Deutschland-Saarland: “Wir tun etwas gegen Nazis, weil wir auch im Jahr 2050 Baguettes frühstücken wollen. Und zwar die guten vom französischen Bäcker in Forbach, nicht die eingeschweißten vom deutschen Dumping-Discounter!“ – Thorsten Schmidt/Vorsitzender der DGB Jugend erklärt warum ein Handeln notwendig ist – Internationale Antirassismuswochen vom 15. bis 28. März 2010 – Saarbrücken

Kategorie: Allgemein, Festival, Musik, Online Radio, Politik, Rechtsextremismus, Verein, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 19:08 Uhr am 4. Februar 2010

  Thortsen schmidt 2 untitled    dgb-jugend-saar Thorsten Schmidt

Die DGB-Jugend Saar unterstützt das JUZ-Saarbrücken bei der Umsetzung der “Internationalen Wochen gegen Rassismus” vom 15. bis 28. März 2010. Unsere Kampagne präsentiert diese Veranstaltung. Geplant sind Konzerte, Podiumsdiskussionen, Filmabende, Lesungen und der Comedian Serdar Somuncu hat bereits fest zugesagt. Gäste werden unter anderem Tibor Sturm und Aussteiger aus der Naziszene sein, die vor Ort mit Schülerinnen und Schülern diskutieren. Das gesamte Programm stellen wir hier demnächst auf diesem Blog vor.

Auch im Saarland trieben und treiben rechtsextreme Kameradschaften ihr Unwesen. Die Jugendlichen des JUZ Saarbrücken möchten sich mit diesen zwei Wochen gegen Rassismus, Antisemitismus, Mobbing und Homophobie engagieren.

Thorsten Schmidt/DGB erläutert, warum seine Institution das Vorhaben unterstützt: 

Warum macht die DGB-Jugend etwas gegen Nazis?

Thorsten Schmidt, Vorsitzender DGB-Jugend Saar:

„Weil niemand als Nazi geboren wird. Und weil die DGB-Jugend es sich zur Aufgabe gemacht hat, unsere Gesellschaft gerechter zu gestalten. Das tun wir in Betrieben, in Schulen, Bildungseinrichtungen, aber auch in der Öffentlichkeit. So etwas darf man auf keinen Fall nur Politikern überlassen, wie zahlreiche schmerzliche Erfahrungen zeigen. Die deutsche Geschichte ist ja ein Beispiel dafür, wie extrem sich eine Gesellschaft entwickelt, wenn niemand Gegenwehr leistet. Da braucht man gar nicht einmal in das „Dritte Reich“ zurückschauen – als in den frühen neunziger Jahren Politiker aller großen Volksparteien gegen Asylsuchende Stimmung machten, um das Grundrecht auf Asyl abzuschaffen, brannten im ganzen Land Flüchtlingsunterkünfte.

Ich kann nur sagen: Die Gewerkschaften haben aus ihrer Vergangenheit gelernt. Die DGB-Jugend lehnt Rechtsextremismus, Faschismus, Rassismus und Antisemitismus ab. Sie sind verabscheuungswürdige Formen von Gewalt, Dummheit und Intoleranz. Andererseits sind Rechtsextremismus und Rassismus keine Phänomene gewaltbereiter männlicher „Unterschichts-Jugendlicher“, wie oft behauptet wird. Mit wachsender Zukunftsangst wachsen gerade in der Mittelschicht neue alte Vorurteile heran, die unsere Gesellschaft spalten. Bei den Bundestagswahlen 2005 stimmten im Saarland rund zehn Prozent der Erstwähler für die NPD. Mit der guten Arbeit unseres NDC (Netzwerk für Demokratie und Courage) ist es gelungen, Jugendliche und junge Erwachsene darüber zu informieren, welche Ideologie sie mit so einer vermeintlichen „Protestwahl“ eigentlich unterstützen. 2009 landete die NPD nur noch bei 1,5 Prozent, und auch die Zahl der NPD-Erstwähler hatte sich halbiert. Es hat lang gedauert, bis die saarländische Landesregierung begriffen hat, warum diese Art Bildungsarbeit von Jugendlichen für Jugendliche so wertvoll ist.

Deutschland ist schon lange ein Einwanderungsland, wir brauchen auch in Zukunft Einwanderung. Nun nimmt Deutschland seine Migranten endlich zur Kenntnis – aber immer weniger Ausländer wollen hier leben. Das Saarland hat durch seine Grenzlage zu Frankreich und Luxemburg eine ganz besondere Situation. Wenn wir uns abschotten, ist bei uns wirtschaftlich und kulturell tote Hose angesagt. Mit anderen Worten: Wir tun etwas gegen Nazis, weil wir auch im Jahr 2050 Baguettes frühstücken wollen. Und zwar die guten vom französischen Bäcker in Forbach, nicht die eingeschweißten vom deutschen Dumping-Discounter!“

 

  1. Kommentar von Chen-Xin Danny Chiang — 13. Februar 2010 @ 02:55

    hey,
    ihr seit ja echt gut drauf. Immer
    überlegen wie man die Jugendlichen
    von ab bringt.

    ich hab auch ein Anti-Nazi-Video

    Der Junge in dem Video, dass bin ich:

    Chen-Xin Danny, obdachlos, 16 Jahre alt

  2. Kommentar von Chen-Xin Danny Chiang — 13. Februar 2010 @ 02:55

    Ups:

    hier das Video:

    http://www.youtube.com/watch?v=fL_kdGjR10c

  3. Kommentar von Chen-Xin Danny Chiang — 21. April 2010 @ 16:13

    Nachdem mehrere Male vom Amtsvormund meine Videos
    gelöscht wurden, darunter auch das Anti-Nazi-Video
    mit über 5100 Zugriffe innerhalb von 3 Monaten,
    nunmehr noch mal ein Versuch über Myvideo.de:

    http://www.myvideo.de/watch/7479065/Chen_Xin_Danny_vertreibt_Moerser_Nazi

    Sie wollen mich fertig machen aber Chen-Xin Danny gibt
    nicht auf. Ich werde am 1.Juni 17 Jahre alt und dann ist es
    nur noch 1 Jahr bis zur Volljährigkeit. Dann geht der Kampf
    erst richtig los. Das Dreckspack hat dann dem Staat einen
    Staatsfeind geschaffen. Mit mir wird der Drecksstaat noch so
    richtig seinen Ärger haben.
    Chen-Xin Danny Chiang, 16 Jahre alt und obdachlos.
    Das Dreckspack vom Jugendamt hat mir Schulverbot erteilt.
    Bei http://www.heimkinderverband.de , dann “Schwarze Liste” ,
    dann Moers —> Danny C. = Chen-Xin Danny Chiang. Das bin ich.

    Hier noch andre LINKS von mir:

    http://www.anwalt24.de/fachartikel/verfassungsbeschwerde-zur-versagung-von-beratungshilfe-weil-das-jugendamt-billiger-sei-als-der-fuer-30-00-beratende-rechtsanwalt-und-womoeglich-auch-kompetenter-1-bvr-482-06

    Dann hier:

    http://dierkschaefer.wordpress.com/2010/01/04/demonstration-in-berlin-geplant/

    https://www.vehev-forum.de/viewtopic.php?f=35&t=91

    Geht mal nach Google und schreibt die Begriffe rein:
    ” Chen-Xin Danny ”

    Ihr findet meine Eintragungen an vielen Stellen.

    Euer Chen-Xin Danny Chiang, 16 Jahre alt und obdachlos durch
    das Jugendamt 47441 Moers, Am Jungbornpark 169, durch Amtsvormund.

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