gewählt, die mit Goebbels Imitaten wie Höcke, Gauland, Poggenburg und vielen anderen auffallen. Nazis im Anzug, offiziell gewählt, sitzen nach 69 Jahren wieder in einem deutschen Parlament. Ein Schlag in das Gesicht für die Opfer des Nationalsozialismus, aber auch die Opfer rechter Gewalt der letzten Jahrzehnte.
Die rechten Hetzer gießen Benzin in ein Feuer, welches wir löschen müssen. Rassismus, Antisemitismus und Menschenverachtung bahnen sich immer mehr ihren Weg in die Mitte der Gesellschaft, an die Stammtische, auf die Straße und in die Stadien. Wie sehr die AFD; PEGIDA und andere Rechtspopulisten sowie die CSU an der Entwicklung mitwirken zeigen die Zahlen aus 2014 bis heute.
2014 gab es in Deutschland ca. 150 Angriffe auf Unterkünfte für Schutzbedürftige in Deutschland 2015 waren es über 1.000 und 2016 waren es sogar unfassbare 1.600.
Rechte Phrasen schüren Hass und Ängste. Denken wir an die Plakate der AFD bei Landtagswahlen und der Bundestagswahl, können wir schon deutlich erklären, wer rechtes Gedankengut in den Köpfen der Leute vorantreibt.
In der Bundesliga ziehen wir natürlich vor unserem eigenen Verein und den Fans des FC St. Pauli den Hut. Den Hut für das Engagement gegen Faschismus, Nazis und Menschenverachtung. Als erstes Kiezhelden-Projekt wurden wir lange Jahre von unserem Verein großzügig unterstützt.
Aber wo bleibt der große Aufschrei dieser Zivilgesellschaft, wenn es darum geht, dass Nazis in den Parlamenten, Ausschüssen, Ämtern wieder an den Hebeln sitzen. In Hamburg und Berlin funktioniert das, aber sonst? Wir haben eine neue Diskussionskultur-AFD Anhänger sind in den Kommentarleisten von Initiativen gegen Rechts zu finden und wollen dort diskutieren. Die Mär´, sie seien Orientierungslose die aus Protest rechte Parteien wählen, geht nicht auf. Nein, die AFD hat es geschafft Menschenverachtung salonfähig zu machen.
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 Von der Angst Kunden zu verlieren – Projekte gegen Rechtsextremismus nicht zeitgemäss
Der Einzug der AFD hat ungeahnte Folgen für Initiativen und Institutionen gegen Rechtsextremismus in Deutschland.  Die Beantragung von staatlichen Fördermitteln war nie leicht und wird immer schwieriger für Vereine und Initiativen die sich gegen Rassismus, Nazis und Menschenverachtung engagieren. Also bleibt nur der Weg Spender und Sponsoren zu suchen, um Projekte umzusetzen die tatsächlich Geld benötigen.
Im Rahmen unserer Arbeit von „Laut gegen Nazis“ können wir feststellen, dass die Spendenbereitschaft weit zurück gegangen ist. Gerade wenn wir Themen, wie das Sterben im Mittelmeer und an Europas Grenzen bearbeiten, erleben wir zunehmend ein mangelndes Interesse bei Unternehmen und Spendern.
Noch bizarrer wird es für uns, wenn wir klar Position gegen Nazis und rechtes Gedankengut beziehen. Dann nämlich, finden wir nach der Bundestagswahl 2017 kaum jemanden der ein Budget hat, um ebenfalls Stellung zu beziehen. Klar unsere langjährigen Unterstützer und Partner -wie „Die Fantastischen Vier“- sind weiterhin mit Herz dabei, unsere Projekte zu fördern, aber ansonsten wenig Land in Sicht.
Wir stießen bei der Akquise für „Laut gegen Nazis“ tatsächlich auf solche Antworten:
„schönes Projekt und auf jeden Fall unterstützenswert, aber „No Policy“ so das Argument- wir werden uns auf keinen Fall in eine politische Richtung äußern“ (mehrere Unternehmen nahmen dies als Begründung, als sie eine Unterstützung in welcher Form auch immer, ablehnten).
 „Also wir unterstützen Euch sehr gerne, aber bitte nicht öffentlich – wie wäre es, wenn Ihr einfach ein paar Fässer Bier als Freiware für eine  Eurer nächsten Veranstaltungen bekommt-das hilft“
„Ja auch, oder? Wir wollen allerdings auf keinen Fall mit Euch im Zusammenhang in der Öffentlichkeit benannt werden, weil dann verlieren wir eine ganze Menge Kunden (mit einem  Zwinkern in der Stimme)“
Hierbei handelte es sich um drei Bierbrauereien, die wir in den letzten Jahren gewinnen wollten, Projekte zu finanzieren.
Übrigens, einer der größten Kondomhersteller Europas, der uns für Festivals 2008 bis 2011 mehrere 10.000 Stück dieser Tütchen mit dem Slogan „(Ver-)hütet Euch vor Nazis“ sponserte, hatte tatsächlich von einem Institut ausrechnen lassen, wie viele Kunden sie damals verlieren würden. Es waren zwischen 12 bis 13% Verhüterliträger. Wir durften sie als Partner auf  unserer Homepage nicht erwähnen.
–  „So gerne wir Euch auch unterstützen würden, aber Ihr wisst schon, 6 Millionen AFD Wähler, sind potenzielle Kunden für uns und andere Unternehmen, aber wir wünschen Euch natürlich viel Erfolg“ –
   
Dies war die ehrlichste und zugleich erschreckendste Antwort, die wir im Dezember 2017 von einem Marketingleiter aus dem Klamotten-Bereich erhielten (wir nennen keine Namen!)
Wir sind auf Sponsoren angewiesen, um unsere Arbeit gegen Rechts auf Konzerten und Veranstaltungen fortsetzen zu können. Wir können auch in jeder Stadt in der wir Veranstaltungen durchführen, Unterstützerinnen gebrauchen, die tatkräftig mit anpacken, sei es an einem Stand zu stehen und Merch-Ware zu verkaufen, Flyer verteilen und ähnliches. Wenn ihr dabei sein wollt, dann besucht uns im Internet oder persönlich im Eschelsweg/Altona.
Wer direkt für unsere Arbeit spenden möchte, kann dies hier unkompliziert tun:
LAUT GEGEN NAZIS E.V.
IBAN: DE 38200505501261177925
BIC: HASPDEHHXXX
HAMBURGER SPARKASSE
Eine Spendenbescheinigung stellen wir sehr gerne aus (Freistellungsbescheid v. Mai 2017)
Direkte Projekt-Spenden:
Projekt „MITTENDRIN“ via
Projekt „Love Speech Therapy“

„FUSSBALL IN TRÜMMERN“: FINALE UND SONDERFÜHRUNG MIT

„LAUT GEGEN NAZIS“ (Anmeldungen unter info@lautgegennazis.de

Noch ein verlängertes Öffnungs-Wochenende von Sonnabend (16.12) bis Montag (18.12.) – dann muss die vielbeachtete Ausstellung „Fußball in Trümmern. FC St. Pauli im ‚Dritten Reich’“ im FC St. Pauli-Museum leider ihre Pforten schließen und Platz für neue Projekte machen. Wer schon am Freitag (15.12.) ab 18 Uhr Zeit hat, darf sich auf eine außergewöhnliche Führung freuen!

„Dies ist keine Ausstellung über die Vergangenheit“, hatten die Ausstellungsmacher von 1910 – Museum für den FC St. Pauli e.V. von Anfang an betont: „Zwar beziehen sich wesentliche Teile auf historische Ereignisse, die 80 und mehr Jahre zurückliegen. Doch sind diese Ereignisse Teile von Mustern, die erneut auftreten können. Und die zum Teil bereits wieder aufgetreten sind.“

So ist es nur konsequent, dass 1910 e.V. jetzt mit „Laut gegen Nazis“ zusammenarbeitet – wie 1910 e.V. eines der fünf KIEZHELDEN-Dauerprojekte und schon früher unter anderem Partner des ebenfalls von 1910 e.V. organisierten „Fußball und Liebe“-Festivals.

Bei einer Sonderführung am Freitag (15.12.) um 18 Uhr wird neben dem Kurator und Texter Christoph Nagel, Vorstandsmitglied von 1910 e.V., auch „Laut gegen Nazis“-Gründer Jörn Menge vor Ort sein und Neues von seiner Initiative gegen Rechtsextremismus und Menschenverachtung berichten.

Zu den Themen der Ausstellung – von Mitläufertum, Ausgrenzung und NS-Verbrechen bis zur Verdrängung nach dem Krieg – hat Jörn Menge auch persönliche Bezüge: „Ich komme aus einer Täterfamilie“, berichtet er in einem Porträt des NDR: „Wir hatten viele SS-Angehörige, und die haben bis in die 80er- und 90er-Jahre gut gelebt.“

Die Gründung von „Laut gegen Nazis“ 2004 im Herzen St. Paulis war eine der Konsequenzen, die Jörn Menge daraus zog. „Laut gegen Nazis“ bekämpft das Stillschweigen und unterstützt Initiativen gegen Rechts bei der Öffentlichkeitsarbeit, bildet Netzwerke und bietet kontinuierliche Beratung und Begleitung bei Veranstaltungen vor Ort, vom Infostand auf Dorffesten bis hin zur Gegendemonstration beim Naziaufmarsch in der Großstadt. Highlights sind die Konzerte bekannter KünstlerInnen und Bands, mit denen „Laut gegen Nazis“ direkt vor Ort unterstützt – manchmal mitten in Nazi-Hochburgen.


Die Führung mit Jörn Menge und Christoph Nagel durch „Fußball in Trümmern. FC St. Pauli im ‚Dritten Reich’“ beginnt am Freitag (15.12.) um 18 Uhr. Um Anmeldung per E-Mail wird gebeten an: info@lautgegennazis.de 

Als Eintritt wird nur der normale Ausstellungs-Eintritt verlangt (5 Euro, bzw. 3 Euro ermäßigt). Freiwillige Spenden und Erlöse aus der 1910-Weinbar an diesem Abend werden unter beiden Organisationen geteilt.

Infos über die Ausstellung: www.fcstpauli-drittes-reich.de

Infos über „Laut gegen Nazis“: www.lautgegennazis.de

Eine wunderbare Art unsere Arbeit zu unterstützen:

Jeder ist seines Glückes Schmied heißt es. Wir haben uns gedacht, wenn man uns unterstützen möchte, ist es vielleicht der beste Weg, auch etwas anzubieten. Aus diesem Grunde starteten wir unsere T- Shirt Crowdfunding Kampagnen über das Portal www.seedshirt.de

In Zeiten wie diesen kämpfen auch wir um jeden Cent, jeden Euro. Das klingt dramatisch? Im Prinzip ist es das. Sämtliche Vereine, Initiativen, Institutionen die sich in unserem Segment engagieren, berichten das Gleiche. Ein deutlicher Rückgang der Spendenbereitschaft ist zu spüren. Einige Unternehmen (natürlich nicht die Mehrzahl) sind nicht mehr bereit sich gegen Rechts, gegen Rassismus engagieren zu wollen, weil eben sechs Millionen AFD Wähler auch Kunden sein könnten. Traurig? Ja wir finden es traurig. Natürlich haben wir langjährige wunderbare Partner die uns unterstützen. Denen gilt unser vollster Dank. Ohne jene die an uns glauben, wären wir nichts.

Die Janosch Weihnachtsaktion bis 31.12.2017:

Seit zwei Jahren genehmigt die Janosch AG uns, ein auf unsere Bedürfnisse zugeschnittenes Motiv in verschiedenen Varianten anzubieten. Entstanden ist das Ganze im Herbst 2015 im Zuge der so genannten Flüchtlingskrise. „Gemeinsam sind wir stark-egal wo Du herkommst“ ist der Slogan der sich einer hohen Beliebtheit erfreut. Jedes verkaufte Produkt fördert unsere Arbeit. Hier die Links zu den  Kampagnen:

https://www.seedshirt.de/janosch-weihnachten-kompl-2017
Einkaufstaschen:
https://www.seedshirt.de/janosch-weihnachten-2017-taschen
Weiß:
https://www.seedshirt.de/weihnachten-2017-janosch-farblos
Kids:
https://www.seedshirt.de/egal-fuer-kids-bunt
Fotos: Jupiter Jones Thomas D

Moin Liebe – Tschüss Hass (Endzeitstimmung nicht mit uns!)

Wir grüßen aus Hamburg und plädieren für die „Liebe“ und entsagen dem „Hass“

Moin Liebe – Tschüss Hass – ein Textil mit Stil! Dieses Motiv war der Renner auf den Tourneen mit „Die Fantastischen Vier“ die wir in diesem Jahr begleiten durften.

Fotos: Flo D. / Schlagzeuger „Die Fantastischen Vier & bei The Voice Of Germany

Hier die wichtigsten Links:

Hoodies/Sweater

www.seedshirt.de/endzeitstimmung-nein

Shirts – Tank Tops – Lady Shirts

www.seedshirt.de/moin-endzeitstimmung-shirts

Hoffnungsträger – Projekt „MITTENDRIN“

Alle „MITTENDRIN“ Produkte findet Ihr hier:

www.facebook.com/pg/wirsindallemittendrin/shop/?rt=28

Alle Infos zu dem Projekt: www.facebook.com/wirsindallemittendrin

Dies ist ein Musikprojekt das aufmerksam machen und helfen will. Der Erlös wird u.a an die Sea-Eye und Kinder im Krieg gespendet. „Mittendrin“ wird auch das offizielle Video zu den „Internationalen Wochen gegen Rassismus 2018“.

Alle wichtigen Links:

Spendenkonto MITTENDRIN:

www.betterplace.org/de/projects/57747-mittendrin

Wir wünschen allen Unterstützerinnen und Unterstützern , aber auch allen Menschen, egal woher sie kommen ein „Frohes Weihnachtsfest“ oder einfach ein besseres Jahr 2018.

Vielen Dank für alles!

Mittendrin ist eine Single der deutschen Singer-/Songwriterin „MAI“ zugunsten von Trägern und Verbänden die sich um traumatisierte Kriegskinder kümmern und diese betreuen. An der Single werden viele weitere Künstlerinnen und Künstler mitwirken.
Wir sind alle Menschen und sollten alle die gleichen Rechte haben aber die haben wir nicht.
MITTENDRIN ist ein Lied das helfen will. Es möchte aufmerksam machen ohne zu urteilen. Es möchte zum Nachdenken anregen und ein Bewusstsein schaffen. Das Bewusstsein, zu begreifen, dass wir alle in einem Boot sitzen. Wir sind alle “Mittendrin”. 
Mai: “Es kann nicht sein das wir wirklich wieder wegsehen, dass wir noch immer nicht verstehen, nicht verstehen, dass wenn wir Menschen im Meer ertrinken lassen, sich das auch auf uns, unsere Leben auswirkt, früher oder später.“
MITTENDRIN sieht die Farben am Horizont, hofft und gibt nicht auf zu spüren was möglich ist wenn wir uns bewusst werden das jeder einzelne von uns etwas tun, etwas verändern kann und Teil des großen Ganzen ist.
Mit diesem Projekt sammeln wir durch den digitalen Verkauf der Single „Mittendrin“ sowie gegebenenfalls dem Verkauf physischer Tonträger, Spenden für Kinder. Kinder die den Krieg vor dem sie geflohen sind, erlebten und schwer traumatisiert sind.
Produktion: 
(Peter Keller/Tilmann Ilse-Hamburg)

Crowdfunding für „Mittendrin“ über www.seedshirt.de Menschen die, die Hoffnung tragen und wir sind mittendrin. Seid unsere Hoffnungsträger und unterstütze damit Mittendrin – für eine bunte offene Welt:

Motiv 1: https://www.seedshirt.de/fem-hoffnung-mittendrin
Motiv 2: https://www.seedshirt.de/me-hoffnung-mittendrin
Motiv 3: https://www.seedshirt.de/ganz-hoffnung-mittendrin
Kinder:  
https://www.seedshirt.de/kids-hoffnung-mittendrin

Alle Motive sind als Hoodie & Shirts (alle Varianten) erhältlich! Die Einnahmen der Shirts & Hoodies fließen direkt in die Produktion der Single „Mittendrin“ deren Erlös für Kinder im Krieg gespendet wird. Aktueller VÖ Termin ist der 31. März 2018 zu den „Internationalen Wochen gegen Rassismus“.

Spendenportal für das Projekt: www.betterplace.org/de/projects/57747-mittendrin
Spenden über den Verein Laut gegen Nazis e. V.:
LAUT GEGEN NAZIS E.V.
Betreff „Mittendrin“
IBAN: DE 38200505501261177925
BIC: HASPDEHHXXX
HAMBURGER SPARKASSE

Keine Plakatflächen & wenig Sponsoren zwingen uns die „Love Speech Therapy“- Plakataktion zu verschieben!

-Wir wären nicht wir, wenn wir uns davon beeindrucken lassen-

Ca. 800 Einsendungen haben wir von Euch erhalten, knapp 700 Statements und Fotos sind in das Rennen gegangen. Wir hatten das Ziel fünf Medienstädte mit den zehn besten Einsendungen, professionell layoutet kurz vor der Bundestagswahl mit Plakaten auf die Straße zu bringen. Eine Produktion der Plakate können wir momentan nicht finanzieren (mangelnde Sponsoren). Der T-Shirt Verkauf reicht nicht aus, um ohne Risiko die Kosten zu tragen. Abgesehen davon sind sämtliche Plakatflächen mit Partei-Plakaten und den üblichen Großkunden gebucht. Lassen wir uns davon unterkriegen? Nie im Leben! 800 Menschen haben uns ihr Vertrauen geschenkt und genau das werden wir nicht enttäuschen. Vor Allem wollen wir mit Euch ein Zeichen setzen!

 Ihr seid die wichtigsten – Zusammen können wir etwas bewegen!

Ab dem 10. September 2017 könnt Ihr bereits online voten

Abgesehen davon, dass wir alle Informationen zur Bundestagswahl ab dem 01. September 2017 veröffentlichen werden, seid Ihr gefragt. Vom 04./bis zum 24. September 2017 werden wir Eure Statements auf Facebook präsentieren www.facebook.com/LoveSpeechTherapy/ . Wir veröffentlichen täglich 35 Statements der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Ihr werdet aufgerufen, die Statements zu „liken“. Die 40 Statements mit den meisten „Likes“ gehen in das Rennen. Zuviel Arbeit für Euch? Nein. Diese 700 Menschen haben etwas zu sagen und rütteln wach. Nachdenklich, provokant, bunt, rührend und fordernd. Wir würden uns freuen, wenn Ihr jene unterstützt, die dieses Land und diese Welt mit Liebe und Vielfalt erhalten wollen. Der Aufruf an die ca. 195.000 Fans von „Laut gegen Nazis“ bei Facebook www.facebook.com/istlaut/ wird zum Start der Voting-Aktion erfolgen. Selbstverständlich leisten wir zeitgleich Pressearbeit und werden alle Tools nutzen, die man heutzutage nutzen muss.

Zeitgleich gehen wir auf die Suche weiterer Partnerinnen und Partner, die die Wirtschaftskraft haben, die Plakataktion mit uns gemeinsam umzusetzen!

Timeline:

04. September 2017 – Start der Online Voting Aktion bei www.facebook.com/LoveSpeechTherapy/

24. September 2017 – Ende de Online Votings

06. Oktober 2017 – Vorstellung der besten Statements (von den Userinnen und Usern ermittelt)

20. Oktober 2017 – Bekanntgabe der besten 10 Statements (Ermittelt durch unsere Jury)

03. bis 07. November 2017 – Fotoshootings mit den besten 10 Statement Geberinnen und Gebern (Fotograf S. Mietzner)

15. bis 30. November 2017 – Professionelle Erstellung der Plakatlayouts durch Lena Winkel www.lenawinkel.com 

01. bis 15. Dezember 2017 – Produktion der Plakate (2.500 Stück)

13. bis 27. Januar 2018 – Plakatieren von jeweils 500 Plakaten in fünf Großstädten (Hamburg, Berlin, Köln, München, Dresden)

Der 27. Januar ist der „Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz“ – Gegen das Vergessen!

Wenn Ihr uns direkt unterstützen wollt-könnt Ihr dies hier tun:

www.seedshirt.de/liebeiststaerker

 

 

 

 

…um die Welt ist wohl übertrieben. „Moin Liebe – Tschüss Hass“ ist unser derzeitiger Renner. Die Aussage ist klar und deutlich. Zugleich fordern wir mit dem Slogan dazu auf, umzudenken. Diese Welt in der wir leben wird augenscheinlich immer rauer. Der Alltag zeigt uns Dinge auf die noch vor einiger Zeit undenkbar waren. Hass im Netz, Ellenbogen Gesellschaft, schon fast egal wo wir uns bewegen. Wir sagen, es wird Zeit eine neue Einstellung zu forcieren. Rechtspopulisten säen Hass und Vorurteile in den Köpfen der Menschen. Der Gegenstrom ist gering. Im Gegensatz zu vor einigen Jahren, hat man das Gefühl alle laufen irgendwie mit. Gefährlich und fatal.

Als wir vor etwa einem Jahr im Büro saßen überlegten wir, was brauchen wir alle. Wir alle? Wir Menschen. Liebe! So ist dieser Slogan entstanden. Mit Liebe kann der stete Versuch den Hass zu fördern irgendwann nur scheitern. Liebe, wer liebt kann nicht hassen so sagt man. Davon sind wir überzeugt. Wir kommen aus Hamburg. Aus diesem Grunde haben wir die typische Begrüßung und die typische Verabschiedung für dieses Shirt gewählt. Auf den Konzerten mit „Die Fantastischen Vier“ ist das Textil mit dem Slogan der Renner geworden. Die Selfies die wir bei Instagram, Facebook und sonst wo im Netz finden, bestätigen unser Anliegen. Mit diesem T-Shirt gibt man ein Statement, nicht nur für die Liebe, ab. Ein Statement für Respekt  vor anderen und die Verabschiedung von Vorurteilen wird mit diesem Slogan eingefordert.

Ein Plädoyer für die Liebe und für eine humane Gesellschaft, die den Menschen an sich in allen Formen endlich wieder wertschätzen sollte.

Wir sagen:

„Moin Liebe-Tschüss Hass“ und sind gleichzeitig gegen Nazis, Rassisten, Antisemiten, Antiziganisten, Homophonie und Menschenverachtung.

Demnächst veröffentlichen wir ein neues Layout. Erhältlich sind T-Shirts, Hoodies in allen Formen erhaltet Ihr hier:

https://www.seedshirt.de/liebeiststaerker

Elton am 25.07.2017 in der ARD Sendung Wer weiß denn sowas? Cool
https://www.seedshirt.de/liebeiststaerker
Wir sind und wir bleiben davon überzeugt: „Liebe ist stärker als Hass“ Wenn wir wollen, können wir diese Welt menschlicher und schöner gestalten. Es liegt an uns allen

 

 

Unsere „Love Speech Therapy“ mit über 800 Statements von Userinnen und Usern 
 
„Wenn in diesem Land Hass ganz offensichtlich organisiert wird, wieso organisieren wir dann nicht auch die Liebe?“ Fragte bereits die Bloggerin und Netz- Aktivistin Kübra Gümüşay in ihrer Rede auf der re:publica 2016. Liebe organisieren. Das bedeutet konkret: Wir feiern unsere demokratischen Werte, die Freiheit – und die Liebe. Wir brauchen Dialog, Austausch, Kontakt, um Ängste vor Unbekanntem zu nehmen und Chancen für neue Wege aufzuzeigen. Wir fordern Bildung und Aufklärung um die Immunität unserer Gesellschaft im Umgang mit rechtspopulistischer Meinungsmache zu stärken. Wir möchten Zusammenschlüsse bilden, deren Merkmale und gemeinsamer Nenner sich nicht darin äußern gegen ein konstruiertes Feindbild zu sein. Ein Impfmittel für die Liebe und für die Menschlichkeit.
Die „Love Speech Therapy“ geht in die Entscheidungsphase/ 6 Jury Mitglieder sind bestätigt:
 
Der Zeitplan:
31. Mai `17 Einsendeschluss für Statements/Plakataktion (ca. 800 Einreichungen) http://www.lautgegennazis.de/love-speech-therapy-2/ (noch nicht alle veröffentlicht)
21. bis 30. Juni ’17 Online Voting (Userinnen & User) für die besten 20 v. 40 eingereichten Statements/Facebook (Vorauswahl wird von uns erstellt)
10. Juli ’17 Offizielle Jury-Entscheidung für die besten 10 von 20 online ermittelten Motive
15. bis 21. Juli ’17 Foto-Shooting mit dem Fotografen Sebastian Mietzner mit den Gewinnern/Plakataktion
24. bis 28 Juli ’17 Layout/Plakatdruck
ab 10. August ’17 Distribution/Plakate in fünf Städten
Begleitend werden wir ab dem 01. August 2017 Online Broschüren zur Bundestagswahl erstellen. Diese werden locker und mit Spaß von einem Buchautor geschrieben und erstellt. Alle Schritte begleiten wir online.

Ziele der Kampagne

– Interaktive Aktion, um Menschen im Social Media zu motivieren mitzumachen

– eigene Statements und Portraits gegen den Hass für die Liebe

– Installation einer Onlinebewegung gegen den Hass, gegen Mobbing und Ausgrenzung im Internet

– Aufklärungsarbeit zum Thema Hassreden und Medienkompetenz

– Einbindung von Counter Speech Elementen (Argumentationen gegen den Hass)

Projektleitung: Jörn Menge jm@makeanoise.de / Grafik Design: Lena Winkel, lenawinkel.com

Culcha Candela 01/2017 Foto Katja Kuhl

Die „Love Speech Therapy“ die im März 2017 von uns in das Leben gerufen wurde, geht in die nächste Runde. Heute ist der Einsendeschluss für unsere Bundestagswahl-Plakataktion. Ab dem 30.06. tagt eine zehnköpfige Jury darüber, welche zehn Statements von bisher über 800 Einreichungen auf einem Plakat verewigt werden. Natürlich wären wir nicht im Auftrag von „Laut gegen Nazis“ aktiv, wenn wir mit diesen Plakaten nicht etwas vor hätten. Wir alle kennen die Plakatwälder in unseren Straßen, wenn Wahlen anstehen. Wir wollen uns mit den 10 besten Statements von Menschen die etwas zu sagen haben in fünf Medienstädten einmischen. Wir wollen Menschen motivieren ihr Wahlrecht wahrzunehmen. Wir wollen aus den mit parteipolitischen Slogans besäten Parteiplakaten-Wäldern einen bunten Wald machen. Wir wollen diese Statements mit Liebe zwischen den üblichen Plakaten positionieren. Wir wollen, dass der Hass und Rassismus nicht in unser Parlament einziehen. Derzeit führen wir Gespräche mit entsprechenden Partnern betreffend der Distribution. Selbstverständlich freuen wir uns über jede Unterstützung, wirtschaftlich und nicht nur monetär.

Ferner wollen wir den Menschen unser Wahlsystem zum Bundestag charmant und spannend durch eine gezielte Aufklärungsarbeit nahebringen. Online und per Prints.

Erste bestätigte Jury – Mitglieder für die besten Statements aus der Love Speech Therapy-Plakataktion:

– Culcha Candela http://culchacandela.de

– Hans Häge / Janosch medien & film AG http://janosch-medien.de/de/

– Micky Beisenherz /TV-/Buch Autor http://www.micky-beisenherz.de

– Lena Winkel (Grafikdesign) http://www.lenawinkel.com

weitere Mitglieder werden wir in kürzester Zeit auf www.lautgegennazis.de bekannt geben.

Links: Love Spech Therapy: http://www.lautgegennazis.de/love-speech-therapy-2/ http://www.lautgegennazis.de/news_lgn/ https://www.facebook.com/LoveSpeechTherapy/

Möglichkeiten für eine Unterstützung:

Egal wo Du herkommst – Gemeinsam sind wir stark“ Crowdfounding/Janosch Aktion bis 15. August 2017: Sommeraktion https://www.seedshirt.de/janosch-sommeraktion-2017 

Kids https://www.seedshirt.de/kids-sind-stark weiß https://www.seedshirt.de/egal-organic-tank-shirt

Wir freuen uns über eine Verbreitung dieser Links und über etwaige neue Partner und Unterstützer. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an jm@makeanoise.de 

Für Sponsoring-/ und Präsentationsmöglichkeiten, wenden Sie sich bitte ebenfalls an: jm@makeanoise.de

Ein heißer Sommer mit „Die Fantastischen Vier“ https://diefantastischenvier.de

Die Zeit rennt so schnell und es ist wieder so weit. Der Hammer, die „Vier & Jetzt“-Wintertour war doch erst gestern, oder? Nun starten wir von Juni bis September wieder durch und bedanken uns bei Michi Beck, Thomas D, Smudo und And.Ypsilon also „Die Fanatischen Vier“ für ihre Einladung. Ohne sie würden wir nicht schon 13 Jahre bestehen. Dank ihnen und ihrer wahnsinnig großen Unterstützung, nicht nur wirtschaftlich, hätten wir die vielen großen und kleinen Projekte nicht umsetzen können. Das ist Nachhaltigkeit. Wir freuen uns riesig und dürfen an unserem Stand bei den Events wieder regionale Initiativen vorstellen. Wir würden uns über einen Hinweis von Ihnen sehr freuen. 

Hier geht es zu den Tourdaten:

https://diefantastischenvier.de/news/live/

Zu Beginn der Tournee werden die „Vier“ uns offiziell eine Spende aus der „Vier & Jetzt“-Wintertournee überreichen. Wir verneigen uns und sagen ein fettes „Danke“.

Mit besten Grüßen

Pressestelle: Laut gegen Nazis e.V. /Make A Noise – Büro LÄRM

Hackerangriff überstanden – Neustart in 2017 – 2016 abgehakt (nicht ganz)

Zunächst einmal bedanken wir uns bei unserem ehemaligen Vorstandsmitglied des Vereins „Laut gegen Nazis e. V.“ Sebastian Mietzner, der uns diese neue Homepage im Rahmen eines Sponsorings seiner Agentur „MediaCarePartner“  mediacarepartner  kostenlos ermöglicht hat. Die Sicherheitsmaßnahmen wurden erhöht und können Hackerangriffen wohl Stand halten. Wir bedanken uns bei allen Facebook Userinnen und Usern, die uns über diesem Wege viel Hilfe angeboten haben, um unsere Seite wieder an den Start zu bringen. Die Reaktionen auf die Meldung, dass wir nach dem Zerstören unser Homepage „offline“ waren, waren für uns eine Stärkung, alles dafür zu tun schnell wieder alle Informationen zu unserer Arbeit zu veröffentlichen. Ein wenig wird es allerdings dauern, bis wir den Schaden wieder wett gemacht haben.

2016 für alle und auch für uns kein gutes Jahr & der „Hass im Netz“ bleibt

Im November 2015 gewannen wir wohl einen der wichtigsten Internetriesen für eine Tournee namens „Counter Speech Tour 2016“, Facebook Deutschland. Daraufhin folgte ein Sponsoring welches einen Teil der Kosten abdecken sollte. Weitere Sponsoren stiegen ein. Eine Gesamtkosten-Deckung erreichten wir am Ende nicht wirklich. Wir hatten die Hoffnung, die erfüllt wurde, den ehrenamtlichen Helfern in den Unterkünften für Schutzbedürftige, den Initiativen in Orten mit einem Naziproblem wie Freital/Sachsen ein Forum zu geben und jene öffentlich zu unterstützen.

Die Medienwirksamkeit dieses Projektes erreichte mehrmals große Höhepunkte. Renommierte Redaktionen aus sämtlichen Sparten (TV, Internet, Rundfunk, Print) berichteten stets über sämtliche Entwicklungen. Über vier Monate lang waren wir allseits präsent. Wir hofften, dass wir nachhaltig auf Gegenmaßnahmen zu dem „Hass im Netz“ aufmerksam machen konnten. Zu all den Hasskommentaren und der Entwicklung die noch bis zum Sommer 2016 Thema waren. Dann kamen die Fußball-Europa Meisterschaft, die Sommerferien, Olympia und schon war gefühlt all das was wir anstossen wollten, vergessen. Facebook unterstützte uns bis zum Ende der Tournee (Mai/Juni 2016). Das Sommerloch riss nicht nur wirtschaftlich ein großes Loch in unsere Arbeit. Wir hatten das Gefühl, das noch Monate zuvor wichtige Thema, die Gegenmaßnahmen zum „Hate Speech“ immer weniger Bedeutung gewann. Wir versuchten und versuchen immer wieder das Ganze zu beleben, wendeten uns an die Internetgrößen, an das Justizministerium und irgendwie konnten wir trotz des Erfolges des ersten Halbjahres nicht mehr punkten. Aber, wir geben natürlich nicht auf. Aus diesem Grunde starten wir am 01. März 2017 eine nächste  eigene Kampagne namens „Love Speech Therapy“ . Alle vorläufigen Informationen finden sich hier. www.lautgegennazis.de/portfolio-item/love-speech-therapy/

Das zweite Halbjahr 2016 war eines der schwierigsten seit Bestehen von „Laut gegen Nazis“ (seit 2004) – doch jetzt starten wir eben richtig durch. Dies verdanken wir vor Allem „Die Fantastischen Vier“ , die uns wirtschaftlich seit Jahren und vor Allem seit dem Winter 2016 wieder wirtschaftlich unterstützen.

 Rechte Hetzer und Populisten seit 2016 noch stärker auf dem Vormarsch

Das Klingt wie ein Nazi-Jargon. Ist es auch. Genau diese Formulierung beschreibt das ständige Wachsen rechten Gedankengutes nach alten Mustern. Abgesehen von der AFD, die 2016 mit hohen Stimmenanteilen in Landtage einzog, knicken demokratische Parteien in Deutschland ein und übernehmen deren Forderungen. Alltagsrassismus und „Rechter Terror“ sind 2016 und 2017 inzwischen wieder Alltag geworden. Keiner der sich aus der Bundespolitik verantwortlich zeichnen könnte übernimmt eine massive Gegenbewegung zu dem allseits entstehenden Hass und der Menschenverachtung.

Klar gibt es sehr viele Menschen die sich gegen diesen Trend stellen, aber Politik und Medien bieten hier momentan wenig Foren und Unterstützung. Hier nützen keine Fördermittel für Initiativen allein, sondern unterstützend zu diesen Mitteln fehlt der Mut, in gewissen Positionen endlich aufzustehen und aufzuschreien. Eine Normalisierung findet statt, die alle großen populären Mahner nur erstarren lassen kann.

Gleichgültig wird der Tod von Menschen an den Grenzen Europas hingenommen. Ein tausendfacher Tod, der politisch positiv dargestellt wird in einer Region dieser Welt die im Reichtum schwimmt. Europa! Dieser Trend hält an. Die Aggressivität in der Zivilgesellschaft steigt nicht nur in Deutschland, sondern überall dort, wo Menschen mit Ängsten durch Rechtspopulisten gewonnen werden. Ängste die uns im Gegensatz zu all dem was um uns herum passiert, völlig absurd sind.

Fakt ist, wenn wir diese Entwicklungen nicht drehen und stoppen, wird das Jahr 2017 ein absolut gefährliches Jahr für diese Welt. Wer die erste Pressekonferenz des neuen Präsidenten der USA Donald Trump heute verfolgt hat, der muss eigentlich vor Angst erstarren, bei dem was da auf uns zukommen könnte. Wir glauben und hoffen jedoch, dass die Amerikaner nicht alles zulassen werden, was dieser Mann via Twitter und sonstigen medialen Mitteln von sich gibt.

Dabei dürfen wir eines nicht vergessen. Dieser Mann wurde nach der Wahl von Rechtspopulisten in der Welt gefeiert. Auch hier in Deutschland.

2016 eben kein gutes Jahr! 2017 wird der Bundestag gewählt. Wir bleiben unbequem!

J.M. für LGN

Erfolgreicher Rechtspopulismus entsteht durch Sprache und Gestik

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Foto: zeitklicks.de

Wir neigen im Moment dazu das „Social Media“ als Hauptgrund für den Rechtsruck in der Gesellschaft zu sehen und zu erkennen. Eigentlich ist es jedoch eine alte Geschichte. Wer Hass schüren will betreibt Polemik und verwendet eine Rhetorik, die den Nazis von damals gleich kommt. Als Symbol hierfür steht Joseph Goebbels der es mit seiner perfiden Nutzung von Medien und einer starken geschickt eingesetzten Körpersprache geschafft hatte, Menschen aufzuwiegeln und den Hass salonfähig zu machen. Leider so überzeugend, dass 12 Jahre Diktatur folgten, bei der Krieg und Massenmord die Folge waren. Erfolge der hasserfüllten Rassisten und Nationalisten entstehen durch den gezielten Einsatz der Sprache und der Gestik. Goebbels wurde zum Vorbild vieler Demagogen. So rutschte selbst einem der der bekanntesten Werber in Deutschland vor einigen Jahren einmal heraus, Goebbels könnte ein Vorbild für eine erfolgreiche Werbung sein, da dieser die Leute mit riss und ihnen ein gutes Gefühl der eigenen Sicherheit gab?
Der Propagandaminister der Nazis hatte es damals geschafft die Mehrheit in Deutschland hinter sich zu bringen. Mit dem Schüren von Hass und der gleichzeitigen Beruhigung, dass die Nazis dies alles in den Griff bekommen und viel besser machen würden. Während des Krieges forderte er von den Deutschen den „Totalen Krieg“. Jubel und Begeisterung trotz zerstörter Städte und des großen Leids des Krieges in der Bevölkerung, waren zu hören und zu sehen. Noch während des so genannten „Unterganges“ waren Menschen von einem bzw. Hitlers „Endsieg“ überzeugt.

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Foto: Einer der größten Nachahmer von Goebbels ist Björn Höcke/ www.web.de

Die Nachahmer von Goebbels tummeln sich geradezu in rechtsextremistischen, rechtspopulistischen europäischen Parteien. Sie wirken eher lächerlich , sind aber brandgefährlich. Diese neuen Hetzer zählen sich zu einer Elite und zur intellektuellen Szene. Sie nehmen mit einem anderen Erscheinungsbild ihre Wirkung auf, nicht in Uniform, im Anzug und Kostümchen.  Sie wollen „Wutbürger“ beruhigen die sie vorher genügend angestachelt haben. Blickt man in Parteiprogramme wie dem der AFD, stellt man eine Leere fest. Angelehnt an altes Nazigedankengut.  Sie kommen als Retter vor dem Untergang des Abendlandes her und reißen ihre Mitläufer mit. Diese scheinen sich für wahre Inhalte nicht besonders zu interessieren. Sie hören die Phrasen und das gefährliche Anheizen der Goebbels Kopien. Allzu oft werden diese rassistischen, antisemitischen Wortführer von dem Establishment und gebildeten Menschen nicht ernst genommen. Genau dies ist aber auch ein Problem. Wer hätte Trump vor einigen Monaten schon ernst genommen? Erst in der Wahlnacht kam der Schock, der eigentlich vorauszusehen war. Trump reihen wir bei den Rechtspopulisten ein und obwohl dieser rhetorisch nicht gerade glänzte, sondern mit Wut, Hetze und schwachen Plattitüden werkelte, wird dieser Mann im Januar der Präsident des mächtigsten Landes der Welt.  Ja, wir haben zu Beginn des Wahlkampfs auch über ihn gelacht, bis uns schließlich jenes im Halse stecken blieb.

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Foto: Donald Trump auch mit klaren Vorbildern / www.web.de

Die Sehnsucht nach starker Führung und einem neuen sorgenfreien Leben vieler Menschen, wird von den rechten Demagogen auf dieser Welt genutzt. Sie schüren Ängste die in Wirklichkeit nicht mal vorhanden sind. Sie spielen geschickt damit, den Menschen zu erzählen, dass sie in einer Demokratie keine Chance haben. Sie sind die Lösung für den Frust und suchen Schuldige. Diese Schuldigen sind die Menschen die alles verloren haben und Schutz suchen. In Amerika, in Europa, in Deutschland-eigentlich überall. Wir gehen weiter,diese rechten Demagogen sind die hässlichen Fratzen und die Verkörperung eines alten Geistes der immer stärker wird. Sie sind machtgeil und haltlos. Sie gehen über Leichen und suchen sich Opfergruppen auf die sie dann die Meute hetzen. All das haben wir in Deutschland schon einmal gehabt und irgendwie haben wir nicht draus gelernt. Wir lassen diesen alten Geist wieder wachsen. Fast ungeniert. Mit der Entschuldigung, dass die heutige Generation für die alte Nazi-Generation ja nichts kann.

Kurse für Körpersprache und Rhetorik werden viele Politikerinnen und Politiker sicherlich in Anspruch nehmen. Kein Zweifel, dass viele Gesten während einer Rede eingeübt sind. Dies sicherlich auch parteiübergreifend. Letztendlich ist das Wichtige jedoch, was man vermitteln will. Diktatoren der Geschichte und ihre Handlanger haben bewiesen wie Menschen beeinflussbar sind. Zu einer betonten Körpersprache kommen die Gestik und der Ton. Goebbels ist für uns das beste Beispiel. Eigentlich ein kleiner Mann, der bei seinen Reden groß wurde oder sich so darstellte. Sein Führer übte seine Reden vor dem Spiegel. Beide verfehlten die Wirkung nicht. Meist werden Menschen durch Rechtspopulisten heutzutage erst einmal aufgewiegelt. Die Ängste und dafür scheinbare Lösungen zu erfinden, ist die Strategie die meist erfolgreich ankommt.

Hierzu nutzen diejenigen die Hass schüren Enttäuschungen der Bürgerinnen und Bürger, die Wut gegen die existierende politische Landschaft, die Angst vor dem Fremden und nicht zu vergessen die Erklärung, man gehöre zu einer besonderen Gattung Mensch, denen andere alles entreissen wollen. Gerade hier in Deutschland war die so genannte „Flüchtlingskrise“ zu Beginn des Jahres die Argumentationslinie für rechte Polemiker und Rassisten, die mit ihrer Angstmacherei große Teile der besorgten Bürgerinnen und Bürger erreichte.  Ein Nährboden, den wir heute überall zu spüren bekommen. Im Internet leben sich diejenigen die sich von all der rechtspopulistischen Polemik hinreißen liessen derzeit richtig aus. Kein Phänomen. Hasskommentare entstehen nicht nur durch Social Media, sondern durch Menschen,die diesen Hass im realen Leben transportieren und in unseren Medien immer mehr Beachtung finden. Hierzu braucht es geschulte Hassprediger die gekonnt Sprache und Gestik einsetzen, um mitzureißen.

Ob die Lösungen die die AFD beispielsweise oder andere europäische Parteien in irgendeiner Form Relevanz haben, ist schier unwichtig. Einmal auf die Phrasen der Rechten aufgesprungen, ist das Gedankengut meist in den Köpfen verpflanzt. Nur so ist zu erklären, warum PEGIDA, die AFD und auch damals die NPD so große Aufmärsche und Veranstaltungen in Deutschland hinbekommen haben. Unsere Aufgabe sollte darin bestehen die symbolische Maske der rechtspopulistischen angeblichen Volksversteher mit Argumenten und beherzter Aufklärung herunter zu reißen und den Menschen zu zeigen, wem sie Glauben schenken.

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Foto: Nazis provozierten Straßenkämpfe in der Weimaer Republik.Durch eine immer größer werdende Präsenz, erlangten sie immer mehr Macht- heutzutage tummeln sie sich zuhauf im Internet.

Wir steuern gerade auf eine Zeit zu, die nichts Gutes bedeuten kann, wenn wir offene Menschenverachtung, Ausgrenzung, Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus wieder zulassen. Die Entwicklung in der Weimaer Republik muss uns doch allen zu denken geben. Hitler wurde, als er empor kroch zunächst von Demokraten belächelt. Als Spinner und Fantast. Als man ihn letztendlich ernst nehmen musste, war er schon längst an der Macht. Mitläufer und die damaligen „Wutbürger“ rannten mit.

Fazit: Wir sind gefordert endlich gegen diese Entwicklungen zu agieren. Die rechtspopulistische AFD, deren Vorsitzende Petry das Wort „völkisch“ positiv besetzen möchte und im Hofbräuhaus (einer von Hitlers ersten Wirkungsstätte) sich feiern ließ, genau diese AFD wird wohl nach allen derzeitigen Prognosen 2017 in den Bundestag einziehen. Sie sitzt zudem bereits in neun Landtagen als Opposition. Das ist nicht mehr witzig, nicht zu belächeln und sollte uns den nötigen Ernst verschaffen, aufzustehen.

JM für LGN