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	<title>Kommentare zu: Deutschland-Gera:&#8221;Wer von bunt, tolerant und weltoffen spricht, während &#8230; 4000 Neonazis feiern, verkennt entweder vollkommen die Realität oder versucht sich die Situation bewusst schönzureden&#8221;- Eine Situationsbeschreibung vom 11. Juli 2009</title>
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	<description>Rechte Gewalt kann jeden treffen!</description>
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		<title>Von: EYKE</title>
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		<dc:creator>EYKE</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 16:26:05 +0000</pubDate>
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		<description>Was ihr schreibt, ist sicherlich wahr und wiederholt sich so in den meisten Städten seit Jahren immer wieder. Sobald sich Antifas und &quot;bürgerliche&quot; AntifaschistInnen direkt mit Nazis oder eifrig daher stürmender Staatssicherheit konfrontiert sehen, wird von den (ich sag mal:) &quot;gesetzteren Antifaschisten&quot; die Messlatte, was Gewalt ist, ganz tief angelegt. Das ist oft peinlich. Diskussionsergebnisse darüber, die nahezu weltweit seit Jahrzehnten durch sein müssten (Stichwort &quot;gewaltfreier Widerstand&quot;) , werden als bösartige Behauptungen der &quot;Gewaltbereiten&quot; behandelt. Im Ernstfall steht man eben lieber im Schatten der Pollilei, mit der man sich ja als Staatsbürger beinahe bedingungslos identifiziert, egal was die machen. Wird schon richtig sein. 
Dennoch sehe ich immer wieder auch das große Desinteresse vieler Antifas, sich mit den Demovoraussetzungen der gemäßigten TeilnehmerInnen solidarisch auseinander zu setzen. Aus einer bunten Demo mit Alten, mit Familien mit Kindern, mit RollifahrerInnen usw. darf eben grundsätzlich keine Gewalt ausgehen. Diese zu gefährden, ist äußerst dumm und kurzsichtig. Passiert aber leider immer wieder. Daher vielleicht die nicht enden wollende Skepsis bei vielen GewerkschafterInnen, &quot;Linken&quot;, Religiösen und anderen.
Also ist fast überall immer noch eine viel intensivere Vorarbeit zwischen den Gruppen notwendig, und an Absprachen müssen sich alle halten. 

Wer radikalere Aktionen durchziehen will, darf die gemäßigten AntifaschistInnen nicht als Geiseln, als Schutzschilder missbrauchen. Dann muss man eben phantasievoller und geplanter in so einen Tag gehen, als nur zu sagen: &quot;Mal sehen, was in dem Tohuwabohu möglich ist ...&quot; Das wäre ehrlicher und effektiver, als von vornherein zu wissen und nichts dagegen zu tun, dass es gegen NAZIS, gegen BULLEN und letztlich noch gegen die natürlichen VERBÜNDETEN geht. Und als solche sehe ich die Leute, die ihren Mut zusammenkratzen, um überhaupt an einem solchen Tag die eigenen vier Wände zu verlassen, auf alle Fälle. Denn wenn ich GEGEN NAZIS losziehe, mache ich das auch gleich FÜR die demokratische Idee (nicht ... Grundordnung!).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Was ihr schreibt, ist sicherlich wahr und wiederholt sich so in den meisten Städten seit Jahren immer wieder. Sobald sich Antifas und &#8220;bürgerliche&#8221; AntifaschistInnen direkt mit Nazis oder eifrig daher stürmender Staatssicherheit konfrontiert sehen, wird von den (ich sag mal:) &#8220;gesetzteren Antifaschisten&#8221; die Messlatte, was Gewalt ist, ganz tief angelegt. Das ist oft peinlich. Diskussionsergebnisse darüber, die nahezu weltweit seit Jahrzehnten durch sein müssten (Stichwort &#8220;gewaltfreier Widerstand&#8221;) , werden als bösartige Behauptungen der &#8220;Gewaltbereiten&#8221; behandelt. Im Ernstfall steht man eben lieber im Schatten der Pollilei, mit der man sich ja als Staatsbürger beinahe bedingungslos identifiziert, egal was die machen. Wird schon richtig sein.<br />
Dennoch sehe ich immer wieder auch das große Desinteresse vieler Antifas, sich mit den Demovoraussetzungen der gemäßigten TeilnehmerInnen solidarisch auseinander zu setzen. Aus einer bunten Demo mit Alten, mit Familien mit Kindern, mit RollifahrerInnen usw. darf eben grundsätzlich keine Gewalt ausgehen. Diese zu gefährden, ist äußerst dumm und kurzsichtig. Passiert aber leider immer wieder. Daher vielleicht die nicht enden wollende Skepsis bei vielen GewerkschafterInnen, &#8220;Linken&#8221;, Religiösen und anderen.<br />
Also ist fast überall immer noch eine viel intensivere Vorarbeit zwischen den Gruppen notwendig, und an Absprachen müssen sich alle halten. </p>
<p>Wer radikalere Aktionen durchziehen will, darf die gemäßigten AntifaschistInnen nicht als Geiseln, als Schutzschilder missbrauchen. Dann muss man eben phantasievoller und geplanter in so einen Tag gehen, als nur zu sagen: &#8220;Mal sehen, was in dem Tohuwabohu möglich ist &#8230;&#8221; Das wäre ehrlicher und effektiver, als von vornherein zu wissen und nichts dagegen zu tun, dass es gegen NAZIS, gegen BULLEN und letztlich noch gegen die natürlichen VERBÜNDETEN geht. Und als solche sehe ich die Leute, die ihren Mut zusammenkratzen, um überhaupt an einem solchen Tag die eigenen vier Wände zu verlassen, auf alle Fälle. Denn wenn ich GEGEN NAZIS losziehe, mache ich das auch gleich FÜR die demokratische Idee (nicht &#8230; Grundordnung!).</p>
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