Der Szene Club “Fundbureau” in Hamburg ist Partner unserer Kampagne

Kategorie: Allgemein, Festival, Musik, Online Radio, Rechtsextremismus, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 16:25 Uhr am 12. März 2010

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 Früher kam hier alles unter den Hammer, was so in der Bahn liegen blieb. Im Frühjahr 1998 begannen wir dann ein multifunktionales Kunst-und Kulturzentrum auf die Schiene zu bringen. Spannende Atmosphäre und jede Menge Möglichkeiten. Die rumpelige Fundsache unter der S-Bahn ist zu einer Fundgrube kulturellen Schaffens geworden. Ein Forum für verschiedenste Richtungen und Ausdrucksformen junger Künstler.
Seitdem gibt es hier einen Haufen unterschiedlichster Veranstaltungen: Ausstellungen, Performances, Lesungen und Kunstaktionen unter urigem Deckengewölbe. Was immer bleibt: das ratternde Getöse der Züge über den Köpfen der Besucher.
Nachts ist unsere Location meist in der Hand begnadeter DJs und Musiker mit einem ambitionierten vielfältigen Live-Programm. Stilistisch so offen wie sonst kaum ein anderer Club in Hamburg. Neben Punk, Jazz, HipHop, Reggae und Elektro steht auch Latin Musik auf dem Programm – eine perfekte Kulisse für unkonventionelle Partyreihen und Genre überschreitende, innovative Konzertabende. Das Programm bleibt einmalig bunt und überraschend: von Datschapartys über wilde ReggaeNights bis hin zu kreativen Theaterprojekten. In der Vielfalt liegt die Würze; wer klar für Kultur ist, der wird im Fundbureau fündig werden.

Ein kurzes und prägnantes Statement unseres Partners:

“Für ein Menschliches Miteinander,damit das möglich ist unterstützen wir “Laut gegen Nazis”!”

Mehr Informationen unter:  http://www.fundbureau.de/

 


Deutschland-Saarbrücken: Am Freitag den 26. März 2010 spielen Oku & The Reggaerockers auf – Video

Kategorie: Allgemein, Festival, Musik, Online Radio, Politik, Rechtsextremismus, YouTube, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 12:50 Uhr am

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Im Rahmen der “Internationalen Wochen gegen Rassismus-Saarbrücken” werden “Oku & The Reggaerockers” das Abschlusskonzert im Jugendzentrum Försterstraße bestreiten. Hier stellen wir die Band vor.


Am 17. März 2010 startet Noah Sow mit Ihrer Band “Noiseaux” in Saarbrücken durch – Video

Kategorie: Allgemein, Festival, Musik, Online Radio, Politik, Rechtsextremismus, YouTube, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 10:02 Uhr am 11. März 2010


 

Im Rahmen der “Internationalen Wochen gegen Rassismus-Saarbrücken” wird die Buchautorin, Musikerin und Moderatorin Noah Sow mit Ihrer Band “Noiseaux” am Mittwoch den 17. März 2010 live im “Jugendzentrum Försterstraße” Saarbrücken das Haus beben lassen.


Deutschland: Wir suchen Freunde und Fans für eine Welt ohne Ausgrenzung – unser LGN-Channel auf Facebook

Kategorie: Allgemein, Festival, Musik, Online Radio, Politik, Rechtsextremismus, YouTube, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 09:44 Uhr am

logo facebook untitled Willst Du meine Freundin werden? Willst Du mein Fan werden? Wir bedienen uns täglich des Internets und können  der Entwicklung gar nicht so schnell hinter herkommen. Fast wie in Schulzeiten fragen wir ab sofort an, wer unsere Freundin werden will. Immerhin bei www.myspace.com/lautgegennazis haben wir bereits knapp 18.000 Freundinnen und Freunde. In der neuen Schulklasse Facebook werben wir jetzt auch um Euch, um klar zu machen: “Wir sind gegen Ausgrenzung und für eine Welt ohne Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und fanatischem Nationalismus von Nazis.” Auch dort melden wir alle aktuellen Entwicklungen zur Kampagne. 

http://www.facebook.com/home.php?#!/pages/Laut-gegen-Nazis/53848679944?ref=ts


Mit ´Radio ENERGY´ geht ´LAUT GEGEN NAZIS´ ´ON AIR´ – Bundesweite langfristige Kooperation und Partnerschaft vereinbart!

Kategorie: Allgemein, Festival, Musik, Online Radio, Politik, Rechtsextremismus, Verein, YouTube, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 17:56 Uhr am 9. März 2010

Seit heute ist es offiziell. “Radio ENERGY” mit seinen bundesweiten Standorten in Hamburg, Berlin, Stuttgart, Nürnberg, Sachsen und München, wird Partner unserer Kampagne. Wir freuen uns riesig!

Pressemitteilung vom 09. März 2010:

Laut gegen Nazis – Rechte Gewalt kann jeden treffen – geht mit “Radio ENERGY” bundesweit „On Air“!

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wird fester und langfristiger Partner

Statement von „Radio ENERGY“:

„Als international operierendes Radio-Unternehmen steht NRJ für kulturelle Vielfalt, Toleranz und Meinungsfreiheit. Radio ENERGY als Deutschlandweites Sprachrohr der jungen Generation freut sich, den Grundstein für eine produktive Partnerschaft mit der Initiative LAUT GEGEN NAZIS gelegt zu haben. So können wir unseren Teil zu einer besseren Gesellschaft mit mehr Verständnis und gegen jegliche Art von Ausgrenzung beitragen.”

Die Senderkette „Radio ENERGY“ ist neuer und langfristiger Partner unserer Kampagne.Die Sendestationen Hamburg, Berlin, Stuttgart, Nürnberg, Sachsen und München wollen uns in unserer Arbeit für Zusammenschlüsse in der Zivilgesellschaft gegen den wachsenden Rechtsextremismus und für eine Welt ohne Ausgrenzung, Rassismus, Antisemitismus und fanatischem Nationalismus unterstützen. Die einzelnen Redaktionen produzieren derzeit Videos mit den Moderatoren als Statement, die wir in den nächsten Tagen auf unserem Channel www.youtube.com/lautgegennazis und unserer Redaktionsseite www.lautgegennazis.de/blog veröffentlichen werden.

Neben der gegenseitigen Präsentation im Netz und auf sämtlichen Werbemitteln strebt „Radio ENERGY“ Berichterstattungen über Aktionen der Kampagne von Pressekonferenzen zu aktuellen Themen an und liefert Töne und Moderationsplätze.Vor- und Nachberichterstattungen von Events sind geplant.

Im Rahmen der Fortführung unserer mit youTube initiierten Aktion „361 Grad Respekt 2010“, wird „Radio ENERGY“ mit zum geplanten bundesweiten Videowettbewerb aufrufen und entsprechende Promos schalten. Gerade, weil Musik für uns sehr wichtig ist, freuen wir uns über diese Liebeshochzeit. Rundfunk ist inzwischen neben dem Internet, einer der wichtigsten Multiplikatoren. Genau diese wollen wir nutzen, um Menschen in diesem Lande für eines der problematischen Themen unserer Zeit zu sensibilisieren. Letztendlich mit Musik und Spaß.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: joern.menge@lautgegennazis.de


D-Flame ist nicht nur am 20. März 2010 live in Saarbrücken – er ist auch hier auf unserem Blog – Video!

Kategorie: Allgemein, Festival, Musik, Online Radio, Politik, Rechtsextremismus, Verein, YouTube, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 17:25 Uhr am


Aufrufvideo “Internationale Wochen gegen Rassismus-Saarbrücken” – CiTi.TV präsentiert!

Kategorie: Allgemein, Festival, Musik, Online Radio, Politik, Rechtsextremismus, Verein, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 14:57 Uhr am

Logo_Citi-TV_final präsentiert:


Deutschland: Ab dem 15. März 2010 steht Saarbrücken Kopf und setzt mit Serdar Somuncu – D- Flame – Noah Sow & vielen weiteren Gästen und Künstlern ein Zeichen für Demokratie und gegen Rechtsextremismus – Radio Saarbrücken präsentiert!

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Online Radio, Politik, Rechtsextremismus, Verein, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 14:00 Uhr am

saarland untitled  Logo_NEU_SB Radio Saarbrücken präsentiert:

Ab nächsten Mittwoch unterstützen viele bundesweite Partner unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Saarlandes “Peter Müller” und des Regionalverbands - Direktor “Peter Gillo”, die vom “Jugendzentrum Försterstraße”, von der DGB Jugend,  vom Café Exodus und uns initiierten “Internationalen Wochen gegen Rassismus-Saarbrücken”. Radio Saarbrücken präsentiert die Veranstaltung und sendet täglich aktuelle Informationen zum Programm. Geplant sind Interviews mit Partnern und Künstlern. Weitere Informationen über die Aktivitäten des Senders “On Air” erhalten Sie unter:  www.radio-sb.de

Pressemitteilung vom 09. März 2010 „Laut gegen Nazis“ gemeinsam mit dem Jugendzentrum Försterstraße, dem Café Exodus und der DGB Jugend Saar unter der Schirmherrschaft des saarländischen Ministerpräsidenten Peter Müller & des Regionalverbandsdirektor Peter Gillo für die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ in Saarbrücken von 15. – 28. März 2010

Weil niemand als Nazi geboren wird und weil die DGB Jugend es sich zur Aufgabe gemacht hat, unsere Gesellschaft gerechter zu gestalten, machen wir etwas gegen Nazis, so Thorsten Schmidt,Vorsitzender der DGB Jugend Saar.

Das Saarland liegt im Westen und hat in Bezug auf das Thema Nationalsozialismus seine ureigene Geschichte. 1935 wollten die Bürgerinnen und Bürger dringend die Anbindung an das Großdeutsche Reich Hitlers.Auch heute noch treiben Rechtsextreme ihr Unwesen im Saarland. Sie gewinnen eben nicht bei Wahlen, sondern existieren im Dunkeln – Alltagsrassismus, Antisemitismus und Homophobie sind wie im gesamten Bundesgebiet auch im Saarland ein Problem.

Das Jugendzentrum Försterstraße, das Café Exodus und die DGB Jugend Saar riefen für Saarbrücken die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ ins Leben. Wir, die Kampagne „Laut gegen Nazis“ wollen in diesem Rahmen nicht nur das Thema Rassismus beleuchten, auch Themen wie Ausgrenzung, Antisemitismus, Homophobie und das Streben nach nationalem Gebaren unter dem Vorbild der alten Nazis wollen wir ansprechen.Auf www.youtube.com/lautgegennazis laden die Jugendlichen vom Jugendzentrum Försterstraße und dem Café Exodus sowie der Regionalverbandsdirektor Peter Gillo zu den „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ in Saarbrücken ein.

Gerade Jugendlichen wird der Einstieg in die rechte Szene durch Lifestyle – Angebote, Konzerte als gemeinschaftsstiftende Events, modische Kleidung mit offenen oder verschlüsselten rechten Botschaften sowie erlebnisorientierte Freizeitangebote vereinfacht und genau diese Tatsache muss verhindert werden. Der Leiter der Abteilung Kinder – und Jugendarbeit beim Jugendamt des Regionalverbandes Michael Klein hat eine Mission. „Uns geht es in der Jugendarbeit zentral darum, Jugendlichen Lust auf Demokratie zu machen, sie für die Inanspruchnahme und Einhaltung unserer Grundrechte anzuregen und Ihnen dafür Erfahrungsräume und Gelegenheiten in unseren Jugendzentren zu schaffen.“

„Vor allem unsere Jugend müssen wir sensibilisieren gegen solche menschenverachtende Ideologien.Wir müssen unsere Zivilgesellschaft stärken, damit sie sich konsequent gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus wendet. Unsere Antwort darauf kann nur lauten: für ein tolerantes Miteinander – für den Schutz von Minderheiten in unserer Gesellschaft – für eine demokratische Kultur in Deutschland. Alle sind aufgerufen, dabei mitzumachen. Ich freue mich, dass die Internationale Woche gegen Rassismus dafür sichtbare Zeichen setzt“, so der Ministerpräsident Peter Müller, Schirmherr der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“. (Auszug aus dem Statement)

Unterstützt wird die Veranstaltung auch von der Amadeu Antonio Stiftung sowie dem Aussteigerprogramm EXIT. Für eine Diskussionsrunde und einen Workshop erwarten wir Tibor Sturm (Opfer rechter Gewalt) und einen Aussteiger aus der rechtsextremen Szene. Neben der Vorführung des Wallraff-Films „Schwarz auf Weiß“ als Diskussionsgrundlage, werden auch prominente Künstlerinnen und Künstler wie Serdar Somuncu, D-Flame, Noah Sow und Oku & THE REGGAEROCKERS auftreten.

„Hier haben Künstler, deren Botschaft sich gegen Diskriminierung richten und die für Freiheit, Gleichheit und Demokratie eintreten, eine Bühne und erreichen mit dieser Message auch junge Leute“, so der Regionalverbandsdirektor Peter Gillo, Schirmherr der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“

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Programm der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ in Saarbrücken:  

 

Dienstag, 16.3.2010: Workshop mit dem Netz für Demokratie und Courage, Jugendzentrum Försterstraße, 16.00 Uhr

Mittwoch, 17.3.2010: Auftaktveranstaltung inkl. Pressekonferenz, Jugendzentrum Försterstraße, 11.30 Uhr bis 13.00 Uhr

Konzert „Noiseaux“ im Jugendzentrum Försterstraße, Einlass: 18.30 Uhr , Beginn: 19.30  Uhr

Donnerstag, 18.3.2010: Filmvorführung: Film Wallraff im Filmhaus, 19.30 Uhr

Freitag, 19.3.2010: Filmvorführung: Film Wallraff im Filmhaus, 19.30 Uhr

Samstag, 20.3.2010: HipHop Konzert mit D-Flame und saarländischen HipHop Crews, Jugendzentrum Försterstraße, Beginn: 19.30 Uhr, Beginn: 20.30 Uhr

Sonntag, 21.3.2010: Serdar Somuncu „Hassprediger“, Jugendzentrum Försterstraße,  19.00 Uhr

Montag, 22.3.2010: Serdar Somuncu „Hassprediger“, Stadthalle Dillingen, 12.00 Uhr

Montag, 22.3.2010: Serdar Somuncu „Hassprediger“, Mehrzweckhalle Lebach-Aschbach, 19.00 Uhr

Dienstag, 23.3.2010: Serdar Somuncu „Hassprediger“, Hans-Netzer-Halle, Völklingen, 12.00 Uhr

Dienstag, 23.3.2010: Serdar Somuncu „Hassprediger“, Bildungszentrum der Arbeitskammer Kirkel, 18.30 Uhr

Mittwoch, 24.3.2010: Filmvorführung: Schwarz auf Weiß, Günther Wallraff, Filmhaus, 19.30 Uhr

Mittwoch, 24.3.2010: Diskussion mit Tibor Sturm (Opfer rechter Gewalt) und Gabriel Landgraf (Aussteiger aus der rechten Szene), Café Exodus Saarbrücken, 18.00 Uhr 

Donnerstag, 25.3.2010: Infoveranstaltung an Schulen mit HipHop Workshop, Schule 11.00 Uhr  

Freitag, 26.3.2010: Konzert Oku & THE REGGAEROCKERS und weiteren saarländischen Bands, Jugendzentrum Försterstraße, Einlass: 19.00 Uhr, Beginn: 19.30 Uhr

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J. M. für LGN

 


Ministerpräsident des Saarlandes Peter Müller übernimmt die Schirmherrschaft für “Die Internationalen Wochen gegen Rassismus-Saarbrücken” – Das offizielle Statement

Kategorie: Allgemein, Festival, Musik, Online Radio, Politik, Rechtsextremismus, YouTube, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 14:55 Uhr am 4. März 2010

 Wir freuen uns mitteilen zu können, dass der Ministerpräsident des Saarlandes Peter Müller die Schirmherrschaft für die “Internationalen Wochen gegen Rassismus – Saarbrücken” vom 15. bis zum 28. März 2010 übernommen hat.

 Ministerpräsident Peter Müller

Statement des Ministerpräsidenten:

Extremismus und Intoleranz sind der Nährboden für alle menschenverachtenden Ideologien  von links und von  rechts. Egal ob Hassprediger in den Moscheen oder  Neonazis auf unseren Straßen – überall sieht man das gleiche Schema  von Hass und Gewalt:  sie beleidigen, sie bedrohen, sie greifen an und sie töten. 

Der Extremismus zerstört das friedliche  zivile Zusammenleben überall auf der Welt. Dagegen müssen wir uns frühzeitig wehren. Vor allem unsere Jugend müssen wir sensibilisieren gegen solche menschenverachtende Ideologien. Wir müssen unsere Zivilgesellschaft stärken, damit sie sich konsequent gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus wendet.  Unsere Antwort darauf kann nur lauten: für ein tolerantes Miteinander  – für den Schutz von Minderheiten in unserer Gesellschaft – für eine demokratische Kultur in Deutschland. Alle sind aufgerufen, dabei mitzumachen. Ich freue mich, dass die Internationale Woche gegen Rassismus  dafür sichtbare Zeichen setzt.

saar neuuntitled Programm: Saarb_Folder

J. M. für LGN


Hitlers Traumbauten in privater Hand! Doku-Zentrum fürchtet um seine Existenz – “MACHT Urlaub”! – auf Rügen im ehemaligen “KDF Seebad” – Zwangsarbeitereinsatz und Denkmalschutz egal? Kohle zählt!

Kategorie: Allgemein, Festival, Musik, Online Radio, Politik, Rechtsextremismus, YouTube, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 11:08 Uhr am 2. März 2010

prora plakat foto_kdf Werbeplakat am KDF-Seebad Rügen

Der Umgang mit Nazihinterlassenschaften hat in Deutschland bekanntlich verschiedene Formen. Da werden Schulen und Kasernen nach Altnazis benannt und viele liebgewonnene Traditionen der Nazis weitergeführt. Auf Rügen ist die Situation nicht anders, wenn es um Geschichtsaufarbeitung geht. 1936 feierten die Nazis unter dem Leiter der “Deutschen Arbeitsfront” Robert Ley ein auf der Insel geplantes “KDF-Seebad in Prora” als soziale Errungenschaft. “KDF”, die Organisation “Kraft durch Freude”, sollte die Gewerkschaften als Naziorganisation für die Arbeiterschaft ersetzen. Nachdem bereits am 02. Mai 1933 die Gewerkschaften abgeschafft und deren Funktionäre zum Teil verhaftet und ermordet wurden.  Unter dem Namen dieser Nazi-Organisation wurden auch zwei Passagierschiffe gebaut (z. B. KDF-Dampfer “Wilhelm Gustloff”) und Billigreisen in dafür vorgesehenen Reisebüros angeboten. Angeblich soll es der Wunsch von Hitler gewesen sein, große Ferienzentren an der See zu bauen. Das “KDF-Seebad Rügen” in Prora ist das Einzige der drei geplanten KDF Seebäder, für das der Grundstein am 02. Mai 1936 gelegt wurde. Ab 1939 wurden hier auch meist polnische Zwangsarbeiter unter unmenschlichen Bedingungen zu Instandsetzungsarbeiten eingesetzt und weibliche Zwangsarbeiterinnen zur Prostitution gezwungen. Deutsche Arbeiter, wie von Hitler gewünscht, machten dort aufgrund des Ausbruchs des 2. Weltkrieges (Hitlers Angriff auf Polen) nie Urlaub. Deutsche  Unternehmen wie “Hoch Tief” oder “Siemens” konnten beim Bau des Urlaub-Monstrums bis 1939 richtig gut Kohle verdienen.

 Ein Kleinod, das Dokumentationszentrum “MACHT Urlaub”, welches von der “Europäischen Gemeinschaft” gefördert wurde und erst seit dem Jahre 2000 über die Geschichte aufklärt, muss nach der Veräußerung des Objektes durch den Bund um seine Existenz fürchten. Der Bund hat bis auf einen Block des 4,5 km langen Gebäudetraktes des ehemaligen KDF-Parks, welcher 20.000 Gäste in Anspruch nehmen sollte, alles was geht bereits an Privatinvestoren verkauft. Der Bundestag stimmte dem Verkauf des denkmalgeschützten Nazi-Ferienparadieses zu. Dabei wurden sogar in Trümmer liegende Gebäudeteile für 625.000,– € an einen meistbietenden Investor vergeben.

prora 1SL370084 Zappeln im KDF-Bad

Diskotheken und Spaßmuseen hielten neben dem Dokumentationszentrum Einzug in die Nazibauten

Als ich vor einer Woche den von den Nazis geplanten Größenwahn besuchte, staunte ich nicht schlecht. In dem ehemaligen Bad des KDF-Ferienlagers befindet sich jetzt direkt neben dem sehr gut aufgearbeiteten Dokumentationszentrum “MACHT Urlaub” eine Diskothek namens Miami (s. Foto). Hier hat ein Privatinvestor dann schon einmal seinen Traum umgesetzt.

Auf einem Plakat fand ich noch den Hinweis auf ein “superlatives” privat betriebenes NVA Museum mit einem 18 m langen Modell der Nazi-Prachtferien-Ghettohäuser. Ein Museum, betrieben aus privater Hand (s. Foto oben), welches keine Wünsche offen lässt. Gar eine ganze Reihe an Motorrädern, Uniformen der NVA, Arbeitsweise der NVA bla bla… ist dort für den Interessierten zu ersehen. Wahrscheinlich eine wirklich tiefgründige Aufarbeitung der Geschichte.

prora häuserzeile SL370091 KDF-Seebad Prora (4,5 km lang)

Investorengruppe und Haushaltsausschuss des Bundestages kalkulierten 40 Mio. Euro für den Gesamtumbau des Objektes

Bis zur Veräußerung durch den Bund an Privatinvestoren, zahlte die Stiftung NEUE KULTUR als Betreiber des sehr aufschlussreichen Dokumentationszentrums “MACHT Urlaub” eine geringe, fast symbolische Miete. Das ist auch richtig so, da diese kleine Institution mit hervorragend recherchierten Ausstellungen zur Zwangsarbeit im Dritten Reich und zur größenwahnsinnigen Planung des “KDF-Seebades Prora” durch die Nazis, eine hervorragende Aufklärungsarbeit leistet. Der Block, in dem sich das Dokumentationszentrum befindet, wurde an die Investorengruppe “Jugend & Sport Park GmbH & Co. KG” verkauft. Wir sprachen telefonisch mit dem Geschäftsführer Herr Dr. Lahne, der uns mitteilte, man hätte seitens der Investoren Angebote für eine Zusammenarbeit an die Betreiber des Doku-Zentrums offeriert. “…es könne nicht sein, dass die Betreiber so geringe Mieten für so viel Fläche (Ausstellungsräume) zahlen, denn die Investoren kalkulieren ja mit 40 Mio. € und müssten sehr viel Geld investieren, um die Gebäude zu sanieren…”. Aus diesem Grunde hätte man der Stiftung in 2008 eine Kündigung ausgesprochen. Man habe sich unter Einbeziehung des Haushaltsausschusses des Bundestages dann doch noch einmal darauf geeinigt, dass die Frist bis zum Oktober 2010 verlängert wurde und man habe der Stiftung angeboten, gemeinsam ein Dokumentationszentrum für den neuen Sportpark zu planen. Dies würde aber bedeuten, dass die Stiftung dann ebenfalls investieren müsse und zu hohen Mietzahlungen gezwungen würde. Die Stiftung fordert nunmehr vom Land Mecklenburg -Vorpommern, die Aufklärungsarbeit zu unterstützen (siehe Stellungnahme/unten).

Sollten sich die Investorengruppe und die Betreiber des Dokumentationszentrums nicht einigen und die Stiftung dazu gezwungen werden, hohe Mieten zu zahlen, so bedeutet dies das Ende einer intensiven Aufklärungsarbeit über den Wahn der Nazis und dem Einsatz von Zwangsarbeitern vor Ort.

Sollte der Fall eintreten, dass das Dokumentationszentrum geschlossen werden muss, da Geld bekanntlich eine große Rolle spielt, wie soll es auch anders sein, dann wird die Geschichte des “Seebades Prora” nebst der Geschichte vom unmenschlichen Einsatz von Zwangsarbeitern über kurz oder lang, in Vergessenheit geraten. Nach Angaben mehrerer interviewter Personen, u. a . Herr Dr. Lahne, soll rund um die KDF Feriensiedlung nunmehr ein Jugend & Sportpark entstehen. Schick soll es werden, mit vielen Freizeitangeboten, Hostels, Hotels und allem was Spaß macht. Drum herum soll ein Naturschutzgebiet entstehen, Schwimmbäder, Vergnügungsmeilen etc. Quasi ein modernes “KDF Zentrum”, oder wie haben wir uns das vorzustellen?

Resumee:

prora hinweise SL370088 Ein Hinweis für die Zukunft

Da haben wir es mal wieder. Die Aufarbeitung von Geschichte wird zweitrangig, wenn Kapital in die Hand genommen wird. In diesem Falle immerhin 40 Mio. Euro. Wobei der Investor uns mitteilte, dass man nun festgestellt habe, dass sich die Kosten wohl verdoppeln könnten, um das angestrebte Projekt eines Freizeit & Sportparks an historischer Stelle zu bauen. Moral? Mit der Moral haben die Deutschen es dann wohl doch nicht so. Zwangsarbeitereinsatz? Egal? Nein, man versucht uns weiß zu machen, dass man auf jeden Fall das Gedenken an Opfer der Nazis aufrecht erhalten wolle und schießt gleichzeitig diejenigen ab, die sich darum bemühen aufzuklären, da diese ihre Mieten voraussichtlich nicht zahlen können. Erstaunlich, aber normal ist ja schon die Tatsache, dass das Doku-Zentrum erst im Jahre 2000 in die Gebäude einziehen konnte. Da war Hitlers Regime bereits 55 Jahre entfernt. Das kennen wir ja schon von der Aufarbeitung von KZ-Gedenkstätten. Besser spät als nie!

Sollte sich der Traum der Investorengruppe verwirklichen und in Prora entsteht tatsächlich mit den alten Nazi-Ferienbunkern ein neues Freizeitparadies, so hat Hitler seinen Traum erfüllt bekommen. Wir sagen: 4 km abreißen und in einem letzten Stück dieser unsagbar hässlichen Gebäudereihe ein Doku-Zentrum einrichten. Das wäre moralisch vertretbar. Insofern wäre uns der Denkmalschutz eventuell sogar egal. Dann lieber ein großflächiges Naturschutzgebiet! Zudem sind diese Gebäude dann auch kein Wallfahrtsort für Nazis mehr. 

 Der Traum vom gleichgeschalteten Urlaub – auch als Kriegsvorbereitung:

“Ich will, dass dem Arbeiter ein ausreichender Urlaub gewährt wird und dass alles geschieht, um ihm diesen Urlaub sowie seine übrige Freizeit zu einer wahren Erholung werden zu lassen. Ich wünsche das, denn nur mit einem Volk, das seine Nerven behält, kann man wahrhaft große Politik machen.” – Zitat: Adolf Hitler zu den KDF-Planungen

Hitler bereitete sehr schnell nach 1933 seine Angriffskriege vor und brauchte zu diesem Zwecke offensichtlich zufriedene Deutsche, die erholt und ohne Zweifel für ihn in den Krieg zogen. KDF war ein solches Erziehungsinstrument mit dem die Gleichschaltung attraktiver wurde. Zudem plante Hitler das “KDF-Bad Rügen” schon einmal als Lazarett in Kriegszeiten. Wohlwissend, dass für die Deutschen keine Zeit zum “Urlauben” verbleibt. Die Gebäude von “Prora” wurden neben einer militärischen Nutzung auch für am Ende des Krieges ausgebombte Hamburger gebraucht. Bis zur Wende zog die NVA der DDR mit 15.000 Soldaten in die Gebäude ein (auch ein Beispiel für Geschichtsaufarbeitung). Teile wurden auch kommerziell vermietet. Beispielsweise befanden sich eine Jugendherberge, Kunstgalerien und kleine Läden in den Überbleibseln der Häuserreihen. Mehr zur Geschichte der Gebäude erfahren Sie unter: http://www.dokumentationszentrum-prora.de/

Stellungnahme des Dokumentationszentrums Prora zur aktuellen Lage des Dokumentationszentrums in der Anlage des ehemaligen „KdF-Seebades“ Prora

Das Dokumentationszentrum Prora befindet sich in Räumen im Querflügel des ehemaligen

„KdF-Seebades Rügen“, die 2004 durch den Bund an private Investoren verkauft wurden. Der neue Eigentümer, die Inselbogen Jugend & Sport Park GmbH & Co. KG,  kündigte der Stiftung NEUE KULTUR, dem Träger des Dokumentationszentrums Prora, die Räume zum 31.12.2008. Durch Vermittlung des Bundesstaatsministers für Kultur und Medien, Bernd Neumann, konnte eine Duldungsvereinbarung getroffen werden, die den Verbleib des Dokumentationszentrums in den bisherigen Räumen bis zum 31.12. 2009 sicherte. Ende 2009 wurde diese Vereinbarung um ein Jahr, also bis Ende 2010, verlängert.

Die Stiftung NEUE KULTUR und das Dokumentationszentrum Prora haben von Anfang an für ein Gesamtkonzept zur Nutzung der Anlage plädiert. Leider wurde der überwiegende Teil ohne eine vorhergehende Planung veräußert. Die neuen Eigentümer wollen dort ein „Sporthostel“ für Jugendliche und Familien mit bis zu 1800 Betten bauen. Mit Schwimmbad und Turnhallen, Ballspielplätzen und Anlegern für Wassersportarten. Die fachkundige Öffentlichkeit und Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen befürchten eine Trivialisierung des geschichtsträchtigen Bauwerkes.

Es gibt zwar Raumangebote an die Stiftung NEUE KULTUR in anderen Teilen der Anlage, nach den geplanten Umbauten wird die Miete aber voraussichtlich so teuer sein, dass sie nicht mehr getragen werden kann. Jedenfalls dann, wenn sich die bisherige Förderpraxis des Landes Mecklenburg-Vorpommern nicht ändert. Deshalb fordern wir, dass auch in Zukunft bezahlbare Räume für das Dokumentationszentrum in Prora zur Verfügung stehen müssen. Die Landeszentrale für politische Bildung in Schwerin förderte bisher einzelne Veranstaltungen und Ausstellungsprojekte des Dokumentationszentrums, eine finanzielle Beteiligung an den übrigen Kosten der Institution lehnt das Land ab. Der Bund, der nach Aussage von Kulturstaatsminister Bernd Neumann durchaus zu Förderungen des Dokumentationszentrums bereit wäre, kann dies nach dem Bundesgedenkstättenkonzept so lange nicht tun, wie das Land seine Förderpraxis nicht ändert. Ein Teufelskreis, der das Dokumentationszentrum Prora eventuell die Existenz kosten kann.

Wir fordern deshalb eine finanzielle Beteiligung des Landes Mecklenburg-Vorpommern an den Kosten des Dokumentationszentrums Prora über die bisherige Förderpraxis hinaus. Das inzwischen 16 Jahre alte Engagement der Stiftung NEUE KULTUR in Prora und die Einrichtung des Dokumentationszentrums Prora mit seiner Dauerausstellung MACHTUrlaub über das ehemalige „KdF-Seebad“ Rügen und die Arbeits- und Sozialgeschichte des „Dritten Reiches“ stellt einen Wert dar, über den das Land Mecklenburg-Vorpommern nicht hinweg sehen sollte. Unserer Meinung nach steht das Land in der Verantwortung, die Fortführung des Dokumentationszentrums Prora auch in neuen, teureren Räumen zu gewährleisten. Wir werden dabei von zahlreichen Fachwissenschaftlern und z. B. von der Akademie der Künste Berlin-Brandenburg unterstützt.  

Perke Kühnel

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Dokumentationszentrum Prora

J. M. für LGN


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