Deutschland-Fußball-Homophobie: “Kein schwuler Spieler sollte sich alleine outen” (Zitat:Corny Littmann) – mit der Unterstützung von Verbänden und Mitspielern fällt ein Outing vielleicht leichter

 Corny Littmann bei einer Lesung

Der Präsident des FC St. Pauli gab in der Hamburger Morgenpost ein Interview zum Thema Homophobie im Fußball. In seinem Interview appelliert er noch einmal mit der Forderung des DFB – Präsidenten Theo Zwanziger “das Kartell der Tabuisierer und Schweiger zu durchbrechen” (Zitat Zwanziger bei der Trauerfeier für den verstorbenen Robert Enke) an die Öffentlichkeit und die Vereine.

Die Forderungen seitens des DFB und vieler anderer, wie den Bundesliga-Trainern Jürgen Klopp und Christoph Daum, mit dem Thema Homosexualität im Fußball normal umzugehen, ist klar. Corny Littmann weiß zu berichten, dass sich viele Dinge in die richtige Richtung entwickeln, aber das sei definitiv nicht genug. Im Moment kann man wohl keinem Spieler anraten, sich allein und ohne Unterstützung anderer, in der Bundesliga als schwul zu outen. Die Angst vor der Reaktion der Fans und gar von Mitspielern (dies wäre wahrscheinlich das geringere Problem) sitzt tief. Nach einem Outing wäre ein einzelner Spieler gefährdet und einem unendlichen Druck von Beleidigungen ausgesetzt. Gerade von gegnerischen Fans ist ein solches Verhalten derzeit noch zu erwarten. Wir appellieren an die Spieler, die es betrifft. Ein Outing mehrerer Kollegen wäre hilfreich, um das was in unserer Gesellschaft ganz normal ist, auch in den Fußballstadien zu erreichen. J. M. für LGN

Das vollständige Interview finden Sie unter:

http://www.mopo.de/2010/20100204/hamburg/kultur/kein_schwuler_spieler_sollte_sich_alleine_outen.html

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