Deutschland Dresden-Passau 2009: Begrüßt wurden wir mit dem unverständlichen Aufmarsch von 300 Nazis in Passau – die Mehrheit der Bürger engagierte sich sofort bei einer Gegenveranstaltung – Auf unserer Pressekonferenz am 13. Januar 2009 wollen wir gemeinsam mit 12 bis 14 Podiumsteilnehmern ein Zeichen setzen
Wir hoffen, dass alle gut in das neue Jahr gerutscht sind und wünschen ein frohes solches. Für uns fing das Jahr gleich mit einer unverständlichen Nachricht an. Das Regensburger Verwaltungsgericht genehmigte für den letzten Samstag einen Aufmarsch von 30 Nazis unter der Leitung von Christian Worch in Passau. Nach dem Anschlag auf Alois Mannichl ein absolut negatives Zeichen für uns. Fast schon pietätlos empfinden wir solcherlei Entscheidungen. Dass die aufmarschierten Rechtsextremen in Passau nicht mit ihrer demokratischen Haltung glänzten, schilderte eine Bürgerin im Heute Journal am Samstag, die zwar keine Zitate nannte, aber feststellte, dass das was die so von sich gaben alles andere als verfassungsfreundlich war. Leicht vorstellbar, wir kennen die rechtsextremen Phrasen nur zu gut.
Die Auflagen des Gerichts für die demonstrierenden Nazis waren total durchdacht, oder? Also, sie durften das Opfer Herrn Mannichl nicht defamieren, keine Masken tragen oder Lebkuchen mit sich führen. Na super, dann hat das Regensburger Verwaltungsgericht das Grundproblem des Rechtsextremismus in Form von Aufmärschen ja deutlich erkannt. Für uns stellt sich die Frage, ob einer der entscheidenden Richter einmal einem Naziaufmarsch beigewohnt hat. Dann hätte er sicherlich feststellen können, dass das was die Rechtsextremen auf solchen Veranstaltungen sugerieren wollen, nicht unserer Verfassung entspricht. Nun, wir gehen davon aus, dass auch der größte Naziaufmarsch Europas am 13./14. Februar 2009 in Dresden genehmigt wird. Vielleicht wäre das für so manch Richter verschiedenster Instanzen ein Lehrstück. Denn in Dresden werden die NPD und ihre Jünger sowie viele rechtsextreme Kameradschaften vor und nach der offiziellen Kundgebung ihr wahres Gesicht zeigen. Wir laden herzlichst dazu ein. Im Rahmen der Aktion “GEH DENKEN” werden wir vor Ort sein und mit uns viele demokratische Kräfte aus dem Bundesgebiet.
Zu Passau möchten wir noch einmal feststellen, dass wir am Samstag nicht mit Herrn Mannichl hätten tauschen wollen. Für das Opfer muss dieser Aufmarsch emotional unerträglich gewesen sein.
Am 13. Januar 2009 begrüßen wir in Hamburg einen kleinen Zusammenschluss der Zivilgesellschaft zu unserer 4. Offiziellen bundesweiten Pressekonferenz:
Die Podiumsteilnehmer:
Smudo (Die Fantastischen Vier), Stephanie Stumph (Schauspielerin), Anetta Kahane (Amadeu Antonio Stiftung), Reinhold Hepp (LKA BW – Präventionsstelle der Polizei für Bund und Länder), Bernd Wagner (EXIT Deutschland), Ralf Hron (Vorsitzender DGB Sachsen), Olaf P. Beck (Side Hamburg), Jannes Vahl (PRINZ-bundesweit), Jan Fockele (Kommunikationsberater/Laub & Partner) und weitere Gäste
Zudem können wir auch schon jetzt mitteilen, dass wir einen Aussteiger aus der rechtsextremen Szene auf dem Podium begrüßen werden.
Die Themen:
Die aktuelle Situation, GEH DENKEN – Dresden, Bundesweite Gastro-Aktion, Verantwortung der Wirtschaft zum Thema Rechtsextremismus, Rettung für das Aussteigerprogramm EXIT
Einladungen ergehen seperat an die Redaktionen. Weitere Podiumsteilnehmer teilen wir zeitnah mit.
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