Deutschland: Nazis planen weiterhin Aufmärsche in verschiedenen Städten – in Hannover wurde ein Aufmarsch vom Gericht verboten und untersagt – Bizarre: Die NPD Krefeld wirbt passend zum Datum indes bei Betriebsräten der IG Metal

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 09:43 Uhr am 30. April 2009

Wir berichteten bereits über die Aufrufe der “Nationalen Sozialisten” (gewaltbereite Neonazis) zu Aufmärschen am 01. Mai 2009. Nach dem  Verbot in Hannover, lassen diese sich keineswegs einschüchtern. Hierzu lesen Sie bitte einen aktuellen Artikel der dpa/stern:http://www.stern.de/news/neonazis-planen-aufmaersche-zum-1.-mai-21068496.html    & 

  http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/meldungen/berlin-mobilisiert-gegen-npd-fest-am-1-mai/

Gestern erreichte uns die Meldung der IG Metal, dass die NPD Krefeld bei Betriebsräten wirbt. Offensichtlich wurden gleich mehrere Unternehmen mit dem hier eingefügten Schreiben beglückt. Subtil und gleichzeitig gefährlich. Die harmlos wirkenden Nazis von heute kennen keine Grenzen mehr und bewegen sich in der Mitte der Gesellschaft. Wir gehen davon aus, dass sich die NPD-Funktionäre diesen absurden Streich bewusst zum 01. Mai haben einfallen lassen. Abgesehen davon, dass diese bei Kommunalwahlen sehr gerne auch in die Stadtparlamente wollen und dort angeblich endlich “Soziale Politik” betreiben wollen. Wie stehts in dem Brief noch geschrieben: “Reden Sie mit uns und nicht über uns”. Wir belassen es beim Schreiben über diese Menschenverachter!

Hier der Brief im Original: npd-brbrief


Geschichte und Zeitzeugen: Eine kleine Mail eines LGN Blog Lesers zeigt die Wirkung einer Nazi-Diktatur im Kleinen

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 08:38 Uhr am

Die Menschen, die die Nazis in den Dreißigern und Vierzigern miterlebt haben sind meist wichtige Zeugen für die Menschenverachtung und Unterwürfigkeit von Leuten, die an diese Ideologie glauben. Die Opfer der Nazis stehen für uns grundsätzlich im Vordergrund um die Perversion der rechtsextremen Personengruppe zu vermitteln. Uns erreichte ein Kommentar eines LGN-Blog Lesers, der auch im Kleinen zeigt, wie eine Diktatur des Bösen den kleinen Leuten Macht verleiht und auf das gesellschaftliche, alltägliche Leben wirkt.

All diejenigen, die die heutigen Nazis und die Parolen der rechtsextremen Szene sowie der NPD sympathisch finden, sollten sich mehr mit der Geschichte beschäftigen. Diejenigen, die sich alte Zeiten zurückwünschen sollten darüber nachdenken, dass ihre eigenen Freiheiten unter Nazidiktaturen nichts mehr wert sind. Die Strukturen in der Naziszene von heute gleichen den alten Strukturen der Nazis unter dem sogenannten Führer. Ein KULT der eschreckt. Auch heute gibt es wieder von den Nazis benannte Führungskameraden, die mit diesem merkwürdigen Titel innerhalb der Szene Macht verkörpern und Menschen versuchen zu lenken. Eine Macht, die der Religionslehrerin unseres Lesers nahe kommt.

Religionslehrerin in der Schule Danzig Schleusengasse
Ich bin in der Freien Stadt Danzig zur Volksschule gegangen. Wir gehörten bis 1939 nicht zum Deutschen Reich. Um den wirtschaftlichen und politischen Zusammenbruch zu verhindern, wurde Danzig von Berlin aus finanziell unterstützt und regiert, das betraf auch die Schulpolitik. Wir erhielten 1937 eine Schulspeisung, morgens ein ganzes Brötchen, inwendig mit guter Butter beschmiert und dazu einen Becher voll mit heißer Milch. Einmal fehlte 1 Brötchen. Da ich der Letzte in der Reihe war, sagte der Hausmeister. „Nun, kleiner Bowke, für dich ist nuscht nichts da.” Ich antwortete ruhig: „Das macht mir nuscht aus, wir haben zu Hause genug zu essen.”
Die Religionslehrerin, Fräulein St. führte die Aufsicht, sie hörte meine Entgegnung und bölkte los „Das ist doch die Höhe, du verachtest die Gabe unseres Führers? Mitkommen!” Ich stieg die Treppen hoch zum Rektorzimmer, sie hinterher. Nachdem ich ihr die Tür öffnen musste, trat sie ein. Drinnen redete sie lauthals auf den Rektor los, dass ich abfällig über das Brötchen, der guten Gabe des Führers, gelästert hatte (diese falsche Christin log auch noch). Der Rektor, in SA-Uniform, ging zum Stockschrank, dort suchte er den richtigen Rohrstock für meinen Fall aus. Dann musste ich mich bücken und er schlug mir zwei heftige Hiebe über die Arschbacken.
So reimte ich mir später die Preußische Ethik zusammen:
„Wer Gott und den Führer nicht liebt, der erhält einen Hieb.” Für die Trinität „Gott, Führer und Vaterland” verloren viele Erwachsene ihre Moral und ihren Verstand.
Gerhard Jeske. Hamburg


Tibor Sturm-Quietstorm: Erste Demonstration “Schwarzer und Deutscher” am 18. Juli 2009 in Berlin – wir rufen mit auf

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 20:43 Uhr am 26. April 2009

 Eine Initiative von Tibor Sturm

Die unfassbare Geschichte von Tibor Sturm nachdem er von sechs Nazis angegriffen wurde und in Haft kam haben wir erzählt. Tibor ergreift jetzt die Initiative. “Schwarz und Deutsch” heißt eine Aktion die er mit uns und hoffentlich vielen Partnern umsetzen wird. Am 18. Juli 2009 rufen wir gemeinsam mit ihm auf, gegen Rassismus gemeinsam ein Zeichen zu setzen. Lesen Sie den Artikel unserer Kollegen:http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/projekte/aktuelle-aktionen/tibor-sturm-organisiert-erste-demonstration-schwarzer-deutscher-am-18-juli-in-berlin/


Deutschland-Hannover: Nazis – sogenannte Nationale Sozialisten rufen weiterhin unverhohlen zu ihrem “Arbeiterkampftag” am 01. Mai 2009 in Hannover auf – Ein Motto lautet-”Arbeit,Freiheit, Brot” – Wir fordern “Naziaufmarsch verhindern!”

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 13:49 Uhr am 24. April 2009

 1. Mai Kundgebung der Nazis 1935

Am 17. April 2009 wurde ein Eilantrag der Nazis zur Aufhebung des Verbotes in Hannover am 01. Mai 2009 aufzumarschieren vom Verwaltungsgericht abgelehnt. Die Rechtsextremen versuchen mit allen Mitteln ihre Präsenz durchzudrücken. Aktuell entdeckten wir im Netz eine Seite deren Verlinkung wir hier nicht stattfinden lassen, da die Nazis sich darüber freuen würden. Die als gewaltbereit einzustufenden “Nationalen Sozialisten” rufen auf dieser Internetseite weiterhin unverhohlen zu dem Aufmarsch auf. In einem Video werden deren sogenannte Kameraden per Haßtiraden angestachelt. Modern gestaltet sich dieser Film mit der Musik einer Naziband namens “Faustrecht” die von “deutsch, national, sozial” singt.

Wenn wir die Auftritte der Nazis zum 01. Mai 2009 in Hannover im Netz so betrachten, kann man darauf schließen, dass diese sich über Aufmarschverbote hinwegsetzen wollen. Und dies nicht friedlich. Hannover ist nicht Dresden. In Dresden versuchen sie immerwieder ein anständiges Bild zu vermitteln, um ihren größten Aufmarsch Europas ja auch in Zukunft nicht zu gefährden. In Zusammenhang mit Hannover scheint dieses Bild egal. “Arbeiterkampftag” nennen die Nazis den 01. Mai. Sie huldigen in einem Rückblick auf die Geschichte, dass Hitler bereits 1933 diesen Tag als arbeitsfrei deklariert hat und sich doch so für die Volksgemeinschaft (Nazisprache) einsetzte. Sie sprechen und schreiben von Überfremdung, Fremdherrschaft, Parteien der Lüge und des Terrors (gemeint sind die demokratischen Parteien), von Schergen des internationalen Börsenkapitals und und und…! Am Ende steht geschrieben – Es lebe das Vaterland!

Bei sämtlichen Veröffentlichungen der Nazis heute bleibt leider festzustellen, dass wir es hier nicht nur mit Dummbratzen zu tun haben. Nein, rethorisch klug und galant versuchen diese mit Reizthemen in der Bevölkerung auf Bauernfang zu gehen. Gar mit Wirkung, wie wir wissen. Die Szene wächst stets und erhält leider mehr Zustimmung. Soeben quasi, sprach ich mit einer Dame die bei einer Gebäudereinigungsgesellschaft angestellt ist, die frei und offen sagte” ..die Ausländer bekommen hier ja alles umsonst und keiner stoppt diese Zuwanderer endlich einmal!” – Ein fruchtbarer Boden für die Nazis in diesem Lande. Sie befürchte, ..”dass Deutschland bald brennen würde bei soviel Ungerechtigkeit. Die Schuldigen sind die Großen (Gemeint sind Wirtschaft und Politik) und die vielen Türken und so, die auf unsere Kosten leben.” Hinzu fügte sie, “Es muss endlich etwas passieren!”. Zudem erinnerte sie sich gleich noch an die sogennanten besseren  Zeiten früher u. s. w. Mit anderen Worten “Das Grauen”

In dieser Zeit der Wirtschaftskrise werden die Nazis wieder gefährlicher. Sie bedienen sich alter Parolen und gehen offensiver in die Öffentlichkeit.

Wir schließen uns der Forderung “Naziaufmarsch in Hannover verhindern!” an!


Justizia: Quietstorm alias Tibor Sturm berichtet über die Verdrehung von Opfern und Tätern – Sieben Monate Haft als von Nazis “Angegriffener” – Hier sein Statement über das Martyrium, welches er aufgrund des unfassbaren Urteils eines Richters in Nürnberg erfahren musste – Massive Morddrohungen nach der Haft

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 15:09 Uhr am 23. April 2009

 Tibor Sturm musste als “Angegriffener” in den Knast

Vor einigen Tagen kündigten wir bereits an, dass wir mit vollen Kräften alle nächsten Projekte und Aktionen von Tibor Sturm alias Quietstorm unterstützen werden. Hierzu gehören auch die Kampagnen, die er aufgrund seiner heftigen Erfahrungen mit der Rechtssprechung im Zusammenhang mit rassistischen brutalen Angriffen gemacht hat. Für uns ist und bleibt unerklärlich, warum ein Richter eine Entschuldigung eines schwerverletzten Opfers einer solchen Tat einfordert und die Täter in seinen Augen zu Geschädigten macht. Nur dank seiner Kampfsporterfahrung konnte sich Tibor den Brutalitäten der Nazis erwehren. Hätte er seinen Sport nicht erlernt und trainiert, würde er heute wahrscheinlich nicht mehr leben und in der Liste der ca. 140 Toten durch rechte Gewalt erscheinen. Für uns ist dieser Fall ein Skandal

Hier das persönliche Statement von Tibor schriftlich und per Video:

ICH BLEIBE LAUT!!!

 

Mein Name ist Tibor Sturm, alias „QuietStorm“. Ich wurde 2005 von sechs Neonazis angegriffen und habe mich verteidigt. Darauf hin wurde ich vom Angegriffenen über den Verteidigenden zum Täter. Ich sage absichtlich „Angegriffenen“, da das Wort Opfer schon von den Nazis besetzt wird und ich es ihnen auch sehr gerne überlasse. Die Eltern des Nazis, welcher den Hirnschaden (angeblich) von mir bekam, zeigten mich an. Die Gerichtsverhandlung aufgrund dieses Hirnschadens (wobei ich noch immer fest der Meinung bin, er bestand schon zuvor, nur eben nicht so nach Außen sichtbar) wurde zum Desaster. Für mich wenigstens. Der Richter forderte vehement eine Entschuldigung, auf die ich mindestens genauso energisch zu Lachen begann. Wie dem auch sei, Fehlverhalten hin oder her: Ich bekam sieben Monate OHNE Bewährung. Der Tag, an dem ich durch das große, beängstigende Tor der JVA ging, hat sich für immer in mein Gedächtnis gebrannt. Ebenso waren meine ersten drei Wochen hinter Gittern eine von Einsam- und Fassungslosigkeit geprägte Zeit. Danach wurde ich in eine Freigänger JVA verlegt und diese war sowohl Seitens der Beamten, als auch Arbeitstechnisch viel Menschenwürdiger als im geschlossenen Vollzug. Wer baut schon gerne Kinderspielzeug im Akkord zusammen, noch dazu mit „Arbeitskollegen“, welche die Fähigkeit der verständlichen Kommunikation anscheinend im Kleidersack gelassen haben?!

Es wäre aber zu schön gewesen, wenn ich die restlichen sechs Monate in der Freigänger Anstalt ohne die obligatorischen Nazis hätte verbringen können. Natürlich war einer da und Natürlich versuchte er mir, mein Leben im Gefängnis schwer zu machen. Aber darüber habe ich schon in meinem Buch ausführlichst geschrieben („7 Monate für ein Leben“).

 

Nach der Haft bekam ich Morddrohungen a lá „Wir bringen zuende, was unsere Kameraden angefangen haben“ usw. Langweilt mich! Ich bin zwar umgezogen, aber nur, weil ich nicht noch so ein Paranoider Verwirrter sein möchte, der in jeder Person einen Potentiellen Nazis, also Killer, sieht.

 

STILL UND LEISE WERDET IHR MICH NIE KRIEGEN!

 

Ich bin Tibor Sturm und LAUT GEGEN NAZIS ! Wann und wo immer es geht! 

Video-Statement v. Tibor Sturm:

www.youtube.com/lautgegennazis  (Das Video wurde im Juni 2008 gedreht)

  


Wirtschaft:Das schmutzige Geschäft mit den Nazis – auch damals gab es enge Partnerschaften von General Motors und Opel – aber auch Esso (damals Standard Oil) und Ford machten bis in die Kriegsjahre hinein gute Geschäfte mit Nazi – Deutschland – eine ARD Reportage gibt Aufschluss

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 11:33 Uhr am 22. April 2009

 

Foto/ Wehrmacht-2. Weltkrieg: Opel Blitz-ein Gemeinschaftsprodukt von Opel und General Motors

Großindustrie ist manchmal nicht nur unmoralisch. Die Reportage, die wir bei Google entdeckten gibt Aufschluss über das Handeln von der Industrie hinter den Problemen dieser Welt. Heute noch führende weltweite Unternehmen  konnten mit Lieferungen von Rohstoffen, Fahrzeugteilen usw. reichlich Profit mit Hitler-Deutschland einfahren. Die ARD Reportage “Das schmutzige Geschäft mit den Nazis” ist mehr als aufschlussreich. Hier der Link: http://video.google.com/videoplay?docid=1730442568367720561


Deutschland: Bundesinnenministerium bestätigt mehr Gewalttaten von Rechtsextremen – über 1.000 Opfer und mindestens zwei Todesopfer durch Nazis – Die Opferberatungsstellen gehen von vier Toten aus – und Nazis rüsten auf – mehr Waffenfunde in der Szene

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 22:03 Uhr am 20. April 2009

Die ersten Zahlen aus 2008 sind veröffentlicht. Demnach wurden über 1.000 Menschen Opfer rechter Gewalt. Von zwei Toten geht die Bundesregierung aus. Die Opferberatungsstellen von vier Toten. Experten und auch wir gehen von wesentlich mehr Gewaltopfern aus. Oft bestehen extreme Ängste, Gewaltübergriffe von Nazis anzuzeigen. Die aktuellen Zahlen erhalten Sie bei unseren Partnern vom NPD-Blog unter folgendem Link

http://npd-blog.info/2009/04/20/bka-angaben-667-waffenfunde-bei-rechtsextremisten-zwei-todesopfer-im-jahr-2008/

und sicherlich auf den aktuellen Seiten der Nachrichtenredaktionen.


Justizia: Opfer rechter Gewalt musste sieben Monate in den Knast weil er sich gegen seine Angreifer wehrte – Opfer ist ein bekannter Musiker von Brothers Keepers

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 10:07 Uhr am

In Berlin trafen wir Quietstorm (Künstlername). Sein Bericht war frustrierend. 2005 wurde er in Nürnberg, der Stadt in der er geboren ist, von sechs Neonazis auf öffentlicher Straße in der Nähe des Reichsparteitaggeländes überfallen. Quietstorm trainierte 15 Jahre lang Kampfsport. Nur dieser Gegebenheit ist es zu verdanken, dass er heute noch lebt. Er wurde rassistisch und mit Naziparolen beschimpft, bevor es zur körperlichen Auseinandersetzung kam. Es gelang ihm sich seiner Angreifer zu erwehren. Durch ein Versehen traf er einen Nazi mit einer Zaunlatte am Kopf. Dieser wurde mit einem schweren Schädelhirn-Trauma später in ein Krankenhaus eingeliefert. Das gleiche Krankenhaus in das auch Quietstorm mit schweren Prellungen, sechs ausgeschlagenen Zähnen und schweren Verletzungen im Gesicht eingeliefert wurde. Das Opfer des Naziangriffs musste später vor Gericht, die Prozesse gegen die Angreifer standen bis 2008 noch aus. Quitstorm trat im Juni 2008 eine siebenmonatige Haftstrafe an.

Uns gefriert es noch in den Adern, wenn wir an die Erzählungen von Quietstorm denken. Selbst die Polizisten die damals zum Tatort kamen hatten eindeutig einen fremdenfeindlichen rechtsextremen Hintergrund bei den sechs Angreifern festgestellt, die in Nazischläger Outfits auf ihr Opfer einschlugen. Der Tathergang war also völlig offensichtlich. Aufgrund seiner Kampfsportausbildung musste sich das Opfer unverständlicherweise vor einem Nürnberger Gericht jedoch für den schwerverletzten Angreifer rechtfertigen. Absolut unfassbar erscheint uns der verhandelnde Richter, der von ihm verlangte, sich bei dem schwerverletzten Nazi zu entschuldigen. Dies lehnte das Opfer ab. Aus diesem Grunde musste es seine Haftstrafe antreten. Für uns ein Justizskandal und ein Zeichen dafür, dass rechtsextreme Straftaten bei so manch einem Gericht immer noch nicht ernst genommen werden. Urteile zu den Angreifern sind uns noch nicht bekannt.

In den nächsten Wochen werden wir über diesen Fall berichten. Das Opfer selbst kommt zu Wort und plant im Moment ein Projekt unter dem Namen “Schwarz und Deutsch”, welches wir aus vollem Herzen unterstützen werden. Mehr erfahren Sie in den nächsten Tagen hier auf diesem Blog.


LGN-Jubiläum: Großkundgebung für den 01. August 2009 geplant

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 09:22 Uhr am

 Foto: Hurricane Festival 2007

Nicht nur aus aktuellem Anlass. Nein. Wir feiern am 01. August 2009 unser fünfjähriges Jubiläum. Wir sind Hamburger und unsere Kampagne ist hier entstanden. Gemeinsam mit Viva con Agua, der Amadeu Antonio Stiftung, EXIT Deutschland und vielen anderen auch bundesweiten Institutionen, wollen wir mitten im Sommer zu einer Großkundgebung auf dem Hamburger Spielbudenplatz mitten in St. Pauli, dem bekanntesten Kiez der Welt, aufrufen. Im Mittelpunkt steht unsere Forderung für mehr Demokratie und Toleranz und selbstverständlich aber auch gegen den wachsenden Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und dem alten Nazi-Gedankengut. Hierzu engagieren wir derzeit Künstler und Partner aus unserer Kampagne. Am 31. Juli 2009 werden wir mit einer Pressekonferenz zudem Bilanz ziehen. Geplant ist für den 01. August 2009 auch ein Demonstrationszug rund um St. Pauli.

Das Anmeldeverfahren der Kundgebung wird jetzt beantragt. Wir freuen uns über weitere Unterstützer und Aufrufer. Hamburg als zweitgrößte und sehr vielfältige Stadt in Deutschland soll damit ein bundesweites Zeichen setzen. Selbstverständlich werden wir für dieses Anliegen auch den Senat der Stadt anfragen. Um den Termin herum begrüßen wir mit Sicherheit Touristen aus allen Orten dieser Welt.


Kampagne: Engere Zusammenarbeit mit EXIT-Deutschland

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 09:00 Uhr am

Nach einem längeren Gesprächstermin am letzten Donnerstag in Berlin, wollen wir intensiver mit dem Aussteigerprogramm EXIT Deutschland zusammenarbeiten. Ziel ist es auch gemeinsam mit denen die in der Nazisszene Deutschlands aktiv waren, Jugendliche davon abzuhalten sich von den Rechtsextremen mit falschen Idealen füttern zu lassen. Wer könnte sonst besser darüber berichten, wie gefährlich die Bauernfänger der Nazis sind.

Hierbei werden wir als “Laut gegen Nazis” -Rechte Gewalt kann jeden treffen- jedoch nicht den Blick auf die Opfer und auf Mißstände in diesem Lande verlieren. Geplant sind in der Zusammenarbeit breitangelegte Internetauftritte bei Youtube (eigener Channel) und MySpace sowie Aufklärungsarbeit an Schulen und auf öffentlichen Veranstaltungen.


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