Deutschland-Hamburg: Wir sind auf dem Campus Festival am 02. und 03. juli 2009

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 19:09 Uhr am 30. Juni 2009

 Campus Hamburg

Nachdem wir am letzten Mittwoch bereits die Studenten der Uni Erfurt sowie Uni Cottbus in den verdienten Sommerurlaub verabschiedet haben findet in dieser Woche ‘direkt vor unserer Haustür’ das Campus Open Air Hamburg statt.

Donnerstag und Freitag (02./03. Juli) ab jeweils 16:30 Uhr begrüßen wir euch, zusammen mit unserem Partner ‘Viva con Agua’ im Von-Melle-Park, direkt vor dem Audimax der Uni Hamburg. Bereits im dritten Jahr sorgen die Organisatoren des Campus Open Air, AStA Hamburg in Zusammenarbeit mit dem ‘Originalton e.V.’ für beste musikalische Unterhaltung!

So spielen am Donnerstag bei kostenlosem Eintritt und ’studentenfreundlichen Getränkepreisen’ unter anderem folgende Bands:

 

The Knights

Miyagi

Bodi Bill

Der Tante Renate

Superpunk

(alle am Donnerstag)

 

Und auch am Freitag kann sich das LineUp u.a.Sorgente, Martin Jondo, Materia & The Band of Brothers. Terry Linn feat. Wildlife, sowie Promoe /Looptroop Rockers) & Live Band durchaus sehen lassen. Die Moderation während der ganzen 2 Tage übernimmt Benny Adrion, Gründer unserer Partnerinitiative ‘Viva con Agua’.

“Laut gegen Nazis” wird mit einem Infostand, sowie dem beliebten Eierbecherwerfen vor Ort sein und auch bei der Aftershowparty am Freitag mit euch feiern!


Deutschland-Niedersachsen: Bad Nenndorf kommt nicht zur Ruhe und es steht zu befürchten – dass die Nazis auf jeden Fall kommen – Diese rufen bundesweit zu ihrem sogenannten Trauermarsch auf und belächeln die Initiativen der Samtgemeinde – Bitterer Alltag

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 18:37 Uhr am

Wie wir berichteten sind wir unweigerlich in dem Verteiler der Nazis gelandet und erhalten sämtliche Kommunikation betreffend der Mobilisierung von Rechtsextremen für einen sogenannten Trauermarsch in Bad Nenndorf. Wir führten hierzu auch bereits ein Interview mit dem Bürgermeister der Samtgemeinde in einem vorigen Artikel. Am 01. August wollen die Nazis wieder Geschichte verdrehen. Sie ziehen die demokratischen Kräfte aus Nenndorf permanent in das Lächerliche und betreiben bundesweite Aufrufe. Schon mehrmals schrieben wir darüber, dass die rechtsextreme Szene leider viel zu gut organisiert ist. In ihrer aktuellen Mail, weisen sie auf Verhaltensmaßregeln für ihre Teilnehmer hin. Perfide. Ein anständiges Bild sollen die Kameradschaften abgeben. Wer es immer noch nicht glauben will, dass wir es nicht mit einem Haufen dummer Nazis zutun haben, sollte sich diese genau anschauen. Sie sind gefährlich und wortgewandt. Das ist erschreckend und führt Menschen auf falsche Wege.Wir unterstützen indes den Widerstand gegen die geplante Nazispräsenz in Bad Nenndorf. Sie prädigen Disziplin und Ordnung – gruselig. Hier nun Auszüge aus der Mail von den Nazis, beschämend:

“Volksgenossen!

 

Erneut können wir Neuigkeiten rund um den Trauermarsch übersenden und euch so auf dem Laufenden halten.  Da unsere Gegner in diesem Jahr bereits mehrfach herbe Rückschläge erlitten haben, sucht man nun verzweifelt nach einem Ausweg aus der Serie von Niederlagen. Anfangs hatte man ein Verbot des Trauermarsches angedacht, danach vertraute man auf den Zuspruch aus der Bevölkerung und weil alles nicht helfen will, so ist jetzt der größte Wunsch unseres Bad Nenndorfer “Versagerbündnis” “Bad Nenndorf ist bunt” ein Abbruch des Trauermarsches.

 

In diesem Zusammenhang möchten wir erneut darauf hinweisen, dass alle Teilnehmer des Trauermarsches auch in diesem Jahr an der hervorragenden Disziplin der vergangenen Jahre festhalten mögen. Jeder einzelne Aktivist ist, durch sein geordnetes und diszipliniertes Auftreten, Garant für den Erfolg des diesjährigen Trauermarsches am 1. August!

 

Dazu bitten wir erneut die Verhaltenshinweise zu beachten. Mehr zu diesem Thema in dem Artikel “Kein Verbot, daher ist jetzt ein Abbruch größter Wunsch der Gegner…” auf unserer Netzseite.”


Deutschland-Gera: Zum 7. Mal findet das Nazifest “Rock für Deutschland” statt – Erwartet werden 1.000 Rechtsextreme – hier eine Mail aus der Stadt

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 17:51 Uhr am

 Nazis in Gera

Wir werben für Zusammenschlüsse der Zivilgesellschaft gegen den wachsenden Rechtsextremismus, aber auch für Zusammenschlüsse, wenn es darum geht, Gegenpole zu Naziveranstaltungen zu organisieren. Ideologische Differenzen sollten hierbei klar in den Hintergrund rücken. Wichtig ist ein demokratischer und friedlicher Widerstand. Dem Aufruf aus Gera ist diese Einigkeit nicht unbedingt zu entnehmen. Wir wünschen uns, dass das Ziel der Vermeidung solcher Nazifeste wie “Rock für Deutschland” alle Nichtmenschenverachter zusammenschweißt, um ein Zeichen zu setzen.

Hier eine Mail aus der Stadt:

“PE: Demo und Blockade gegen bundesweit zweitgrößtes Neonazifest angekündigt Antifaschistisches Aktionsbündnis ruft zur Solidarität auf

 

GERA, 30.06.2009. Bereits zum siebenten Mal in Folge findet am 11. Juli das bundesweite NPD-Treffen “Rock für Deutschland”, angemeldet als Großdemonstration, statt. Aufgrund szeneinterner Prominenz sind in diesem Jahr mehr als 1000 Neonazis zu erwarten. Das Aktionsbündnis Kabelbruch ruft alle Menschen zur Teilnahme an der Demonstration des Bürgerbündnisses und zur Blockade des Neonazifests auf.

 

Unter dem Motto “Hier bleiben – anpacken!” werden sich wie in den vergangenen Jahren wieder Neonazis aus unterschiedlichsten Strukturen versammeln. Es ist von NPD-Mitgliedern, Freien Kameradschaften, Autonomen

Nationalist(innen) und Sympathisant(innen) auszugehen. Aufgrund des prominent besetzten Rechtsrock- und Rednerprogramms ist zu befürchten, dass eine neue Qualität in seiner Stellung  als bundesweit zweitgrößtes Neonazifest erreicht wird. So zog die angekündigte Rechtsrockband “die Lunikoff Verschwörung” 2005 über 2000 Anhänger(innen) nach Pößneck. Mit dem NPD Parteivorsitzenden Udo Voigt  als Redner, werden hier gekonnt Parteipolitik und Subkultur verknüpft. Das Publikum wird somit auf breiter Fläche umworben. Der Einfluss, solch einer Ansammlung von Neonazigrößen auf bloße Sympathisant(innen) ist enorm und gleichermaßen beängstigend.

 

Die Brisanz des Großereignisses steigt zusätzlich mit der fortschreitenden Etablierung des Veranstaltungsortes. Es gelingt den Neonazis Jahr für Jahr aufs Neue ihre Feierlichkeiten in Gera abzuhalten. Dem entgegen stehen bspw. die Erfolge der Proteste gegen das bundesweit größte Nazitreffen “Fest der Völker”. Hier wurde es geschafft den Neonazis einen permanenten Austragungsort zu nehmen. In Gera scheint die Projektionsfläche für menschenfeindliche Ideologien allerdings traurige Selbstverständlichkeit zu sein.

 

Dies lässt sich als Folge des allgemeinen Desinteresses betrachten, mit dem in dieser Stadt Problemen wie Alltagsrassismus und propagiertem Faschismus begegnet wird. Nationalistische Parolen und Symbole werden an Wände oder andere Orte geschmiert, Menschen die nicht ins eingeschränkte Weltbild passen werden zusammengeschlagen, mit Messern bedroht und eingeschüchtert. Allein in diesem Jahr sind über 20 Aktivitäten und Angriffe dokumentiert. Erst am 26. Juni wurde ein Jugendlicher zusammengeschlagen, sodass er mehrere Knochenbrüche erlitt.

 

Die Kommunalpolitik zeigt sich unfähig, Angriffe werden bagatellisiert.

Tatsächliches Engagement gegen rechte Gewalt ist selbst innerhalb bürgerlicher Initiativen wie dem Runden Tisch für Toleranz und Menschlichkeit scheinbar keine Selbstverständlichkeit. Für einige Mitglieder ist die Beteiligung nur pro forma. Dieses Bündnis ist somit ein perfektes Beispiel für den Status quo in Gera. Antifaschistische Courage bleibt einzelnen überlassen.

 

Das alljährliche NPD-Fest stellt den Höhepunkt dieser Ignoranz dar.

Anstatt einer progressiven und aktiven Positionierung gegenüber rassistischen Umtrieben, äußerte sich beispielsweise der Vize der Wählervereinigung Arbeit für Gera (AFG) Dirk Plette mit menschenverachtenden Äußerungen, die Nazivokabular in nichts nachstehen.

Man müsse genau aufpassen, damit sich nicht wieder solches “Gesocks” und “Viehzeug” wie im vergangenen Jahr an der Demonstration beteilige, wird Plette zitiert.

Auf Nachfrage erklärte er, damit den linksextremen schwarzen Block zu meinen, der 2008 zu “Gera bunt” auftauchte. Er befürchtet, dass dieses Auftreten Bürger abschrecke. Was er damit eigentlich sagen will ist klar.

Ihm geht es um Kriminalisierung. Antifaschist(innen) werden mittels Extremismustheorie mit Neonazis gleichgesetzt. Es wird eine demokratische Mitte konstruiert, die sich vor allen extremistischen Ränder verteidigen müsse.

“Wir verurteilen Plettes Aussagen aufs schärfste” kommentiert dies Anna Schneider, Pressesprecherin der Antifaschistischen Aktion Gera (AAG). “Mit seiner Strategie sucht er nicht den Dialog, sondern verdreht und banalisiert Rassismus und Nationalismus. Will sich die AFG von dieser Stimmungsmache distanzieren, muss sie Plette ausschließen. Wir solidarisieren uns mit den wenigen konsequenten Zivilgesellschafter(innen) bei den Ortsgruppen von Unicef, Bündnis 90/Die Grünen und der Linken, die es ernst meinen mit ihrem Engagement gegen Neonazis und Plettes Äußerungen verurteilten.”

 

Daher wird sich am 11. Juli ein antifaschistischer Block an der Demonstration des Bürgerbündnisses beteiligen. Treffpunkt ist 10.00 Uhr, Auftakt zwei Stunden später auf dem Platz vor dem Kultur- und Kongresszentrum. Außerdem ruft das Aktionsbündnis Kabelbruch alle Menschen dazu auf, mit zivilem Ungehorsam das Neonazifest zu blockieren. Schneider

dazu: “Wir werden uns der faschistischen Gewalt und Propaganda auf allen Wegen entgegenstellen. Unser Ziel ist es, das NPD-Fest zu stören und die alltägliche Normalität in Gera endlich zu brechen.”


Justizia: Der Auftritt eines sogenannten Traditionsvereins beim Sachsen-Anhalt Tag mit SS-Uniform bleibt ohne rechtliche Folgen – da wird sich Jürgen Rieger ja mächtig freuen

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 14:27 Uhr am

 Merkwürdige Tradition 2009

Schon etwas komische Zeitgenossen, die Leute von einem Traditionsverein aus Dessau. Beim Sachsen-Anhalt Tag in Thale erschienen sie mit SS-Uniformen und klassischem Wehrmachtsoutfit. War dies ein Lehrauftrag und wir haben das nur nicht begriffen, oder der Stolz auf die Geschichte. Nun gut, auch Uniformen der Amerikaner und Russen waren zu sehen. Wow! Was geht in den Köpfen dieser Leute vor. Ist es doch ein tolles Gefühl für sie, diese Uniformen zu tragen?

Einer der bekanntesten Sammler von Nazi-Utensilien ist der Hamburger Nazianwalt und 2. NPD Vorsitzende Jürgen Rieger. Auf seinem Heisenhof bei Verden a. d. Aller beherbergt er stolz alte Fahrzeuge der Deutschen Wehrmacht. Sicherlich wird dieser und seine Kameraden auch über Originaluniformen, Orden und allerlei verfügen. Rieger dürfte sich bei soviel breiter Anerkennung nach dem Auftritt eines Dessauer Traditionsvereins in Thale gefreut haben. Nazischick ist in. Nur ein paar wenige und gar die Polizei selbst, störten sich an den Uniformen der SS und Wehrmacht und stellten Strafanzeige wegen des Tragens verfassungswidriger Symbole. Der Oberstaatsanwalt von Halberstadt Helmut Windweh sieht das wohl nicht so. Der lehnte strafrechtliche Schritte ab, da die Jungs von dem tollen Traditionsverein ja die Symbole an den Uniformen brav abgeklebt haben. Uns fällt da übrigens der Film “Rosen für den Staatsanwalt” ein – vielleicht ein bißchen überzogen. Rieger könnte sich ja vielleicht mit dem Traditionsverein zusammentun und in der menschenverachtenden Vergangenheit der Nazis schwelgen.

 Auch kein Foto von damals

Hier noch die dpa-Meldung:

Thale/Halberstadt/dpa. Der Auftritt eines Traditionsvereins in Uniformen von Waffen-SS und Wehrmacht beim Sachsen-Anhalt-Tag in Thale hat keine strafrechtlichen Konsequenzen. Die Mitglieder des Vereins hätten keine Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen zur Schau getragen, weil sie Nazi-Symbole auf den Uniformen vorher überklebt hätten, sagte der Halberstädter Oberstaatsanwalt Helmut Windweh am Montag auf dpa-Anfrage. Die von der Polizei von Amts wegen gestellte Anzeige habe aus diesem Grund kein Verfahren gegen Beteiligte und demzufolge auch keine Anklage zur Folge. Der Sachsen- Anhalt-Tag hatte Mitte Juni rund 200 000 Menschen nach Thale gelockt.
Weitere Artikel:



Campus Festivals: Studenten setzten in Cottbus und Erfurt mehr als nur ein Zeichen

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 14:00 Uhr am 26. Juni 2009

 LGN auf dem Campus in Cottbus

Am Mittwoch, den 24. Juni 2009 haben insgesamt ca. 4.500 Studenten in Erfurt und in Cottbus klargemacht, dass Nazis in ihrer Stadt nicht willkommen sind. In Erfurt rockte Jennifer Rostock und forderte “Nazis raus!”. In Cottbus bauten die Bands Turbostaat und Ohrbooten das Thema gar mit in ihre Shows ein. Der “Radio Fritz” – Moderator forderte den ca. 2.500 Studenten klare Statements gegen Rassismus, Antisemitismus und ewig gestriges Gedankengut ab. Diese waren voll dabei. Von dem Campusgelände aus ging ein klares Statement in das Land.

 Turbostaat in Cottbus

In Cottbus machten uns LGN-Standbesucher deutlich, dass das Naziproblem dort mehr als präsent ist. Man berichtete uns über Straßenzüge der Stadt, die man ab einer gewissen Zeit als Andersdenkender, Migrant oder Ausländer nicht mehr aufsuchen sollte, da dort die rechstextremen Schläger mehr als nur präsent sind. Neulich hätten diese jemanden mit der Keule vom Fahrrad heruntergeschlagen (Zitat). Dies sei bitterer Alltag in der Nacht. Fazit, wir empfanden die Stimmung auf der Veranstaltung als superwichtig an einem Ort, der wie auch andere Orte, lieber einmal über die rechtsextremen Tendenzen öffentlich hinwegsieht. Darf ja alles nicht so publik werden, dass mit den Nazis oder?


Deutschland-Wolfsburg:Nazianwalt Jürgen Rieger plant “Kraft durch Freude” – Museum in Wolfsburg

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 13:32 Uhr am

 KDF-Wagen (der Vorläufer des VW Käfer)

1945 wurde die “KDF-Stadt bei Fallersleben” in Wolfsburg umbenannt. Hier produzierten die Nazis zuvor im Rahmen der Organisation “Kraft durch Freude” das erste Auto für jeden. Wolfsburg hat Geschichte. Eine bedenkliche Geschichte. Diese Stadt hatte immer ein Problem mit ihrer Vergangenheit, da ändert leider auch die Meisterschaftsschale der Bundesliga nichts dran. Immerhin, einer der größten Autokonzerne namens Volkswagen AG baute diese Stadt zu einer der wichtigsten Wirtschaftsstandorte aus. Die Bürger können nichts für die Vergangenheit ihrer Stadt. Und trotzdem sollten diese und vor allem auch der Konzern Volkswagen AG und die Stadtvertretung wachsam sein und genau beobachten, wer Kultur veranstalten möchte. Heute lasen wir in einer Randmeldung der Hamburger Morgenpost, dass die Nazis unter Führung des Anwaltes Rieger direkt gegenüber einer VW-Produktionsstätte ein “Kraft durch Freude”-Museum einrichten wollen. Rieger hat ein entsprechendes Gebäude bereits angemietet. Hier wirds gefährlich, ein Museum für den Nazikult. Wikipedia schreibt zu “Kraft durch Freude”:

Zur Entstehung von Kraft durch Freude trugen zwei Faktoren bei:

Zum einen war bereits in der Zeit der Weimarer Republik die durchschnittliche Zahl von Urlaubstagen bei Arbeitern und Angestellten auf acht bis zwölf Tage angestiegen; fast alle Arbeiter hatten Anspruch auf bezahlten Jahresurlaub. Jedoch bekamen meist nur ältere Betriebsangehörige so viel Urlaub, dass sie tatsächlich eine längere Reise hätten antreten können. Die Nationalsozialisten verlängerten den Urlaub auf zwei bis drei Wochen pro Jahr (wobei es hierfür noch keine gesetzliche Regelung gab). Indem die nationalsozialistische Regierung den Arbeitnehmern eine weitere Ausdehnung des Urlaubs und eine Verkürzung der Arbeitszeit versprach, konnte sie einen Teil der vormals marxistisch oder sozialdemokratisch gesinnten Arbeiterschaft von ihren Absichten überzeugen.

Zum anderen besaß das faschistische Italien unter Mussolini bereits seit 1925 eine Freizeitorganisation, die Opera Nazionale Dopolavoro (Nationales Freizeitwerk). Robert Ley, der Leiter der Deutschen Arbeitsfront, hatte diese 1929 auf einer Italienreise kennen gelernt und schlug daher nach der Machtergreifung eine vergleichbare Organisation vor. Die Nationalsozialisten planten zunächst, sprachlich an die italienische Version angelehnt, ein „Feierabendwerk Nach der Arbeit“; der endgültig gewählte Name „Kraft durch Freude“ erwies sich jedoch als weit wirksameres Propaganda-Schlagwort. An der Planung war Robert Ley maßgeblich beteiligt, der als Leiter der DAF auch das Freizeitwerk führen sollte.

Am 14. November 1933 genehmigte Hitler die Pläne für ein Freizeitwerk. Die offizielle Gründung von KdF fand zwei Wochen später am 27. November 1933 auf einer Sondertagung der Deutschen Arbeitsfront statt, im Beisein von Rudolf Heß und Joseph Goebbels. Die Verordnung über die Deutsche Arbeitsfront vom 24. Oktober 1934 bestimmte die Deutsche Arbeitsfront zur Trägerin der KdF.

Mehr zu KDF auf: http://de.wikipedia.org/wiki/Kraft_durch_Freude

 


Deutschland: -Nazis aus dem Takt bringen – Bewerbungswoche für Bands – MySpace startet durch

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 11:19 Uhr am

 

Gemeinsam unterstützen wir mit Smudo den bundesweiten Bandwettbewerb “Nazis aus dem Takt bringen”. Heute am 26. Juni 2009 bis zum 01. Juli 2009 startet MySpace durch. Bands und junge Musiker können sich bei http://www.myspace.com/nazisausdemtaktbringen zur Teilnahme anmelden. Die Gewinner erwartet die Veröffentlichung auf einer Schulhof CD mit prominenter Beteiligung und ein Abschlusskonzert mit Boss Hoss und anderen Künstlern in Berlin. Weitere prominente Musiker und Persönlichkeiten unterstützen die Aktion. Darunter Marius Müller-Westernhagen, Polarkreis 18, 2Raumwohnung und viele weitere.

Hier die offizielle Pressemitteilung:

pm-260609-bandwettbewerb

Das aktuelle Unterstützervideo von Boss Hoss finden Sie auf:

www.youtube.com/lautgegennazis


Deutschland-Hamburg: Am 01. August 2009 wollen wir ein Zeichen für Demokratie und Freiheit setzen – Sebastian Krumbiegel und Rolf Stahlhofen rufen mit dazu auf

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 11:01 Uhr am 23. Juni 2009

                                

Sebastian Krumbiegel (Die Prinzen)                    Rolf Stahlhofen (Söhne Mannheims)

Unsere geplante Kundgebung am 01. August 2009 auf dem Spielbudenplatz mitten auf dem Kiez St. Pauli in Hamburg nimmt Formen an. Schon in Dresden arbeiteten wir eng mit den Künstlern Sebastian Krumbiegel, Rolf Stahlhofen und vielen anderen im Rahmen der Veranstaltung “GEH DENKEN” zusammen. Wir wollen ein bundesweites Zeichen aus der Stadt an der Elbe, wo die großen Schiffe aus aller Welt anlegen, in das Land versenden. Ein Zeichen für unsere 60 Jahre bestehende Demokratie und die daraus für jeden gewonnene Freiheit.

Weitere Künstler und prominente Persönlichkeiten werden diese Kundgebung, die beim Hamburger Ordnungsamt gar auf positive Resonanzen stieß, unterstützen. Geplant sind in Zusammenarbeit mit der Spelbudenplatz Betreiber GmbH Konzerte auf den bestehenden Bühnen. Statt die üblichen Redebeiträge zwischen den Konzerten einzubauen, sollen Mitwirkende zusätzlich auf der Bühne Gedichte und Kurzgeschichten von Autoren lesen, die zwischen 1933 und 1945 verboten waren. Mit der Kundgebung wollen wir gegen Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und ewig gestriges Gedankengut agieren. Immerhin in einer Stadt namens Hamburg, die im Ranking bundesweit auf Platz 5 steht, wenn es um das Problem Rechtsextremismus geht. Ca. 4% aller im Verfassungsschutzbericht 2008 begangenen Gewalttaten von Nazis fanden hier statt. Hamburg ist die Stadt aus der die großen Funktionäre der rechtsextremen Szene Deutschlands kommen, wie z. B. der Nazianwalt und 2. NPD Vorsitzende Jürgen Rieger.

Sebastian Krumbiegel (Die Prinzen) engagiert sich auch für diese Kundgebung aufgrund der zu guten Ergebnisse der NPD bei Kommunalwahlen in Sachsen und sonstwo vom 07. Juni 2009. Zum Verständnis wollen wir mitteilen, dass der 01. August 2009 ein positives Zeichen für Demokratie und Freiheit beinhaltet. Wir wollen nebenbei auch das Jubiläum unserer Kampagne feiern. Die Demonstration und Kundgebung findet von 13.00 bis 21.00 Uhr statt. Aufgerufen sind alle Bürgerinnen und Bürger sowie die Gäste und Touristen der beliebten Hafenstadt.

Mit der geplanten Kundgebung und Demonstration, wollen wir mit unseren Partnern von Viva con Agua auch auf die ungerechte Verteilung von Trinkwasser in der Welt hinweisen. Viva con Agua steht selbstverständlich auch für die Freiheit und demokratischen Grundwerte und unterstützt die Kampagne “Laut gegen Nazis” öffentlich, so wie wir auch das Anliegen für eine gerechte Verteilung von Rohstoffen in der Welt wie z. B. Wasser, fördern wollen. Hier ist eine intensive Partnerschaft zweier Hamburger Kampagnen entstanden, die auf die langjährigen Beziehungen zum FC St. Pauli zurückzuführen sind. Aus diesem Grunde ist das Motto der Veranstaltung:

“Für Demokratie, Freiheit und sauberes Trinkwasser für jeden!”

-Gegen Rassismus, Antisemitismus,Homophobie und ewig gestriges Gedankengut-

Am 01. August 2009 sammelt Viva con Agua Pfandbecher auf dem Spielbudenplatz und spendet den Erlös (50% pro Becher) an den Verein Laut gegen Nazis e.V..

Bundesweit steht Hamburg im Focus. Zwei weitere wichtige Institutionen rufen deshalb mit zur Veranstaltung auf. Die Amadeu Antonio Stiftung und EXIT Deutschland aus Berlin.

  

Wer uns in diesem Vorhaben unterstützen möchte, kann dies in Form von Spenden an den Verein Laut gegen Nazis e.V., der für die Anmeldung der Kundgebung verantwortlich ist.

Weitere Institutionen sind herzlich eingeladen, mit uns gemeinsam an der Veranstaltung zu arbeiten.

Hier das Spendenkonto:

Laut gegen Nazis e.V.
Kontonr. 545 686
BLZ 21060237
EDG Kiel


Buchempfehlung: Ein Blick auf die Neonaziszene von dem Journalisten und Autor Patrick Gensing

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 09:04 Uhr am

 Geschrieben von Patrick Gensing

Seit Jahren beschäftigt sich unser Kollege, der Journalist und Autor Patrick Gensing, mit der Entwicklung der rechtsextremen Szene in Deutschland. Wir möchten nunmehr auf sein Buch “Angriff von Rechts” hinweisen und eine Leseempfehlung damit verbinden. Sicherlich hilft das Internet mit Portalen wie www.npd-blog.info, www.mut-gegen-rechte-gewalt.de, www.netz-gegen-nazis.de  und unsere eigener Auftritt dabei, sich Informationen über die aktuellen Entwicklungen zu beschaffen. Ein Buch wie jenes ist allerdings auch ein klarer Blick auf die Neonaziszene und die Strukturen rechtsextremer Parteien wie der NPD, den wir wärmstens nahelegen wollen. Erschienen ist das Werk beim DTV Verlag. Zum Inhalt:

„Die NPD ist auf dem Vormarsch. Das Ziel ist der Einzug in den Bundestag. Die Rechtsextremen haben optimale Möglichkeiten zur zielgruppengerechten Verbreitung ihrer Parolen und Musik im World Wide Web. Im Blickfeld stehen vor allem jüngere Menschen. Wie konnte sich eine völkische Bewegung erneut etablieren, wie nutzen Neonazis die modernen Medien, wie funktioniert die rechtsextreme Parallelwelt? Wo sind die NPD und andere Rechtsextremisten besonders verwundbar?“

Zu Patrick Gensings für den “Grimme Online Award” nominiertem Internetprojekt NPD-BLOG.INFO: www.npd-blog.info

 


Deutschland-Wirtschaft: Und wieder Amazon – reichhaltige Produktpalette und Lektüre für den Nazi von heute – Ein Handbuch für echte Patrioten und mehr im Sortiment von einem User entdeckt

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 12:46 Uhr am 22. Juni 2009

Ein Handbuch für Nazis

Man könnte meinen, wir haben das Internetportal Amazon.de auf dem Kieker. Fast richtig, denn was für Produkte wir dort so finden, läßt Rechtsextremisten und Nazis doch erfreut jubeln. Nun bekamen wir den Hinweis, dass dort Tipps in Handbüchern erhältlich sind. Tipps für echte Patrioten und Aktivisten der rechtsextremen Szene. Wo bleibt der Aufschrei der Kritiker? Auf der nun folgenden Seite, macht Amazon seiner Ankündigung alle Ehre - Zitat aus der Anfrage des Handelsblattes: “Auf die Frage, ob Amazon auch antisemitische Literatur anbieten würde, denn auch dafür gebe es ja eine Nachfrage, kommt wie selbstverständlich die Antwort: Das würde man rechtlich prüfen und eventuell ins Angebot aufnehmen…” . Dies gilt offensichtlich auch für Bücher, die Nazis ideologisch schulen sollen. Mit dem folgenden Link verweisen wir auf eine aktuelle Verkaufsseite von Amazon.de, die antisemitische Literatur beinhaltet und gleichzeitig diverse Titel, die böses erahnen lassen. Titel wie: “Allierte Kriegsverbrechen – Kriegsgreuel im 2…” , “Werwolf -Winke für Jagdeinheiten” usw. Bizarre ist in diesem Zusammenhang das Buch “Einsatzgrundsätze für Scharfschützen” und nicht zu vergessen “Antisemitismus als politische Waffe…”.

Amazon mag die Partnerschaft zur NPD gekündigt haben, aber Finanzspritzen durch Abverkäufe von Naziliteratur ist mindestens genau so schlimm. Eine offizielle vernünftige Stellungnahme zum Verkauf menschenverachtender Literatur, wäre seitens Amazon sehr wünschenswert. Vielleicht einmal von selbst und nicht auf Druck der Öffentlichkeit. Wir finden solcherlei Unsensibilität beschämend und wünschen uns die Herausnahme dieser Bücher aus dem Sortiment des Internetkaufhauses. Das wäre ein Zeichen.

Hier der Link:

http://www.amazon.de/Funkenflug-Handbuch-Patrioten-nationale-Aktivisten/dp/3935102143/ref=tag_tdp_sv_edpp_i


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