Videos sind am schönsten: Aufrufe für den 01. August 2009 per Film – Hier! – und ein Aufruf der Pastorin Dethloff/Hamburg

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 12:45 Uhr am 27. Juli 2009

 

Ein Aufruf von der Pastorin Fanny Dethloff/ Hamburg

“Hallo, ich finde es toll, dass es die Aktion Laut gegen Nazis gibt. Ich sitze jeden Tag mit Beschwerden von MigrantInnen da, die wegen ihres Kopftuchs oder aufgrund ihrer Hautfarbe rassistisch angemacht werden mitten in Hamburg, mitten in der U-Bahn, mittendrin…Und das Schlimme: kaum jemand macht den Mund für sie in der jeweiligen Situation auf. Viele HamburgerInnen schweigen  und sehen weg. Darum wird es Zeit, Laut zu geben! Bin am 1.8. dabei!  Pastorin Dethoff”

Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche – Die Flüchtlingsbeauftragte

Pastorin Fanny Dethloff


Aufruf-01. August 2009:”Die rechtsextremen Mobilisierungserfolge machen Angst!!!” – von Timo Reinfrank (36)

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 16:38 Uhr am 22. Juli 2009

 

 

 

“Die rechtsextremen Mobilisierungserfolge machen Angst. In Dresden marschierten im Februar 2009 unbehelligt 6.000 Nazis durch die Dresdner Innenstadt.

Es war die größte rechtsextreme Demonstration seit 1945 in Deutschland. Vor einem Monat, Mitte Juli 2009, kam es ebenfalls zur größten Neonaziveranstaltung nach 1945 in Thüringen: Auf dem NPD-Fest “Rock für Deutschland” versammelten sich am 11. Juli 2009 5.000 Neonazis aus ganz Europa. Damit kein falscher Eindruck aufkommt, es handele sich bei rechtsextremen Aufmärschen um ein Problem Ostdeutschlands: 2008 haben die Hamburger Neonazis am 1.Mai die bundesweite Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Es gab brutale Straßenschlachten, Dutzende Festnahmen und Verletzte. Nur durch das Eingreifen der Hamburger Polizei konnten Tote verhindert worden. Aber es gibt auch positive Beispiele: Viele Städte haben es vor gemacht, dass man sich den Nazis auch erfolgreich in den Weg stellen kann, zum Beispiel Halbe, die das rechtsextreme Heldengedenken in die Bedeutungslosigkeit geführt hat, Jena, das sich erfolgreich gegen das “Fest der Völker” zur Wehr gesetzt hat oder das bayrische Wunsiedel, das sich mit bundesweiter Mobilisierung dem Gedenken an Rudolf Hess entgegen stellt. Um ein deutliches Zeichen gegen Neonaziaufmärsche in Hamburg oder in anderen Städten zu setzen, bin ich am 1.8. in Hamburg dabei. Natürlich auch um “Laut gegen Nazis” zum 5jährigen Jubiläum zu gratulieren!”

Timo Reinfrank, Stiftungskoordinator der Amadeu Antonio Stiftung

 

Viele Grüße

 

Timo Reinfrank


Aufruf zum 01. August 2009/Hamburg von Jan (31) aus Berlin: Macht Euch auf die Socken und setzt ein Zeichen…

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 16:25 Uhr am

Macht euch auf die Socken und setzt ein Zeichen gegen Nazis!

 

Die in den letzten Jahren stark gestiegene rechtsextreme Gewalt und der Alltagsrassismus in Deutschland sind erschreckend. Mir ist jedoch immer wieder aufgefallen, dass nicht die Neonazis das größte Problem darstellen. Das eigentliche Problem sind die vielen vielen Menschen, die wegschauen, wenn in der Straßenbahn vermeintliche „Ausländer“ angepöbelt und zusammengeschlagen werden. Die vielen vielen Menschen, die das Problem Rassismus schlichtweg nicht interessiert, weil sie selbst nicht davon betroffen sind. Und auch die vielen vielen Menschen, die zwar etwas tun wollen, sich aber nicht so richtig trauen, weil sie Angst haben, sich öffentlich gegen Neonazis zu positionieren. Die „schweigende Mehrheit“ also.

 

Vor allem in ländlichen und kleinstädtischen Regionen haben es die wenigen Leute, die sich gegen Nazis engagieren, oft ungaublich schwer. Zu selten gibt es Rückendeckung vom Bürgermeister und der Stadt, zu häufig hören Jugendliche, die sich für diskriminierte Minderheiten einsetzen, ihre Arbeit würde nicht gebraucht. Viele riskieren durch ihr Engagement gegen Rechtsextremismus, selbst zur Zielscheibe von gewaltbereiten Neonazis zu werden. Ich bewundere die Hartnäckigkeit und den Mut, mit der sich diese Menschen unter oft miserablen Bedingungen dennoch weiter für mehr Demokratie in ihrem Ort stark machen. Und ich muss zugeben: Ich weiß nicht, ob ich das könnte. Ich bin daher froh, in einer Großstadt zu leben, in der die demokratischen Gegendemonstranten zahlenmäßig den Nazis in aller Regel weit überlegen sind. Das ist keine Selbstverständlichkeit, wie sich kürzlich beispielsweise in Gera wieder gezeigt hat.

Auch in Hamburg sollte die „schweigende Mehrheit“ das Schweigen brechen und sich klar positionieren gegen Neonazis und rassistische Gewalt. Hamburg ist eine der spannendsten, weltoffensten und lebendigsten Städte in Deutschland. Lasst euch das von den Nazis nicht kaputtmachen! Ein Blick in das Parteiprogramm der NPD genügt, um zu wissen, was diese Partei vorhat, wenn sie an die Macht käme. Dann wäre es ganz schnell vorbei mit den demokratischen Grundrechten, die wir heute alle genießen. Deshalb macht euch am 1. August auf die Socken und setzt auf dem Spielbudenplatz ein klares Zeichen für Demokratie und gegen Rassismus und Rechtsextremismus!

 

Jan


Für Demokratie und Freiheit! Die Würde des Menschen ist unantastbar – 01. August 2009 Spielbudenplatz Hamburg

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 09:21 Uhr am 20. Juli 2009

 


LGN-Jubiläum: Großkundgebung für den 01. August 2009 geplant

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 09:22 Uhr am 20. April 2009

 Foto: Hurricane Festival 2007

Nicht nur aus aktuellem Anlass. Nein. Wir feiern am 01. August 2009 unser fünfjähriges Jubiläum. Wir sind Hamburger und unsere Kampagne ist hier entstanden. Gemeinsam mit Viva con Agua, der Amadeu Antonio Stiftung, EXIT Deutschland und vielen anderen auch bundesweiten Institutionen, wollen wir mitten im Sommer zu einer Großkundgebung auf dem Hamburger Spielbudenplatz mitten in St. Pauli, dem bekanntesten Kiez der Welt, aufrufen. Im Mittelpunkt steht unsere Forderung für mehr Demokratie und Toleranz und selbstverständlich aber auch gegen den wachsenden Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und dem alten Nazi-Gedankengut. Hierzu engagieren wir derzeit Künstler und Partner aus unserer Kampagne. Am 31. Juli 2009 werden wir mit einer Pressekonferenz zudem Bilanz ziehen. Geplant ist für den 01. August 2009 auch ein Demonstrationszug rund um St. Pauli.

Das Anmeldeverfahren der Kundgebung wird jetzt beantragt. Wir freuen uns über weitere Unterstützer und Aufrufer. Hamburg als zweitgrößte und sehr vielfältige Stadt in Deutschland soll damit ein bundesweites Zeichen setzen. Selbstverständlich werden wir für dieses Anliegen auch den Senat der Stadt anfragen. Um den Termin herum begrüßen wir mit Sicherheit Touristen aus allen Orten dieser Welt.


Laut gegen Nazis e. V.:Demokratie in Not?-wir könnten helfen-Spendenaufruf für unseren Verein

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 20:05 Uhr am 12. Dezember 2008

 “Laut gegen Nazis” e. V.

 Die Gründer des Vereins im Sommer 2008

Im Sommer 2008 gründeten dreizehn Leute aus verschiedenen Gruppen der Zivilgesellschaft den Verein “Laut gegen Nazis” e. V., der gemeinnützig agiert. Viele Projekte soll er im Jahre 2009 umsetzen. Unsere Kampagne hilft ihm in der Praxis. Der Verein verfügt über ein großes Netzwerk, um demokratische Werte zu vermitteln. Auch hier ist das Ziel, ein Bewusstsein für Toleranz, gegen rechtsextreme Tendenzen, Rassismus und Antisemitismus zu schaffen. Zu diesem Netzwerk gehört auch die Amadeu Antonio Stiftung in Berlin, die ebenfalls zwei Gründungsmitglieder stellt. Auf Initiative des Hamburger Rechtsanwaltes Ralf Burmester entstand eine Gruppe aus Journalisten, Historikern, Unternehmern und Gastronomen, um die Ziele des Vereins umzusetzen.

Die Förderung der Informations- und Öffentlichkeitsarbeit, die Förderung des demokratischen Staatswesens, die Stärkung von Initiativen gegen Rechtsextremismus und zur Stärkung von Menschenrechten, die Förderung der Verständigung zwischen Deutschen und MigrantInnen und das friedliche Zusammenleben, die Unterstützung in politischen Belangen, die Förderung der Kriminalprävention und des bürgerlichen Engagements sowie viele weitere Punkte sind wichtige Satzungsbestandteile. Damit verbunden will der Verein praktische Maßnahmen, wie beispielsweise die Unterstützung von Opferberatungsstellen, Betreuung von MigrantInnen gemeinsam mit der Amadeu Antonio Stiftung anstreben. Hinzu plant er die Installation von Ausstellungen und Veranstaltungen, die über das Problem des Rechtsextremismus informieren und aufklären. Hierbei ist auch die Jugend- und Bildungsarbeit von wesentlicher Bedeutung. Die komplette Satzung können Sie auf www.lautgegennazis.de (Startseite) als PDF einsehen.

Um möglichst viele Ziele mit der Arbeit des Vereins zu erreichen, bedarf es selbstverständlich auch der Nutzung von Geldmitteln. Sie haben die Möglichkeit das Vorhaben des Vereins monetär zu unterstützen. Als Kampagne stellen wir dem Verein unsere Presse-und Öffentlichkeitsarbeit sehr gerne zur Verfügung und rufen hier über unseren Blog auch zu Spenden auf. Sie können aber auch Mitglied werden. Ebenfalls unter www.lautgegennazis.de finden Sie einen entsprechenden Antrag mit Detailinformationen. Falls Sie Fragen haben, können Sie sich gerne unter verein@lautgegennazis.de an den Verein wenden. Wir würden uns freuen, wenn Sie die Arbeit für unsere demokratische Kultur und ein friedliches Zusammenleben mit einer Spende oder Mitgliedschaft ermöglichen. Wir danken Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

Spendenkonto:

Spenden-/Vereinskonto:

Laut gegen Nazis e.V.

EDG Kiel

Konto  545 686

BLZ    21060237

 

Vorsitz des Vereins:

Andreas Strippel – Vorstand

Ralf Burmester- 2. Vorsitzender

Ruth Schnitzler 3. Vorsitzende

Der Beisitz wird derzeit mit Timo Reinfrank und Patrick Gensing einberufen.

 

Sitz des Vereins:

Laut gegen Nazis e. V.

Co. Merch Royal

Theodorstraße 42 – 90

22761 Hamburg

 

 

 

 

 


Dresden: Die Religionsgemeinschaften der Stadt unterstützen “GEH-DENKEN”-Jetzt wird es Zeit für ein gemeinsames Handeln mit der CDU und FDP-auch wenn der CDU Kreisvorsitzende Lars Rohwer Briefe versendet

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 17:15 Uhr am 21. November 2008

  

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden e.V. unterstützt offiziell den Aufruf zur Veranstaltung “GEH-DENKEN” gegen den Naziwahnsinn am 13. und 14. Februar 2009 in Dresden. Während unser Bündnis viel Zustimmung erfährt, soll der CDU- Kreisvorsitzende Lars Rohwer in den letzten Tagen versucht haben, die knapp 120 Unterstützer für “GEH-DENKEN” per Brief aufzufordern, von deren Mitwirken bei uns abzusehen. Das ist nicht gerade ein sehr demokratischer netter Zug. Dies scheint ihm nicht gelungen. Bisher sind uns alle Unterstützer erhalten geblieben und wir freuen uns umsomehr, dass auch die Kirchen unser Vorhaben unterstützen.

Wir halten das Verhalten der CDU-Spitze in Dresden für unklug. Die Unterstellung, mit unserem Aufruf, würde man linksextreme Kräfte in die Stadt locken, sollte nach dieser uns nunmehr vorliegenden Zusage der “Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit” nochmals überholt sein. Abgesehen von all den unterschiedlichen bestehenden Unterstützern für “GEH-DENKEN”. Wir stossen nunmehr bereits den dritten Appell an die Oberbürgermeisterin Orosz, Herrn Lars Rohwer und auch die FDP Spitze Dresdens aus, sich mit dem Vorbereitungskreis (bestehend aus vielen demokratischen Kräften) in die konkrete Planung und in vernünftige Gespräche zu begeben. Auch wenn, so sprechen wir nur für “Laut gegen Nazis”, das Versenden von Briefen an Unterstützer mit der Bitte um Nichtunterstützung unserer Veranstaltung, nicht gerade vertrauensfördernd ist.

Wir sind der Ansicht, dass wir als Demokraten aus der Geschichte gelernt haben müssen. Wir sollten versuchen gemeinsam mit allen Kräften gegen solcherlei Phänomene wie den Naziaufmärschen in Dresden entgegenzuwirken, ohne die Trauer der Dresdner Angehörigen von Opfern  des 13./14. Februars 1945 zu verletzen. Aber wegschauen und eine Spaltung von Demokraten zu riskieren, ist gefährlich. Dies gilt insbesondere derzeit für das Verhalten und die Äußerungen des CDU Kreisvorsitzenden Herrn Rohwer.  J.M. f. LGN

Offizielle Mitteilung der “Gesellschaft für Christlich – Jüdische Zusammenarbeit”

“Warum wir den Aufruf „GehDenken“ zum Stoppen des rechtsextremistischen Aufmarsches am 14. 2. 2009 unterstützen:

Worum geht es darin eigentlich?
Dem Aufruf geht es nicht um eine Gedenkveranstaltung, sondern um einen wirksamen Protest gegen den nächsten geplanten Naziaufmarsch. Seitdem das neue jüdische Gemeindezentrum eröffnet wurde, erleben wir rechtsextremistische Provokationen in dessen Umkreis zu verschiedenen Anlässen, besonders aber im Zusammenhang mit dem 13. Februar. Seitdem versuchen wir, dem entgegenzutreten und die demokratische Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen.

Wir beobachten das Anwachsen der Naziaufmärsche seit einigen Jahren. Wir sehen darin eine Gefahr für die Demokratie, da die Rechtsextremisten Minderheiten direkt und indirekt bedrohen.

Das Ziel unserer Arbeit ist es, den Dialog zwischen Christen und Juden zu fördern. Voraussetzung dafür ist die Wahrung der Würde aller Menschen, der Grundsatz, mit dem das Grundgesetz beginnt. Organisationen wie die NPD sehen das anders. Das ist der erste Grund, ihnen entgegenzutreten.

Mit einer politischen Aktion soll Böses verhindert werden. Wenn man die Nazis gewähren lässt, ihnen einen erfolgreichen Aufmarsch ermöglicht, werden sie weitere Sympathisanten gewinnen. Dann gelingt es ihnen, ihre „Wir-Deutsche“-Gemeinschaft weiterzubauen und zu festigen, die die einen einschließt und die andern ausschließt und zu Fremden macht. Dieses ausschließende „Wir“, dieser Gedanke der Volksgemeinschaft, steht der demokratischen Gesellschaft entgegen.

Verhindert der Aufruf Versöhnung?
Manche meinen, die Vergangenheit sei in Dresden mit dem Wiederaufbau der Frauenkirche 2005 bewältigt. Vergangenheitsbewältigung sagt nicht konkret, welche Zeit und welche Ereignisse gemeint sind, der Begriff hat aber einen gewalttätigen Beiklang: Als liege die Vergangenheit überwältigt und geknebelt im Keller der Frauenkirche. Vergangenheit hat man, um Versöhnung jedoch muss man sich immer wieder bemühen und sie vom Gegenüber erbitten. Wir können nicht mit ihr rechnen, wenn wir uns nicht für gerechte Verhältnisse einsetzen. Ohne Kenntnis der Vergangenheit kann auch das christlich-jüdische Gespräch nicht gelingen. Es geht also nicht um Bewältigung, sondern um Analyse, ums Denken.

Woran erinnern wir? Welcher Opfer gedenken wir? Welche vergessen wir? Solange beispielsweise das frühere Lager Hellerberg in Dresden keinen Denk- und Gedenkort hat, fehlt etwas im Erinnern. Gefährlich wird es, wenn erinnert werden soll, ohne zu denken.

Was ist die Erinnerungskultur, auf die viele Dresdner stolz sind?
Wenn in die Frauenkirche zur Nacht der Stille eingeladen wird, so steht das keinesfalls im Gegensatz zu aktivem Widerstand gegen rechtsextremistische Aktionen. In der Kirche hat beides seine Zeit, Stille und Besinnung einerseits, öffentliche Einmischung und Auseinandersetzung andererseits. Roger Schutz, der Begründer der Gemeinschaft von Taizé, deren Gesänge diese Nachtgebete inspirieren, beschrieb diesen Zusammenhang mit „Kampf und Kontemplation“.

Als am Abend des 8. Oktober 1989 der damalige Superintendent Christof Ziemer die Kreuzkirche zuschloss, um ins Stadtzentrum zu gehen, wo Tausende unterwegs waren, beschwerten sich Ankommende, die Kirche müsse jetzt für sie offen sein. Ziemers Antwort lautete, dass es jetzt an der Zeit sei für die Kirche und die Christen, auf der Straße zu sein, dass sie dort ihre Aufgabe hätten. An jenem Abend konnte Gewalt verhindert werden. Wir wissen, welche entscheidende Wendung er brachte. So ein Zeitpunkt ist jetzt wieder gekommen.

Im Namen des Vorstands der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden e.V.
Hildegart Stellmacher, ev. Vorsitzende”


Dresden:Die CDU Dresden möchte keine bundesweite Aufmerksamkeit-uns liegt eine entsprechende Erklärung des CDU Vorsitzenden des Kreisverbandes Dresden vor-Bundesweiter Aufruf unerwünscht!

Kategorie: Allgemein, Fußball, Politik, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 10:21 Uhr am 23. Oktober 2008

 Naziaufmarsch in Dresden am 13./14. Februar

Nach unserem gestrigen Artikel liegt uns nunmehr eine Presseerklärung des CDU Kreisverband-Vorsitzenden Lars Rohwer vor. Die CDU stellt in Dresden auch die Oberbürgermeisterin. Wenn wir diese Erklärung lesen, fragen wir uns, ob wir den bundesweiten Unterstützern einer demokratischen Demonstration am 13. / 14. Februar 2009 nunmehr sagen müssen, dass diese nicht erwünscht sind. Immerhin sprechen wir hier sogar von dem Bundespräsidenten a. D. Richard von Weizsäcker, Bundestagsabgeordneten aller Parteien und vielen weiteren Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und der Zivilgesellschaft.

Zudem müssen wir uns die Frage stellen, ob die 5.000 bis 6.000 Nazis und Rechtsextremen, die Gedenkfeiern in “Stille” und “Würde” in den letzten vier Jahren nicht gestört haben, wenn wir diese Erklärung dann richtig deuten. Die NPD dürfte sich an solcherlei Erklärungen erfreuen, wo sie Dresden doch vor geraumer Zeit auch als Stadt der Bewegung ausgerufen haben.

 NPD Funktionäre und deren Kameraden in Dresden

Liebe CDU Dresden, niemand der an unserem Aufruf beteiligten Personen und Institutionen möchte ein Gedenken an die Toten der Bombardierung Dresdens stören. Es kann allerdings nicht sein, dass Nazis an diesen Tagen frei in Dresden agieren können, ohne das Demokraten aus ganz Deutschland klar, deutlich und unmissverständlich per Gegenveranstaltung zum jährlichen Naziaufmarsch in Ihrer Stadt aufrufen und sich somit vernünftig positionieren. Sie erklären, das Ganze sei ein Dresdner Problem. Dem ist nicht so. Aus ganz Europa organisieren sich Rechtsextreme, um in Ihre Stadt zu fahren und zwei Tage lang Präsenz zu zeigen. Der stets steigende Rechtsextremismus mit all seinen Folgen ist ein bundesweites Thema. Dresden ist ein zentraler Punkt, an dem man die allgemeine Situation zu spüren bekommen kann. Die Nazis und Rechtsextremen einschließlich der NPD sprechen vom sogennanten “Bombenholocaust” (s. Foto). Genau das-ist menschenunwürdig und verunglimpft die Millionen Ermordeten durch die Nazis in Konzentrations-u. Vernichtungslagern. Wir wollen nicht vergessen, und dies ist nicht polemisch, dass die Nazis und somit Deutschland den Zweiten Weltkrieg mit über 55 Millionen Toten zu verantworten hatten. Natürlich ist auch die Bombardierung Dresdens ein sehr trauriges aus der Geschichte entstandenes Leid, welches aber heute von Nazis für die Propaganda genutzt wird. Da wollen wir, auch in Hamburg, Berlin und anderen Städten nicht einfach zuschauen.

 Kranz der Nazis auf dem Dresdner Heidefriedhof

Wir möchten als überparteiliche und demokratische Kampagne an Sie appelieren. Schließen Sie sich unserem demokratischen Widerstand in Ihrer Stadt an. Dresden ist keine Insel, sondern eine bundesweit wichtige und anerkannte schöne Stadt.

Erklärung der CDU-Dresden: union-zum-13-februar-_2_


Dresden: Aufruf an die Zivilgesellschaft-”GEH DENKEN”-seit 2004 marschieren am 13. und 14. Februar zum Gedenken der Todesopfer der Bombardierung von Dresden 5.000 bis 6.000 Rechtsextreme und Nazis auf-”Laut gegen Nazis”,die Amadeu Antonio Stiftung der DGB, die Kirchen der Stadt und das Kulturbüro Sachsen e.V. rufen mit Unterstützung vieler Persönlichkeiten (u. a. Smudo & Richard von Weizsäcker) zum bundesweiten demokratischen Widerstand 2009 auf

Kategorie: Allgemein, Fußball, Musik, Politik, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 17:50 Uhr am 22. Oktober 2008

 Foto:Landespressekonferenz Dresden 21.10.2008

Und nur wenige haben es gemerkt: Zum Gedenken der Bombenopfer Dresdens von 1945 passieren seit 2004 merkwürdige Dinge in der Stadt. Jährlich versammeln sich 5.000 bis 6.000 Nazis und Rechtsextreme. Sie marschieren und kehren die Geschichte um. Vergleiche der Bombenopfer mit den Ermordeten in den Konzentrations- und Vernichtungslagern der Nazis sollen den Holocaust dabei verharmlosen. Das Ganze geschieht seit Jahren öffentlich. Entsprechende Transparente sind bei den Rechtsextremen immer zu entdecken. Ein Abend vor dem Aufmarsch in der Stadt (13.02.), ziehen ca. 1.500 bis 2.000 Nazis per Fackelzug zum Heidefriedhof (Gedenkstätte für die Bombenopfer). Zwar konnte die Gegenbewegung der Stadt in den letzten beiden Jahren diese Zusammenkunft ewig Gestriger stören, aber das reicht so nicht. Die Zivilgesellschaft aus demokratischen Kräften ist gefragt. Dieser rechtsextreme Spuk muss im Interesse des gesamten deutschen Staates aufhören, zumal diese martialische Präsenz auch einen Einstieg in die demokratiefeindliche Szene bedeuten kann. Irreführend zelebrieren die Rechtsextremen einen Zusammenhalt im Sinne nationalsozialistischer Identität. Das ist gefährlich für unsere Gesellschaft.

Wir erfahren in diesen Tagen zumindest schon einmal moralische Unterstützung. Insgesamt haben bereits über 100 Unterstützer den Aufruf zu Gegenmaßnahmen unterzeichnet. Darunter große Teile der Bundestagsfraktionen SPD, Grüne und Linke. Aber auch Menschen die nicht unterschiedlicher sein können, wie der Bundespräsident a.D. Richard von Weizsäcker und Smudo von den “Fantastischen Vier” gehören ebenso dazu. Im Jahr 2009 werden NPD und Kameradschaften Dresden zum Auftakt des Superwahljahres 2009 nutzen.

Die Oberbürgermeisterin der Stadt Dresden Helma Orosz scheint sich im Moment noch nicht sicher, ob sie unseren gemeinsamen bundesweiten Aufruf von demokratischen Kräften und der Amadeu Antonio Stiftung folgen soll. Sie befürchtet derzeit eine Präsenz von Linksextremen zur Veranstaltung. Mit Verlaub, zunächst geht es uns und hoffentlich allen Demokraten (unabhängig von ideologischen Grundsätzen) darum, die Nazi-Präsenz am 13. und 14. Februar 2009 vereint zu verhindern. Vorbehalte sollten hier wirklich zweitrangig sein, zumal wir von einem überlebenden Holocaust-Opfer erfahren haben-dass es Dresden nicht mehr betreten wird, solange dieser Spuk anhält. Das ist leider auch ein Symbol.

Wer diesen Aufruf unterstützen möchte wendet sich bitte auch gerne unter info@lautgegennazis.de an uns.

 

 


Smudo (Die Fantastischen Vier)-Aufruf zum Nazivideo-Flaggen

Kategorie: Allgemein, Musik, Politik, YouTube geschrieben von: admin um 12:49 Uhr am 2. Oktober 2008

Auf www.youtube.com/lautgegennazis ruft nun auch Smudo (Die Fantastischen Vier) die User zum Flaggen und Melden von Nazivideos im Netz auf.


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