54 Millionen Unique User konnten wir mit der Presse-/ u. Öffentlichkeitsarbeit über die Berichterstattung für 361 Grad Toleranz erreichen – Aber auch so erfreut sich “Laut gegen Nazis” über einen breiten Zuspruch – 150.000 angemeldete Leserinnen und Leser auf diesem Blog und weitere Daten

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Linksextremismus, Musik, Politik, Rechtsextremismus, Verein, YouTube, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 22:33 Uhr am 31. Januar 2010

zeitungen

Seit dem 01. August 2004 versuchen wir durch eine breite Presse-/u. Öffentlichkeitsarbeit Zusammenschlüsse in der Zivilgesellschaft gegen den wachsenden Rechtsextremismus in Deutschland zu schaffen. Dank unserer Partner gelang dies und wir schauen mit Freude auf die Zahlen und Auswertungen.

Hervorstechend ist die Kampagne “361 Grad Toleranz”, die wir gemeinsam mit YouTube als Initiator in das Leben gerufen haben. Dank vieler mitwirkender prominenter Partner wie  “Silbermond”, Smudo, Ulrich Wickert, Mathias Schweighöfer und vieler Weiteren sowie unter der Schirmherrschaft des Bundeskanzleramtes, konnten wir in dem Zeitraum August bis Dezember 2009 einen Großteil der Gesellschaft erreichen. Aber auch die Auswertungen unserer Kampagne selbst stimmen uns positiv.

 Podium 361 IMG_8221

Daten und Fakten:

Die Aktion:

Teilnehmer: über 350 eingereichte Schülervideos

YouTube-Kanal: über 250.000 Kanalaufrufe

Videoabrufe: 1,3 Millionen mal (alle Aufrufvideos)

Medienberichterstattung:

über 54 Millionen Unique User

über 6,5 Millionen TV-Zuschauer

über 5 Millionen Leser (Print)

Auch im Jahre 2010 werden wir gemeinsam mit YouTube und der Amadeu Antonio Stiftung und vielen weiteren Partnern die Aktion “361 Grad” fortsetzen.

“Laut gegen Nazis” – Internetdaten/Stand Januar 2010:

LautgegenNazis_Logo www.lautgegennazis.de – Daten 2009/2010:

Page Views: 1,94 Millionen     / letzten 12 Monate: 2,01 Millionen    Visits: 7,49 Millonen 

www.lautgegennazis.de/blog – Die Redaktion – Daten:

150.000 registrierte und angemeldete Leserinnen und Leser /täglich 500 neue Kontakte

YouTube_150dpi   www.youtube.com/lautgegennazis

Insgesamt: 278.000 Views (Videos)     Channelviews: 59.000    pro Tag: 2.800 Views

Most popular Video: Sportfreunde Stiller (Antinazibund)/ 62.000 Views

myspace_black_kl

Insgesamt: 317.000 Besucher auf dem Profil     Verlinkungen in der Community: über 17.500

Widgets (RSS-Feed) zu www.lautgegennazis.de/blog innerhalb der Community: über 2.600 x / im Ranking steht LGN in den Widget Charts (MySpace) in Deuschland auf Platz 1 als politisch-soziale Institution.

FM_Banner neu_2 www.laut.m/gegennazis

Hörer/monatlich: über 6.000 – Der Sender besteht erst seit zwei Monaten.

google logo  Ergebnisse im Web unter dem Suchbegriff “laut gegen nazis”

ca. 528.000 Ergebnisse (17,7 Millionen Nennungen?) Copie/Google:Ergebnisse 110 von ungefähr 17.700.000 für “laut gegen nazis”. (0,28 Sekunden)

Bildsuche: über 600 Ergebnisse

Ergebnisse der Presse-u./ Öffentlichkeitsarbeit von 2004 bis 2010:

Erreichte Auflage/Printmedien: über 150 Millionen

Darüber hinaus erreichten wir viele Berichterstattungen im TV-/Rundfunk. Auswertung konnte leider nicht konkret erfolgen.

Fakt ist, der Sinn unserer Kampagne ist mit diesen Ergebnissen mehr als bestätigt. Wir danken allen Journalisten und Redaktionen, die uns in den vergangenen fünf Jahren in ihrer Berichterstattung berücksichtigt haben und hoffen, dass wir auch in Zukunft eine ganze Menge bewegen können. Nötig ist dies allemal. Angesichts der massiven Bedrohung durch einen wachsenden Rechtsextremismus mit seinen Folgen, müssen wir weiter handeln.

Wir möchten darauf hinweisen, dass die hier genannten Zahlen Zahlen sind und zunächst nichts darüber aussagen, was wir an der Basis erreicht haben. Wir haben diese Zahlen durch unsere Veranstaltungen und die Unterstützung von kleinen Initiativen und großen Projekten erreicht. In diesen Zahlen sind die meist von uns praktisch umgesetzten Aktionen leider nicht zu ersehen, aber diese sind der Grund für unseren Erfolg und letztendlich noch viel wichtiger-denn sie helfen meist dort wo die Notwendigkeit zum Handeln besteht. 2010 wird ein spannendes Jahr. Geplant sind die Aktionen “361 Grad” in Zusammenarbeit mit YouTube, die Antirassismuswochen in Saarbrücken, die D-Jugend Fußball WM 2010 Kiel und ganz viele weitere Projekte, die hoffentlich wieder im öffentlichen Interesse stehen. Wir bedanken uns bei allen, die uns helfen!

J. M. für LGN

 


Fußball-Football-iranisch:Jame Jahanie Footballe nonahalan dar Alman Kiel az 13 Ta 15 Mai 2010. Biaid be Bozorgsalan neshan bedahim. Football bedune Negad Parasti wa Marz gozari wa Khoshunat – D – Jugend Fußball WM Kiel

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Online Radio, Politik, Rechtsextremismus, Verein, YouTube, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 15:30 Uhr am

www.youtube.com/lautgegennazis


Deutschland-Dresden: Das Thema Rechtsextremismus steht derzeit nicht im Fokus der Öffentlichkeit – dabei rüsten sich z. B. bis zu 8.000 Rechtsextreme für ihren Aufmarsch in Dresden am 13. Februar 2010 und auch sonst kehrt keine Ruhe ein! Aufruf!

Kategorie: Allgemein, Festival, Linksextremismus, Musik, Online Radio, Politik, Rechtsextremismus, Verein, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 15:11 Uhr am

nazis dresden untitled Aufmarsch in Dresden 2009-und sie kommen gerne wieder

In gewissen Abständen merken wir seit unserem Engagement gegen den wachsenden ”Rechtsextremismus”, dass das mediale Interesse und das Interesse zum Thema in der Gesellschaft, Schwankungen unterworfen ist. Wahrscheinlich kann man schon fast von einer unregelmäßigen Lethargie sprechen. Die aktuellen Meldungen halten sich (zumindest betreffend Dresden) in Grenzen. Wir haben soeben die News zum Thema bei Google abgefragt. Und wieder stolperten wir über einen weiteren Brandanschlag eines Nazis, diesmal auf das “Haus der Demokratie” in Zossen. Die dort arbeitende Bürgerinitiative wird schon länger massiv von Rechtsextemen bedroht.

"Zugabe" fordern Nazis im Internet     © Zossen zeigt Gesicht e.V. Haus der Demokratie-Zossen (Quelle: störungsmelder.de)

Einen Artikel hierzu finden Sie unter: http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2010/01/25/neonazis-fotografieren-sich-vor-brennendem-haus-der-demokratie_2441

Besonders viele unterschiedliche Meldungen findet man derzeit nicht. Eher Befremdliches. Da wäre z. B. die neue Bundes -Familienministerin Köhler, die offensichtlich eine Verfassungsschutzprüfung der Initiativen gegen den Rechtsextremismus in diesem Lande anstrebt und dabei vergisst, dass die meisten Initiativen durch Demokraten in das Leben gerufen werden. Na, herzlichen Glückwunsch. Das wäre dann ja genau in die richtige Richtung gedacht. Nun, die neue Bundesregierung macht sich ja anscheinend eh mehr Sorgen um das Thema Linksextremismus und um den islamischen Terror. Ein komischer Ansatz, wenn wir doch wissen, dass sich rechtsextreme Ideologien immer mehr in der Gesellschaft etablieren (s. a. unseren Artikel zum Thema “Rechtsextreme an Universitäten” http://www.lautgegennazis.de/blog/2010/01/29/deutschland-rechtsextreme-an-deutschen-universitaten-sind-keine-seltenheit-von-dem-irrglauben-nazis-seien-dumm/). Alltagsrassismus, Antisemitismus und Ausgrenzung sind heute leider nicht ungewöhnlich und wieder ein Nährboden solcherlei Ideologien.

Wer prüfen möchte, wovon wir reden, sollte sich den News-Link mal anschauen: http://news.google.com/news/search?um=1&cf=all&ned=de&hl=de&q=rechtsextremismus&cf=all&start=0

10 Jahre Naziaufmarsch in Dresden-Gesetzesbruch durch Sitzen?:

Auch in diesem Jahr verspüren wir das, was wir im letzten Jahr auch schon wahrgenommen haben. Sicherlich dank des Kulturbüros Sachsen und diesmal gar der Stadt Dresden unter der Leitung von Oberbürgermeisterin Orosz, stellen wir fest, dass sämtliche Gegenmaßnahmen, gegen den Aufmarsch, Unterstützer aus der Republik erhalten (auch wir unterstützen). Hier ist inzwischen durchaus ein starker Zusammenschluss aus der Zivilgesellschaft entstanden.

Jedoch lesen wir diesbezüglich sehr wenig in der bundesweiten Presse. Wir wünschen uns mehr Druck aus der Öffentlichkeit, wenn es um die Vermeidung des Naziaufmarsches am 13. Februar 2010 in der Stadt geht. In erster Linie werden Aufrufe der Antifa wahrgenommen. Warum, können wir uns bei Weitem nicht erklären. Fakt ist, wer schon einmal die braune wabernde Masse, durch die Straßen marschierend in Dresden erlebt hat, müsste eigentlich vor Angst erstarren. Vor allem diejenigen, denen ihre Freiheit lieb ist. Die Rechtsextremen verhalten sich während ihres Marsches wohl so anständig, dass das Bild einer Gefahr gar nicht erst entstehen kann. Das ist ein Irrglaube! Im Jahre 2009 hatten diese nach der Veranstaltung auf Raststätten und auf dem Heimweg zugeschlagen. Und da gab es durchaus Opfer zu beklagen (z. B. der Angriff auf einen DGB Bus). Der Fokus der Öffentlichkeit liegt dann doch eher auf der Gegendemonstration. Brennende Autos und Steine die fliegen, sind dann doch aufregender. Welch fataler Trugschluss und wir hoffen sehr, dass genau solcherlei Szenen nicht stattfinden. Ziviler, friedlicher Ungehorsam in Form von Sitzblockaden, sehen wir durchaus als Mittel, auch wenn so ein Vorhaben rechtlich eigentlich nicht zulässig ist. Deswegen können wir solcherlei Maßnahmen nicht empfehlen, aber verstehen sie durchaus sehr gut. Denn einfach zu tolerieren, dass 8.000 Nazis 65 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz unbehelligt durch eine deutsche Stadt marschieren können, weil es das Grundgesetz leider gebietet, finden wir schlimmer, als ein Gesetzesbruch im Sitzen. Aber auch die angestrebte Menschenkette, oder gerade diese, von Dresdener Bürgerinnen und Bürgern sowie von Menschen die sich aus dem Bundesgebiet dort zusammenfinden, wollen wir von hier aus noch einmal nachhaltig unterstützen.

Aufruf des Kulturbüro Sachsen:

Am 13. Februar 2010 in Dresden – Erinnern und Handeln-Aufruf zum Friedensgebet für alle Menschen guten Willens

 Wir laden alle Menschen ein, sich am 13. Februar 2010 unter dem Motto 13. Februar 2010 – Erinnern und Handeln an der Menschenkette Dresdner Bürgerinnen und Bürger und dem hinführenden Friedensgebet an verschiedenen Stationen der Erinnerung zu beteiligen. Wir beten für Frieden und Menschenwürde, für gleiche Rechte aller Menschen ohne Ansehen der Religion, der Nationalität, der Hautfarbe, des Geschlechts und des Standes, für Stärkung  gesellschaftlichen Engagements gegen Menschenfeindlichkeit und Gewalt.

Wir wollen mit unseren Gebeten und Posaunen gehört und gesehen werden von denen, die den Gedenktag missbrauchen, um ihre rechtsextremistische Gesinnung zu demonstrieren. Wir halten öffentlich sicht- und hörbaren Widerstand gegen extrem rechte Dominanzbestrebungen und Aufmärsche für unverzichtbar, um deutlich zu machen, dass diese gesellschaftlich zu ächten sind. Rechtsextremismus in Dresden und anderswo ist unvereinbar mit demokratischen Werten, die für viele von uns in unseren jeweiligen religiösen Überzeugungen wurzeln.

Denn wieder mobilisieren zum 13. Februar 2010 – dem Jahrestag der Bombardierung Dresdens – Rechtsextremisten aus ganz Europa zu einem Aufmarsch in Dresden. Dieser hat sich in den vergangenen zehn Jahren zum größten europäischen Treffen der Alt- und Neonazis entwickelt. Der Aufmarsch steht in den Traditionslinien des historischen Nationalsozialismus. Die Gleichsetzung der Opfer der Luftangriffe auf Dresden mit den Ermordeten in den Konzentrations- und Vernichtungslagern soll den Holocaust verharmlosen. Damit wird der Vernichtungscharakter der deutschen Kriegsführung im 2. Weltkrieg verschwiegen und die Fragen nach Schuld und Verantwortung werden verdreht. Das Ziel der Alliierten war die Befreiung Europas und Deutschlands vom Nationalsozialismus. Die Bombardierung Dresdens steht damit im Zusammenhang mit der Beendigung dieses mörderischen Regimes. Diese Sicht schließt auch die Trauer um die Toten dieses Bombenangriffs auf Dresden ein.

Wir wollen deutschlandweit diejenigen Religionsgemeinschaften und gesellschaftlichen Gruppen, die Kirch- und Pfarrgemeinden und alle Engagierten in Dörfern und Städten stärken, die für eine demokratische Kultur einstehen und sich immer wieder beherzt dem Rechtsextremismus in den Weg stellen. Deshalb werden wir als breites Bündnis – in der Tradition der Friedensgebete der Kirchen in der DDR – am 13. Februar 2010 bei dem zur Menschenkette hinführenden Friedensgebet mit allen Menschen guten Willens „Erinnern und Handeln in Dresden“.

Erst-AufruferInnen:

Karl-Heinz Maischner, Leiter der Evangelischen Erwachsenenbildung Sachsen und Karla Groschwitz, EKD-Synodale für die AG „Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus“ in der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens Ruth Misselwitz und Dr. Christian Staffa, für Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V. Anetta Kahane, für die Amadeu Antonio Stiftung Grit Hanneforth und Friedemann Bringt, für das Kulturbüro Sachsen e.V.

Wer nicht nach Dresden fährt, kann auch seinen Unmut über die Präsenz der Nazis und deren Geschichtsverdrehung über uns und www.laut.fm/gegennazis äußern. http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/projekte/aktuelle-aktionen/im-radio-gegen-nazis/

J. M. für LGN


Fußball/Football-englisch: Be a role model for the adults! Football without racism, exclusion and violence – The world championship for the youth at the age of 12 to 14 from 13th to 15th of may in Kiel – D-Jugend Fußball WM 2010 Kiel

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Online Radio, Politik, Rechtsextremismus, Verein, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 19:17 Uhr am 29. Januar 2010

See you!


Deutschland: Rechtsextreme an deutschen Universitäten sind keine Seltenheit – Von dem Irrglauben – Nazis seien dumm!

Kategorie: Allgemein, Linksextremismus, Online Radio, Politik, Rechtsextremismus, Verein, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 18:46 Uhr am

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Bildbeschreibung: Auftakt zur Bücherverbrennung am 10. Mai 1933: Die Münchner Studentenschaft feierte in Anwesenheit von Professoren und Vertretern der Staatsregierung die “nationale Revolution” im Lichthof der Ludwig-Maximilians-Universität. (Foto: Valérien)-Quelle: www.ns-dokumentationszentrum-muenchen.de/spal…

Ein Irrglaube im Umgang mit der neuen rechtsextremen Szene ist immer noch: “Nazis seien dumm, primitiv, ungebildet…” Wir wollen mal wieder, wie so oft, darauf hinweisen, dass dies nicht der Fall ist. Neben der Tatsache, dass auch heutzutage einige Mediziner noch immer fasziniert von der Rassentheorie der Nazis sind (Beispiel: damalige Planungen eines Arierzuchthofes von dem verstorbenen Rechtsanwalt Jürgen Rieger in Verden, der dort Meetings mit Ärzten abhielt um Forschungen à la Lebensborn zu besprechen), gibt es Akademiker aus allen Richtungen, Juristen und Unternehmer die auch heute noch einen gewissen Nationalismus, Antisemitismus und Rassismus vertreten, der dem von damals nahekommt. Neuerdings üben sich rechtsextreme Studenten darin, an Universitäten in Deutschland wieder Fuß zu fassen. Hier entsteht eine neue rechtsextreme Elite, die für unsere Zukunft sehr viel gefährlicher ist, als stumpfe Schlägernazis.

“Braune Biedermänner”: Wir stießen auf einen Artikel von Unispiegel/Spiegel.de, der die aktuelle Situation an Deutschlands Universitäten beschreibt:

http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,668330,00.html


Fußball/Football-französisch: Le championnat du monde de la jeunesse entre 12 et 14 ans pendant le 13 et le 15 mai à Kiel – Football sans racisme, exclusion et violence – D-Jugend Weltmeisterschaft Kiel 2010

Kategorie: Fußball, Politik, Rechtsextremismus, Verein, YouTube, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 13:33 Uhr am

Nous nous réjouissons!
www.youtube.com/lautgegennazis


Fußball: “Wir machen es den Großen vor” – Fußball ohne Rassismus – ohne Ausgrenzung – ohne Mobbing – ohne Homophobie – Die Jugend des Vereins Rot-Schwarz Kiel lädt zur WM ein

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Online Radio, Politik, Rechtsextremismus, Verein, YouTube, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 14:33 Uhr am 28. Januar 2010


 

Wir berichteten bereits betreffend unserer Vorbereitungen für die D-Jugend Fußball WM von 13. bis 15. Mai 2010 in Kiel. Die Jugendlichen selbst laden in fünf Sprachen per Video, Mannschaften aus ganz Europa ein, schon vor der großen FIFA WM 2010 in Südafrika einen Weltcup ohne Rassismus, Ausgrenzung, Mobbing und Homophobie bei einem Turnier auszuspielen.

Selbstverständlich wollen wir mit diesem Vorhaben gemeinsam mit den Vereinen Rot-Schwarz Kiel und “Laut gegen Nazis e. V.” auch Stimmung für die große Fußball WM produzieren und darauf hinweisen, dass Rassismus, Ausgrenzung, Mobbing und Homophobie in diesem Sport nichts zu suchen haben. Gerade Jugendliche sind ein wichtiger Indikator für die Zukunft. Sie selbst können Fairness und das harmonische Miteinander im Team darstellen. Die Kids von Rot-Schwarz Kiel freuen sich auf Mannschaften aus ganz Europa. Eine entsprechende Einladung findet Ihr als PDF im Anschluss an diesen Artikel. Weitere Einladungsvideos der Jugendlichen auf “Türkisch”, “Iranisch”, “Englisch”, “Französisch” und “Dänisch” folgen in den nächsten Tagen und werden auf www.youtube.com/lautgegennazis und www.myspace.com/lautgegennazis veröffentlicht.

Wir freuen uns auf dieses Ereignis. Selbstverständlich besteht die Möglichkeit, beide Vereine bei der Umsetzung nicht nur monetär zu unterstützen. Anmeldungen und Anfragen für weitere Informationen zum Turnier, senden Sie bitte an sapeki@gmx.de

offizielles Einladungsschreiben D-Jugend WM Kiel

Diese Veranstaltung wird präsentiert von:

Kult_2010_TitelWeb FM_Banner neu_2


“Wir konnten es schließlich auch riechen, wir konnten den Rauch sehen” – “Ich kann nicht vergessen und nicht vergeben” – Lucille Eichengreen geb. Cecillie Landau

Kategorie: Allgemein, Festival, Politik, Rechtsextremismus, Spenden, Verein, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 11:49 Uhr am 27. Januar 2010

auschwitz_selektion Die Todesrampe von Auschwitz

65 Jahre nach der Befreiung der von den Nazis eingerichteten Todesfabrik “Auschwitz”, erinnern wir uns an eines der emotionalsten Projekte die wir im Rahmen unserer Kampagne je durchgeführt haben. 2007 nahmen wir mit Stefanie und Andreas von Silbermond ein Hörbuch auf. Mit diesem Werk wollten wir an das Elend und den Mord an sechs Millionen Juden, Sinti & Roma, Homosexuellen und politischen Gegnern der Nazis in den Konzentrationslagern erinnern. Wir vertonten die Autobiografie von Lucille Eichengreen geb. Cecillie Landau. Die Verfolgung und Deportationen durch die Nazis in Deutschland und Europa bedeuteten ein schweres Leid und den Tod für die Opfer.

“Ich kann nicht vergessen und nicht vergeben” ist ein Zitat von Lucille Eichengreen geb. Cecillie Landau, welches uns geprägt hat. Vergessen ist einfach, wie auch im vorigen Artikel zur FPÖ in Österreich und so vielen Gegebenheiten ersichtlich. Als Stefanie die gefühlvoll geschriebene Autobiografie von Lucille Eichengreen in einem Berliner Studio las, mussten wir mehrmals unterbrechen. Gar Tränen konnten wir bei der sonst selbstbewussten Sängerin feststellen. Kein Wunder. Lucille Eichengreen beschreibt in ihrem Buch “Von Asche zum Leben” die Geschichte ihrer Familie mit detaillierten bildhaften und vorstellbaren Texten. Schon 1938 wurde ihr Vater von den Nazis deportiert und ermordet. Sie musste im Ghetto Lodz mit ansehen, wie ihre kleine Schwester mit weiteren Kindern auf einen LKW verladen und wahrscheinlich anschließend in einem Waldstück in der Nähe des Ghettos vergast wurde. Ihre Mutter zerbrach schwer krank an der Situation im Ghetto und verstarb.

Lucille Eichengreen überlebte das Martyrium der Nazis, obwohl sie das Ghetto Lodz, die Konzentrationslager Neuengamme, Auschwitz und Bergen Belsen ertragen musste. Ihre gesamte Familie und die meisten Angehörigen wurden von den Nazis ermordet.

l u. s.0,1020,873730,00 Stefanie & Lucille Eichengreen 2007

Im Jahre 2007 lernten wir Lucille Eichengreen persönlich kennen. Bei einem Termin in Hamburg traf sie auf Stefanie von Silbermond, die ihre Stimme der Geschichte von Lucille Eichengreen auf dem Hörbuch gab. Bewegend waren diese zwei Stunden in einem Café. Selbst unser Historiker Dr. Andreas Strippel konnte seine Emotionen nicht verbergen. Lucille Eichengreen, die in Amerika lebt und deutschen Boden erst wieder in den neunziger Jahren betrat, schilderte persönlich das Leid ihrer Familie. Immer wieder wies sie darauf hin, dass sie nicht vergessen kann und eben auch nicht vergeben. Sie war in Hamburg geboren und berichtete, dass sich aus dieser Stadt nie jemand bei ihr für das Angetane entschuldigte. Ganz im Gegenteil-eher stellte sie einen Verdrängungsprozess der Deutschen fest, der sie nochmals nachhaltig verletzte. Unmittelbar von dem Café entfernt wuchs sie Anfang der Dreißiger auf und erzählte davon, dass sie und ihre Freundinnen auf der Straße in unmittelbarer Nähe als Drecksjuden beschimpft und von HJ´lern gejagt wurden.

Alle Beteiligten, die diesen Termin erlebten, auch zwei Redakteurinnen von dpa und Spiegel Online waren sprachlos, bedrückt über das von Lucille Eichengreen geschilderte Leid.

Stefanie stellte die Frage, ob die Deutschen von dem ganzen Vorgehen gewusst hätten. Lucille Eichengreen bestätigte das, was wir vermuteten und sagte “… es muss schon sehr schwer gefallen sein die Deportation seines Nachbarn und die Prügel gegen Juden und Andersdenkende auf der Straße nicht mitbekommen zu haben.”

In einem Spiegel Online Interview schilderte sie ihre Ankunft in Auschwitz mit einem Satz, um zu beschreiben, dass eigentlich jeder von dem Treiben in dem Konzentrationslager, projezierend auf alle Lager in Europa, gewusst hat:

“Wir konnten es schließlich auch riechen, wir konnten den Rauch sehen” – gemeint waren die Öfen und Schornsteine der Krematorien in denen die Ermordeten verbrannt wurden.

Auch 65 Jahre danach – trägt unsere Generation und die folgenden Generationen Verantwortung dafür, einen Völkermord nie wieder zuzulassen und jede Form von Ausgrenzung, Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und Menschenverachtung zu verhindern!

J. M. für LGN


Österreich:”Es gab Gaskammern,aber nicht im Dritten Reich” – FPÖ Politiker überhaupt nicht fein – Zitate von Abgeordneten sprechen für sich – hier werden Abgeordnete von anderen Parteien gerne mal als “Landtagsschwuchtel” bezeichnet – Homophobie und Antisemitismus scheint die Grundphilosophie

Kategorie: Allgemein, Festival, Politik, Rechtsextremismus, Spenden, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 15:30 Uhr am 26. Januar 2010

fpöVersorgungsStrache Die FPÖ ist gar nicht so nett

Die FPÖ strebt nach hohen Ämtern in dem Nachbarland, welches von 1938 bis 1945 von Hitlers Nazis “…heim in´s Reich!” geholt wurde. Auch in Österreich scheint es Probleme mit der Geschichtsaufarbeitung zu geben. Ein Rechtsextremer Jura Student in Wien, hatte gegenüber des Magazins “blond” vor einiger Zeit betont: “…wenn Österreich wieder zu Deutschland gehören würde, würde er selbstverständlich die NPD wählen”. Der smarte Vorsitzende der FPÖ in Österreich möchte irgendwann im Übrigen Bürgermeister der Stadt Wien werden. Was seine Kameraden so im Parlament veranstalten, ist doch eher erschreckend. Eine gruselige Vorstellung, wenn die FPÖ noch höher in Amt und Würden stünde, wie sie es eh schon tut.

Schon erstaunlich, dass man bei unseren Nachbarn offensichtlich Äußerungen zulässt, die wir hier, so hoffen wir, verabscheuen. Wenn FPÖ Abgeordnete beispielsweise jemanden als “Exiljuden aus Amerika” bezeichnen, dann ist das kennzeichnend für Menschen, die nichts aber auch garnichts aus der Geschichte gelernt haben. Wie stehts denn mit der Situation in Österreich? Zumindest, was die Geschichtsaufarbeitung selbst angeht, scheint es dort schlimmer als anderswo. Wir erinnern uns an eine Dokumentation über ein in Amerika lebendes Holocaust-Opfer, welches Jahrzehnte lang versuchte, die Besitztümer ihrer Familie in Wien zurückzuerhalten. Ohne Erfolg, trotz amtlicher Dokumente. Auf den verstorbenen Kärtener Haider, wollen wir hier nicht eingehen, sonst könnte man meinen, wir würden fies nachgrätschen. Aber auch dieser, war ein bekennender Holocaust-Leugner.

Wir erhielten einen Aufruf zu einer Demonstration gegen rechtsextreme Tendenzen am 17. April 2010 in Braunau am Inn, die Geburtsstadt Hitlers ist jährlich Anlaufpunkt für Nazis und Rechtsextreme aus ganz Europa. Vor allem auch deutsche Kameradschaften finden den Weg dorthin. J. M. für LGN

Hier der Aufruf nebst Pressemitteilung:

Liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Antifaschistinnen und Antifaschisten!

In Wien will FPÖ-Chef Strache Bürgermeister werden und längerfristig will er die FPÖ bundesweit zur Nummer eins machen. Rassistische, homophobe und antisemitische Aussagen stehen bei FPÖ-Politikern offenbar auf der Tagesordnung, da wird schnell mal jemand als „Exiljude aus Amerika“ bezeichnet oder ein Abgeordneter als „Landtagsschwuchtel“ bloßgestellt. Das geht dann sogar soweit, dass die Gräueltaten des NS-Regimes klein geredet werden: „Es gab Gaskammern, aber nicht im Dritten Reich“, gab Ex-FPÖ-Bundesrat Gudenus einmal zum Besten. Ebenso dürfte der extrem rechtsgerichtete Wieser, bei den letzten Bürgermeisterwahlen FPÖ-Kandidat in Wels, ein gewisses Demokratiedefizit besitzen,…

… diesen Teil des Aufrufes mussten wir aufgrund der Androhung einer Klage wegen der Verletzung des Persönlichkeitsrechtes, durch die betreffende Person, entfernen! (Die Redaktion)

Doch rechte Parolen und FPÖ-Hetze lösen keine Probleme: Gemeinsam für Umverteilung!

Besonders das vielzitierte “dritte Lager” profitiert aus der Wirtschaftskrise, aus Massenarbeitslosigkeit und der scheinbaren Orientierungslosigkeit der übrigen Parteien. Die Rechte gibt sich als “Vertreter des kleines Mannes”, aber anstatt Lösungen zu nennen, werden Sündenböcke für soziale und politische Probleme vorgeführt. In ihrer Propaganda putzen sie sich geradezu bei jenen Menschen die Schuhe ab, die am untersten Ende der Gesellschaft stehen. Ganz nach der Losung “Nach oben buckeln und nach unten treten” werden Ängste und Hass gegen Menschen anderer Herkunft geschürt. Wenn man sich die Politik der Rechten nämlich so ansieht, dann könnte man glauben, dass das einzige Problem, das es in Österreich gibt, ein paar tausend Menschen sind, die im Jahr in unserem Land um Asyl ansuchen. Diese Menschen werden in ihrer Heimat oft verfolgt, gefoltert oder mit dem Tod bedroht. Und da ist es schon ein besonders erbärmliches Armutszeugnis, wenn jemand glaubt, genau diese Menschen als Verantwortliche für die schlechte wirtschaftliche Lage zu beschuldigen.

Auch wenn die FPÖ gerade einen Höhenflug genießt, dürfen wir dabei nicht resignieren, sondern müssen dieser Partei und ihrer Politik entschlossen Paroli bieten. Denn wenn wir uns ehrlich sind, gibt es keine Partei, gegen die es bessere Argumente gibt: die FPÖ hat gemeinsam mit der ÖVP das österreichische Sozialsystem zertrümmert, sie hat in ihrer Regierungszeit Österreich schamlos als Selbstbedienungsladen benutzt, Postenschacherei sondergleichen betrieben und komplett unfähige Personen zu völlig überhöhten Gehältern an die Schaltstellen dieser Republik gesetzt. Und wenn wir das Vorzeigebeispiel der Rechten das Bundesland Kärnten betrachten, sind wohl die Parteispenden-Affäre und der Hypo-Skandal nur die Spitze des Eisbergs!

Wir weisen diese Politik aufs Schärfste zurück und wollen der FPÖ den Lack der „sozialen Heimatpartei“ herunterkratzen. Die antifaschistische Demonstration in Braunau am Inn stellt sich traditionell seit Jahren rechtsextremen Umtrieben entgegen! Gemeinsam rufen wir auch in diesem Jahr zu einer antifaschistischen Kundgebung unter dem Motto “Soziale Gerechtigkeit statt rassistische Hetze” am Samstag, dem 17. April 2010 in Braunau auf und ersuchen alle demokratischen Kräfte um Unterstützung.

Demonstration am Samstag, 17. April 2010:
» Soziale Gerechtigkeit statt rassistische Hetze «
Treffpunkt: 15 Uhr am Bahnhof Braunau/Inn

Auch in diesem Jahr sollen aus verschiedensten Städten Österreichs und Deutschlands wieder Busse organisiert werden. Schreibt uns bitte, falls ihr euch an einem Bus beteiligen möchtet. Sehr dankbar wären wir, wenn ihr auch selbstständig einen Bus oder zumindest Fahrgemeinschaften zur Demonstration organisieren könnt. Gebt uns dazu bitte möglichst rasch Bescheid.

Zeigt euch solidarisch und unterstützt die antifaschistische Demonstration in Braunau/Inn:

Antifaschismus darf nicht Selbstzweck sein, denn der gemeinsame Kampf gegen Rechtsextremismus und Neofaschismus geht uns alle an. Gerade deshalb ist es wichtig in einem bunten und vielfältigen Bündnis an einem Strang zu ziehen. Wir wollen über Partei- und Organisationsgrenzen hinweg ein deutliches Zeichen für ein Miteinander ohne Rassismus und Ausgrenzung setzen. Lassen wir uns nicht auseinander dividieren, ergreifen wir gemeinsam Zivilcourage.

Um als Organisation die Demonstration zu unterstützen, bitte per Mail an wenden. gegenrechts@gmx.net

Wir haben enorme Kosten durch die Demonstration, bitte unterstützt uns:

Um die Bewerbung dieser Demonstration sowie zahlreiche andere Ausgaben (Bus, Anlage, Transparente, etc.) finanzieren zu können, ersuchen wir euch um eine finanzielle Unterstützung nach eigenem Ermessen.

Bündnistreffen: Letztes Jahr kam Kritik zur Organisation bzw. Leitung der Demonstration auf, um diese für die Zukunft möglichst vermeiden zu können, laden wir in diesem Jahr herzlichst zu einer Bündnisveranstaltung ein. Der genaue Termin und Veranstaltungsort wird frühest möglich bekannt gegeben. Eingeladen sind alle unterstützenden Organisationen und Privatpersonen.

Die Homepage zur Kundgebung ist unter abrufbar.
http://www.braunau-gegen-rechts.info

Für Fragen zur Demonstration stehen wir euch selbstverständlich jederzeit zur Verfügung. Um das Bündnis und den Demo-Aufruf zu unterstützen, schickt uns einfach postwendend eine Bestätigungsmail. Anbei findet sich der Aufruf zur Demonstration “Soziale Gerechtigkeit statt rassistische Hetze!” als PDF-Datei. Wir bitten um Veröffentlichung in euren Medien!

mit antifaschistischen Grüßen,
Raffael Schöberl
f. d. Bündnis “braunau gegen rechts”

Pressemitteilung:

antifa-demo170410


Dresden-Sachsen-Klingenhain: Durch einen vermutlich rechtsextremen Brandanschlag verlor eine Familie ihre Existenz – Die Opferberatung des RAA Sachsen sendete uns folgenden Fall

Kategorie: Allgemein, Online Radio, Politik, Rechtsextremismus, Spenden, Verein, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 18:15 Uhr am 25. Januar 2010

solingen_brandanschlag_400h Rechtsextremer Brandanschlag auf ein Wohnhaus (Solingen 1993)

Wir unterstützen einen Spendenaufruf der Opferberatungsstelle Dresden/Leipzig. Sechs Jahre lang war eine Sinti-Familie in dem Ort Klingenhain dem Martyrium von Nazis und rechtsextremen Kameraden ausgesetzt. Ob in der Schule oder auf der Straße, mit aggressiven Bedrohungen mussten die Opfer offenbar permanent leben. Am 26. Dezember 2009 brannte ihr Wohnhaus komplett aus. Anders als damals in Solingen (5 Todesopfer), gab es bei dem Brandanschlag in Klingenhain keine Todesopfer, da die Familie nicht zu Hause war. Aber wie weit gehen die mutmaßlichen Täter noch oder demnächst wieder? Die Opferfamilie wurde ihrer Existenz komplett beraubt. Aus diesem Grunde veröffentlichen wir hier diesen Spendenaufruf:

Pressemitteilung, 25. Januar 2010

Klingenhain: Rassistischer Brandanschlag nach jahrelangen Angriffen – Opferberatung für Betroffene rechtsmotivierter und rassistischer Gewalt des RAA Sachsen e.V. unterstützt Sinti Familie.

Am 26. Dezember 2009 brannte das Haus einer Sinti- Familie in Klingenhain komplett aus. Verletzt wurde glücklicherweise niemand, da die Familie Weihnachten bei Verwandten verbrachte. Eine Rückkehr nach Klingenhain kann sich die Familie nicht vorstellen. Das Haus ist unbewohnbar. Der Caravan- Handel der Familie ist ebenfalls niedergebrannt. Die Polizei hat derzeit noch keine Erkenntnisse zu den Tätern. Die Dorfbewohner schweigen.

Dem Brandanschlag gingen jahrelange Anfeindungen und Bedrohungen voraus. Als die Familie 2003 nach Klingenhain zog, begegneten ihnen die Nachbarn mit Misstrauen. “Grund ist das Optische, das Äußere. Die ganze Familie bis zum kleinsten Kind ist dunkel. Wir fallen sozusagen aus der Reihe“, ist sich Herr H., Vater der Familie, sicher.

Von Beginn an begegneten die Dorfbewohner der Familie mit Antipathie, in der Schule kam es für Kinder und Eltern wiederholt zu bedrohlichen Situationen. Schläge, Beleidigungen und Bedrohungen waren an der Tagesordnung. Herr H.: „Es kam soweit, dass sich Neonazis vor uns mit Bierfalschen aufbauten, als wir unsere Kinder abholen wollten. Die Direktorin musste sich schützend vor uns stellen. Die Polizei kam und hat abgesperrt, damit wir rausfahren konnten.“ Auch ein Schulwechsel brachte keine Besserung der Situation.

Diesem rassistischen, antiziganistischen Klima blieb die Familie sechs Jahre lang ausgesetzt: Beschimpfungen als „Zigeuner“ oder „Dreckpack“, immer wieder Schläge, Einbrüche, Vandalismus. Einmal beschoss ein Nachbar sogar das Haus. Bei der Polizei gestellte Anzeigen wurden jedoch alle eingestellt. Nun erklärten die örtlichen Neonazis das Haus zum Angriffsziel. Von insgesamt vier Vandalismusfällen berichten die Betroffenen in den vergangenen Monaten. Im September 2009 wurde die Fensterscheibe des Kinderzimmers mit einem Stein eingeworfen, um den ein Zettel mit den Worten „Haut ab, ihr Kanaken!“ gewickelt war.

Beraterin Katja Braß sagt dazu: „Der Brandanschlag auf das Haus bildet den erschreckenden Höhepunkt jahrelanger Diskriminierungen. Ein Zurück nach Klingehain kann es nicht geben, ihre Existenzgrundlage wurde komplett zerstört. Für den Aufbau einer neuen Existenz fehlen jedwede finanzielle Mittel. Eine neue Wohnung für die neunköpfige Familie ist nicht in Sicht.“

Im Namen der Betroffenen bitten die MitarbeiterInnen der Opferbratung des RAA Sachsen e.V. um Spenden auf folgendes Konto:

RAA Sachsen e.V.

Kto.-Nr.: 0643998600

BLZ: 85080200

Verwendungszweck: Spende Klingenhain (wichtig anzugeben!)

J.M. für LGN

 


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