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	<title>Laut gegen Nazis &#124; Das Blog</title>
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	<description>Rechte Gewalt kann jeden treffen!</description>
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		<title>Am 17. März 2010 startet Noah Sow mit Ihrer Band &#8220;Noiseaux&#8221; in Saarbrücken durch &#8211; Video</title>
		<link>http://www.lautgegennazis.de/blog/2010/03/11/am-17-marz-2010-startet-noah-sow-mit-ihrer-band-noiseaux-in-saarbrucken-durch-video/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 08:02:52 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[
 
Im Rahmen der &#8220;Internationalen Wochen gegen Rassismus-Saarbrücken&#8221; wird die Buchautorin, Musikerin und Moderatorin Noah Sow mit Ihrer Band &#8220;Noiseaux&#8221; am Mittwoch den 17. März 2010 live im &#8220;Jugendzentrum Försterstraße&#8221; Saarbrücken das Haus beben lassen. 
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/MwpZ9AlSoDM&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/MwpZ9AlSoDM&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object><br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>Im Rahmen der &#8220;Internationalen Wochen gegen Rassismus-Saarbrücken&#8221; wird die Buchautorin, Musikerin und Moderatorin Noah Sow mit Ihrer Band &#8220;Noiseaux&#8221; am Mittwoch den 17. März 2010 live im &#8220;Jugendzentrum Försterstraße&#8221; Saarbrücken das Haus beben lassen. </strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Deutschland: Wir suchen Freunde und Fans für eine Welt ohne Ausgrenzung &#8211; unser LGN-Channel auf Facebook</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 07:44:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joern</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ Willst Du meine Freundin werden? Willst Du mein Fan werden? Wir bedienen uns täglich des Internets und können  der Entwicklung gar nicht so schnell hinter herkommen. Fast wie in Schulzeiten fragen wir ab sofort an, wer unsere Freundin werden will. Immerhin bei www.myspace.com/lautgegennazis haben wir bereits knapp 18.000 Freundinnen und Freunde. In der neuen Schulklasse Facebook werben wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-4359" title="logo facebook untitled" src="http://www.lautgegennazis.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/logo-facebook-untitled1.bmp" alt="logo facebook untitled" width="236" height="173" /> <strong>Willst Du meine Freundin werden? Willst Du mein Fan werden? Wir bedienen uns täglich des Internets und können  der Entwicklung gar nicht so schnell hinter herkommen. Fast wie in Schulzeiten fragen wir ab sofort an, wer unsere Freundin werden will. Immerhin bei <a href="http://www.myspace.com/lautgegennazis">www.myspace.com/lautgegennazis</a> haben wir bereits knapp 18.000 Freundinnen und Freunde. In der neuen Schulklasse Facebook werben wir jetzt auch um Euch, um klar zu machen: &#8220;Wir sind gegen Ausgrenzung und für eine Welt ohne Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und fanatischem Nationalismus von Nazis.&#8221; Auch dort melden wir alle aktuellen Entwicklungen zur Kampagne. </strong></p>
<p><a href="http://www.facebook.com/home.php?#!/pages/Laut-gegen-Nazis/53848679944?ref=ts">http://www.facebook.com/home.php?#!/pages/Laut-gegen-Nazis/53848679944?ref=ts</a></p>
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		<title>Mit ´Radio ENERGY´ geht ´LAUT GEGEN NAZIS´ ´ON AIR´ &#8211; Bundesweite langfristige Kooperation und Partnerschaft vereinbart!</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 15:56:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joern</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit heute ist es offiziell. &#8220;Radio ENERGY&#8221; mit seinen bundesweiten Standorten in Hamburg, Berlin, Stuttgart, Nürnberg, Sachsen und München, wird Partner unserer Kampagne. Wir freuen uns riesig!
Pressemitteilung vom 09. März 2010:
Laut gegen Nazis – Rechte Gewalt kann jeden treffen – geht mit &#8220;Radio ENERGY&#8221; bundesweit „On Air“!

wird fester und langfristiger Partner
Statement von „Radio ENERGY“:
„Als international [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit heute ist es offiziell. &#8220;Radio ENERGY&#8221; mit seinen bundesweiten Standorten in Hamburg, Berlin, Stuttgart, Nürnberg, Sachsen und München, wird Partner unserer Kampagne. Wir freuen uns riesig!</strong></p>
<p><strong>Pressemitteilung vom 09. März 2010:</strong></p>
<p><strong>Laut gegen Nazis – Rechte Gewalt kann jeden treffen – geht mit &#8220;Radio ENERGY&#8221; bundesweit „On Air“!</strong></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-4349" title="NRJ international untitled" src="http://www.lautgegennazis.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/NRJ-international-untitled.bmp" alt="NRJ international untitled" width="154" height="184" /></p>
<p><strong>wird fester und langfristiger Partner</strong></p>
<p><strong>Statement von „Radio ENERGY“:</strong></p>
<p><em><span style="color: #003366;"><strong>„Als international operierendes Radio-Unternehmen steht NRJ für kulturelle Vielfalt, Toleranz und Meinungsfreiheit. Radio ENERGY als Deutschlandweites Sprachrohr der jungen Generation freut sich, den Grundstein für eine produktive Partnerschaft mit der Initiative LAUT GEGEN NAZIS gelegt zu haben. So können wir unseren Teil zu einer besseren Gesellschaft mit mehr Verständnis und gegen jegliche Art von Ausgrenzung beitragen.&#8221;</strong></span></em></p>
<p>Die Senderkette „Radio ENERGY“ ist neuer und langfristiger Partner unserer Kampagne.Die Sendestationen Hamburg, Berlin, Stuttgart, Nürnberg, Sachsen und München wollen uns in unserer Arbeit für Zusammenschlüsse in der Zivilgesellschaft gegen den wachsenden Rechtsextremismus und für eine Welt ohne Ausgrenzung, Rassismus, Antisemitismus und fanatischem Nationalismus unterstützen. Die einzelnen Redaktionen produzieren derzeit Videos mit den Moderatoren als Statement, die wir in den nächsten Tagen auf unserem Channel <a href="http://www.youtube.com/lautgegennazis">www.youtube.com/lautgegennazis</a> und unserer Redaktionsseite <a href="http://www.lautgegennazis.de/blog">www.lautgegennazis.de/blog</a> veröffentlichen werden.</p>
<p>Neben der gegenseitigen Präsentation im Netz und auf sämtlichen Werbemitteln strebt „Radio ENERGY“ Berichterstattungen über Aktionen der Kampagne von Pressekonferenzen zu aktuellen Themen an und liefert Töne und Moderationsplätze.Vor- und Nachberichterstattungen von Events sind geplant.</p>
<p>Im Rahmen der Fortführung unserer mit youTube initiierten Aktion „361 Grad Respekt 2010“, wird „Radio ENERGY“ mit zum geplanten bundesweiten Videowettbewerb aufrufen und entsprechende Promos schalten. Gerade, weil Musik für uns sehr wichtig ist, freuen wir uns über diese Liebeshochzeit. Rundfunk ist inzwischen neben dem Internet, einer der wichtigsten Multiplikatoren. Genau diese wollen wir nutzen, um Menschen in diesem Lande für eines der problematischen Themen unserer Zeit zu sensibilisieren. Letztendlich mit Musik und Spaß.</p>
<p><em>Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: <a href="mailto:joern.menge@lautgegennazis.de">joern.menge@lautgegennazis.de</a></em></p>
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		</item>
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		<title>D-Flame ist nicht nur am 20. März 2010 live in Saarbrücken &#8211; er ist auch hier auf unserem Blog &#8211; Video!</title>
		<link>http://www.lautgegennazis.de/blog/2010/03/09/d-flame-ist-nicht-nur-am-20-marz-2010-live-in-saarbrucken-er-ist-auch-hier-auf-unserem-blog-video/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 15:25:40 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/bEml1vqEkR0&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/bEml1vqEkR0&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Aufrufvideo &#8220;Internationale Wochen gegen Rassismus-Saarbrücken&#8221; &#8211; CiTi.TV präsentiert!</title>
		<link>http://www.lautgegennazis.de/blog/2010/03/09/aufrufvideo-internationale-wochen-gegen-rassismus-saarbrucken-citi-tv-prasentiert/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 12:57:15 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[ präsentiert:

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-4342" title="Logo_Citi-TV_final" src="http://www.lautgegennazis.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Logo_Citi-TV_final_LgN_special.jpg" alt="Logo_Citi-TV_final" width="207" height="43" /> präsentiert:</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Y2N1fOpz-fg&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/Y2N1fOpz-fg&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Deutschland: Ab dem 15. März 2010 steht Saarbrücken Kopf und setzt mit Serdar Somuncu &#8211; D- Flame &#8211; Noah Sow &amp; vielen weiteren Gästen und Künstlern ein Zeichen für Demokratie und gegen Rechtsextremismus &#8211; Radio Saarbrücken präsentiert!</title>
		<link>http://www.lautgegennazis.de/blog/2010/03/09/deutschland-ab-dem-17-marz-2010-steht-saarbrucken-kopf-und-setzt-mit-serdar-somuncu-d-flame-noah-sow-vielen-weiteren-gasten-und-kunstlern-ein-zeichen-fur-demokratie-und-gegen-rechtsextremismu/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 12:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joern</dc:creator>
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		<description><![CDATA[   Radio Saarbrücken präsentiert:
Ab nächsten Mittwoch unterstützen viele bundesweite Partner unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Saarlandes &#8220;Peter Müller&#8221; und des Regionalverbands - Direktor &#8220;Peter Gillo&#8221;, die vom &#8220;Jugendzentrum Försterstraße&#8221;, von der DGB Jugend,  vom Café Exodus und uns initiierten &#8220;Internationalen Wochen gegen Rassismus-Saarbrücken&#8221;. Radio Saarbrücken präsentiert die Veranstaltung und sendet täglich aktuelle Informationen zum Programm. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img title="saarland untitled" src="http://www.lautgegennazis.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/saarland-untitled1.bmp" alt="saarland untitled" width="104" height="155" />  <img class="alignnone size-full wp-image-4334" title="Logo_NEU_SB" src="http://www.lautgegennazis.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Radio-SaarbrückenLogo_NEU_SB.jpg" alt="Logo_NEU_SB" width="278" height="53" /> Radio Saarbrücken präsentiert:</strong></p>
<p><strong>Ab nächsten Mittwoch unterstützen viele bundesweite Partner unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Saarlandes &#8220;Peter Müller&#8221; und des Regionalverbands - Direktor &#8220;Peter Gillo&#8221;, die vom &#8220;Jugendzentrum Försterstraße&#8221;, von der DGB Jugend,  vom Café Exodus und uns initiierten &#8220;Internationalen Wochen gegen Rassismus-Saarbrücken&#8221;. Radio Saarbrücken präsentiert die Veranstaltung und sendet täglich aktuelle Informationen zum Programm. Geplant sind Interviews mit Partnern und Künstlern. Weitere Informationen über die Aktivitäten des Senders &#8220;On Air&#8221; erhalten Sie unter:  <a href="http://www.radio-sb.de">www.radio-sb.de</a> </strong></p>
<p><strong><span style="color: #0000ff;">Pressemitteilung vom 09. März 2010 „Laut gegen Nazis“ gemeinsam mit dem Jugendzentrum Försterstraße, dem Café Exodus und der DGB Jugend Saar unter der Schirmherrschaft des saarländischen Ministerpräsidenten Peter Müller &amp; des Regionalverbandsdirektor Peter Gillo für die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ in Saarbrücken von 15. – 28. März 2010</span></strong></p>
<p><span style="color: #0000ff;"><em>Weil niemand als Nazi geboren wird und weil die DGB Jugend es sich zur Aufgabe gemacht hat, unsere Gesellschaft gerechter zu gestalten, machen wir etwas gegen Nazis<strong>, </strong></em>so Thorsten Schmidt,Vorsitzender der DGB Jugend Saar.</span></p>
<p><span style="color: #0000ff;">Das Saarland liegt im Westen und hat in Bezug auf das Thema Nationalsozialismus seine ureigene Geschichte. 1935 wollten die Bürgerinnen und Bürger dringend die Anbindung an das Großdeutsche Reich Hitlers.Auch heute noch treiben Rechtsextreme ihr Unwesen im Saarland. Sie gewinnen eben nicht bei Wahlen, sondern existieren im Dunkeln – Alltagsrassismus, Antisemitismus und Homophobie sind wie im gesamten Bundesgebiet auch im Saarland ein Problem.</span></p>
<p><span style="color: #0000ff;">Das Jugendzentrum Försterstraße, das Café Exodus und die DGB Jugend Saar riefen für Saarbrücken die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ ins Leben. Wir, die Kampagne „Laut gegen Nazis“ wollen in diesem Rahmen nicht nur das Thema Rassismus beleuchten, auch Themen wie Ausgrenzung, Antisemitismus, Homophobie und das Streben nach nationalem Gebaren unter dem Vorbild der alten Nazis wollen wir ansprechen.Auf </span><a href="http://www.youtube.com/lautgegennazis"><span style="color: #0000ff;">www.youtube.com/lautgegennazis</span></a><span style="color: #0000ff;"> laden die Jugendlichen vom Jugendzentrum Försterstraße und dem Café Exodus sowie der Regionalverbandsdirektor Peter Gillo zu den „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ in Saarbrücken ein.</span></p>
<p><span style="color: #0000ff;">Gerade Jugendlichen wird der Einstieg in die rechte Szene durch Lifestyle – Angebote, Konzerte als gemeinschaftsstiftende Events, modische Kleidung mit offenen oder verschlüsselten rechten Botschaften sowie erlebnisorientierte Freizeitangebote vereinfacht und genau diese Tatsache muss verhindert werden. Der Leiter der Abteilung Kinder – und Jugendarbeit beim Jugendamt des Regionalverbandes Michael Klein hat eine Mission. <em>„Uns geht es in der Jugendarbeit zentral darum, Jugendlichen Lust auf Demokratie zu machen, sie für die Inanspruchnahme und Einhaltung unserer Grundrechte anzuregen und Ihnen dafür Erfahrungsräume und Gelegenheiten in unseren Jugendzentren zu schaffen.“</em></span></p>
<p><em><span style="color: #0000ff;">„Vor allem unsere Jugend müssen wir sensibilisieren gegen solche menschenverachtende Ideologien.Wir müssen unsere Zivilgesellschaft stärken, damit sie sich konsequent gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus wendet. Unsere Antwort darauf kann nur lauten: für ein tolerantes Miteinander – für den Schutz von Minderheiten in unserer Gesellschaft – für eine demokratische Kultur in Deutschland. Alle sind aufgerufen, dabei mitzumachen. Ich freue mich, dass die Internationale Woche gegen Rassismus dafür sichtbare Zeichen setzt“, so der Ministerpräsident Peter Müller, Schirmherr der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“. (Auszug aus dem Statement)</span></em></p>
<p><span style="color: #0000ff;">Unterstützt wird die Veranstaltung auch von der Amadeu Antonio Stiftung sowie dem Aussteigerprogramm EXIT. Für eine Diskussionsrunde und einen Workshop erwarten wir Tibor Sturm (Opfer rechter Gewalt) und einen Aussteiger aus der rechtsextremen Szene. Neben der Vorführung des Wallraff-Films „Schwarz auf Weiß“ als Diskussionsgrundlage, werden auch prominente Künstlerinnen und Künstler wie Serdar Somuncu, D-Flame, Noah Sow und Oku &amp; THE REGGAEROCKERS auftreten.</span></p>
<p><span style="color: #0000ff;"><em>„Hier haben Künstler, deren Botschaft sich gegen Diskriminierung richten und die für Freiheit, Gleichheit und Demokratie eintreten, eine Bühne und erreichen mit dieser Message auch junge Leute“, </em>so der Regionalverbandsdirektor Peter Gillo, Schirmherr der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“</span></p>
<p><span style="color: #0000ff;"><em><span style="color: #000000;"> <img class="alignnone size-medium wp-image-4330" title="1_logo_amadeu_311" src="http://www.lautgegennazis.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/1_logo_amadeu_311-300x40.jpg" alt="1_logo_amadeu_311" width="209" height="16" />       <img class="alignnone size-full wp-image-4331" title="exit_logo" src="http://www.lautgegennazis.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/exit_logo.gif" alt="exit_logo" width="86" height="36" />   <img class="alignnone size-full wp-image-4335" title="KlappeSW_klein" src="http://www.lautgegennazis.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/KlappeSW_klein.jpg" alt="KlappeSW_klein" width="78" height="114" />   <img class="alignnone size-full wp-image-4336" title="Logo City Hotel_klein" src="http://www.lautgegennazis.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Logo-City-Hotel_klein.jpg" alt="Logo City Hotel_klein" width="78" height="135" /></span></em></span></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Programm der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ in Saarbrücken: </span></strong><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Dienstag, 16.3.2010:</span></strong><strong> Workshop mit dem Netz für Demokratie und Courage, Jugendzentrum Försterstraße, 16.00 Uhr</strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Mittwoch, 17.3.2010:</span></strong><strong> Auftaktveranstaltung inkl. Pressekonferenz, Jugendzentrum Försterstraße, 11.30 Uhr bis 13.00 Uhr</strong></p>
<p><strong>Konzert „Noiseaux“ im Jugendzentrum Försterstraße, Einlass: 18.30 Uhr , Beginn: 19.30  Uhr</strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Donnerstag, 18.3.2010:</span></strong><strong> Filmvorführung: Film Wallraff im Filmhaus, 19.30 Uhr</strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Freitag, 19.3.2010:</span></strong><strong> Filmvorführung: Film Wallraff im Filmhaus, 19.30 Uhr </strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Samstag, 20.3.2010:</span></strong><strong> HipHop Konzert mit D-Flame und saarländischen HipHop Crews, Jugendzentrum Försterstraße, Beginn: 19.30 Uhr, Beginn: 20.30 Uhr</strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Sonntag, 21.3.2010:</span></strong><strong> Serdar Somuncu „Hassprediger“, Jugendzentrum Försterstraße,  19.00 Uhr</strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Montag, 22.3.2010:</span></strong><strong> Serdar Somuncu „Hassprediger“, Stadthalle Dillingen, 12.00 Uhr</strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Montag, 22.3.2010:</span></strong><strong> Serdar Somuncu „Hassprediger“, Mehrzweckhalle Lebach-Aschbach, 19.00 Uhr</strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Dienstag, 23.3.2010:</span></strong><strong> Serdar Somuncu „Hassprediger“, Hans-Netzer-Halle, Völklingen, 12.00 Uhr</strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Dienstag, 23.3.2010:</span></strong><strong> Serdar Somuncu „Hassprediger“, Bildungszentrum der Arbeitskammer Kirkel, 18.30 Uhr</strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Mittwoch, 24.3.2010:</span></strong><strong> Filmvorführung: Schwarz auf Weiß, Günther Wallraff, Filmhaus, 19.30 Uhr</strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Mittwoch, 24.3.2010:</span></strong><strong> Diskussion mit Tibor Sturm (Opfer rechter Gewalt) und Gabriel Landgraf (Aussteiger aus der rechten Szene), Café Exodus Saarbrücken, 18.00 Uhr </strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Donnerstag, 25.3.2010:</span></strong><strong> Infoveranstaltung an Schulen mit HipHop Workshop, Schule 11.00 Uhr  </strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Freitag, 26.3.2010:</span></strong><strong> Konzert Oku &amp; THE REGGAEROCKERS und weiteren saarländischen Bands, Jugendzentrum Försterstraße, Einlass: 19.00 Uhr, Beginn: 19.30 Uhr</strong></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-4332" title="saar neuuntitled" src="http://www.lautgegennazis.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/saar-neuuntitled1.bmp" alt="saar neuuntitled" /> <img class="alignnone size-full wp-image-4333" title="RVSBR_Logo_klein" src="http://www.lautgegennazis.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/RVSBR_Logo_klein.jpg" alt="RVSBR_Logo_klein" width="190" height="107" /></p>
<p>J. M. für LGN</p>
<p><span style="color: #0000ff;"> </span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>149 Todesopfer durch rechtsextreme und rassistische Gewalt in Deutschland seit 1990 &#8211; Dunkelziffer wesentlich höher</title>
		<link>http://www.lautgegennazis.de/blog/2010/03/05/149-todesopfer-durch-rechtsextreme-und-rassistische-gewalt-in-deutschland-seit-1990-dunkelziffer-wesentlich-hoher/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 13:02:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joern</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
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 Foto: Mut gegen rechte Gewalt




Liste aktualisiert. Seit der deutschen Wiedervereinigung im  Oktober 1990 bis Ende 2009 sind nach Recherchen der MUT-Redaktion und  des Opferfonds CURA 149 Menschen durch die Folgen menschenfeindlicher  Gewalt ums Leben gekommen.
Todesopfer seit 3. Oktober 1990
(RT): Antwort der Bundesregierung auf die Große Anfrage der Abgeordneten Petra Pau, Wolfgang [...]]]></description>
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<div><img src="http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/w/gfx/large/artikel-news/adriano.jpg" alt="" width="319" height="239" /> Foto: Mut gegen rechte Gewalt</div>
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<p><strong>Liste aktualisiert. Seit der deutschen Wiedervereinigung im  Oktober 1990 bis Ende 2009 sind nach Recherchen der MUT-Redaktion und  des Opferfonds CURA 149 Menschen durch die Folgen menschenfeindlicher  Gewalt ums Leben gekommen.</strong><br />
<strong>Todesopfer seit 3. Oktober 1990</strong></p>
<p><em>(RT)</em>: Antwort der Bundesregierung auf die Große Anfrage der Abgeordneten Petra Pau, Wolfgang Neskovic, Sevim Dağdelen, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE zum Thema Rechtsextreme Tötungsdelikte seit 1990 (Drucksache 16/14122).</p>
<p><em>(HM)</em>: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Monika Lazar, Volker Beck, Jerzy Montag, Irmingard Schewe-Gerigk, Silke Stokar von Neuforn, Hans-Christian Ströbele, Wolfgang Wieland, Josef Philip Winkler und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur polizeilichen Erfassung hassmotivierter Delikte (Drucksache 16/12529).</p>
<p><strong>1990</strong></p>
<p>1.) Andrzej Fratczak<br />
Am 7. Oktober 1990 wurde er bei einem Überfall durch drei Jugendliche vor einem Nachtclub in Lübbenau (Brandenburg) totgeschlagen und -getreten. Die drei deutschen Täter wurden zu Freiheitsstrafen von acht Monaten zu dreidreiviertel Jahren verurteilt. Zwei von ihnen waren an einem Angriff auf das Asylbewerberheim in Lübbenau beteiligt.</p>
<p>2.) Amadeu Antonio Kiowa, 28 Jahre (RT)<br />
Am 25. November 1990 wurde er in Eberswalde (Brandenburg) bei einem Angriff von 50 Rechtsextremisten auf drei Personen afrikanischer Herkunft vor einem Gasthof mit Knüppeln ins Koma geprügelt. Er starb elf Tage später.</p>
<p>3.) Klaus-Dieter Reichert, 24 Jahre<br />
Am 11. Dezember 1990 wurde er in seiner Wohnung in Berlin-Lichtenberg von drei Skinheads, die beauftragt waren bei ihm Schulden einzutreiben, zusammengeschlagen. In Panik sprang er aus dem Fenster, fiel zehn Stockwerke tief und starb.</p>
<p>4.) Nihad Yusufoglu, 17 Jahre<br />
Er wurde am 28. Dezember 1990 in Hachenburg (Rheinland-Pfalz) von einem gleichaltrigen Skinhead mit einem Messerstich ins Herz getötet.</p>
<p>5.) Obdachloser, 31 Jahre (HM)<br />
Er wurde am 31. Dezember 1990 in Flensburg (Schleswig-Holstein) von jugendlichen Skinheads zusammengeschlagen und -getreten. Er starb sechs Tage später an seinen Verletzungen.</p>
<p><strong>1991</strong></p>
<p>6.) Alexander Selchow, 21 Jahre, Bundeswehrsoldat<br />
Am 31. Dezember 1990 wurde er in Rosdorf (Niedersachsen) von zwei 18-jährigen Skinheads, die der FAP (Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei) angehörten, mit mehreren Messerstichen schwer verletzt. Er starb am 01.01.1991 an den Folgen des Angriffs.</p>
<p>7.) Jorge João Gomondai, 28 Jahre (RT)<br />
Am 31. März 1991 wurde Jorge João Gomondai in Dresden (Sachsen) während einer Auseinandersetzung mit Skinheads aus einer fahrenden Straßenbahn gestoßen oder sah sich aus Angst dazu gezwungen, aus der Bahn zu springen. Er starb an seinen schweren Kopfverletzungen.</p>
<p>8.) Helmut Leja, 39 Jahre, Obdachloser (HM)<br />
Der Obdachlose Helmut Leja wurde am 4. Juni 1991 in Gifhorn-Kästorf (Niedersachsen) von einem Jugendlichen erstochen. Der Täter gehörte der örtlichen Skinheadszene an und beschimpfte Helmut Leja im Vorfeld als „Abschaum“.</p>
<p>9.) Agostinho Comboio, 34 Jahre (RT)<br />
Am 15. Juni 1991 wurde Agostinho Comboio in Friedrichshafen (Baden-Württemberg) von einem Rechtsextremen verprügelt und erstochen.</p>
<p>10.) Samuel Kofi Yeboah, 27 Jahre (RT)<br />
Am 19. September 1991 verbrannte Samuel Kofi Yeboah in einem Asylbewerberheim in Saarlouis (Saarland), auf das ein Brandanschlag verübt worden war.</p>
<p>11.) Gerd Himmstädt, 30 Jahre<br />
Er wurde am 1. Dezember 1991 in Hohenselchow (Brandenburg) von sieben Jugendlichen mit Baseballschlägern zusammengeschlagen. Die Täter gehören nach eigenem Bekunden „dem Kern der rechten Szene an“. Gerd Himmstädt verstarb am 3. Dezember 1991 an den Folgen des Angriffs.</p>
<p>12.) Timo Kählke, 29 Jahre (RT)<br />
Er wurde am 12. Dezember 1991 in Meuro (Brandenburg) von Mitgliedern einer &#8220;Wehrsportgruppe&#8221; erschossen, als diese sein Auto für einen geplanten Überfall stehlen wollten.</p>
<p><strong>1992</strong></p>
<p>13.) 18-Jähriger<br />
Ein 18-jähriger Jugendlicher wurde am 05. Januar 1992 in Gransee (Brandenburg) von 15 Neonazis erschlagen.</p>
<p>14.-16.) Dreiköpfige Familie aus Sri Lanka<br />
Sie starben am 31. Januar 1992 bei einem Brandanschlag auf ihre Flüchtlingsunterkunft in Lampertheim (Hessen).</p>
<p>17.) Matthias Knabe, 23 Jahre<br />
Matthias Knabe wurde bei Gifhorn (Niedersachsen) von 15 Rechtsextremen angegriffen. Im Verlauf des Angriffs trieben sie den Punk auf die Bundesstraße 4, wo er von einem Auto erfasst wurde. Er erlitt schwere Hirnverletzungen, die am 4. März 1992 zu seinem Tod führten.</p>
<p>18.) Dragomir Christinel, 18 Jahre, Asylbewerber (RT)<br />
Er wurde am 15. März 1992 bei einem Überfall von 25 Skinheads auf ein Asylbewerberheim in Saal (Mecklenburg-Vorpommern) aus Rache für eine vorausgegangene Auseinandersetzung zwischen Deutschen und Rumänen zu Tode geprügelt.</p>
<p>19.) Gustav Schneeclaus, 52 Jahre, Seemann (RT)<br />
Weil er Hitler als &#8220;großen Verbrecher&#8221; bezeichnet hatte, wurde er am 18. März 1992 in Buxtehude (Niedersachsen) von Skinheads so schwer misshandelt, dass er am 22. März 1992 an den Folgen seiner Verletzungen starb.</p>
<p>20.) Ingo Finnern, 31 Jahre, Obdachloser (RT und HM)<br />
Nachdem er sich am 19. März 1992 in Flensburg (Schleswig-Holstein) gegenüber einem Skinhead als Sinto zu erkennen gegeben hatte, wurde er  von diesem ins Hafenbecken gestoßen und ertrank.</p>
<p>21.) Erich Bosse<br />
Er kam am 4. April 1992 bei einem Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim in Hörstel (Nordrhein-Westfalen) ums Leben.</p>
<p>22.) Nguyen Van Tu, 24 Jahre (RT)<br />
Am 24. April 1992 wollte er zwei vietnamesischen Freunden helfen, die in Berlin-Marzahn von einer Gruppe rechter Jugendlicher verprügelt wurden. Er wollte die Jugendlichen zur Rede stellen und wurde jedoch von einem von ihnen mit einem Messer erstochen.</p>
<p>23.) Thorsten Lamprecht, 23 Jahre (RT)<br />
Am 9. Mai 1992 wurde er in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) bei einem Überfall von 60 Skinheads auf eine Punk-Fete mit Baseballschlägern angegriffen. Er erlag seinen Verletzungen am 11. Mai 1992.</p>
<p>24.) Emil Wendtland, 50 Jahre, Obdachloser (HM)<br />
Er wurde am 1. Juli 1992 von drei Skinheads, die sich zum &#8220;Penner klatschen&#8221; verabredet hatten, im Rosengarten von Neuruppin (Brandenburg) zusammengeschlagen und anschließend erstochen.</p>
<p>25.) Sadri Berisha, 56 Jahre (RT)<br />
Am 8. Juli 1992 wurde der Kosovo-Albaner von sieben Skinheads, die &#8220;Polacken klatschen&#8221; wollten, bei einem Angriff auf seine Unterkunft in Ostfildern-Kemnat (Baden-Württemberg) mit einem Baseballschläger erschlagen.</p>
<p>26.) Dieter Klaus Klein, 49 Jahre, Obdachloser (HM)<br />
Weil er sich über den Lärm und die &#8220;Sieg Heil&#8221;-Rufe beschwert hatte, wurde er am 1. August 1992 im Stadtpark von Bad Breisig (Rheinland-Pfalz) von zwei Skinheads zusammengetreten und danach mit einem Kampfmesser erstochen.</p>
<p>27.) Ireneusz Szyderski, 24 Jahre, Erntehelfer<br />
Nach dem Besuch eines Diskozeltes am 3. August 1992 in Stotternheim (Thüringen) wurde er nach dem Versuch das Gelände über einen Zaun zu verlassen, von drei Ordnern, die der Skinheadszene angehörten, so schwer verprügelt, dass er an den Verletzungen an Kopf und Rücken starb.</p>
<p>28.) Frank Bönisch, 35 Jahre, Obdachloser (HM)<br />
Er starb am 24. August 1992, als ein 23-jähriger Skinhead auf dem Zentralplatz in Koblenz (Rheinland-Pfalz) die gesamte Munition seiner Handfeuerwaffe auf eine Gruppe Obdachloser, Punks und Drogenabhängiger abfeuerte.</p>
<p>29.) Günter Heinrich Hermann Schwannecke, 58 Jahre, Obdachloser (HM)<br />
Am 29. August 1992 wurden er und ein weiterer Obdachloser auf einer Parkbank in Berlin-Charlottenburg von einem Mitglied des Ku-Klux-Klan mit einem Baseballschläger zusammengeschlagen. Er erlag am 5. September 1992 seinen Verletzungen.</p>
<p>30.) Waltraud Scheffler, Aushilfskellnerin<br />
Sie versuchte, bei einem Überfall von Neonazis auf ein Lokal in Geierswalde (Sachsen) am 11. Oktober 1992 auf die mit &#8220;Sieg Heil&#8221;-Rufen Eindringenden einzureden und wurde dabei mit einer Holzlatte auf den Kopf geschlagen. An ihren schweren Verletzungen starb sie zwölf Tage später.</p>
<p>31.) Rolf Schulze, 52 Jahre, Obdachloser (RT und HM)<br />
Am 7. November 1992 wurde er bei Lehnin (Brandenburg) von zwei Skinheads getreten, geschlagen, mit einer Propangasflasche verprügelt und mehrmals in den Kölpinsee untergetaucht. Seine Leiche wurde mit Benzin übergossen und angezündet.</p>
<p>32.) Karl-Hans Rohn, 53 Jahre, Metzger (RT)<br />
Am 13. November 1992 wurde er in Wuppertal (Nordrhein-Westfalen) in einem Lokal von zwei Rechtsextremisten geschlagen, angezündet und erstickt, nachdem er sich als Jude ausgegeben hatte.</p>
<p>33.) Silvio Meier, 27 Jahre, Drucker (RT)<br />
Er gehörte zu einer Gruppe von vier Linken, die am 21. November 1992 in Berlin in eine Auseinandersetzung mit fünf Neonazis gerieten, als jene einen von ihnen aufforderten, den Aufnäher &#8220;Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein&#8221; abzunehmen. Zwei der Begleiter Silvio Meiers wurden schwer verletzt, er selbst mit Messerstichen in die Lunge getötet.</p>
<p>34.) Bahide Arslan, 51 Jahre (RT)<br />
Am 23. November 1992 verbrannte sie in Mölln (Schleswig-Holstein) bei einem von Neonazis verübten Brandanschlag auf ein Haus, das von aus der Türkei stammenden Familien bewohnt wurde.</p>
<p>35.) Ayse Yilmaz, 14 Jahre (RT)<br />
Am 23. November 1992 verbrannte sie in Mölln (Schleswig-Holstein) bei einem durch Neonazis verübten Brandanschlag auf ein Haus, das von aus der Türkei stammenden Familien bewohnt wurde.</p>
<p>36.) Yeliz Arslan, 10 Jahre (RT)<br />
Am 23. November 1992 verbrannte sie in Mölln (Schleswig-Holstein) bei einem durch Neonazis verübten Brandanschlag auf ein Haus, das von aus der Türkei stammenden Familien bewohnt wurde.</p>
<p>37.) Bruno Kappi, 55 Jahre, Zeitungsverteiler<br />
Am 15. Dezember 1992 wurde er vor einem Kaufhaus in Siegen tot aufgefunden. Zwei Neonazis schlugen Bruno Kappi brutal zusammen, traten dann auf ihn ein und ließen ihn anschließend sterbend am Boden liegen.</p>
<p>38.) Hans-Jochen Lommatsch, 51 Jahre, Baumaschinist<br />
Er wollte am 18. Dezember 1992 in Oranienburg (Brandenburg) nach seinem Auto sehen, als er von zwei Skinheads angegriffen und von einem der beiden mit Tritten und Faustschlägen getötet wurde.</p>
<p>39.) Sahin Calisir, 20 Jahre<br />
Er wurde am 27. Dezember 1992 auf der Autobahn 57 bei Meerbusch (Nordrhein-Westfalen) von einem Rechtsradikalen mit dem Auto verfolgt und gerammt. Aus Angst verließ Sahin Calisir seinen Wagen, wurde von einem vorbeifahrenden Auto überfahren und starb.</p>
<p><strong>1993</strong></p>
<p>40.) Karl Sidon, 45 Jahre, Parkwächter (RT)<br />
Am 18. Januar 1993 geriet er in Arnstadt (Thüringen) mit rechten Jugendlichen, mit denen er schon mehrfach Auseinandersetzungen gehabt hatte, in einem Streit und wurde bewusstlos geschlagen. Danach zogen ihn die Jugendlichen auf die Straße, wo er von vorbeifahrenden Autos überfahren wurde. Er starb im Krankenhaus.</p>
<p>41.) Mario Jödecke, 23 Jahre<br />
Am 24. Januar 1993 kam es in Schlotheim (Thüringen) vor einer Pizzeria während eines &#8220;Heavy-Metal-Abends&#8221; zu einer Schlägerei zwischen einer Gruppe linker Punks und einer Gruppe rechter Heavy Metals. Im Verlauf der Schlägerei wurde Mario Jödecke, der mit einem Baseballschläger bewaffnet war, von einem 17-jährigen Skinhead durch einen Messerstich ins Herz getötet.</p>
<p>42.) Mike Zerna, 22 Jahre (RT)<br />
Er wurde am 19. Februar 1993 in Hoyerswerda (Sachsen) bei einem Überfall von rechten Skinheads auf linke Musiker zusammengeschlagen. Sie riefen &#8220;Schlagt die Zecken tot!&#8221; und kippten ein Auto auf den schon am Boden liegenden Mike Zerna. Er starb sechs Tage später an seinen Verletzungen.</p>
<p>43.) Mustafa Demiral, 56 Jahre (RT)<br />
Am 9. März 1993 wurde der Herzkranke in Mülheim/Ruhr (Nordrhein-Westfalen) von zwei Deutschen rassistisch angepöbelt. Als er sich zur Wehr setzte, zielten sie mit einer Gaspistole auf seinen Kopf. Mustafa Demiral brach zusammen und starb kurz darauf an einem Herzanfall.</p>
<p>44.) Hans-Peter Zarse, 18 Jahre<br />
Am 12. März 1993 geriet der Skinhead mit einem weiteren Mitglied der Szene in der Nähe von Uelzen (Niedersachsen) während einer Moped-Panne in Streit. Sein Kamerad fühlte sich in seiner „Ehre beeinträchtigt“, um sie &#8220;wieder herzustellen&#8221; erstach er den 18-Jährigen.</p>
<p>45.) Matthias Lüders, 23 Jahre, Wehrpflichtiger<br />
Bei einem Überfall von 40 rechten Skinheads auf eine Diskothek in Obhausen (Sachsen-Anhalt) am 24. April 1993 erhielt er zwei Schläge auf den Kopf und erlag zwei Tage später seinen Verletzungen.</p>
<p>46.-50.) Gürsün Inçe, 27 Jahre; Hatice Genç, 18 Jahre; Hülya Genç, 9 Jahre; Saime Genç, 4 Jahre; Gülüstan Öztürk, 12 Jahre (RT)<br />
Sie starben am 29. Mai 1993 bei einem Brandanschlag auf das von der Familie Genç bewohnte Haus in Solingen (Nordrhein-Westfalen).</p>
<p>51.) Horst Hennersdorf, 37 Jahre, Obdachloser (RT)<br />
Am 5. Juni 1993 wurde er in Fürstenwalde (Brandenburg) von zwei jungen Rechtsextremisten zu Tode gequält. Mehrere Zeugen beobachteten die Tat ohne einzuschreiten.</p>
<p>52.) Obdachloser, 33 Jahre (RT und HM)<br />
Der Schlafende wurde am 16. Juli 1993 in Marl (Nordrhein-Westfalen) als &#8220;Judensau&#8221; beschimpft und von einem rechten Skinhead mit Schlägen und Tritten bewusstlos geschlagen. Er starb drei Monate später, ohne das Bewusstsein wieder erlangt zu haben.</p>
<p>53.) Hans-Georg Jakobson, 35 Jahre<br />
Am 28. Juli 1993 wurde der Schlafende von drei rechten Skinheads in einer S-Bahn nahe Strausberg (Brandenburg) geschlagen und getreten. Anschließend warfen sie ihn aus der fahrenden S-Bahn. Er starb an seinen Verletzungen.</p>
<p>54.) Michael Gäbler, 18 Jahre<br />
Am 19. November 1993 kam es in einem Jugendklub in Zittau (Sachsen) während einer Party zu einem Streit mit einem Gast, der auf Grund nationalistischer Sprüche Hausverbot erteilt bekam. Gäbler und ein Begleiter führten danach eine verbale Auseinandersetzung mit ihm, 150 Meter vom Klubhaus entfernt. Als sich der Begleiter zum Gehen abwandte, stach der bekennende Nazi mehrmals auf Gäbler ein, der daraufhin an den schweren Verletzungen starb.</p>
<p>55.) Bakary Singateh, 19 Jahre, Asylbewerber<br />
Er wurde am 7. Dezember 1993 im Eilzug von Hamburg nach Buchholz (Niedersachsen) von einem 54-jährigen Deutschen durch einen Messerstich in den Bauch tödlich verletzt, weil sich dieser durch den Asylbewerber gestört gefühlt hatte.</p>
<p><strong>1994</strong></p>
<p>56.) Ali Bayram, 50 Jahre, Unternehmer<br />
Am Abend des 18. Februar 1994 wurde er in seiner Wohnung in Darmstadt (Hessen) von seinem Nachbarn erschossen. Auch seine Tochter wurde von einer Kugel am Arm verletzt. Der Nachbar war der Familie schon längere Zeit als Neonazi bekannt. Er begründete die Tat damit, dass die fünfköpfige Familie zu laut gewesen sei.</p>
<p>57.) Klaus R., 43 Jahre<br />
Er geriet am 28. Mai 1994 mit einer Gruppe von sechs rechten Skinheads, die eine Wohnung in einem Mietshaus in Leipzig (Sachsen) besetzt hatten, in einen Streit und wurde von diesen zu Tode geprügelt.</p>
<p>58.) Beate Fischer, 32 Jahre, Prostituierte<br />
Am 23. Juli 1994 wurde sie von drei Skinheads getötet und vor die Mülltonnen eines Hauses in Berlin-Reinickendorf gelegt. Sie war den Tätern zunächst freiwillig gefolgt, wollte nach einer Misshandlung jedoch gehen. Daraufhin wurde sie mehrfach vergewaltigt und anschließend erwürgt.</p>
<p>59.) Jan W., 45 Jahre, Bauarbeiter<br />
Am 26. Juli 1994 wurde der Pole von einer Gruppe junger Deutscher in die Berliner Spree getrieben, gewaltsam daran gehindert ans Ufer zurückzuschwimmen und ertrank.</p>
<p>60.) Gunter Marx, 42 Jahre<br />
Am 6. August 1994 wurde er in Velten (Brandenburg) von einer Gruppe von Rechten, die ihn ausrauben wollten, vom Fahrrad getreten. Als er ihnen sagte, dass er kein Geld bei sich habe, wurde er von einem der Rechten mit einem schweren Schraubenschlüssel erschlagen.</p>
<p>61.) Piotr Kania, 18 Jahre<br />
Am 6. November 1994 geriet er auf dem Bahnhof von Rotenburg/Fulda (Hessen) in eine Auseinandersetzung mit fünf Bundeswehrrekruten. Nach Zeugenaussagen war einer der Soldaten eindeutig als Rechter erkennbar, weswegen ihn Kania als &#8220;Nazischwein&#8221; bezeichnete und ihn bis zum Bahnhofsvorplatz verfolgte, wo jener sich schließlich plötzlich umdrehte und ihm einen Stoßdolch gezielt ins Herz rammte.</p>
<p><strong>1995</strong></p>
<p>62.) Horst Pulter, 65 Jahre, Obdachloser (HM)<br />
Am 5. Februar 1995 wurde der auf einer Parkbank im Stadtpark von Velbert (Nordrhein-Westfalen) Schlafende von sieben rechtsextremistischen Jugendlichen durch Tritte verletzt. Einer der Jugendlichen versetzte ihm zum Schluss einen tödlichen Messerstich.</p>
<p>63.) Peter T., 24 Jahre, Bundeswehrsoldat<br />
Am 25. Mai 1995 wurde er bei einem Ausflug an einen Stausee bei Hohenstein/Ernstthal (Sachsen) von etwa zwanzig Skinheads, die zuvor Pakistanis angegriffen hatten, zusammengeschlagen. Er starb neun Tage später.</p>
<p>64.) Dagmar Kohlmann, 25 Jahre (RT)<br />
Am 16. Juli 1995 wurde sie in Altena (Nordrhein-Westfalen) vom vorbestraften und per Haftbefehl gesuchten Neonazi Thomas Lemke und seiner Freundin stundenlang auf das Schwerste misshandelt und nach ihrem gewaltsamen Tod in einem Wald verscharrt. Während der Gerichtsverhandlung teilte der Täter mit, dass er jemanden habe umbringen wollen, &#8220;einfach irgend jemanden, der dumm genug ist, in unsere Wohnung mitzukommen&#8221;.</p>
<p>65.) Klaus-Peter Beer, 48 Jahre (HM)<br />
In der Nacht zum 7. September 1995 wurde der Homosexuelle von zwei Skinheads in Amberg (Bayern) in die Vils geworfen und ertrank.</p>
<p><strong>1996</strong></p>
<p>66.-75.) Maiamba Bunga, Nsuzana Bunga, Françoise Makodila, Christine Makodila, Miya Makodila, Christelle Makodila, Legrand Makodila, Jean-Daniel Makodila, Rabia El Omari und Sylvio Amoussou (RT)<br />
Sie verbrannten in der Nacht zum 18. Januar 1996 bei einem Anschlag auf ein Flüchtlingsheim in Lübeck (Schleswig-Holstein).</p>
<p>76.) Sven Beuter, 23 Jahre (RT)<br />
Am 15. Februar 1996 wurde er in Brandenburg/Havel (Brandenburg) von einem Skinhead so schwer verprügelt, dass er fünf Tage später starb. Der Täter wollte an ihm seinen Hass auf &#8220;Zecken&#8221;, wie Linke und Punks von der rechten Szene genannt werden, ablassen.</p>
<p>77.) Patricia Wright, 23 Jahre (RT)<br />
Am 3. Februar 1996 wurde sie in Bergisch Gladbach (Nordrhein-Westfalen) von dem Neonazi Thomas Lemke misshandelt, vergewaltigt und anschließend erstochen, weil sie bei einer früheren Begegnung einen &#8220;Nazis Raus&#8221;-Aufnäher auf der Jacke getragen hatte.</p>
<p>78.) Martin Kemming, 26 Jahre (RT)<br />
Am 15. März 1996 wurde der Aussteiger aus der rechten Szene in Dorsten-Rhade (Nordrhein-Westfalen) von dem Neonazi Thomas Lemke erschossen. Dieser hatte Kemming für einen Verräter gehalten, da er von ihm angezeigt und belastet worden war.</p>
<p>79.) Bernd G., 43 Jahre, Geschäftsmann<br />
Am 8. Mai 1996 wurde er in Leipzig-Wahren (Sachsen) nach einer Zechtour mit drei Rechtsextremisten von ihnen zusammengeschlagen und erstochen. Die Leiche versenkten die drei Täter im Ammelshainer See, wo sie eine Woche später gefunden wurde.</p>
<p>80.) Boris Morawek, 26 Jahre<br />
Am 11. Juli 1996 wurde er auf einem Platz in Wolgast (Mecklenburg-Vorpommern) von zwei Skinheads mit Tritten und Schlägen traktiert, weil er als &#8220;Kinderschänder keine Rechte mehr habe&#8221;. Von Zeugen gerufene Polizisten verhinderten nicht, dass weiterhin auf ihn eingetreten wurde. Zwei Tage später starb er an seinen schweren Kopfverletzungen.</p>
<p>81.) Werner Weickum, 44 Jahre, Elektriker<br />
Er wurde am 19. Juli 1996 am Bahnhof von Eppingen (Baden-Württemberg) von einer rechtsgerichteten Jugendbande überfallen, ausgeraubt und zu Tode geprügelt.</p>
<p>82.) Andreas Götz, 34 Jahre<br />
Er starb an den Folgen eines Überfalls durch sechs rechte Jugendliche am 1. August 1996 in Eisenhüttenstadt (Brandenburg). Sie erbeuteten 90 DM und erpressten die Geheimnummer seiner EC-Karte, indem sie auf ihn einschlugen und ihm auf den Kopf sprangen.</p>
<p>83.) Achmed Bachir, 30 Jahre, Asylbewerber<br />
Er wurde am 23. November 1996 in Leipzig (Sachsen) vor einem Gemüseladen mit einem Messerstich ins Herz getötet, als er zwei deutschen Kolleginnen zu Hilfe kommen wollte, die von zwei Skinheads attackiert und als &#8220;Türkenschlampen&#8221; bezeichnet worden waren.</p>
<p><strong>1997</strong></p>
<p>84.) Phan Van Toau, 42 Jahre<br />
Er wurde am 31. Januar 1997 am Bahnhof Fredersdorf (Brandenburg) von einem 30-Jährigen und einem 36-Jährigen auf Grund ihres Ausländerhasses mehrfach geschlagen und mit dem Kopf auf den Betonboden geworfen. Er starb am 30. April 1997 in einer Rehabilitationsklinik.</p>
<p>85.) Frank Böttcher, 17 Jahre (RT)<br />
Der zur Punk-Szene Zugehörige wurde am 8. Februar 1997 in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) von einem Gleichaltrigen mit Springerstiefeln getreten. Anschließend stach dieser dem am Boden Liegenden mit einem Butterfly-Messer mehrfach in den Rücken. Frank Böttcher starb kurz darauf im Krankenhaus.</p>
<p>86.) Antonio Melis, 37 Jahre<br />
Er wurde am 13. Februar 1997 in Caputh (Brandenburg) von einem 18-Jährigen und einem 25-Jährigen mit Schlägen und Tritten schwer misshandelt und anschließend von dem 18-Jährigen in der Havel ertränkt. Zeugen berichteten von rassistischen Äußerungen gegenüber dem Opfer.</p>
<p>87.) Stefan Grage, Polizist (RT)<br />
Am 23. Februar 1997 wurde er auf dem Autobahn-Parkplatz Roseburg (Schleswig-Holstein) vom flüchtigen Rechtsextremisten Kai Diesner erschossen.</p>
<p>88.-89.) Olaf Schmidke; Chris Danneil<br />
Nach einem Streit unter vier Rechtsextremen stachen zwei von ihnen ihre Kameraden am 17. April 1997 in Berlin-Treptow nieder. Die Täter sowie die Opfer gehörten der rechtsextremen Szene in Berlin und dem angrenzenden Umland an.</p>
<p>90.) Horst Gens, 50 Jahre, Arbeitsloser (HM)<br />
Am 22. April 1997 wurde er in Sassnitz (Mecklenburg-Vorpommern) von vier jungen Männern entführt, geschlagen und in einen Straßengraben geworfen. Die Täter kamen später nochmals zurück und erschlugen ihn mit einem 30 Kilogramm schweren Stein. Als Motiv für die Tat gaben sie an, dass sie „Assis klatschen“ wollten.</p>
<p>91.) Augustin Blotzki, 59 Jahre, Arbeitsloser (RT und HM)<br />
Am 8. Mai 1997 wurde er in Königs-Wusterhausen (Brandenburg) von einer Gruppe junger Rechtsextremisten zweimal innerhalb weniger Stunden in seiner Wohnung überfallen und zuletzt zu Tode geprügelt.</p>
<p>92.) Matthias S., 39 Jahre<br />
Am 23. September 1997 wurde er in Cottbus (Brandenburg) von einem 19-jährigen Skinhead erstochen, nachdem er diesen als &#8220;Nazisau&#8221; beschimpft hatte.</p>
<p>93.) Erich Fisk, Obdachloser<br />
Am 23. September 1997 wurde er in Angermünde (Brandenburg) mit schweren Kopfverletzungen aufgefunden, die ihm junge Männer zugefügt hatten. Ohne aus dem Koma ergewacht zu sein starb Erich Fisk am 30. August 1998 im Krankenhaus.</p>
<p>94.) Georg V., 46 Jahre<br />
Er wurde am 27. September 1997 vom selben Skinhead, der vier Tage zuvor Matthias S. erstochen hatte, in Cottbus (Brandenburg) wegen geringfügiger Geldschulden getötet.</p>
<p>95.) Josef Anton Gera, 59 Jahre, Rentner<br />
Am 14. Oktober 1997 wurden ihm in Bochum (Nordrhein-Westfalen) von zwei 26- und 34-jährigen rechten Skinheads schwere innere Verletzungen mit einem Stahlrohr zugefügt, denen er am 17. Oktober 1997 erlag. Nach Angaben der beiden Täter hatte ihnen das spätere Opfer sexuelle Avancen gemacht.</p>
<p><strong>1998</strong></p>
<p>96.) Jana Georgi, 14 Jahre<br />
Sie wurde am 26. März 1998 in Saalfeld (Thüringen) auf offener Straße von einem rechtsgerichteten 15-Jährigen erstochen, den sie zuvor als &#8220;Fascho&#8221; bezeichnet hatte.</p>
<p>97.) Nuno Lourenco, Zimmermann (RT)<br />
Im Juli 1998 wurde er von acht rechtsgerichteten Männern zwischen 18 und 20 Jahren in Leipzig (Sachsen) zusammengeschlagen. Er starb am 29. Dezember 1998 in Portugal an den Folgen der Verletzungen.</p>
<p><strong>1999</strong></p>
<p>98.) Farid Guendoul (alias Omar Ben Noui), 28 Jahre, Asylbewerber (RT)<br />
In der Nacht zum 13. Februar 1999 wurde er in Guben (Brandenburg) von einer Gruppe junger Rechtsextremisten gejagt und trat auf der Flucht eine Glastür ein, wobei er sich tödliche Verletzungen zuzog.</p>
<p>99.) Egon Efferts, 58 Jahre, Frührentner<br />
Am 17. März 1999 wurde er in Duisburg (Nordrhein-Westfalen) von drei bekennenden rechten Skinheads &#8220;aus purer Lust auf Menschenjagd&#8221; totgetreten.</p>
<p>100.) D., 44 Jahre, Obdachloser (RT und HM)<br />
Am 9. August 1999 wurde er in Eschede (Niedersachsen) von einem 17-Jährigen und einem 18-Jährigen totgetreten, nachdem er sie mehrmals aufgefordert hatte, &#8220;den Scheiß mit dem Skinhead-Gehabe zu lassen&#8221;.</p>
<p>101.) Carlos Fernando, 35 Jahre (RT)<br />
Der Mosambikaner wurde am 15. August 1999 in Kolbermoor (Bayern) von einem 31-jährigen Mann totgeprügelt, der sich zuvor darüber aufgeregt hatte, dass das Auto seiner Freundin von Afrikanern zugeparkt worden war.</p>
<p>102.) Patrick Thürmer, 17 Jahre, Lehrling<br />
In der Nacht zum 2. Oktober 1999 griffen rechte Skinheads ein Punkfestival in Hohenstein-Ernstthal (Sachsen) an. Thürmer und einem Freund gelang es zunächst, zu einem Bauernhof zu flüchten. Dort wurde er von drei Skinheads, die ihn verfolgt hatten, mit Fußtritten, einer Axt und einem Billardqueue bewusstlos geprügelt. Am Morgen darauf fanden ihn Anwohner. Er starb wenige Stunden später im Krankenhaus.</p>
<p>103.) Kurt Schneider, 38 Jahre, Sozialhilfeempfänger (HM)<br />
In der Nacht zum 6. Oktober 1999 wurde er von vier Skinheads in Berlin-Lichtenberg zu Tode gequält.</p>
<p>104.-107.) Daniela Peyerl, 18 Jahre; Karl-Heinz Lietz, 54 Jahre; Horst Zillenbiller, 60 Jahre; Ruth Zillenbiller, 59 Jahre<br />
Daniela Peyerl, Karl-Heinz Lietz, Horst Zillenbiller und Ruth Zillenbiller wurden am 1. November 1999 vom 16-jährigen Martin Peyerl, dem Bruder Daniela Peyerls, in Bad Reichenhall (Bayern) erschossen. Der Täter, der über eine rechtsextreme und gewaltverherrlichene Einstellung verfügte, tötete sich anschließend selbst.<br />
<strong>2000</strong></p>
<p>108.) Bernd Schmidt, 52 Jahre, obdachloser Glasdesigner<br />
Er wurde in seiner Baracke in Weißwasser (Sachsen) von zwei 15-jährigen und einem 16-jährigen Jugendlichen über einen Zeitraum von drei Tagen zu Tode geprügelt. Sie wollten 900 DM für ein Moped erpressen, doch Bernd Schmidt konnte diese nicht zahlen. Er starb am 31. Januar 2000 an Hirnblutungen und einer Lungenentzündung, die er sich durch das Einatmen von Blut zugezogen hatte.</p>
<p>109.) Helmut Sackers, 60 Jahre<br />
Am 29. April 2000 wurde er von einem Neonazi im Treppenhaus eines Plattenbaus in Halberstadt (Sachsen-Anhalt) erstochen, weil er sich über das laute Abspielen von Nazimusik, unter anderem des Horst-Wessel-Liedes, beschwert und die Polizei verständigt hatte.</p>
<p>110.) Dieter Eich, Sozialhilfeempfänger<br />
Am 25. Mai 2000 wurde er von vier rechten Jugendlichen, die &#8220;einen Asi klatschen&#8221; wollten, in seiner Wohnung in Berlin-Pankow zusammengeschlagen und erstochen.</p>
<p>111.) Falko Lüdtke, 22 Jahre<br />
Er wurde am 31. Mai 2000 in Eberswalde (Brandenburg) von einem Angehörigen der rechten Szene vor ein Taxi gestoßen und überfahren.</p>
<p>112.) Alberto Adriano, 39 Jahre<br />
Er wurde am 11. Juni 2000 in der Nähe des Stadtparks in Dessau (Sachsen-Anhalt) von drei rechten Jugendlichen bewusstlos geschlagen und getreten, in den Park geschleift und weiter geschlagen, bis die Polizei kam. Drei Tage später starb er an seinen Verletzungen.</p>
<p>113.) Klaus-Dieter Gerecke, Obdachloser (HM)<br />
Er wurde in der Nacht zum 24. Juni 2000 in Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) von einem der rechten Szene zuzuordnenden 21-jährigen Mann und zwei Frauen zu Tode geprügelt. Eine der Begleiterinnen hatte dem Täter zugerufen: „Da ist der Assi, klatsch ihn tot“.</p>
<p>114.) Jürgen S., 52 Jahre, Obdachloser (HM)<br />
Am 9. Juli 2000 wurde er von fünf Rechtsextremisten in einem Abrisshaus in Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) mit Schlägen und Tritten so schwer misshandelt, dass er wenig später seinen Verletzungen erlag.</p>
<p>115.) Norbert Plath, 51 Jahre, Obdachloser (RT und HM)<br />
Am 27. Juli 2000 wurde er in Ahlbeck (Mecklenburg-Vorpommern) von vier jungen Rechtsextremisten zu Tode geprügelt, weil sie ihn für „asoziale[n] Dreck“ hielten.</p>
<p>116.) Malte Lerch, 45 Jahre, Obdachloser (RT und HM)<br />
In der Nacht zum 12. September 2000 wurde er in Schleswig (Schleswig-Holstein) von zwei Skinheads erschlagen, nachdem er mit ihnen auf einer Wiese gezecht hatte. Die beiden Skinheads fühlten sich beleidigt, da Malte Lerch schlecht über die Skinhead-Szene gesprochen hatte.</p>
<p>117.) Belaid Baylal, 42 Jahre, Asylbewerber<br />
Am 4. November 2000 starb er an den Spätfolgen eines Angriffs zweier Skinheads am 8. Mai 1993 in einer Gaststätte in Belzig (Brandenburg). Er war seinerzeit beschimpft und verprügelt worden und hatte mit lebensgefährlichen Verletzungen am Dünndarm ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen. Er starb schließlich am dritten Darmverschluss.</p>
<p>118.) Eckhardt Rütz, 42 Jahre, Obdachloser (RT und HM)<br />
Am 25. November 2000 wurde er in Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) vor der Mensa der Universität von drei rechten Skinheads getreten und mit Baumstützpfählen zusammengeschlagen, weil &#8220;so einer wie Rütz dem deutschen Steuerzahler auf der Tasche liegt&#8221;. Eckhardt Rütz starb an seinen schweren Kopfverletzungen.</p>
<p><strong>2001</strong></p>
<p>119.) Willi Worg, 38 Jahre<br />
Am 25. März 2001 wurde er in Milzau (Sachsen-Anhalt) von fünf Männern, von denen mindestens drei zur rechten Szene gehörten, vor einer Diskothek zusammengeschlagen und getreten. Drei Tage später erlag er seinen Verletzungen.</p>
<p>120.) Fred Blanke, 51 Jahre, Frührentner<br />
Am 26. März 2001 wurde er in seiner Wohnung in Grimmen (Mecklenburg-Vorpommern) von zwei jungen Männern der rechten Szene getreten und mit Stuhlbeinen und Faustschlägen geschlagen. Die beiden waren auf Zechtour und benötigten Geld, doch Fred Blanke hatte sich geweigert den ihm flüchtig bekannten Angreifern Geld zu geben. Er starb an Gehirnblutungen.</p>
<p>121.) Mohammed Belhadj, 31 Jahre, Asylbewerber<br />
Am 22. April 2001 wurde er nahe Jarmen (Mecklenburg-Vorpommern) von vier Männern mit rassistischer Gesinnung umgebracht. Zuvor hatten sie Belhadj auf Haschisch angesprochen und in ihr Auto steigen lassen. Kurz darauf kam es zu einem Streit, weil er ihnen keine Drogen besorgen konnte. Im Auto und an einem nahegelegenen Kiessee wurde er geschlagen und getreten, ehe er gezwungen wurde ins Wasser zu gehen. Im Wasser kniend wurde ihm schließlich ein schwerer Stein an den Kopf geworfen, woraufhin er ins Wasser fiel und ertrank.</p>
<p>122.) Klaus-Dieter Harms, 61 Jahre (HM)<br />
Am 9. August 2001 wurde er von zwei Männern in seiner Wohnung in Wittenberge (Brandenburg) zu Tode geprügelt. Das Gericht stellte fest, dass die beiden Täter den gehbehinderten Alkoholiker als verachtungswürdigen Menschen betrachtet und aus „Mordlust“ gehandelt hätten.</p>
<p>123.) Dieter Manzke, 61 Jahre, Obdachloser (RT und HM)<br />
Am 9. August 2001 wurde er von fünf jungen Männern in einem leer stehenden Gartenbungalow in Dahlewitz (Brandenburg) erschlagen, da sich die Täter &#8220;gestört fühlten&#8221; und angesichts seiner Lebensweise &#8220;Ordnung schaffen wollten&#8221;.</p>
<p>124.) Arthur Lampel, 18 Jahre<br />
Dem aus Russland stammenden Aussiedler wurde am 9. September 2001 bei einem Fest in Bräunlingen (Baden-Württemberg) von einem Skinhead ein Weizenbierglas auf den Kopf geschlagen. Ein Splitter drang in die Halsschlagader ein, woran Arthur Lampel schließlich verblutete.</p>
<p>125.) Ingo B., 36 Jahre<br />
Am 6. November 2001 wurde der Herzkranke in einer Berliner Wohnung von drei angetrunkenen Rechtsextremisten getreten, geschlagen und gewürgt, da sie angeblich 40 DM Schulden eintreiben wollten. Er starb daraufhin an einem Herzinfarkt.</p>
<p><strong>2002</strong></p>
<p>126.) Kajrat Batesov, 24 Jahre<br />
Am 4. Mai 2002 wurde der Aussiedler zusammen mit einem Freund in Wittstock (Brandenburg) von mehreren jungen Männern mit Schlägen und Tritten traktiert. Kajrat Batesov wurde anschließend ein 18 Kilogramm schwerer Feldstein auf die Brust geworfen. Am 23. Mai 2002 erlag er schließlich seinen schweren Verletzungen. Während des Gerichtsprozesses stellte die Kammer eine „diffuse Fremdenfeindlichkeit&#8221; bei den Tätern fest.</p>
<p>127.) Klaus Dieter Lehmann, 19 Jahre (HM)<br />
Am 15. Mai 2002 lud der geistig und körperlich Behinderte zwei betrunkene rechte Skinheads in sein Zimmer in Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) ein. Dort rissen sie Poster afroamerikanischer HipHop-Sänger von den Wänden. Danach gingen sie gemeinsam zu einem See, und da er &#8220;genervt&#8221; habe, schlugen ihn die beiden Täter zu Boden, ehe einer der Skinheads ihm mit Tritten den Kopf zertrümmerte. Klaus Lehmann starb an Hirnquetschungen.</p>
<p>128.) Ronald Masch, 29 Jahre, Dachdecker<br />
Am 1. Juni 2002 wollten vier Rechtsextremisten den betrunkenen Ronald Masch in der Nähe von Neu Mahlisch (Brandenburg) ausrauben. Sie schlugen ihn zusammen, und einer der Täter stach etwa vierzigmal in Niere, Brustkorb und Hals. Der Fahrer eines Mähdreschers fand die Leiche elf Tage später.</p>
<p>129.) Marinus Schöberl, 17 Jahre (RT)<br />
Marinus Schöberl wurde am 12. Juli 2002 von drei Rechtsextremisten in einer Wohnung in Potzlow (Brandenburg) auf das Schwerste erniedrigt und misshandelt. Anschließend wurde er zu einem Schweinestall gebracht und weitermalträtiert. Nach stundenlanger Quälerei wurde er schließlich am Morgen des 13. Juli mit einem „Bordsteinkick“ ermordet. Seine Leiche wurde im November 2002 in einer Jauchegrube gefunden. Die beiden 17-jährigen und der 23-jährige Täter hatten Schöberl für &#8220;minderwertig&#8221; gehalten, weil er Sprachschwierigkeiten hatte und mit seinem HipHop-Outfit nicht ihrem Geschmack entsprach.</p>
<p>130.) Ahmet Sarlak, 19 Jahre, Lehrling<br />
Am 9. August 2002 wurde er auf einem Volksfest in Sulzbach (Saarland) von einem Rechtsextremisten mit fünf Messerstichen in Bauch und Brust verletzt, nachdem er ihn versehentlich mit einer weggeschnippten Zigarettenkippe getroffen hatte. Sarlak starb einen Tag später an seinen schweren Verletzungen.</p>
<p><strong>2003</strong></p>
<p>131.) Hartmut Balzke, 48 Jahre<br />
Am 25. Januar 2003 hatte er seinen Sohn zu einer Punk-Party in Erfurt (Thüringen) begleitet. Als er mit einer Gruppe Punks auf der Straße stand, wurden sie überraschend von einer Gruppe Rechtsextremer angegriffen. Zeugen fanden einen Punk und Hartmut Balzke mit schweren Kopfverletzungen auf der Straße liegend. Er erlag am 27. Januar 2003 seinen Verletzungen.</p>
<p>132.) Enrico Schreiber, 25 Jahre<br />
In der Nacht zum 29. März 2003 wurde der Punk in der Wohnung einer Plattenbausiedlung in Frankfurt/Oder (Brandenburg) von drei rechtsgesinnten Männern so schwer misshandelt, dass er im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag.</p>
<p>133.- 135.) Hartmut Nickel, 61 Jahre; Mechthild Nickel, 53 Jahre; Alja Nickel, 26 Jahre<br />
Am 7. Oktober 2003 fuhr der 45-jährige Neonazi Thomas Adolf zusammen mit seiner 19-jährigen Freundin Jennifer D. zum Haus des Rechtsanwalts Hartmut Nickel in Overath (Nordrhein-Westfalen). Dort erschoss er zuerst Nickels Ehefrau Mechthild, dann fesselte D. den Rechtsanwalt und seine Tochter Alja, ehe Adolf sie durch Kopfschüsse aus nächster Nähe tötete. Im Gerichtsverfahren beschrieb der Täter sich selbst als &#8220;engagiertes Mitglied der Nazi-Szene&#8221;. Weiterhin äußerte er rechtsextreme Hasstiraden gegen &#8220;das deutsche Rechtswesen&#8221; und meinte: &#8220;Alle Juristen müssen vernichtet werden.&#8221; Die Morde nannte er eine &#8220;von mir selbst durchgeführte Maßnahme zur Gesundung des deutschen Volkes&#8221;, die &#8220;mehr als notwendig&#8221; gewesen sei.</p>
<p>136.-138.) Viktor F., 15 Jahre; Aleksander S., 17 Jahre; Waldemar I., 16 Jahre<br />
In der Nacht zum 20. Dezember 2003 wurden die Aussiedler in Heidenheim (Baden-Württemberg) von einem 17-jährigen, der Skinheadszene zuzurechnenden Jugendlichen erstochen. Der Täter wollte in eine Diskothek, hatte dort jedoch wegen einer vorherigen Prügelei bereits Hausverbot. Vor dem Lokal kam es zu einer Auseinandersetzung mit den Opfern, in deren Verlauf die drei Jugendlichen tödlich verletzt wurden.</p>
<p><strong>2004</strong></p>
<p>139.) Oleg V., 27 Jahre<br />
In der Nacht zum 21. Januar 2004 wurde der Aussiedler in Gera/Bieblach-Ost (Thüringen) von drei der Skinheadszene zuzurechnenden Jugendlichen mit Schlägen, Tritten und Messerstichen traktiert, sodass Oleg V. schließlich an seinen schweren Verletzungen starb.</p>
<p><strong>2005</strong></p>
<p>140.) Oury Jalloh, 21 Jahre<br />
Oury Jalloh starb am 7. Januar 2005 in einer Zelle des Polizeireviers Dessau (Sachsen-Anhalt). Der Asylbewerber aus Sierra Leone kam unter bis heute nicht genau aufgeklärten Umständen während eines Brandes ums Leben. Zum Zeitpunkt seines Todes war der Bürgerkriegsflüchtling mit ausgestreckten Armen und Beinen auf einer Matratze liegend angebunden. Nachdem die Matratze aus schwer entflammbarem Material aus ungeklärter Ursache in Flammen aufgegegangen war, verstarb der Gefangene an einem Hitzeschock. Während die Polizei von einem Freitod sprach, kamen im Laufe der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen zahlreiche Widersprüche zutage, die zumindest unterlassene Hilfeleistung der diensthabenden Polizisten wahrscheinlich machen. Der Prozess wird wieder neu aufgenommen.</p>
<p>141.) Thomas Schulz, 32 Jahre<br />
Am 28. März 2005 trafen in Dortmund (Nordrhein-Westfalen) ein 17-jähriger Neonazi und seine 16-jährige Freundin gegen 19 Uhr in der U-Bahn-Station Kampstraße auf den 32-jährigen Punk Thomas Schulz. Nach einer verbalen Auseinandersetzung zog der Neonazi ein Messer und stach auf das Opfer ein. Thomas Schulz verstarb noch am selben Abend im Krankenhaus.</p>
<p>142.) Arthur K., 34 Jahre<br />
Der Täter Christian W. rief am 15. April 2005 in einem Park in Schwerte (Nordrhein-Westfalen) rechte Parolen und zeigte den Hitlergruß. Daraufhin kam es zu einem Wortgefecht mit dem späteren Opfer. Im Zuge des Streites stach der Täter fünf Mal auf Arthur K. ein und verletzte ihn damit tödlich.</p>
<p><strong>2007</strong></p>
<p>143.) Andreas F., 30 Jahre<br />
Nach einem Streit am Morgen des 1. Januar 2007 wurde der 30-jährige Familienvater aus der rechtsextremen Szene in Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) von örtlichen Kameraden ermordet.</p>
<p><strong>2008</strong></p>
<p>144.) Bernd K., 55 Jahre, Obdachloser (RT und HM)<br />
Der wohnungs- und arbeitslose Bernd K. wurde in der Nacht zum 22. Juli 2008 in Templin (Brandenburg) von zwei Rechtsextremen zunächst massiv misshandelt, gewürgt und schließlich getötet. In der Gerichtsverhandlung hielt der Richter fest, dass das neonazistische Menschenbild des Täters bei der Auswahl des als &#8220;asozial&#8221; angesehenen Opfers entscheidend war.</p>
<p>145.) Hans-Joachim S., 50 Jahre (HM)<br />
Am 1. August 2008 wurde Hans-Joachim S. vor dem Hauptbahnhof in Dessau (Sachsen-Anhalt), wo er auf einer Parkbank übernachtete, von zwei der rechtsextremen Szene nahestehenden Männern getreten und geschlagen. Außerdem prügelte einer der beiden mit einem fünf Kilogramm schweren Metall-Mülleimer so lange mit voller Wucht auf Kopf und Oberkörper des Opfers ein, bis die Täter von dessen Tod überzeugt waren. Vor Gericht zeigten beide eine „tiefe innere Miss- und Verachtung“ für ihr Opfer und ein „Gefühl der Überlegenheit“ über den Mann, der in ihren Augen ein „Penner“ und „Asozialer“ war, so der Oberstaatsanwalt.</p>
<p>146.) Cha Dong N., 20 Jahre<br />
Der vietnamesische Zigarettenhändler Cha Dong N. wurde am 6. August 2008 in Berlin-Marzahn vom 35-jährigen Tino W. ausgeraubt und mit mehreren Messerstichen tödlich verletzt. Zuvor war er vom Täter festgehalten und der Polizei telefonisch als illegaler Zigarettenhändler gemeldet worden. W. fragte die Polizei: „Regelt ihr das oder muss ich das selbst erledigen?&#8221; Noch ehe ein Streifenwagen zur Stelle war, verletzte er sein Opfer so schwer, dass es im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag. Die &#8220;Fidschis&#8221;, wie der Täter die &#8220;kriminellen Vietnamesen&#8221; nannte, waren ihm schon lange ein Dorn im Auge. Gegenüber einem Bekannten hatte er bereits vor der Tat geäußert: &#8220;Ich werde hier aufräumen, wenn die Bullen das nicht machen&#8221;.</p>
<p>147.) Rick L., 20 Jahre (RT)<br />
Der Kunststudent Rick L. verweigerte am Abend des 13. August 2008 in der Nähe der Diskothek &#8220;Funpark&#8221; in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) dem gleichaltrigen, wegen Körperverletzung und Volksverhetzung vorbestraften Neonazi Bastian O. eine Zigarette. Dieser schlug und trat daraufhin sein Opfer zusammen. Die mörderische Reaktion des Täters auf eine Nichtigkeit lässt sein menschenverachtendes Weltbild erkennen. Rick L. erstickte an einer nahegelegenen Bushaltestelle an seinem eigenen Blut.</p>
<p>148.) Marcel W., 18 Jahre<br />
Marcel W. wurde am 24. August 2008 in Bernburg (Sachsen-Anhalt) über mehrere Stunden von David B. misshandelt und in Brust und Bauch gestochen, ehe er an seinen Verletzungen starb. David B. hatte Marcel W. erstmals im November 2007 zusammengeschlagen und wollte eine Zeugenaussage W.s im Prozess zur Tat verhindern. Der Täter war als rechtsextremer Gewalttäter polizeilich in Erscheinung getreten. Während des Gerichtsprozesses betonten Zeugen darüber hinaus, die feste Verankerung des Täters in der Neonaziszene.</p>
<p><strong>2009</strong></p>
<p>149.) Marwa El-Sherbini, 31 Jahre<br />
Während einer Strafverhandlung am 1. Juli 2009 im Landgericht Dresden (Sachsen), zu der Marwa El Sherbini als Zeugin geladen war, wurde sie vom Angeklagten Alex W. aus einer islam- und ausländerfeindlichen Motivation heraus erstochen.</p>
<p>Weitere Fälle sind noch im Zustand der Überprüfung. Die Dunkelziffer ist darüber hinaus hoch, da sich viele Gewalttaten nachts ohne Zeugen abspielen.</p></div>
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<p>04.03.2010</p></div>
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<div><a title="Download PDF (Acrobat Reader)  Dokument: /w/files/pdf/149-todesopfer-rechter-gewalt.pdf" href="http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/w/files/pdf/149-todesopfer-rechter-gewalt.pdf">Pressemitteilung  der Amadeu Antonio Stiftung</a></div>
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<div></div>
<div>Die Dunkelziffer an Opfern aufgrund menschenverachtender Motive, liegt wesentlich höher. Mehr erfahren Sie auf: <span style="color: #0000ff;">http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/chronik-der-gewalt/149-todesopfer/</span></div>
<h2 id="hl_kommentare_187954"><span style="font-weight: normal;"><br />
</span></h2>
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		<title>Ministerpräsident des Saarlandes Peter Müller übernimmt die Schirmherrschaft für &#8220;Die Internationalen Wochen gegen Rassismus-Saarbrücken&#8221; &#8211; Das offizielle Statement</title>
		<link>http://www.lautgegennazis.de/blog/2010/03/04/ministerprasident-des-saarlandes-peter-muller-ubernimmt-die-schirmherrschaft-fur-die-internationalen-wochen-gegen-rassismus-saarbrucken-das-offizielle-statement/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 12:55:37 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[ Wir freuen uns mitteilen zu können, dass der Ministerpräsident des Saarlandes Peter Müller die Schirmherrschaft für die &#8220;Internationalen Wochen gegen Rassismus &#8211; Saarbrücken&#8221; vom 15. bis zum 28. März 2010 übernommen hat. 
 Ministerpräsident Peter Müller
Statement des Ministerpräsidenten:
Extremismus und Intoleranz sind der Nährboden für alle menschenverachtenden Ideologien  von links und von  rechts. Egal ob Hassprediger in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> Wir freuen uns mitteilen zu können, dass der Ministerpräsident des Saarlandes Peter Müller die Schirmherrschaft für die &#8220;Internationalen Wochen gegen Rassismus &#8211; Saarbrücken&#8221; vom 15. bis zum 28. März 2010 übernommen hat. </strong></p>
<p><img id="fullResImage" src="http://www.wochenspiegelonline.de/uploads/pics/01_Peter_Mueller.jpg" alt="" width="394" height="264" /> Ministerpräsident Peter Müller</p>
<p><strong>Statement des Ministerpräsidenten:</strong></p>
<p><strong><em>Extremismus und Intoleranz sind der Nährboden für alle menschenverachtenden Ideologien  von links und von  rechts. Egal ob Hassprediger in den Moscheen oder  Neonazis auf unseren Straßen – überall sieht man das gleiche Schema  von Hass und Gewalt:  sie beleidigen, sie bedrohen, sie greifen an und sie töten.  </em></strong></p>
<p><strong><em>Der Extremismus zerstört das friedliche  zivile Zusammenleben überall auf der Welt. Dagegen müssen wir uns frühzeitig wehren. Vor allem unsere Jugend müssen wir sensibilisieren gegen solche menschenverachtende Ideologien. Wir müssen unsere Zivilgesellschaft stärken, damit sie sich konsequent gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus wendet.  Unsere Antwort darauf kann nur lauten: für ein tolerantes Miteinander  &#8211; für den Schutz von Minderheiten in unserer Gesellschaft – für eine demokratische Kultur in Deutschland. Alle sind aufgerufen, dabei mitzumachen. Ich freue mich, dass die Internationale Woche gegen Rassismus  dafür sichtbare Zeichen setzt.</em></strong></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-4313" title="saar neuuntitled" src="http://www.lautgegennazis.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/saar-neuuntitled.bmp" alt="saar neuuntitled" width="204" height="156" /> Programm: <strong>Saarb_Folder</strong></p>
<p>J. M. für LGN</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.lautgegennazis.de/blog/2010/03/04/ministerprasident-des-saarlandes-peter-muller-ubernimmt-die-schirmherrschaft-fur-die-internationalen-wochen-gegen-rassismus-saarbrucken-das-offizielle-statement/feed/</wfw:commentRss>
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		<title>Hitlers Traumbauten in privater Hand! Doku-Zentrum fürchtet um seine Existenz &#8211; &#8220;MACHT Urlaub&#8221;! &#8211; auf Rügen im ehemaligen &#8220;KDF Seebad&#8221; &#8211; Zwangsarbeitereinsatz und Denkmalschutz egal? Kohle zählt!</title>
		<link>http://www.lautgegennazis.de/blog/2010/03/02/hitlers-traumbauten-in-privater-hand-doku-zentrum-furchtet-um-seine-existenz-macht-urlaub-auf-rugen-im-ehemaligen-kdf-seebad-zwangsarbeitereinsatz-und-denkmalschutz-egal-kohle-zahlt/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 09:08:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Festival]]></category>
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		<description><![CDATA[ Werbeplakat am KDF-Seebad Rügen
Der Umgang mit Nazihinterlassenschaften hat in Deutschland bekanntlich verschiedene Formen. Da werden Schulen und Kasernen nach Altnazis benannt und viele liebgewonnene Traditionen der Nazis weitergeführt. Auf Rügen ist die Situation nicht anders, wenn es um Geschichtsaufarbeitung geht. 1936 feierten die Nazis unter dem Leiter der &#8220;Deutschen Arbeitsfront&#8221; Robert Ley ein auf der Insel geplantes &#8220;KDF-Seebad [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-4292" title="prora plakat foto_kdf" src="http://www.lautgegennazis.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/prora-plakat-foto_kdf.jpg" alt="prora plakat foto_kdf" width="340" height="314" /> Werbeplakat am KDF-Seebad Rügen</p>
<p><strong>Der Umgang mit Nazihinterlassenschaften hat in Deutschland bekanntlich verschiedene Formen. Da werden Schulen und Kasernen nach Altnazis benannt und viele liebgewonnene Traditionen der Nazis weitergeführt. Auf Rügen ist die Situation nicht anders, wenn es um Geschichtsaufarbeitung geht. 1936 feierten die Nazis unter dem Leiter der &#8220;Deutschen Arbeitsfront&#8221; Robert Ley ein auf der Insel geplantes &#8220;KDF-Seebad in Prora&#8221; als soziale Errungenschaft. &#8220;KDF&#8221;, die Organisation &#8220;Kraft durch Freude&#8221;, sollte die Gewerkschaften als Naziorganisation für die Arbeiterschaft ersetzen. Nachdem bereits am 02. Mai 1933 die Gewerkschaften abgeschafft und deren Funktionäre zum Teil verhaftet und ermordet wurden.  Unter dem Namen dieser Nazi-Organisation wurden auch zwei Passagierschiffe gebaut (z. B. KDF-Dampfer &#8220;Wilhelm Gustloff&#8221;) und Billigreisen in dafür vorgesehenen Reisebüros angeboten. Angeblich soll es der Wunsch von Hitler gewesen sein, große Ferienzentren an der See zu bauen. Das &#8220;KDF-Seebad Rügen&#8221; in Prora ist das Einzige der drei geplanten KDF Seebäder, für das der Grundstein am 02. Mai 1936 gelegt wurde. Ab 1939 wurden hier auch meist polnische Zwangsarbeiter unter unmenschlichen Bedingungen zu Instandsetzungsarbeiten eingesetzt und weibliche Zwangsarbeiterinnen zur Prostitution gezwungen. Deutsche Arbeiter, wie von Hitler gewünscht, machten dort aufgrund des Ausbruchs des 2. Weltkrieges (Hitlers Angriff auf Polen) nie Urlaub. Deutsche  Unternehmen wie &#8220;Hoch Tief&#8221; oder &#8220;Siemens&#8221; konnten beim Bau des Urlaub-Monstrums bis 1939 richtig gut Kohle verdienen.</strong></p>
<p> <strong>Ein Kleinod, das Dokumentationszentrum &#8220;MACHT Urlaub&#8221;, welches von der &#8220;Europäischen Gemeinschaft&#8221; gefördert wurde und erst seit dem Jahre 2000 über die Geschichte aufklärt, muss nach der Veräußerung des Objektes durch den Bund um seine Existenz fürchten. Der Bund hat bis auf einen Block des 4,5 km langen Gebäudetraktes des ehemaligen KDF-Parks, welcher 20.000 Gäste in Anspruch nehmen sollte, alles was geht bereits an Privatinvestoren verkauft. Der Bundestag stimmte dem Verkauf des denkmalgeschützten Nazi-Ferienparadieses zu. Dabei wurden sogar in Trümmer liegende Gebäudeteile für 625.000,&#8211; € an einen meistbietenden Investor vergeben.</strong></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-4293" title="prora 1SL370084" src="http://www.lautgegennazis.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/prora-1SL370084.jpg" alt="prora 1SL370084" width="388" height="275" /> Zappeln im KDF-Bad</p>
<p><strong>Diskotheken und Spaßmuseen hielten neben dem Dokumentationszentrum Einzug in die Nazibauten</strong></p>
<p>Als ich vor einer Woche den von den Nazis geplanten Größenwahn besuchte, staunte ich nicht schlecht. In dem ehemaligen Bad des KDF-Ferienlagers befindet sich jetzt direkt neben dem sehr gut aufgearbeiteten Dokumentationszentrum &#8220;MACHT Urlaub&#8221; eine Diskothek namens Miami (s. Foto). Hier hat ein Privatinvestor dann schon einmal seinen Traum umgesetzt.</p>
<p>Auf einem Plakat fand ich noch den Hinweis auf ein &#8220;superlatives&#8221; privat betriebenes NVA Museum mit einem 18 m langen Modell der Nazi-Prachtferien-Ghettohäuser. Ein Museum, betrieben aus privater Hand (s. Foto oben), welches keine Wünsche offen lässt. Gar eine ganze Reihe an Motorrädern, Uniformen der NVA, Arbeitsweise der NVA bla bla&#8230; ist dort für den Interessierten zu ersehen. Wahrscheinlich eine wirklich tiefgründige Aufarbeitung der Geschichte.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-4296" title="prora häuserzeile SL370091" src="http://www.lautgegennazis.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/prora-häuserzeile-SL370091.jpg" alt="prora häuserzeile SL370091" width="351" height="280" /> KDF-Seebad Prora (4,5 km lang)</p>
<p><strong>Investorengruppe und Haushaltsausschuss des Bundestages kalkulierten 40 Mio. Euro für den Gesamtumbau des Objektes</strong></p>
<p>Bis zur Veräußerung durch den Bund an Privatinvestoren, zahlte die Stiftung NEUE KULTUR als Betreiber des sehr aufschlussreichen Dokumentationszentrums &#8220;MACHT Urlaub&#8221; eine geringe, fast symbolische Miete. Das ist auch richtig so, da diese kleine Institution mit hervorragend recherchierten Ausstellungen zur Zwangsarbeit im Dritten Reich und zur größenwahnsinnigen Planung des &#8220;KDF-Seebades Prora&#8221; durch die Nazis, eine hervorragende Aufklärungsarbeit leistet. Der Block, in dem sich das Dokumentationszentrum befindet, wurde an die Investorengruppe &#8220;Jugend &amp; Sport Park GmbH &amp; Co. KG&#8221; verkauft. Wir sprachen telefonisch mit dem Geschäftsführer Herr Dr. Lahne, der uns mitteilte, man hätte seitens der Investoren Angebote für eine Zusammenarbeit an die Betreiber des Doku-Zentrums offeriert. &#8220;&#8230;es könne nicht sein, dass die Betreiber so geringe Mieten für so viel Fläche (Ausstellungsräume) zahlen, denn die Investoren kalkulieren ja mit 40 Mio. € und müssten sehr viel Geld investieren, um die Gebäude zu sanieren&#8230;&#8221;. Aus diesem Grunde hätte man der Stiftung in 2008 eine Kündigung ausgesprochen. Man habe sich unter Einbeziehung des Haushaltsausschusses des Bundestages dann doch noch einmal darauf geeinigt, dass die Frist bis zum Oktober 2010 verlängert wurde und man habe der Stiftung angeboten, gemeinsam ein Dokumentationszentrum für den neuen Sportpark zu planen. Dies würde aber bedeuten, dass die Stiftung dann ebenfalls investieren müsse und zu hohen Mietzahlungen gezwungen würde. Die Stiftung fordert nunmehr vom Land Mecklenburg -Vorpommern, die Aufklärungsarbeit zu unterstützen (siehe Stellungnahme/unten).</p>
<p><strong>Sollten sich die Investorengruppe und die Betreiber des Dokumentationszentrums nicht einigen und die Stiftung dazu gezwungen werden, hohe Mieten zu zahlen, so bedeutet dies das Ende einer intensiven Aufklärungsarbeit über den Wahn der Nazis und dem Einsatz von Zwangsarbeitern vor Ort.</strong></p>
<p>Sollte der Fall eintreten, dass das Dokumentationszentrum geschlossen werden muss, da Geld bekanntlich eine große Rolle spielt, wie soll es auch anders sein, dann wird die Geschichte des &#8220;Seebades Prora&#8221; nebst der Geschichte vom unmenschlichen Einsatz von Zwangsarbeitern über kurz oder lang, in Vergessenheit geraten. Nach Angaben mehrerer interviewter Personen, u. a . Herr Dr. Lahne, soll rund um die KDF Feriensiedlung nunmehr ein Jugend &amp; Sportpark entstehen. Schick soll es werden, mit vielen Freizeitangeboten, Hostels, Hotels und allem was Spaß macht. Drum herum soll ein Naturschutzgebiet entstehen, Schwimmbäder, Vergnügungsmeilen etc. Quasi ein modernes &#8220;KDF Zentrum&#8221;, oder wie haben wir uns das vorzustellen?</p>
<p><strong>Resumee:</strong></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-4301" title="prora hinweise SL370088" src="http://www.lautgegennazis.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/prora-hinweise-SL370088.jpg" alt="prora hinweise SL370088" width="349" height="231" /> Ein Hinweis für die Zukunft</p>
<p>Da haben wir es mal wieder. Die Aufarbeitung von Geschichte wird zweitrangig, wenn Kapital in die Hand genommen wird. In diesem Falle immerhin 40 Mio. Euro. Wobei der Investor uns mitteilte, dass man nun festgestellt habe, dass sich die Kosten wohl verdoppeln könnten, um das angestrebte Projekt eines Freizeit &amp; Sportparks an historischer Stelle zu bauen. Moral? Mit der Moral haben die Deutschen es dann wohl doch nicht so. Zwangsarbeitereinsatz? Egal? Nein, man versucht uns weiß zu machen, dass man auf jeden Fall das Gedenken an Opfer der Nazis aufrecht erhalten wolle und schießt gleichzeitig diejenigen ab, die sich darum bemühen aufzuklären, da diese ihre Mieten voraussichtlich nicht zahlen können. Erstaunlich, aber normal ist ja schon die Tatsache, dass das Doku-Zentrum erst im Jahre 2000 in die Gebäude einziehen konnte. Da war Hitlers Regime bereits 55 Jahre entfernt. Das kennen wir ja schon von der Aufarbeitung von KZ-Gedenkstätten. Besser spät als nie!</p>
<p>Sollte sich der Traum der Investorengruppe verwirklichen und in Prora entsteht tatsächlich mit den alten Nazi-Ferienbunkern ein neues Freizeitparadies, so hat Hitler seinen Traum erfüllt bekommen. Wir sagen: 4 km abreißen und in einem letzten Stück dieser unsagbar hässlichen Gebäudereihe ein Doku-Zentrum einrichten. Das wäre moralisch vertretbar. Insofern wäre uns der Denkmalschutz eventuell sogar egal. Dann lieber ein großflächiges Naturschutzgebiet! Zudem sind diese Gebäude dann auch kein Wallfahrtsort für Nazis mehr. </p>
<p><strong> </strong><strong>Der Traum vom gleichgeschalteten Urlaub &#8211; auch als Kriegsvorbereitung:</strong></p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong><em>&#8220;Ich will, dass dem Arbeiter ein ausreichender Urlaub gewährt wird und dass alles geschieht, um ihm diesen Urlaub sowie seine übrige Freizeit zu einer wahren Erholung werden zu lassen. Ich wünsche das, denn nur mit einem Volk, das seine Nerven behält, kann man wahrhaft große Politik machen.&#8221; &#8211; Zitat: Adolf Hitler zu den KDF-Planungen</em></strong></span></p>
<p><span style="color: #0000ff;"><span style="color: #000000;">Hitler bereitete sehr schnell nach 1933 seine Angriffskriege vor und brauchte zu diesem Zwecke offensichtlich zufriedene Deutsche, die erholt und ohne Zweifel für ihn in den Krieg zogen. KDF war ein solches Erziehungsinstrument mit dem die Gleichschaltung attraktiver wurde. Zudem plante Hitler das &#8220;KDF-Bad Rügen&#8221; schon einmal als Lazarett in Kriegszeiten. Wohlwissend, dass für die Deutschen keine Zeit zum &#8220;Urlauben&#8221; verbleibt. Die Gebäude von &#8220;Prora&#8221; wurden neben einer militärischen Nutzung auch für am Ende des Krieges ausgebombte Hamburger gebraucht. Bis zur Wende zog die NVA der DDR mit 15.000 Soldaten in die Gebäude ein (auch ein Beispiel für Geschichtsaufarbeitung). Teile wurden auch kommerziell vermietet. Beispielsweise befanden sich eine Jugendherberge, Kunstgalerien und kleine Läden in den Überbleibseln der Häuserreihen. Mehr zur Geschichte der Gebäude erfahren Sie unter: <a href="http://www.dokumentationszentrum-prora.de/">http://www.dokumentationszentrum-prora.de/</a></span></span></p>
<p><strong><em>Stellungnahme des Dokumentationszentrums Prora zur aktuellen Lage des Dokumentationszentrums in der Anlage des ehemaligen „KdF-Seebades“ Prora</em></strong></p>
<p><em>Das Dokumentationszentrum Prora befindet sich in Räumen im Querflügel des ehemaligen </em></p>
<p><em>„KdF-Seebades Rügen“, die 2004 durch den Bund an private Investoren verkauft wurden. Der neue Eigentümer, die Inselbogen Jugend &amp; Sport Park GmbH &amp; Co. KG,  </em><em>kündigte der Stiftung NEUE KULTUR, dem Träger des Dokumentationszentrums Prora, die Räume zum 31.12.2008. Durch Vermittlung des Bundesstaatsministers für Kultur und Medien, Bernd Neumann, konnte eine Duldungsvereinbarung getroffen werden, die den Verbleib des Dokumentationszentrums in den bisherigen Räumen bis zum 31.12. 2009 sicherte. Ende 2009 wurde diese Vereinbarung um ein Jahr, also bis Ende 2010, verlängert.</em></p>
<p><em>Die Stiftung NEUE KULTUR und das Dokumentationszentrum Prora haben von Anfang an für ein Gesamtkonzept zur Nutzung der Anlage plädiert. Leider wurde der überwiegende Teil ohne eine vorhergehende Planung veräußert. Die neuen Eigentümer wollen dort ein „Sporthostel“ für Jugendliche und Familien mit bis zu 1800 Betten bauen. Mit Schwimmbad und Turnhallen, Ballspielplätzen und Anlegern für Wassersportarten. Die fachkundige Öffentlichkeit und Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen befürchten eine Trivialisierung des geschichtsträchtigen Bauwerkes. </em></p>
<p><em>Es gibt zwar Raumangebote an die Stiftung NEUE KULTUR in anderen Teilen der Anlage, nach den geplanten Umbauten wird die Miete aber voraussichtlich so teuer sein, dass sie nicht mehr getragen werden kann. Jedenfalls dann, wenn sich die bisherige Förderpraxis des Landes Mecklenburg-Vorpommern nicht ändert. Deshalb fordern wir, dass auch in Zukunft bezahlbare Räume für das Dokumentationszentrum in Prora zur Verfügung stehen müssen. Die Landeszentrale für politische Bildung in Schwerin förderte bisher einzelne Veranstaltungen und Ausstellungsprojekte des Dokumentationszentrums, eine finanzielle Beteiligung an den übrigen Kosten der Institution lehnt das Land ab. Der Bund, der nach Aussage von Kulturstaatsminister Bernd Neumann durchaus zu Förderungen des Dokumentationszentrums bereit wäre, kann dies nach dem Bundesgedenkstättenkonzept so lange nicht tun, wie das </em><em>Land seine Förderpraxis nicht ändert. Ein Teufelskreis, der das Dokumentationszentrum Prora eventuell die Existenz kosten kann.</em></p>
<p><em>Wir fordern deshalb eine finanzielle Beteiligung des Landes Mecklenburg-Vorpommern an den Kosten des Dokumentationszentrums Prora über die bisherige Förderpraxis hinaus. Das inzwischen 16 Jahre alte Engagement der Stiftung NEUE KULTUR in Prora und die Einrichtung des Dokumentationszentrums Prora mit seiner Dauerausstellung <strong>MACHTUrlaub </strong>über das ehemalige „KdF-Seebad“ Rügen und die Arbeits- und Sozialgeschichte des „Dritten Reiches“ stellt einen Wert dar, über den das Land Mecklenburg-Vorpommern nicht hinweg sehen sollte. Unserer Meinung nach steht das Land in der Verantwortung, die Fortführung des Dokumentationszentrums Prora auch in neuen, teureren Räumen zu gewährleisten. Wir werden dabei von zahlreichen Fachwissenschaftlern und z. B. von der Akademie der Künste Berlin-Brandenburg unterstützt. </em><em> </em></p>
<p><em>Perke Kühnel </em></p>
<p><em>Presse- und Öffentlichkeitsarbeit</em></p>
<p><em>Dokumentationszentrum Prora</em></p>
<p><em>J. M. für LGN</em></p>
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		<title>&#8220;Culcha Candela&#8221; ist -Laut gegen Nazis &#8211; wir präsentieren die aktuelle Tournee &#8211; Videomitschnitt aus Braunschweig</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 17:57:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joern</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir freuen uns heute mitteilen zu können, dass &#8220;Culcha Candela&#8221; unsere Partner sind und werden. Ein Statement folgt. Vorab haben wir ein Video von der aktuellen Tournee erhalten. In Braunschweig kündigten die Jungs unsere Zusammenarbeit auf der Bühne an. Wir freuen uns riesig.

Die aktuellen Tourdaten:
27.02.10 -Münster-Skaters Palace
28.02.10 -Krefeld-Kulturfabrik
03.03.10 -Bitburg-Stadthalle
04.03.10 -CH-Herisau-Casino
05.03.10 -CH-Bern-Bierhuebeli
06.03.10 -CH-Brugg-Salzhaus
07.03.10 -Lörrach-Burghof
09.03.10 -Ulm-Roxy
10.03.10 -Karlsruhe-Festhalle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir freuen uns heute mitteilen zu können, dass &#8220;Culcha Candela&#8221; unsere Partner sind und werden. Ein Statement folgt. Vorab haben wir ein Video von der aktuellen Tournee erhalten. In Braunschweig kündigten die Jungs unsere Zusammenarbeit auf der Bühne an. Wir freuen uns riesig.</strong></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/KF8wrKAJrfc&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/KF8wrKAJrfc&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
<p>Die aktuellen Tourdaten:<br />
27.02.10 -Münster-Skaters Palace<br />
28.02.10 -Krefeld-Kulturfabrik<br />
03.03.10 -Bitburg-Stadthalle<br />
04.03.10 -CH-Herisau-Casino<br />
05.03.10 -CH-Bern-Bierhuebeli<br />
06.03.10 -CH-Brugg-Salzhaus<br />
07.03.10 -Lörrach-Burghof<br />
09.03.10 -Ulm-Roxy<br />
10.03.10 -Karlsruhe-Festhalle Durlach<br />
11.03.10 -Singen-Stadthalle<br />
12.03.10 -A-Linz-Posthof<br />
13.03.10 -A-Innsbruck-Max<br />
14.03.10 -Erlangen-E-Werk<br />
16.03.10 -Kempten-Big Box<br />
17.03.10 -Erfurt-DasDie Brettl<br />
18.03.10 -Potsdam-Waschhaus<br />
29.03.10 -Darmstadt-Centralstation<br />
30.03.10 -Osnabrück-Rosenhof<br />
31.03.10 -Recklinghausen-Vest Arena<br />
01.04.10 -Losheim-Eisenbahnhalle<br />
02.04.10 -CH-Davos-Hochton<br />
03.04.10 -Kaiserslautern-Kammgarn<br />
04.04.10 -Neu-Isenburg-Hugenottenhalle<br />
05.04.10 -Nürnberg-Löwensaal</p>
<p>Auf der Tournee von &#8220;Culcha Candela&#8221; sind unsere LONSDALE T-Shirts am Merchandising erhältlich.</p>
<p><img title="lonsdale vornIMG_3430" src="http://www.lautgegennazis.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/lonsdale-vornIMG_3430-300x200.jpg" alt="lonsdale vornIMG_3430" width="196" height="130" />  <img class="alignnone size-medium wp-image-4286" title="lonsdale back IMG_3431" src="http://www.lautgegennazis.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/lonsdale-back-IMG_3431-300x197.jpg" alt="lonsdale back IMG_3431" width="197" height="130" /></p>
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