
(Foto: Hamburger Abendblatt)
Am Samstag war es dann soweit. 180 NPD/DVU Funktionäre trafen in der Aula der Max-Taut-Schule (Berlin-Lichtenberg)zu ihren Fusions-Feierlichkeiten ein. 600 Demonstranten zeigten vor der Schule Flagge für Demokratie und gegen den wachsenden Rechtsextremismus. Und wieder ist die Rede von Thilo Sarrazin. Hier ein Zitat von dem NPD Vorsitzenden: “Seit Sarrazin wissen wir, wir sind nicht alleine! Es gibt noch Millionen Menschen, die so denken wie wir”, rief Voigt den Anwesenden zu. Sarrazin wurde noch häufiger bemüht…” (Quelle: Zeit.de). Gefeiert wurde ein Bürgermeister der von der SPD zur NPD wechselte. Hans Püschel heißt der Mann, der folgendes zum Besten gab: “Sein plötzliches Bekenntnis zur NPD begründete Püschel mit der notwendigen Kompromissfähigkeit in einer Demokratie. Dabei verwies er auf das strapazierte Rosa-Luxemburg-Zitat von der Freiheit der Andersdenkenden.” (Quelle:zeit.de)
Sexy? Nein, sexy sind diese Typen, die da so feierten bestimmt nicht. Aber, sie sind gefährlich. Auch, wenn diese rechtsextremistische Partei nicht allzu viele Stimmen bei Landtagswahlen erhalten wird, so prägt sie diese Zivilgesellschaft leider mit. Oft werden sie belächelt, die Anzug-Nazis. Das kann ein fataler Fehler sein. So titelte eine Zeitung nach dem Samstag: “NPD Fuisonsfeier floppte”. Das können und wollen wir nicht so sehen. Unser täglicher Job zeigt, dass auch jene die in Berlin am Samstag von alten Zeiten träumten durchaus an Einfluss bei der Meinungsbildung von Bürgerinnen und Bürgern gewinnen. Sei es durch Sarrazin oder durch sonst wen. Wer sich in Deutschland umhört wird feststellen können, dass Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und Menschenverachtung in den Köpfen brodelt. Hierzu brauchen wir nur die “Kneipe an der Ecke” aufsuchen, um das was wir in der Max-Taut- Schule gehört haben, aus anderen Kehlen zu hören. “Sex mit Nazis”-nein danke, aber die Gefahr, die von diesen modernisierten Nazis ausgeht sollten wir endlich alle erkennen. Das sind und bleiben wir der Geschichte Deutschlands schuldig, auch wenn viele des Themas Leid sind. Es gibt sie wieder, die mit den großdeutschen Träumen. Zitat vom Samstag: Der Landesvorsitzende Uwe Meenen (NPD-Sachsen.Anhalt) begrüßte seine Parteifreunde ganz herzlich “in der Reichshauptstadt”. J.M. für LGN
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-01/npd-volksunion-beerdigung
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Für die Sozialdemokraten lief es gerade richtig gut, dann kam Thilo Sarrazin. Die SPD hat sich in eine Debatte zwingen lassen, die sie nur verlieren kann. Jetzt wollte ich mal auf der Homepage der Partei schauen, wieweit der Parteiausschluss gedien ist und selbst die Suchfunktion bringt nichts zu Tage. Soll das etwas unter den Teppich gekehrt werden?