Rudi Assauer diskriminiert Homosexuelle im Fußball – Boulevard Macho und Bier-Werber neben der Spur?

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Politik, Rechtsextremismus, Verein, YouTube, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 17:46 Uhr am 12. März 2010

10430321 Zigarre als Phallus-Symbol für echte Männlichkeit?

Foto: dpa

Ein echter Kerl, ein Boulevard-Macho und nebenbei homophob? Rudi Assauer gab dem Spiegel im Zusammenhang mit dem DFB Schiedsrichter-Skandal um Manfred Amarell ein Interview zum Thema Homosexualität im Fußball. Ein Zitat hieraus ist für seine Person kennzeichnend: 

„Diejenigen, die sich outen, würden plattgemacht – von ihren Mitspielern und von den Leuten im Stadion. Diese Hetzjagd sollte man ihnen ersparen”, sagte er dem Kölner “Express”.  Sie sollten sich laut Assauer lieber etwas Anderes suchen.“

Wenn wir Assauer richtig verstehen, haben Schwule im Fußball nichts zu suchen, immerhin gab er einem Masseur von Werder Bremen (dort spielte er als Profi) den Tipp, seinen Job lieber an den Nagel zu hängen, nachdem er erfuhr, dass dieser schwul sei. 

“In anderen Sportarten mag das vielleicht gehen, aber im Fußball funktioniert das nicht.” ergänzte Assauer weiter.

Rudi Assauer ist bekannt als “harter Kerl” ohne Kompromisse. Er nahm sich als Manager von Schalke 04 ja gar heraus, während etwaiger UEFA Cup Spiele mit seiner dicken Zigarre qualmend am Spielfeldrand zu stehen oder gar auf der Trainerbank zu sitzen. Unheimlich sportlich-naja Hauptsache männlich! Eben ein selbstbewusster Typ, den nichts erschüttern kann. Aber Schwule-na da wird es schwierig. Die Idee, dass alles was um den Fußball herum passiert, ein Spiegelbild der Gesellschaft ist, da scheint der Rudi nicht drauf zu kommen. Wahrscheinlich ist an ihm (bei all seiner Männlichkeit) vorbeigerauscht, dass Homosexualität (zur Erklärung: gleichgeschlechtliche Liebe) in der heutigen Gesellschaft durchaus akzeptiert ist. 

Vielleicht liegt es an seinem Alter (65) und an seinem unzerstörbaren Selbstbewusstsein mit der Annahme immer Recht zu haben, dass er mit seinen Floskeln Menschen diskriminiert. In diesem Falle homosexuelle Profi-Fußballer, die in den Ligen mit Sicherheit keine Einzelfälle darstellen. Nein, Herr Assauer – nicht die Spieler sollten sich einen neuen Job suchen, sondern diejenigen die als Funktionäre den Fußball prägen und nach alten Denkmustern agieren. Vielleicht ist es ihm ja gar nicht aufgefallen, dass Fußball kein “Harter Männer-Sport” mehr ist. Wahrscheinlich hat er noch nicht einmal mitbekommen, dass auch die “Deutsche Frauen-Nationalmannschaft” Weltmeister wurde. Das müsste ihn ja jetzt wirklich zermürben. Und noch etwas, homosexuelle Männer sind immer noch Männer. Sie können ebenso wunderbaren Fußball spielen wie ihre Kollegen und es kommt überhaupt nicht darauf an, wen diese sexuell bevorzugen oder lieben, Herr Assauer. Der ehemalige Schalke 04 Manager hat irgendetwas verpasst. Vielleicht helfen ihm die Ambitionen des DFB, Homophobie als Problem anzuerkennen und etwas zu unternehmen, auf die Sprünge. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Hier ein paar Artikel zum Thema Homophobie im Fußball und der Hinweis auf den Spiegel-Artikel:

http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,683002,00.html

http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/gegen-homophobie-im-fussball-dfb-engagiert-sich-2999

http://www.lautgegennazis.de/blog/2010/02/04/deutschland-fusball-homophobie-kein-schwuler-spieler-sollte-sich-alleine-outen-zitatcorny-littmann-mit-der-unterstutzung-von-verbanden-und-mitspielern-fallt-ein-outing-vielleicht-leichter/

J. M. für LGN


Deutschland: Ab dem 15. März 2010 steht Saarbrücken Kopf und setzt mit Serdar Somuncu – D- Flame – Noah Sow & vielen weiteren Gästen und Künstlern ein Zeichen für Demokratie und gegen Rechtsextremismus – Radio Saarbrücken präsentiert!

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Online Radio, Politik, Rechtsextremismus, Verein, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 14:00 Uhr am 9. März 2010

saarland untitled  Logo_NEU_SB Radio Saarbrücken präsentiert:

Ab nächsten Mittwoch unterstützen viele bundesweite Partner unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Saarlandes “Peter Müller” und des Regionalverbands - Direktor “Peter Gillo”, die vom “Jugendzentrum Försterstraße”, von der DGB Jugend,  vom Café Exodus und uns initiierten “Internationalen Wochen gegen Rassismus-Saarbrücken”. Radio Saarbrücken präsentiert die Veranstaltung und sendet täglich aktuelle Informationen zum Programm. Geplant sind Interviews mit Partnern und Künstlern. Weitere Informationen über die Aktivitäten des Senders “On Air” erhalten Sie unter:  www.radio-sb.de

Pressemitteilung vom 09. März 2010 „Laut gegen Nazis“ gemeinsam mit dem Jugendzentrum Försterstraße, dem Café Exodus und der DGB Jugend Saar unter der Schirmherrschaft des saarländischen Ministerpräsidenten Peter Müller & des Regionalverbandsdirektor Peter Gillo für die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ in Saarbrücken von 15. – 28. März 2010

Weil niemand als Nazi geboren wird und weil die DGB Jugend es sich zur Aufgabe gemacht hat, unsere Gesellschaft gerechter zu gestalten, machen wir etwas gegen Nazis, so Thorsten Schmidt,Vorsitzender der DGB Jugend Saar.

Das Saarland liegt im Westen und hat in Bezug auf das Thema Nationalsozialismus seine ureigene Geschichte. 1935 wollten die Bürgerinnen und Bürger dringend die Anbindung an das Großdeutsche Reich Hitlers.Auch heute noch treiben Rechtsextreme ihr Unwesen im Saarland. Sie gewinnen eben nicht bei Wahlen, sondern existieren im Dunkeln – Alltagsrassismus, Antisemitismus und Homophobie sind wie im gesamten Bundesgebiet auch im Saarland ein Problem.

Das Jugendzentrum Försterstraße, das Café Exodus und die DGB Jugend Saar riefen für Saarbrücken die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ ins Leben. Wir, die Kampagne „Laut gegen Nazis“ wollen in diesem Rahmen nicht nur das Thema Rassismus beleuchten, auch Themen wie Ausgrenzung, Antisemitismus, Homophobie und das Streben nach nationalem Gebaren unter dem Vorbild der alten Nazis wollen wir ansprechen.Auf www.youtube.com/lautgegennazis laden die Jugendlichen vom Jugendzentrum Försterstraße und dem Café Exodus sowie der Regionalverbandsdirektor Peter Gillo zu den „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ in Saarbrücken ein.

Gerade Jugendlichen wird der Einstieg in die rechte Szene durch Lifestyle – Angebote, Konzerte als gemeinschaftsstiftende Events, modische Kleidung mit offenen oder verschlüsselten rechten Botschaften sowie erlebnisorientierte Freizeitangebote vereinfacht und genau diese Tatsache muss verhindert werden. Der Leiter der Abteilung Kinder – und Jugendarbeit beim Jugendamt des Regionalverbandes Michael Klein hat eine Mission. „Uns geht es in der Jugendarbeit zentral darum, Jugendlichen Lust auf Demokratie zu machen, sie für die Inanspruchnahme und Einhaltung unserer Grundrechte anzuregen und Ihnen dafür Erfahrungsräume und Gelegenheiten in unseren Jugendzentren zu schaffen.“

„Vor allem unsere Jugend müssen wir sensibilisieren gegen solche menschenverachtende Ideologien.Wir müssen unsere Zivilgesellschaft stärken, damit sie sich konsequent gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus wendet. Unsere Antwort darauf kann nur lauten: für ein tolerantes Miteinander – für den Schutz von Minderheiten in unserer Gesellschaft – für eine demokratische Kultur in Deutschland. Alle sind aufgerufen, dabei mitzumachen. Ich freue mich, dass die Internationale Woche gegen Rassismus dafür sichtbare Zeichen setzt“, so der Ministerpräsident Peter Müller, Schirmherr der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“. (Auszug aus dem Statement)

Unterstützt wird die Veranstaltung auch von der Amadeu Antonio Stiftung sowie dem Aussteigerprogramm EXIT. Für eine Diskussionsrunde und einen Workshop erwarten wir Tibor Sturm (Opfer rechter Gewalt) und einen Aussteiger aus der rechtsextremen Szene. Neben der Vorführung des Wallraff-Films „Schwarz auf Weiß“ als Diskussionsgrundlage, werden auch prominente Künstlerinnen und Künstler wie Serdar Somuncu, D-Flame, Noah Sow und Oku & THE REGGAEROCKERS auftreten.

„Hier haben Künstler, deren Botschaft sich gegen Diskriminierung richten und die für Freiheit, Gleichheit und Demokratie eintreten, eine Bühne und erreichen mit dieser Message auch junge Leute“, so der Regionalverbandsdirektor Peter Gillo, Schirmherr der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“

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Programm der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ in Saarbrücken:  

 

Dienstag, 16.3.2010: Workshop mit dem Netz für Demokratie und Courage, Jugendzentrum Försterstraße, 16.00 Uhr

Mittwoch, 17.3.2010: Auftaktveranstaltung inkl. Pressekonferenz, Jugendzentrum Försterstraße, 11.30 Uhr bis 13.00 Uhr

Konzert „Noiseaux“ im Jugendzentrum Försterstraße, Einlass: 18.30 Uhr , Beginn: 19.30  Uhr

Donnerstag, 18.3.2010: Filmvorführung: Film Wallraff im Filmhaus, 19.30 Uhr

Freitag, 19.3.2010: Filmvorführung: Film Wallraff im Filmhaus, 19.30 Uhr

Samstag, 20.3.2010: HipHop Konzert mit D-Flame und saarländischen HipHop Crews, Jugendzentrum Försterstraße, Beginn: 19.30 Uhr, Beginn: 20.30 Uhr

Sonntag, 21.3.2010: Serdar Somuncu „Hassprediger“, Jugendzentrum Försterstraße,  19.00 Uhr

Montag, 22.3.2010: Serdar Somuncu „Hassprediger“, Stadthalle Dillingen, 12.00 Uhr

Montag, 22.3.2010: Serdar Somuncu „Hassprediger“, Mehrzweckhalle Lebach-Aschbach, 19.00 Uhr

Dienstag, 23.3.2010: Serdar Somuncu „Hassprediger“, Hans-Netzer-Halle, Völklingen, 12.00 Uhr

Dienstag, 23.3.2010: Serdar Somuncu „Hassprediger“, Bildungszentrum der Arbeitskammer Kirkel, 18.30 Uhr

Mittwoch, 24.3.2010: Filmvorführung: Schwarz auf Weiß, Günther Wallraff, Filmhaus, 19.30 Uhr

Mittwoch, 24.3.2010: Diskussion mit Tibor Sturm (Opfer rechter Gewalt) und Gabriel Landgraf (Aussteiger aus der rechten Szene), Café Exodus Saarbrücken, 18.00 Uhr 

Donnerstag, 25.3.2010: Infoveranstaltung an Schulen mit HipHop Workshop, Schule 11.00 Uhr  

Freitag, 26.3.2010: Konzert Oku & THE REGGAEROCKERS und weiteren saarländischen Bands, Jugendzentrum Försterstraße, Einlass: 19.00 Uhr, Beginn: 19.30 Uhr

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J. M. für LGN

 


“Culcha Candela” ist -Laut gegen Nazis – wir präsentieren die aktuelle Tournee – Videomitschnitt aus Braunschweig

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Online Radio, Politik, Rechtsextremismus, Verein, YouTube, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 19:57 Uhr am 26. Februar 2010

Wir freuen uns heute mitteilen zu können, dass “Culcha Candela” unsere Partner sind und werden. Ein Statement folgt. Vorab haben wir ein Video von der aktuellen Tournee erhalten. In Braunschweig kündigten die Jungs unsere Zusammenarbeit auf der Bühne an. Wir freuen uns riesig.

Die aktuellen Tourdaten:
27.02.10 -Münster-Skaters Palace
28.02.10 -Krefeld-Kulturfabrik
03.03.10 -Bitburg-Stadthalle
04.03.10 -CH-Herisau-Casino
05.03.10 -CH-Bern-Bierhuebeli
06.03.10 -CH-Brugg-Salzhaus
07.03.10 -Lörrach-Burghof
09.03.10 -Ulm-Roxy
10.03.10 -Karlsruhe-Festhalle Durlach
11.03.10 -Singen-Stadthalle
12.03.10 -A-Linz-Posthof
13.03.10 -A-Innsbruck-Max
14.03.10 -Erlangen-E-Werk
16.03.10 -Kempten-Big Box
17.03.10 -Erfurt-DasDie Brettl
18.03.10 -Potsdam-Waschhaus
29.03.10 -Darmstadt-Centralstation
30.03.10 -Osnabrück-Rosenhof
31.03.10 -Recklinghausen-Vest Arena
01.04.10 -Losheim-Eisenbahnhalle
02.04.10 -CH-Davos-Hochton
03.04.10 -Kaiserslautern-Kammgarn
04.04.10 -Neu-Isenburg-Hugenottenhalle
05.04.10 -Nürnberg-Löwensaal

Auf der Tournee von “Culcha Candela” sind unsere LONSDALE T-Shirts am Merchandising erhältlich.

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“Laut gegen Nazis” für die Tasche, die Jacke oder Revers, für Festivals – wir haben Buttons

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Online Radio, Politik, Rechtsextremismus, Spenden, YouTube, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 19:22 Uhr am

Button Die neue Mode von LGN

Sie sind nicht stylisch und hipp. Aber Buttons sagen etwas aus. Egal, ob in der Schule, auf Demos gegen Nazis, beim Geschäftsessen, auf dem Weg zur Arbeit, im Flugzeug, auf dem Schiff, in der Bahn, gar im Bundestag oder auch sonstwo. Jeder hat jetzt die Möglichkeit dezent oder auch offen Farbe zu bekennen. Wir bieten jetzt über unseren Shop 4 Buttons im Set an. Für jede Woche des Monats quasi einen.

Zu erwerben unter: http://lgn.merchlandshop.com

Der Erlös aus den Verkäufen der Buttons gehen zu 100% in die Kampagne “Laut gegen Nazis” -Rechte Gewalt kann jeden treffen-


Interview über das Zusammenleben von Türken und Deutschen: Wir befragten Levent Oender vom Apple Vertragshändler “Hamburg 4″ der sich wünscht – dass die deutsche Nationalmannschaft Fußball-Weltmeister wird

Kategorie: Allgemein, Fußball, Musik, Politik, Rechtsextremismus, Verein, YouTube, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 16:35 Uhr am 14. Februar 2010

hamburg 4 Bild ”Hamburg 4″ – Apple Vertragshändler

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Wir wollen mit billigen Vorurteilen aufräumen. In unserer heutigen Gesellschaft wird über Integration, Aufenthaltsrecht und “Deutschtests” für Einwanderer diskutiert. In einer Welt, die immer globaler wird, absolut fehl am Platz. Zudem gelten Türken bei Teilen der Gesellschaft in Deutschland immer noch als fremd. Dabei sind die neuen Generationen hier geboren oder aufgewachsen. Wie Levent Oender (Verkäufer bei dem Apple-Vertragshändler Hamburg-4).  Wir  interviewten Levent  zu Vorurteilen der Deutschen und betreffend des Zusammenlebens verschiedener Kulturen auf der Welt.

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1. Guten Tag Levent, viele deutsche Bürgerinnen und Bürger haben Berührungsängste mit Menschen aus der Türkei. Hier herrschen meist alte Vorurteile, wie z. B. die Annahme, dass Türkinnen und Türken die hier leben, putzen gehen oder einen Gemüsehandel betreiben sowie Ramschläden oder ähnliches und zudem kriminell seien. Du arbeitest bei dem Apple Fachhandel Hamburg 4, welcher von einer türkischen Geschäftsleitung geführt wird. Ein etabliertes Geschäft, welches meist elitäres Klientel, Journalisten, Werber und Menschen der höheren Einkommensklassen bedient. Was hältst Du von derlei oben aufgeführten Vorurteilen und wie erklärst Du sie dir?

Mein Eindruck ist eher, dass die in Deiner Frage genannten Vorurteile eher veraltet sind, also nicht in unsere heutigen Zeit passen und vielleicht generationsbezogen wieder zu finden sind. Generationsbezogen deshalb, da unsere Zeitzeugen nach dem 2. Weltkrieg neben dem Wiederaufbau, es zu Beginn einfach so erlebt und somit nicht anders wahrgenommen haben. Das heißt, dass wir nicht den Fehler machen sollten, alte Ansichten oder vielleicht Erfahrungen aus vergangen Tagen auf unsere heutige Zeit zu projizieren. Das funktioniert einfach nicht, dafür hat es bis heute sehr viele und insbesondere gute Entwicklungen gegeben. Man stelle sich einmal vor, als würde man weiterhin bequem behaupten, dass jeder deutsche Staatsbürger aufgrund seiner Geschichte ein Nazi ist und ausländerfeindlich sein muss Da stimmst Du mir sicherlich zu, das wäre eine genau so bequeme Haltung, die sich keiner wünscht und zum Glück trifft das ja auch so nicht zu!

Mit Entwicklungen verbinden wir, dass gerade die nachfolgenden Generationen immer wieder unter Beweis stellen und uns zeigen, dass ihre Qualitäten in beruflich weit besser qualifizierten und gesellschaftlich anerkannten Schichten zu finden sind und das wir gerade so ein wesentlicher, insbesondere wichtiger Bestandteil in unserer Gesellschaft sind. In Bereichen des Sports, in der Politik, in kreativen Feldern wie Film, Musik, Werbung oder ganz stark im Handel sieht man immer wieder, wie das positive Zusammenleben zu unserem alltäglichen Leben gehört. Beide Seiten, beide Genrationen betrifft das. Das heißt, dass beide Seiten, beide Generationen im eigenen Freundeskreis, in der Schule, während des Studiums oder im beruflichen Alltag sich zum Glück die Chance eingeräumt haben miteinander zu wachsen. Denn genau in diesem Umfeld spiegelt sich wieder, wie wir miteinander umgehen und aufeinander zu gehen, nur so ist unser Miteinander möglich geworden. Überall kannst Du es sehen, man geht heute gerne mediterran essen, Kulturen tauschen sich in Bereichen der Musik und des Films miteinander aus und selbst zum üblichen Fernsehprogramm gehören Sender aus aller Welt ganz normal dazu. Im öffentlichen Dienst wie bei der Polizei zum Beispiel sehen wir Mitbürger aus aller Welt Ihren Staatsdienst ausüben. Das sind nur wenige Beispiele an denen wir es in unserem alltäglichen Leben klar sehen können. Sicherlich gibt es hier und da Dinge die vielleicht besser laufen können, aber das findet man überall und das ist ganz natürlich.

2. In unserem persönlich geführten Gespräch hattest Du darauf hingewiesen, dass lediglich die Deutschen den Begriff “Ausländer” verwenden würden und hattest Dich mit dem Hinweis, dass man in anderen Ländern als “Fremder” tituliert wird, darüber gewundert. Der Begriff “Ausländer” schürt offensichtlich Berührungsängste hier in diesem Lande. Wo besteht für Dich der Unterschied zwischen beiden Begriffen?

Jetzt haben wir den Beweis und ein gutes Beispiel zu Deiner ersten Frage. Der Begriff “Ausländer” stammt einfach aus einer alten Zeit und wurde trauriger Weise in Deutschland aus alten Tagen in “unserer” Umgangssprache etabliert. Der Begriff “Ausländer” ist sehr stark negativ behaftet und strahlt einfach was unerwünschtes aus. Der Begriff “Fremder” ist eher losgelöster und birgt etwas unterstützendes. Das heißt, ein Fremder in einer fremden Umgebung dem die Orientierung fehlt, es geht also vom Fremden aus. Das heißt, dem Fremden in einer fremden Umgebung wird die Unterstützung entgegen gebracht die Orientierung zu finden und sich so zurecht zu finden. Das gibt einem auf jedem Fall ein weit besseres Gefühl.

3. Du selbst bist türkischer Staatsbürger und lebst schon fast von der Geburt an in Hamburg. Welche Gefühle begleiten Dich, wenn Deutsche “Ausländer raus” fordern oder behaupten, Migranten und hier lebende “Fremde” würden ihnen die Arbeit wegnehmen?

Billige Schublade! Meiner Meinung nach wird dieses Niveau der deutschen, intellektuellen Kultur nicht annähernd gerecht. Deshalb, um Deine Frage kurz und knapp zu beantworten, berührt mich nicht.

4. Vorurteile gegenüber türkischen Bürgerinnen und Bürgern bestehen oft aufgrund der Glaubensrichtung. Oftmals scheinen Medien so zu wirken, dass die allgemeine Auffassung entsteht, alle Muslime wären Islamisten. Wir wissen natürlich, dass dem nicht so ist. Aber auch hier werden Vorurteile forciert. Gerade nach den so genannten “Ehrenmorden” in Deutschland, wird die Skepsis gegenüber hier lebender Muslime in der Gesellschaft größer. Was denkst Du, könnten Politik und Medien tun, hier eindeutig Zeichen in eine andere Richtung zu setzen?

Klingt vielleicht ungemütlich und hart, aber die Medienkultur dient mittlerweile als einziges Instrument um Stimmungen zu erzeugen, sei es positiv oder negativ. Das ist leider schade. Die Informationen die uns im Überfluss erreichen oder überfluten, dienen ja nicht mehr als objektiver, neutraler Zugang zu den Informationen. Die Verantwortung, gerade in ganz besonderen und sensiblen Themen, der Medien unserer Gesellschaft gegenüber wird grundlegend wie man so schön sagt nicht wirklich respektiert. Daher verdient diese Art meiner Meinung nach nicht die Aufmerksamkeit, von der sie ja so gesehen ganz stark lebt!

SWITZERLAND/

5. Nach dem Minarett-Verbot in der Schweiz, gab es hierzulande tatsächlich Menschen, die ein solches für Deutschland fordern. Wir haben dies mit einem gewissen Schock zur Kenntnis nehmen müssen. Was hast Du gedacht, als dieses Verbot in unserem Nachbarland Schweiz bestätigt wurde?

In erster Linie sprechen wir hier von einem Grundrecht, das tief im Grundgesetz verankert ist. Wer auf die Verfassung schwört und sie respektiert, stellt dieses Grundrecht einfach nicht in Frage. Daher erübrigt sich zu diesem Thema jede überflüssige Debatte. Wenn man sich einbürgern lässt, muss ein Eid auf die Verfassung und in dem Fall auch auf die Grundrechte abgelegt werden. Der Eindruck der eher entsteht ist, dass die Schweiz sich langweilt und im Moment Ihre vielleicht an anderer Stelle doch ernsthafteren Probleme auf diese Art und Weise kompensieren oder verschleiern möchte. Gerade die Schweiz, die immer für ein offenes, neutrales und respektvolles Auftreten anderer Kulturen gegenüber geworben hat und Kulturen dazu auffordert in die Schweiz zu kommen, versucht so eine lächerliche Debatte zu führen.
Kleiner Hinweis, Muslime können auch sehr gut ohne eine Minarette beten und ihrem Glauben nach gehen, an solche Dinge ist man nicht gebunden.

6. Aufgrund unseres Jobs mit “Laut gegen Nazis”, wissen wir, dass Rechtsextremismus, Alltagsrassismus, Antisemitismus, Homophobie und altes Nazigedankengut wieder gesellschaftsfähig werden. Hast Du Erfahrungen mit derlei Themen aufgrund Deiner Herkunft machen müssen und wie betrachtest Du diese Entwicklung, die ja auch europaweit zu spüren ist?

Zum Glück haben diese Erfahrungen bisher keinen Platz in meinem Leben gefunden. Aber leider mussten Menschen aus dem engeren Zirkel so unangenehme Erfahrungen machen. Man spricht untereinander darüber, gleichzeitig erschüttert es einen und macht natürlich nachdenklich. Das heißt, man steckt ja nicht in den Köpfen dieser Entscheidungsträger. Jegliches Verständnis geht über Bord.
Es wird immer wieder für Chancengleichheit geworben, aber die Praxis zeigt uns, dass die Umsetzung an entsprechenden Stellen sehr schwer fällt. Es heißt Arbeit für alle, Wohnraum für jeden von uns und Bildung soll für jeden erreichbar sein. Zum Glück hat Spiegel-Online auf dieses Thema auch ein Auge geworfen und geht auf dieses Thema sehr gut ein.

7. Was wünschst Du Dir persönlich für das allgemeine Zusammenleben in Deutschland für das neue Jahr 2010?

Das Deutschland in (Süd)Afrika Weltmeister wird!

Wir bedanken uns herzlich.
Die LGN Redaktion (das Interview führte J. Menge)


Weltweit: Google spendet 100.000 US-Dollar an Laut gegen Nazis e.V. und somit für unsere Arbeit – einzige Institution in Deutschland – für uns auch ein Zeichen für Dresden – siehe vorherige Artikel

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Online Radio, Politik, Rechtsextremismus, Spenden, Verein, YouTube, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 22:51 Uhr am 11. Februar 2010

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http://www.google.com/intl/de/advertising/holiday2009/ 

Pressemitteilung vom 11. Februar 2010

Laut gegen Nazis e.V. erhält von Google Spende in Höhe von 100.000 US-Dollar

 

Hamburg, 11. Februar 2010. Das US-amerikanische Internetunternehmen Google Inc. hat sich im Dezember 2009 entschlossen an 25 Institutionen weltweit zu spenden, die sich für den Umweltschutz oder soziale Belange einsetzen – „Laut gegen Nazis e.V. – Rechte Gewalt kann jeden treffen“ – gehört dazu. Die Spende steht im Zusammenhang mit der Aktion „Google Holiday Gift“, bei der das weltweit operierendeUnternehmen insgesamt 20 Millionen US-Dollar an Institutionen auf allen Kontinenten vergibt. Statt für Weihnachtsgeschenke für Kunden, möchte die Unternehmensleitung dieses Geld denjenigen zugute kommen lassen, die sich vorbildlich und tatkräftig zu wichtigen Themen unserer Zeit engagieren. Unter anderem gehen Teile des Geldes an große Organisationen wie den „World Wildlife Fund – WWF“, „Reporter ohne Grenzen“ und „HEAL Africa“. Als einzige deutsche Institution wurde der Verein Laut gegen Nazis e.V. ausgewählt und erhielt eine Spende in Höhe von 100.000,- US-Dollar (ca. 71.000,– Euro ).

Google schreibt auf der offiziellen Seite http://www.google.com/intl/de/advertising/holiday2009/ zu dieser Spendenaktion:

 „Dieses Geschenk hat einen besonderen Empfänger: Uns alle.

Weltweit rechnen Hilfsorganisationen mit dem schwierigsten Jahr seit Jahrzehnten.

Deshalb spenden wir 20 Millionen US-Dollar, um denen zu helfen, die anderen helfen.

Unser Weihnachtsgeschenk für sie ist ein Geschenk für alle. Frohes Fest!“

Unser Fazit:

Google setzt mit diesem Geschenk ein großes Zeichen. Wir wünschen uns eine Welt ohne Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und fanatischem Nationalismus. Eine Welt mit Respekt vor jedem, ohne Ausgrenzung und Mobbing. Vielleicht führt diese Aktion in der Wirtschaft und Politik zu einem Umdenken. Es ist nicht schwer, sich gegen Ungerechtigkeiten stark zu machen. Wir jedenfalls, fühlen uns mehr als geehrt und in unserer Arbeit bestärkt. Im Jahre 2009 feierten wir unser fünfjähriges Bestehen von „Laut gegen Nazis“. Dieses Geschenk ist eine Anerkennung an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, alle Partnerinnen und Partner der letzten Jahre. Gerechnet haben wir damit nicht und umso mehr ermutigt uns dieses Geschenk, dort wo wir angefangen haben weiterzumachen und weiterhin junge demokratische Initiativen intensiv zu unterstützen.

Wir danken Google Inc. und besonders Google Deutschland sehr und senden Grüße nach Mountain View in Kalifornien und in die deutschen Google-Standorte nach Hamburg, München und Berlin.

Jörn Menge  – Kampagnenleiter und Pressesprecher – Laut gegen Nazis e. V.


Deutschland-Kiel: “The Kids are allright!” – Die D-Jugend von Rot-Schwarz Kiel wird YouTube Star – Einladungsvideos zur WM bereits knapp 18.000 x aufgerufen – Amadeu Antonio Stiftung und Viva con Agua werden bundesweiter Partner der WM vom 13. bis 15. Mai 2010

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Online Radio, Politik, Rechtsextremismus, Verein, YouTube, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 15:26 Uhr am 7. Februar 2010

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Seit ca. einer Woche laden die Kids der D- Jugend des Vereins “Rot-Schwarz-Kiel” per Video über YouTube zu ihrer Fußball WM vom 13. bis 15. Mai 2010 ein. Knapp 18.000 mal wurden die Videos in allen Sprachen von den Usern aufgerufen. Auch die Anfragen aus ganz Europa betreffend einer Teilnahme nehmen stets zu. Eine schöne Nachricht erhielten wir von dem eigentlichen Initiatoren Mike Wolf in der letzten Woche. Eine Mannschaft aus Nigeria (Afrika) möchte in Kiel voraussichtlich teilnehmen.

Mit dem Sport “Fußball” Vorurteile und Hemmungen zu überwinden ist das Ziel der Veranstaltung, die die Stadt Kiel hoch im Norden Deutschlands zumindest in gewissen Kreisen auf den Kopf stellt. Die Jugendlichen selbst möchten Grenzen überschreiten und zeigen, dass Rassismus, Antisemitismus, Homophobie, Mobbing und Ausgrenzung im Sport und somit in der Welt nichts zu suchen haben. Diese Kids sind unsere Zukunft und wir freuen uns, über ihre Haltung-trotz des jungen Alters. Die Kommentare zu dem Video auf YouTube haben uns sehr erstaunt. Durchweg positive Resonanzen erhalten wir selten. Bei dieser Veranstaltung scheint jedoch alles anders. In den letzten Tagen haben wir intensive Gespräche mit unseren beiden Partnern “Amadeu Antonio Stiftung” und “Viva con Agua” geführt.

Beide Institutionen präsentieren die D-Jugend Fußball WM Kiel als bundesweite Partner.
J.M.für LGN

The Kids are allright/The Who


Deutschland-Fußball-Homophobie: “Kein schwuler Spieler sollte sich alleine outen” (Zitat:Corny Littmann) – mit der Unterstützung von Verbänden und Mitspielern fällt ein Outing vielleicht leichter

Kategorie: Allgemein, Fußball, Politik, Rechtsextremismus, Verein, YouTube, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 17:37 Uhr am 4. Februar 2010

 Corny Littmann bei einer Lesung

Der Präsident des FC St. Pauli gab in der Hamburger Morgenpost ein Interview zum Thema Homophobie im Fußball. In seinem Interview appelliert er noch einmal mit der Forderung des DFB – Präsidenten Theo Zwanziger “das Kartell der Tabuisierer und Schweiger zu durchbrechen” (Zitat Zwanziger bei der Trauerfeier für den verstorbenen Robert Enke) an die Öffentlichkeit und die Vereine.

Die Forderungen seitens des DFB und vieler anderer, wie den Bundesliga-Trainern Jürgen Klopp und Christoph Daum, mit dem Thema Homosexualität im Fußball normal umzugehen, ist klar. Corny Littmann weiß zu berichten, dass sich viele Dinge in die richtige Richtung entwickeln, aber das sei definitiv nicht genug. Im Moment kann man wohl keinem Spieler anraten, sich allein und ohne Unterstützung anderer, in der Bundesliga als schwul zu outen. Die Angst vor der Reaktion der Fans und gar von Mitspielern (dies wäre wahrscheinlich das geringere Problem) sitzt tief. Nach einem Outing wäre ein einzelner Spieler gefährdet und einem unendlichen Druck von Beleidigungen ausgesetzt. Gerade von gegnerischen Fans ist ein solches Verhalten derzeit noch zu erwarten. Wir appellieren an die Spieler, die es betrifft. Ein Outing mehrerer Kollegen wäre hilfreich, um das was in unserer Gesellschaft ganz normal ist, auch in den Fußballstadien zu erreichen. J. M. für LGN

Das vollständige Interview finden Sie unter:

http://www.mopo.de/2010/20100204/hamburg/kultur/kein_schwuler_spieler_sollte_sich_alleine_outen.html


Deutschland – Sachsen: Alarmierende Statistik 2009 – 263 Angriffe durch Rechtsextreme – 446 Personen direkt betroffen – Gezielte Angriffe von organisierten Nazis – deutlicher Zuwachs von rechtsextremer Gewalt im Fußball Fanbereich

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Rechtsextremismus, Verein, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 16:14 Uhr am

gewalt ages (Foto:www.bundestag.de)

Wir müssen endlich wach werden!!!

Am 13. Februar 2010 treffen sich voraussichtlich 8.000 Nazis zu einem Aufmarsch in Dresden. Dresden liegt in Sachsen. Und genau aus Sachsen erreichen uns von der dortigen Opferberatungsstelle Zahlen, die nicht nur Böses erahnen lassen, sondern ein Sinnbild der aktuellen Situation sind.

Abgesehen davon, ist die Opferberatungsstelle in Dresden eine der zuverlässigsten Institutionen in Deutschland. Dergleichen gibt es für das Bundesland Niedersachsen oder Schleswig Holstein, Hamburg oder in anderen Bundesländern erst gar nicht. Hier verlässt man sich eher auf die Statistik des Verfassungsschutzes, die amtlich geführt wird und aufgrund von Ermittlungsakten von Staatsanwaltschaften und der Polizei entsteht. Der Verfassungsschutzbericht enthält in der Regel nicht alle rechtsextremen, rassistischen, antisemitischen körperlichen Angriffe auf Personen, da solcherlei Fälle nur dann registriert werden, wenn sie eindeutig von rechtsextremen Tätern begangen werden. Schwer nachweisbar, wenn diese bei Ankunft der Polizei an den Tatorten schon geflohen sind, oder diese sich nicht als rechtsextrem outen.

Die Dunkelziffer der nicht bei der Polizei angezeigten Gewalt-/Straftaten Rechtsextremer ist wesentlich höher, als wir wahrscheinlich vermuten können. Aus Angst vor ihren Tätern, die oft unmittelbar in der Nachbarschaft leben, ist für die Opfer zu groß. Sorge machen uns auch gezielte Angriffe von Nazis auf politische Gegner.

nazigewaltimages Achtung- sie sehen so nicht mehr aus!!!

Hier nun die Statistik der Opferberatungsstelle Sachsen:

Pressemitteilung vom 04. Februar 2010

263 rechtsmotivierte Angriffe 2009 in Sachsen

Opferberatungsstellen für Betroffene rechter Gewalt legen Jahresstatistik vor

Die Opferberatung für Betroffene rechts und/oder rassistisch motivierter Gewalt des RAA Sachsen e.V. erhielt im Jahr 2009 Kenntnis von 263 Angriffen, von denen 446 Personen direkt betroffen waren. Die Beratungsstellen zählen ausschließlich Gewaltdelikte, keine Propaganda- oder Beleidigungsdelikte.

Die mit Abstand größte Anzahl von Angriffen richtete sich gegen nicht-rechte Jugendliche (121). Rassismus ist zu einem Viertel als Tatmotiv anzusehen (66). In 49 Fällen richteten sich die Angriffe gezielt gegen politisch Aktive, die sich beispielsweise gegen Neonazis engagieren. Diese Angriffe wurden insbesondere von organisierten Neonazis verübt.

Besorgniserregend ist in diesem Zusammenhang die Entwicklung in den Landkreisen Nordsachen und Leipzig. Hier wurden im Jahr 2009 zunehmend geplante Angriffe im direkten Wohnumfeld der Betroffenen registriert. In der Stadt Leipzig ist eine deutliche Zunahme rechtsmotivierter Gewalttaten im Fußballfanbereich festzustellen, resultierend aus der Verbindung zwischen organisierter neonazistischer Szene und Hooliganspektrum des 1. FC LOK Leipzig. Auch hier finden die Angriffe zunehmend im privaten Umfeld statt und nehmen dabei immer enthemmtere Formen an.

Körperverletzungsdelikte sind sachsenweit mit Abstand die am häufigsten vorkommenden Straftaten (149). Dabei ist eine Zunahme an Brutalität und Aggressivität festzustellen. Vermehrt wurden die Angriffe gemeinschaftlich oder mittels gefährlicher Gegenstände verübt. Gerade von organisierten Neonazis begangene Angriffe erfolgen in großen Gruppen und weisen eine hohe Gewaltorientierung auf, die schwere Verletzungen in Kauf nimmt.

Schwerpunkt der Angriffe (im Verhältnis zur Einwohner_innenzahl) bildete 2009 der gesamte Leipziger Raum. Der Landkreis Nordsachsen (17,5) liegt dabei mit Abstand vor der Stadt Leipzig (9,7) und dem Landkreis Leipzig (9,2). Als Brennpunkte lassen sich mit 17 Angriffen Mügeln (LK Nordsachsen) und mit 7 Angriffen Limbach-Oberfrohna (LK Zwickau) ausmachen (ebenfalls im Verhältnis zur Einwohner_innenzahl). Hier werden immer wieder Jugendliche angegriffen, weil sie nicht rechts oder politisch aktiv gegen Neonazis sind. Aus Sicht der Opferberatung ist der gesellschaftliche Umgang mit diesen Betroffenengruppen höchst problematisch. Immer wieder werden sie selbst kriminalisiert und zunächst nicht als Geschädigte ernst genommen.

Dazu erklärt Grit Armonies, Projektkoordinatorin der Opferberatungsstellen des RAA Sachsen e.V.:

„Auch im Jahr 2009 wurden wieder über 400  Personen aus menschenfeindlichen Motiven angegriffen und zum Teil schwer verletzt. Mit dem muslimfeindlichen Mord an Marwa El-Sherbini am 01. Juli 2009 blickt Sachsen auf die 12. rechts motivierte Tötung seit 1990 zurück. Wenn die Zahl der Angriffe auch auf den ersten Blick leicht zurück gegangen ist, so gibt das keinerlei Anlass zur Entwarnung. Die Dunkelziffer ist nach wie vor sehr hoch – nicht zuletzt bedingt durch eine Normalisierung der Gewalt für Betroffene. In Beratungsgesprächen wird regelmäßig deutlich, dass Betroffene erhebliche Folgeschäden entwickeln – verursacht auch durch relativierende Reaktionen auf die erlebten Angriffe. Zudem weisen einige Angriffe eine hohes Maß an Brutalität auf. Ein gesamtgesellschaftliches Engagement gegen rassistische, antisemitische oder nationalistische Einstellungen, für Toleranz und Zivilcourage bleibt wichtig. Ebenso wie es notwendig bleibt, dass Initiativen und Projekte gegen Rechts weiterhin durch Bund, Länder und Kommunen gefördert werden.“

Die detaillierte Jahresstatistik der sächsischen Opferberatungsstellen finden sie zum download unter http://raa-sachsen.de/images/Statistiken/statistik_2009.pdf


Deutschland: Viva con Agua ist aus guten Gründen unser Partner – Voraussichtlich auch Präsentator der D-Jugend WM in Kiel vom 13. bis 15. Mai 2010

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Rechtsextremismus, Spenden, Verein, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 15:24 Uhr am

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Wir sind zwar nicht verheiratet, aber wir kommen beide aus Hamburg, sind auf sämtlichen Veranstaltungen und Festivals aktiv und eben seit zwei Jahren gute und verlässliche Partner. Das von Benny Adrion gegründete Trinkwasser Projekt “Viva con Agua”, hierfür gab es im letzten Jahr das Bundesverdienstkreuz durch den Bundespräsidenten Horst Köhler, ist so wie wir auch eng mit dem Hamburger Viertel und dem dazugehörigen Fußballverein “St. Pauli” verbunden.

Fußball ist für beide Institutionen ein wichtiges Thema. Voraussichtlich präsentiert Viva con Agua auch die D-Jugend Fußball WM in Kiel (siehe www.youtube.com/lautgegennazis ).

Statement von ‘Viva con Agua de Sankt Pauli, zur Zusammenarbeit mit unserer Kampagne:

“Viva con Agua“ ist “Laut gegen Nazis”, weil wir eine international tätige Trinkwasserinitiative sind, die sich für das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Hautfarben, Religionen und Lebensphilosophien einsetzt. Wir wollen in einer Welt leben, in der sich Menschen gegenseitig bereichern, gemeinsam etwas Nachhaltiges aufbauen – wie bei unseren Trinkwasserprojekten in den so genannten Entwicklungsländern, in denen wir Entwicklungszusammenarbeit im besten Wortsinn betreiben.
www.vivaconagua.org

Nazis, Faschisten: Sie wollen letztendlich nur zerstören damit ihren Hass ausleben. Deshalb unterstützt Viva con Agua die Kampagne “Laut gegen Nazis”, wo sie nur kann: auf sportlicher, auf musikalischer Ebene oder ganz direkt: Laut sein, sich einsetzen, dagegen anstehen, wenn faschistische Ideologien in der eigenen Umwelt verbalisiert oder praktiziert werden.

Wir freuen uns darauf, mit dem Team von Jörn Menge auch in Zukunft zu kooperieren: auf Musikfestivals, wo wir massenhaft junge Menschen mit unseren Botschaften erreichen können, genau so wie auf Sportevents und Infoveranstaltungen.

Es gibt noch viel zu tun, damit sowohl der Rassismus im Inneren (wir leben immer noch in einem Land, in dem es „National befreite Zonen“ gibt!) als auch nach Außen (die Gesichter des Neo-Kolonialismus sind vielfältig) zurückweicht. Ganz verschwinden werden menschenverachtende Weltanschauungen wohl nie, aber: die Hoffnung stirbt zuletzt, wie wir St. Paulianer zu sagen pflegen!”


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