15.08.2010: Beton-Pyramide – Apotheker – Antifa – Am gestrigen Tage hat ein Teil der Zivilgesellschaft ein deutliches Zeichen in Bad Nenndorf gesetzt – 1.000 Nazis waren unerwünscht

Kategorie: Allgemein, Festival, Musik, Online Radio, Politik, Rechtsextremismus, Spenden, Verein, YouTube, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 21:26 Uhr am 15. August 2010

hurricane 4 pyramide Es gibt Dinge über die man sich freut und Dinge über die man sich weniger freut. Fangen wir mit den positiven Dingen des Lebens an. Am gestrigen Tage gab es in Bad Nenndorf bei dem jährlich stattfindenden Naziaufmarsch Sitzblockaden, Betonpyramiden und ein großes Engagement der Zivilgesellschaft. Von der Antifa, über Politik bis zum Apotheker, wehrte man sich gegen die braunen Menschenverachter, die wohl, weil sie 3 1/2 Stunden später mit ihrem Marsch beginnen konnten, auch aggressive Töne anschlugen. Trotz irritierender Gerichtsurteile im Vorwege, haben sich die Teilnehmer der Gegendemonstration nicht einschüchtern lassen. Wir gratulieren. Nun, die negative Meldung besteht in der Tatsache, dass die Rechtsextremen knapp 1.000 ihrer Anhänger mobilisieren konnten und somit das kleine Kurörtchen in Bedrängnis brachten. Was soll´s. Fakt ist, die Geschichtsverdreher werden es in Zukunft immer schwerer haben, sich irgendwo präsentieren zu können. So hoffen wir wenigstens.

Hier sämtliche Nachberichte zu Bad Nenndorf am 14.08.2010:

http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2010/08/15/1-000-neonazis-marschieren-durch-bad-nenndorf_4257

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,711877,00.html

http://www.welt.de/politik/deutschland/article9009216/Buerger-stoeren-Nazi-Aufmarsch-in-Bad-Nenndorf.html

http://www.bild.de/BILD/news/telegramm/news-ticker,rendertext=13627758.html


14.08.2010: Bad Nenndorf-Wir verweisen heute sehr gerne auf die aktuelle Berichterstattung unserer Kolleginnen und Kollegen – 1.200 Demonstranten gegen den heutigen Naziaufmarsch

Kategorie: Allgemein, Festival, Musik, Politik, Rechtsextremismus, Spenden, YouTube, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 12:44 Uhr am 14. August 2010

gera schwarz 4787908119_f6e3d3e536 In Bad Nenndorf stellen sich derzeit 1.200 Demonstrantinnen und Demonstranten aus der Zivilgesellschaft gegen den heutigen Naziaufmarsch. Hier die aktuellen Beiträge des NDR und Welt-Online: http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/badnenndorf130.html

http://www.welt.de/aktuell/article9000696/Proteste-gegen-Neonazi-Aufmarsch-in-Bad-Nennborf.html


13.08.2010: Niedersachsen-Bad Nenndorf-Am morgigen Samstag, den 14.08.2010 wollen die Nazis wieder marschieren und Geschichte umschreiben – Stoppt die Menschenverachter

Kategorie: Allgemein, Festival, Musik, Online Radio, Politik, Rechtsextremismus, Spenden, Verein, YouTube, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 13:15 Uhr am 13. August 2010

An diesem Samstag (14.08.2010) wollen Nazis wieder durch Bad Nenndorf marschieren und Geschichts-Revisionismus betreiben. Bereits in den letzten zwei Jahren riefen wir zu einem Widerstand der Zivilgesellschaft auf. Die Anzahl der teilnehmenden Rechtsextremisten an den Aufmärschen in Bad Nenndorf, spielte sich in den letzten Jahren bei 1.000 bis 1.500 Teilnehmern ein. Immer wieder das gleiche Bild und das gleiche Szenario. Trotz eines breiten Widerstandes in der niedersächsischen Kleinstadt, konnte dieser Spuk noch nicht beendet werden. Wir rufen dazu auf, sich den Nazis friedlich in den Weg zu stellen. Hintergründe zu Bad Nenndorf:

http://www.lautgegennazis.de/blog/2009/08/04/bad-nenndorf-1100-gegendemonstranten-sind-ein-erfolg-bitterer-nachgeschmack-die-nazis-konnten-200-menschenverachter-mehr-mobilisieren-als-im-vorjahr/

http://www.lautgegennazis.de/blog/2009/06/14/deutschland-niedersachsen-nazis-freuen-sich-auf-ihren-aufmarsch-am-01-august-2009-verbotsverfahren-der-veranstaltung-gescheitert/

http://www.lautgegennazis.de/blog/2010/02/21/deutschland-naziaufmarsche-sind-schon-fast-alltag-der-erfolg-in-dresden-war-klasse-aber-mussen-wir-jetzt-den-rest-vergessen-es-folgen-zweibrucken-gelsenkirchen-pforzheim-und-und-und/

http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/reportagen/dresden-in-bad-nenndorf/


Deutschland: Naziaufmärsche sind schon fast Alltag – Der Erfolg in Dresden war klasse! – Aber müssen wir jetzt den Rest vergessen? – Es folgen: Zweibrücken – Gelsenkirchen – Pforzheim und und und

Kategorie: Allgemein, Festival, Musik, Online Radio, Politik, Rechtsextremismus, Verein, YouTube, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 22:36 Uhr am 21. Februar 2010

nazimarsch dresden-start-2 Bald Alltag in Deutschland? (Foto: sr)

Oh ja, sich beruhigen ist schon schön, aber gefährlich. Ohne Zweifel haben wir den Erfolg bzw. den demokratischen Gegenpol in Dresden am 13. Februar 2010 mit gefeiert. Das Problem ist nur, dass die rechtsextreme Szene nicht nur in Dresden jährlich aufmarschiert. Zwar war dies bis zum letzten Jahr der größte europäische Aufmarsch, aber wir dürfen die anderen kleinen Naziversammlungen nicht vergessen. Die finden jährlich fast überall, auch gerade im Westen der Republik, stets statt. Somit räumen wir auch mit dem Vorurteil auf, diese komischen Nazis seien ein ostdeutsches Problem.

Abgesehen natürlich von Gera. Dort fanden sich im Juni 2009 überraschend ca. 6.000 Rechtsextreme zu einem Festival namens “Rock für Deutschland” ein. Bereits ab März marschieren sie wieder. Die braunen Menschenverachter, die von Teilen der Gesellschaft und Politik immer noch als dumpfbackige Randerscheinung wahr genommen werden.

Gefahr erkennen-Gefahr gebannt! So sollte man annehmen, verfahren wir hier in Deutschland mit der stets wachsenden rechtsextremen Szene. In sämtlichen deutschen Städten, die im 2. Weltkrieg bombardiert wurden (das waren nahezu alle über 10.000 Einwohner fassende), finden sich an den Jahrestagen der Bombardierungen selbst, kleine und große Gruppen von Rechtsextremen, Nazis und Altnazis zusammen. In Hamburg beispielsweise, sind es auf dem Ohlsdorfer Friedhof (mitten in der Stadt) immer so bis zu 150 Nazis. In Pforzheim marschieren jeden April um die 250 Nazis mit Fackeln durch die Stadt. In Zweibrücken schafft die rechtsextreme Szene bis zu 2.000 Teilnehmer jeweils am 13. März zu mobilisieren. In Dresden in diesem Jahr bis zu 5.000 Mitmarschierer. Aber nicht nur Jahrestage nehmen die Nazis als Anlass. Da gibt es auch den 01. Mai der in der tiefbraunen Szene beliebt ist, wie beispielsweise im letzten Jahr in Hannover, wo es einen starken demokratischen Gegenpol gab oder gar in Hamburg 2008, wo wir Gewaltexzesse und Angriffe auf Journalisten erlebten und die Stadt im Ausnahmezustand war. In Bad Nenndorf wollen die Nazis ebenfalls jährlich auf angebliche Kriegsverbrechen der Alliierten hinweisen. Dort befand sich ein Konzentrationslager in dem SS-Angehörige nach dem Krieg kurzzeitig inhaftiert waren. Und und und…

 Gedenkstätte in Pforzheim

Bei uns gibt es  keine Nazis!

Wir kennen die Antworten von Politikern, Bürgermeistern und Ortsansässigen nur zu gut. Am Beispiel Pforzheim ist dies am besten zu erklären. Kurz nachdem das dortige Jugendzentrum “Kupferdächle” während eines Konzertes der Killerpilze von etwa fünfzehn Nazis angegriffen wurde und wir damals erfuhren, dass die rechtsextreme Szene am Jahrestag der Bombardierung Pforzheims seit Jahren bis zu 250 Nazis mobilisieren kann, um mit Fackeln zu der entsprechenden Gedenkstätte zu marschieren trafen wir zufällig einen von dort kommenden  Bundestagsabgeordneten. Dieser konnte sich all das gar nicht erklären. Diese Rechtsextremen kämen ja nicht aus der Stadt, sondern aus den weitläufigen Einzugsgebieten. Rechtsextreme in der Stadt? Nein-selbstverständlich nicht-dort gibt es ja keine. Wir sind sauber! – ist oftmals die Devise. Die gilt nicht nur bei geschichtsrevisionistischen Aufmärschen der Nazis. In Mügeln (wahrscheinlich vielerorts bereits vergessen) hatte der dortige Bürgermeister trotz der nachweisbaren Jagd von ca. 100 ausländerfeindlichen Personen auf eine Gruppe von Indern unter Beifall von vielen Zaungästen, die dort leben, nach wie vor behauptet- in Mügeln selbst gäbe es keine Probleme solcher Art und bekam dafür sogar Rückendeckung seines damaligen Ministerpräsidenten Milbradt (Sachsen).

Wir haben uns von hier aus zur Aufgabe gemacht ein Bewusstsein in unserer Gesellschaft zu schaffen. Ein Bewusstsein für die Tatsache, dass die rechtsextreme Szene einen hohen Zulauf genießt-und zwar nicht über die NPD. Dass Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und Nazigedankengut keine Chance haben dürfen. Solange wir aber dulden müssen, dass Nazis und Rechtsextreme in Deutschland flächendeckend unbehelligt immer wieder Präsenz zeigen können, so lange haben wir von hier aus noch eine ganze Menge zu tun. Wir wollen an dieser Stelle wieder einmal an Kommunalpolitik und auch Bundespolitik appellieren. Schaut genau hin! Das, was seit Jahren passiert, dass die rechtsextreme Szene legitimiert marschieren darf und viele so tun, als sei dies ein komisches Phänomen, welches nur in gewissen Ausmaßen Ernst zu nehmen ist (siehe Dresden), kann unsere Zukunft zunehmend gefährlich beeinflussen. Demokratie und Menschenverstand sollten gegensteuern. Auch wenn das Ganze direkt vor der Haustür stattfindet und gar Tradition hat. Wir dürfen und können solcherlei Veranstaltungen von Menschenverachtern nicht dulden. J. M. für LGN

In diesem Zusammenhang empfiehlt www.laut.fm/gegennazis folgenden prägnanten Titel der “Ärzte”:


Deutschland-Stolberg/NRW:Unermüdlich versuchen Nazis in der Kleinstadt Präsenz zu zeigen- die Stadt selbst wehrt sich erfinderisch – der nächste Aufmarsch ist für den 08. August 2009 geplant

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 19:16 Uhr am 6. August 2009

 Rathaus Stolberg NRW

Bereits am 04. April dieses Jahres, planten Nazis einen Aufmarsch in dem kleinen nordrhein-westphälischen Städtchen Stolberg. Die Stolberger nebst der dortigen Kommunalpolitik stellen sich gemeinsam mit einem großen Zuspruch aus der Zivilgesellschaft, diesem Treiben stets entgegen. Am 08. August 2009 planen die Nazis ihren nächsten Aufmarsch. Uns erreichte folgende Mail aus Stolberg:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

 

auch die Stadt Stolberg ist wieder einmal “Austragungsort” einer weiteren NPD-Veranstaltung. Die NPD-Fraktion Stolberg hat beim Polizeipräsidenten in Aachen im Rahmen des Kommunalwahlkampfes eine “Wahlveranstaltung” angemeldet, und zwar am Samstag, den 8.8.2009, und zwar zum Thema “Schaffung von Arbeitsplätzen, Lehrstellen und Bildung”.

Angemeldet sind 120 bis 150 Teilnehmer.

 

Von den Neonazis werden 2 Kundgebungen geplant, verbunden mit einem Marsch zu den Kundgebungsorten.

 

Zeitgleich ist während dieser Veranstaltung eine Gegendemonstration vorgesehen (siehe Anlage im Anhang), zu der Bürgermeister Ferdi Gatzweiler und das Bündnis gegen Radikalismus aufgerufen hat. Hier wird mit ca. 3.000 Teilnehmern aus Stolberg und der Region Aachen gerechnet.“

Stolberg ist eine von vielen Städten die nicht zur Ruhe kommen. Unermüdlich versuchen Rechtsextreme unter verschiedensten Vorwänden ihre Präsenz zu zeigen. Dresden, Pfortzheim, Bad Nenndorf sind ehemalige Wets-Stä


Bad Nenndorf: 1.100 Gegendemonstranten sind ein Erfolg – bitterer Nachgeschmack – die Nazis konnten 200 Menschenverachter mehr mobilisieren als im Vorjahr

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 16:50 Uhr am 4. August 2009

 (Foto: Mut gegen rechte Gewalt)

Am Tage unserer Kundgebung in Hamburg auf dem Spielbudenplatz Hamburg, wiesen wir auch immerwieder auf den Naziaufmarsch in Bad Nenndorf am 01. August 2009 (Niedersachsen) hin. Trotz des gewachsenen Widerstands in Bad Nenndorf durch ein starkes Bündnis, konnten die Nazis 50% mehr Anhänger als im Vorjahr mobilisieren. Wir berichteten hier auf diesem Blog mehrfach, wie aktiv deren Aufrufe getätigt wurden. Also, bei allen Erfolgen der Gegendemonstranten bleibt der schale Nachgeschmack, dass die rechtsextreme Szene ebenfalls wächst. Gegensteuern ist angesagt! Zu den Gegebenheiten selbst vor Ort, lesen Sie bitte den Artikel bei unseren Kollegen:

http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/reportagen/tausend-menschen-und-eine-pyramide-gegen-neonazis/


1. August 2009: Ein friedlicher Gruß und ein deutliches Zeichen vom Spielbudenplatz Hamburg im Herzen St. Pauli´s ohne Ausgrenzung- für uns ein voller Erfolg mit einem großen Dank an alle! – Protest gegen Naziaufmärsche auch in Bad Nenndorf und Faßberg

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 20:48 Uhr am 3. August 2009

 Ein Signal aus Hamburg

Acht Stunden lang, von 14.00 bis 22.00 Uhr veranstalteten wir mitten im Herzen Hamburgs unsere Kundgebung für “Demokratie & Freiheit”- Gegen Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und Nazigedankengut! – Hierbei spielte für uns ein Satz aus dem Grundgesetz eine Hauptrolle: “Die Würde des Menschen ist unantastbar.”. Der Leitfaden unserer Kampagne ist genau das, was dieser Satz aussagt. Bei allen Problemen und Ungerechtigkeiten, die sicherlich auch hierzulande stattfinden, ist es uns wichtig gegen den wachsenden Rechtsextremismus und damit verbunden gegen die Menschenverachtung der faschistischen und nationalistischen Ideologie der Nazis zu agieren, die derzeit leider viel zu viel Sympathie erhält. So manch einer mag uns falsch verstehen und spricht von Ausgrenzung der linksorientierten Antifa. Wir können durchaus behaupten, dass dies grundsätzlich falsch ist. Seit fünf Jahren zählen wir uns als Kampagne keiner politischen Richtung zugehörig. Wir sind und waren immer überparteilich. Letztendlich ist es nicht wichtig, ob jemand die CSU oder “Die Linke” wählt. Für uns zählt ein massiver Widerstand aus der Gesellschaft, gegen das Aufflammen von rechtsextremen Gedankengut und dessen Folgen. Wir sind der Auffassung, dass wir mit friedlichen Mitteln ohne jegliche Gewalt unter Einbeziehung der Gesamtgesellschaft viel erreichen können. Somit luden wir jeden ein, am Samstag den 01. August 2009 mit uns ein Zeichen zu setzen. Dies ist gelungen – ohne Gewalt und ohne Stress.

 Tibor Sturm (Partner & Moderator am 01.08.09)

Bereits um 13.00 Uhr waren die ersten Kundgebungsteilnehmer vor Ort, um den von uns abgesagten geplanten Demonstrationzug rund um St. Pauli zu begleiten. Diesen mussten wir leider aus logistischen Gründen absagen. Um 14.15 Uhr begannen wir mit dem offiziellen Bühnenprogramm, welches von Tibor Sturm moderiert wurde. Tibor Sturm war Opfer rechter Gewalt und wurde aufgrund seiner Notwehr gegen sechs Nazis zu Unrecht zu sieben Monaten Freiheitsstrafe verurteilt und erhielt kurz nach seiner Entlassung noch Morddrohungen aus der Naziszene. Ein Fall über den wir berichteten. Tibor ist aber auch Musiker und engagiert sich bei dem Projekt “Brothers Keepers”. Als Moderator war er professionell und wir freuen uns weitere Projekte mit ihm durchzuführen.

Das Musikprogramm eröffnete die Künstlerin Anna Yina, die einen Tag zuvor für die Gäste unserer Pressekonferenz im Foyer des Schmidt Theaters am Piano spielte.

 Anna Yina auf unserer PK im Schmidts Tivoli

Nach Anna Yina folgten die Hamburger Bands “The Knights”, “Deak Diamond” und “Le Fly” (Tanzmusik aus St. Pauli). Zwischen den musikalischen Beiträgen stellten sich die Initiativen “FDÄ” (Front Deutscher Äpfel) und “Augen auf!” e. V. aus Görlitz sowie das “Hamburger Bündnis gegen Rechts” auf der Bühne vor.

 Die Apfelfront schockierte zunächst mit ihrem Outfit

 Das Hamburger Bündnis gegen Rechts

Bevor Rolf Stahlhofen (Söhne Mannheims) seinen Beitrag zur Kundgebung musikalisch und auch als Redner begann, betrat die Schauspielerin Alexandra Kamp die Bühne und interpretierte eine Kurzgeschichte von Kurt Tucholsky, der damals von den Nazis verboten war. Alexandra erzählte von ihren persönlichen Beweggründen, sich für unsere Kampagne zu engagieren und rief dazu auf bei der Bundestagswahl zu wählen, um Stimmen für extremistische Parteien nicht zu verschenken. Sie reiste extra für die Kundgebung und PK bereits am Donnerstag in Hamburg an.

 Alexandra Kamp

Rolf Stahlhofen ist schon sehr lange Partner unserer Kampagne. Bereits in Halle/Saale 2007 und in Dresden 2009 unterstützte er uns. Seine Interpretation des Liedes “Die Gedanken sind frei” wurde nach der Gesamtveranstaltung von dem Publikum frenetisch nochmals gefordert. “Die Gedanken sind frei”, ein Symbol für einen tollen Musiker und uns. Eine Überraschung hatte Rolf für das Publikum ebenfalls parat. Der Rapper D-Flame (der abends im Wagenbau noch ein Konzert gab) gab mit Rolf gemeinsam als Zeichen der Solidarität ein Ständchen auf unserer Bühne. Danke D-Flame.

 Rolf Stahlhofen/Spielbudenplatz

Eine besondere Ehre erfuhren wir bereits am Nachmittag. Corny Littmann stellte uns Peggy Parnass (Schauspielerin, Autorin,Kolumnistin,Filmkritikerin) vor. Peggy Parnass Eltern wurden in dem Vernichtungslager Treblinka von den Nazis ermordet. Eine Ikone und wunderbare Dame. Peggy Parnass hielt mit Corny Littmann (las Erich Kästner) gemeinsam einen Redebeitrag auf unserer Bühne. Das Publikum forderte immerwieder “Nazis raus”, worauf Peggy ganz charmant nachfragte: “Wohin”-Wohin mit denen?. Nun, für diesen Abend galt zumindest – raus aus Hamburg – nehmen wir an.

 Peggy Parnass & Corny Littmann

Peggy und Corny kündigten gemeinsam mit Tibor dann einen weiteren Partner unserer Kampagne an. Sebastian Krumbiegel (Die Prinzen), der sich schon seit langen Jahren gegen den wachsenden Rechtsextremismus, auch gerade in der Stadt aus der er kommt-Leipzig- engagiert. Sebastian plädierte für einen friedlichen Protest und eine friedliche Gegenwehr gegen das Eingraben von rechtsextremen Gedankengut in den  Köpfen der Menschen.

 Sebastian Krumbiegel & Band

Mit Afrob verbindet uns ebenfalls eine ganze Menge. Im Jahre 2005 begleitete er uns auf einer Kurztournee  nach Oschatz und Neustadt a. d. Orla. Gemeinsam mit Dendemann und Nico Suave gab er für die örtlichen Initiativen zwei Konzerte, die eine durchweg positive Wirkung auf die Regionen hatten. Völlig unkompliziert sagte er selbstverständlich für unsere Kundgebung zu. Auch für das Publikum gehörte er neben allen Akteuren zu einem Highlight des Abends.

 Afrob live für uns

Vor allem möchten wir uns auch bei denen , die für die Organisation bzw. die praktische Umsetzung zuständig waren, bedanken. Hierzu gehört die Spielbudenplatz Betreiber GmbH, die uns die Bühne, den Platz, die Technik und vieles mehr kostenlos zur Verfügung stellten. Danke an Jochen Bohnsack und Kathi Linke. Unser größter Dank gilt dem Präsidenten des FC St. Pauli und Schmidts Theater Gründer Corny Littmann. Nicht zu vergessen der Firma  United Ambient Media, die mit Tobias Wegmann permanent zur Kundgebung kostenfrei mit werblichen Mitteln aufgerufen hat. Ebenso wollen wir uns bei unserer Grafikerin Melanie Schertz bedanken, die das Outfit der Kampagne seit fünf Jahren gestaltet, bei Steffen Werner und vor allem bei unseren Mitarbeiterinnen und Kolleginnen Alex Schmitz und Neelke Janssen. Ohne Euch alle, hätten wir diese Kundgebung innerhalb der letzten drei Wochen nicht zum Erfolg geführt.

 LGN – Neelke & Alex (die Praktiker vor Ort)

Wir bedanken uns vor allem auch bei denjenigen, die auf der Bühne alles gegeben haben. Ein ganz besonderer Dank an alle Künstlerinnen und Künstler, die das Bühnenprogramm gagenfrei, kuzfristig gestaltet haben und aus ganz Deutschland extra angereist sind. Bei allen Rednerinnen und Rednern, die sich ganz persönlich auf der Bühne vorgestellt haben und unser sehr großer Dank gilt dem Moderator Tibor Sturm und unserem Ehrengast Peggy Parnass.  Ein besonderer Dank geht an das Side Hotel Hamburg, welches uns die Unterbringung unserer Gäste sponsort und an den Skoda VIP Shuttle. Wir danken den Aufufern und Partnern Amadeu Antonio Stiftung, Viva con Agua, EXIT Deutschland.

Der Spielbudenplatz war zwar nicht so voll wie bei den FC St. Pauli Auftstiegsfeiern, aber wir sind der Überzeugung, dass wir innerhalb der acht Stunden unserer Kundgebung mehrere hundert, wenn nicht gar ein paar tausend Menschen erreicht haben. Kontinuierlich wechselte das Gesicht der Kundgebungsteilnehmer. Vom Punkrocker bis zum Rentner waren alle von dem was wir transportierten überzeugt.

Zu unserer Freude erfuhren wir, dass es einem breiten Bündnis in Bad Nenndorf und in Faßberg am selben Tage gelungen war, sich den Nazis entgegenzustellen. Vielleicht ein Anfang, auf dem sich aufbauen läßt. Ich bedanke mich bei allen Mitwirkenden und Gratulanten zu unserem fünfjährigen Jubiläum und stelle fest, wir müssen noch viel tun und – das werden wir!

Jörn Menge/Kampagnenleiter


Hamburg-Bad Nenndorf: Am 01. August 2009 planen Rechtsextreme weiterhin ihren Aufmarsch in dem niedersächsischen Ort- auch auf unserer Kundgebung in Hamburg wollen wir dagegen protestieren und unsere Sympathie für den bürgerlichen Widerstand senden

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 11:05 Uhr am 29. Juli 2009

Wir berichteten mehrmals über den geplanten Naziaufmarsch in Bad Nenndorf am 01. August 2009. Auch wenn wir selbst für Hamburg mobilisieren, werden wir von hier aus diesen Vorgang nicht vergessen. Auch auf dem Spielbudenplatz wollen wir zeigen, dass wir gegen solcherlei Aufmärsche Position beziehen.

Die aktuelle Situation in Bad Nenndorf und unsere bisherigen Artikel:

http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/projekte/aktuelle-aktionen/bad-nenndorf-macht-gegen-nazis-mobil/

http://www.lautgegennazis.de/blog/index.php?s=nenndorf


Deutschland-Gera:”Wer von bunt, tolerant und weltoffen spricht, während … 4000 Neonazis feiern, verkennt entweder vollkommen die Realität oder versucht sich die Situation bewusst schönzureden”- Eine Situationsbeschreibung vom 11. Juli 2009

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 11:23 Uhr am 14. Juli 2009

   Aufruf für Hamburg, den 01. August 2009

 

 Gera am 11.07.09 (Foto:Mut gegen rechte Gewalt)

Die Nazipräsenz in Gera vom letzten Samstag den 11. Juli 2009 im Rahmen des sogenannten “Rock für Deutschland” Konzertes der Rechtsextremen, wirft Fragen auf. Wo war die bürgerliche Mitte – die Zivilgesellschaft? 700 Gegendemonstranten inklusive Antifa-Gruppen aus dem Bundesgebiet, die es schwer hatten sich zu präsentieren und  immerwieder, auch durch polizeiliche Maßnahmen unter Druck gerieten, damit die Nazis ihr Fest feiern können. 700 Menschen gegenüber 4.000 Menschenverachtern. Das ist beschämend! In den bundesweiten Medien ist im Gegensatz zu den lokalen Medien bis heute nicht viel über diesen Spuk von Samstag zu lesen. Dabei ist gerade die Nazipräsenz in Gera ein Indiz für das Wachsen dieser Szene. Die Einwohner der Stadt Gera scheinen diesen Zustand hingenommen zu haben. Ist es Angst oder falsche Toleranz, die dazu führt, die Rechtsextremen gewähren zu lassen. Der nächste Naziaufmarsch soll im niedersächsichen Bad Nenndorf am 01. August 2009 stattfinden. Im letzten Jahr waren dort bereits 400 Nazis angetreten, um Geschichtsrevisionismus zu betreiben. Nach Gera, sollte die Zivilgesellschaft wachgerüttelt worden sein. Könnte man denken, aber eigentlich ist es wie immer. Darum haben wir das Zitat in der Headline gewählt. Auch um klar zu machen, dass ein Handeln bundesweit unabdingbar ist . Im Dezember 2008 hatten Politiker aller Parteien das Thema Rechtsextremismus als weiteres Prioritätsthema für dieses Jahr auserkoren (nach dem Fall Mannichl). Wir vermissen Kommentare derer, die noch vor einem halben Jahr angekündigt hatten, etwas zu tun.

Hier ein Erlebnisbericht aus der Antifa zu den Vorfällen in Gera am 11. Juli 2009:

PE: Größte Neonaziveranstaltung nach 1945 in Thüringen Polizei prügelt in Antifa-Block – Bürgerbündnis boykottiert Sitzblockade

 

GERA, 12. Juli. Der gestrige Tag sprengte alle Befürchtungen. Vorherige Zahlen von bis zu 1000 und später 2500 Neonazis wurden weit übertroffen.

Auf dem NPD-Fest “Rock für Deutschland” versammelten sich am Ende 4000 Neonazis aus Deutschland, Italien, Belgien, Niederlande, Österreich, Schweiz und anderen Ländern. Es war damit die größte Neonaziveranstaltung nach dem zweiten Weltkrieg in Thüringen und das bundesweit größte Neonazifest nach dem Deutsche Stimme Pressefest 2006.

 

“Der Stadtteil Debschwitz glich den gesamten Tag über einer National Befreiten Zone.”, so Anna Schneider, Pressesprecherin der Antifaschistischen Aktion Gera (AAG). Ganze Straßenzüge waren voller Neonazis. Teilweise wurden diese in Hundertergruppen von der Polizei durch die Stadt zur Spielwiese eskortiert, auf der sich die NPD versammelte. Die Polizei war sichtlich überfordert, was bei der Abreise erneut deutlich wurde. Umliegende Straßen und beide Bahnhöfe waren mit Neonazis überfüllt.

Kleinere Gruppen konnten bis in die Nacht hinein umherziehen und unter anderem in der Kneipe “Toto’s Treff” feiern.

 

Weniger zurückhaltend verhielt sich die Polizei gegenüber dem Antifa-Block auf der Demonstration des Bürgerbündnisses. Von Beginn an war dieser von einem Spalier umgeben und abgeschirmt. Später ankommende Teilnehmer(innen) wurden nicht mehr hineingelassen. Als die Demonstration auf dem Rückweg in die Stadt die Heinrichsbrücke überquerte kam es zu ersten Auseinandersetzungen. Die Aufstandsbekämpfungseinheit USK aus Bayern prügelte in den hinteren Teil des Blocks und verletzte mehrere Demonstrant(innen). “Dieser Angriff zeigt, dass die Polizei alles daran setzte die Demonstration auf schnellstem Wege wieder in die Innenstadt zu treiben, um für einen störungsfreien Ablauf des Neonazifests zu sorgen.

Nur entschlossene Gegenwehr konnte diese willkürliche Polizeigewalt eindämmen. Für ihre Strategie fand die Polizei willige Helfer bei den Geraer Verkehrsbetrieben (GVB). Mit aufgestellten Straßenbahnen wurde jeder Protest in Sichtweite unmöglich gemacht. Weitere Angriffe der Polizei erfolgten bis zum Ende der Demonstration. Dabei wurden mindestens

11 Personen teilweise brutal in Gewahrsam genommen. Der Polizeieinsatz war wie so oft unverhältnismäßig und martialisch.”, kommentiert Anna Schneider das Geschehen.

 

Auf der Kreuzung zwischen Heinrichsbrücke und Südbahnhof initiierten das Aktionsbündnis Kabelbruch und das Aktionsnetzwerk Jena eine Sitzblockade, um die Anreise weiterer Neonazis zu behindern. Diese konnte jedoch durch die Unentschlossenheit des Bürgerbündnisses Gera nicht aufrecht erhalten werden. Anna Schneider dazu: “Schon bei Beginn der Sitzblockade wurden daran Teilnehmende zum Aufstehen aufgefordert und als unfriedlich bezeichnet. Noch bevor von der Polizei auch nur eine Aufforderung kam die Blockade zu räumen, riefen Verantwortliche des Bürgerbündnisses selbst dazu auf. Später entsolidarisierten sie sich erneut. Als die Polizei willkürlich Personen aus dem Antifa-Block herauszog, rieten sie sich nicht provozieren zu lassen und weiter zu laufen.”

 

Auf der Abschlusskundgebung sprach das Bürgerbündnis von einer erfolgreichen und friedlichen Demonstration mit 700 Teilnehmer(innen).

Diese hätte gezeigt, dass Gera bunt, tolerant und weltoffen sei. Auch sei es erfreulich, dass die Polizei sich auf dem Abschlusskundgebungsplatz unter die Teilnehmer(innen) mische.

 

“Wer von bunt, tolerant und weltoffen spricht, während in Debschwitz 4000 Neonazis feiern, verkennt entweder vollkommen die Realität oder versucht sich die Situation bewusst schönzureden. Das Fest ist mittlerweile zur Pilgerstätte der Neonazis geworden, die NPD sitzt im Stadtrat und alltägliche Angriffe nehmen zu. Hätten antifaschistische und linke Gruppen aus Gera und anderen Städten nicht an der Demonstration teilgenommen, wäre diese zur reinen Makulatur geworden. Statt sich mit der Sitzblockade zu solidarisieren, wurde diese vom Bürgerbündnis boykottiert. Der gestrige Tag war wie Christian Dornbusch zuvor ankündigte ein Armutszeugnis für die Stadt.”, so Anna Schneider abschließend.

Unsere Artikel zu Bad Nenndorf:

 http://www.lautgegennazis.de/blog/index.php?s=bad+nenndorf


Deutschland: Rechtsextreme mobilisierten auch in Gera für ihren sogenannten Trauermarsch im niedersächsischen Bad Nenndorf am 01. August 2009

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden geschrieben von: admin um 08:56 Uhr am 13. Juli 2009

 (Gera/Foto: Mut gegen rechte Gewalt)

Abgesehen davon, dass das obige Foto deutlich zeigt, welche Textilmarke (Thor Steinar) Nazis heutzutage bevorzugen, riefen die Rechtsextremen auch in Gera zu ihrem geschichtsrevisionistischen Trauermarsch am 01. August 2009 in Bad Nenndorf auf. Es steht zu befürchten, dass auch das kleine niedersächsische Städtchen zu diesem Anlass eine massive Präsenz der rechtsextremen Szene zu befürchten hat. Wir sind leider in dem Verteiler des sogenannten “Bündnis Bad Nenndorf”, die rechtsextreme Organisation die zu diesem Spuk aufruft. In einer uns zugespielten Mail heißt es:

“Sehr geehrte Damen und Herren!

Erneut können wir Neuigkeiten rund um den Trauermarsch bekanntgeben! Am vergangenen Sonnabend konnten wir mehrere tausend Aktivisten in Gera über unsere Arbeit informieren. Mit großem Interesse wurde unser Angebot angenommen. Mehr zu diesem Thema unter…”

Ein Bericht und Hintergründe zu dem Aufmarsch 2008 in Bad Nenndorf mit 400 Nazis, lesen Sie bitte unter:

http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/meldungen/trauermarsch-in-bad-nenndorf/


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