Deutschland-Zitat von Innenminister Schäuble: “Ein wirklich widerlicher Verein” – wie recht er doch hat – das HDJ-Verbot von heute war schon längst überfällig – aber dies ist ein erster Schritt in die Glaubwürdigkeit der Bundespolitik

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 16:26 Uhr am 31. März 2009

 

Das nennen wir mal konsequent. Nachdem wir hier auf dem Blog nach dem Fall Mannichl im Dezember letzten Jahres darüber berichteten, dass Bundespolitiker das Thema Rechtsextremismus nun als super wichtig einstufen und Innenminister Schäuble bei einem Interview in der Sendung “Bericht aus Berlin” (ARD) ankündigte, massiv gegen rechtsextreme Tendenzen und Nazis in diesem Lande vorzugehen, waren wir skeptisch. Aber nach dem heutigen Tag wollen wir doch auch einmal loben. Wenn auch mit Vorsicht.

Wir fordern schon lange ein Verbot der Jugendorganisation HDJ (wir berichteten hier auf diesem Blog), weil sie nach alter nationalsozialister Tradition versucht hat Jugendliche zu gewinnen. Und dies auch nicht ohne Erfolg. Wir selbst waren im Januar 2008 in dem kleinen nordrheinwestfälischen Dorf Berlebeck bei Detmold und setzten mit den “Sportfreunden Stiller” dort ein Zeichen, weil ein HDJ Führer versucht hatte Einfluss zu nehmen. Die Berlebecker wird dieses Verbot besonders freuen.

Wir begrüßen das Verbot und beglückwünschen den Bundesinnenminister zu diesem Schritt. Ein Verbot der HDJ darf andersrum allerdings auch nicht den Eindruck vermitteln, dass es diese Altnazis und sogennanten Rechtsextremisten weiterhin nicht mehr geben wird und diese durchaus versuchen werden Jugendliche für ihre menschenverachtende Ideologie zu gewinnen. Dies ist eine Gefahr, die immer Bestand haben wird. Heute forderten sogleich sehr viele Institutionen (z. B. die SPD) ein NPD Verbot hinterher zu schmeißen. Grundsätzlich würden wir dieses auch begrüßen, aber nur dann wenn wir nicht vergessen, dass sich dieses Problem lediglich verlagert. Durch Verbote wird es leider nicht weniger Nazis in diesem Lande geben. Für uns heißt dies, dass Prävention die wichtigste Gegenmaßnahme zu rechtsextremen Tendenzen ist. Herr Schäuble hat jetzt vorgemacht, dass Politik handeln kann. Wir würden uns freuen, wenn die Kanzlerin und das Bildungsministerium diesem Beispiel folgen. Die Erhöhung von Fördermitteln gegen den wachsenden Rechtsextremismus, mehr Ausbildung und ein guter attraktiver Unterricht zu diesem Thema an Schulen, wären unser Erachtens die nächsten wichtigen Schritte.

Hier die aktuellen Nachrichten der Tagesschau:

http://www.tagesschau.de/inland/schaeuble142.html  http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video472514.html


Deutschland-Thüringen: Pößneck zeigt Flagge gegen Nazis und wird hoffentlich bald “Riegerfrei”!

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 17:28 Uhr am 30. März 2009

Am Samstag den 28. März 2009 kam in Pößneck nun doch alles anders als erwartet. Kein Parteitag der NPD und Dank der Zusammenarbeit der Stadt Pößneck, dem Landratsamt und der Polizei auch kein Nazikonzert. Dies wurde untersagt. Wir würden uns wünschen, wenn diese Stadt es nach so vielen Jahren schafft, dem Hamburger Nazianwalt Jürgen Rieger so in die Suppe zu spucken, dass dieser endlich das von ihm erworbene Schützenhaus aufgibt.

 

Lesen Sie hierzu einen Nachbericht von C. M.:

Pößneck zeigt Flagge gegen Nazis – Demokratisches Bündnis demonstriert vor Rieger-Immobilie

 

In der vergangenen Woche wurden mehrfach Spekulationen laut, die NPD könne ihren ausstehenden Bundesparteitag am Samstag den 28. März im Pößnecker Schützenhaus abhalten. Die Immobilie ist seit Jahren Dreh- und Angelpunkt rechtsextremer Tendenzen in Thüringen, speziell im Saale-Orla-Kreis. Das Areal befindet sich nach wie vor im Besitz des stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Nationaldemokraten und bekennenden Holocaustleugners Jürgen Rieger.

 

 Friedliche Blockade der Zufahrtsstraße / Schützenhaus

 

Sicher war zunächst nur, dass beim zuständigen Ordnungsamt die Anmeldung eines Konzertes mit bis zu 4 Bands vorlag. Dies nahmen verschiedene demokratische und antifaschistische Gruppen zum Anlass und riefen zu einer gemeinsamen Protestkundgebung in Pößneck auf. Zu den Initiatoren gehörten die antifaschistische Koordination Erfurt, das Pößnecker ABC Aktionsbündnis Courage, die Weimarer Bürgerinitiative gegen Rechtsextremismus, das Landesjugendwerk, die Thüringer SPD und Linke, IG Metall, die evangelische Kirche, Vertreter der Stadt und des Kreises sowie sehr zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aller Altersklassen. Die Zahl der Teilnehmer wurde einheitlich mit ca. 300 beziffert. Die Route führte in etwa zweieinhalb Stunden um das Schützenhaus herum, wobei „probeweise“ sämtliche Zufahrtswege blockiert wurden. Zur Abschlusskundgebung in Sichtweite zum Schützenhaus sprachen u.a. Vertreter der Linken, der evangelischen Kirche  sowie Landrat Frank Rosner.

 

 Abschlusskundgebung/Hintergrund-das Schützenhaus/rechts     

 

Nachdem es in den vergangenen Jahren immer wieder Schwierigkeiten gegeben hatte wenn es darum ging, Kräfte im Kampf gegen neonazistische Bestrebungen im Saale-Orla-Kreis und in Pößneck zu vereinen, konnte am vergangenen Samstag hier ein deutliches Zeichen gesetzt werden. Es bleibt zu hoffen, dass sich dieser Trend fortsetzt und zukünftig nicht nur reagiert wird, sondern aktiv und konsequent gegen jegliche Form rechtsextremen Gedankenguts Position bezogen wird.

 

Die positive Nachricht des Tages war, dass es den zuständigen Behörden gelungen ist, das für den Samstagabend geplante Konzert doch noch zu kippen. Nachdem man im Vorfeld in mehreren gerichtlichen Instanzen gescheitert war, ist es der konstruktiven Zusammenarbeit zwischen der Stadt Pößneck, dem Landratsamt und der Polizei zu verdanken, dass das Nazi-Konzert in letzter Minute verhindert werden konnte.

 

Fazit:

Pößnecker Bürger proben gemeinsam erfolgreich den zivilen Ungehorsam und beziehen deutlich Position gegen neonazistische Machenschaften – Herr Rieger und seine „Volksgenossen“ sind unerwünscht – in Pößneck und überall!   


Deutschland-Pößneck: Kein Anzeichen für Bundesparteitag der NPD im Schützenhaus – Konzert mit vier Nazibands untersagt

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 13:18 Uhr am 28. März 2009

Zwar findet der Parteitag der NPD nicht in Pößneck statt und das Nazikonzert für heute (Sa. 28.03.09) ist vom Landkreis untersagt worden, aber das Schützenhaus und somit Nazianwalt Jürgen Rieger, bleibt in der Stadt präsent. Lesen Sie hierzu einen Artikel der OTZ von gestern:

http://www.otz.de/otz/otz.poessneck.volltext.php?kennung=on4otzLOKStaPoessneck39896&zulieferer=otz&kategorie=LOK&rubrik=Stadt&region=Poessneck&auftritt=OTZ&dbserver=1


Deutschland Pößneck: Jürgen Riegers Nazis wieder voll aktiv – Konzert im Schützenhaus geplant und eventuell heimlicher Parteitag der NPD am 28..03.09 – seit 2005 kämpft die Stadt gegen die Präsenz und das Entstehen eines Schulungszentrums der Rechtsextremen

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 13:07 Uhr am 26. März 2009

 Schützenhaus Pößneck (Foto:m-g-r-g.de)

Im Jahr 2005 ereilte uns aus dem kleinen Städtchen Pößneck ein Hilferuf. Da der damalige Bürgermeister uns nicht die Möglichkeit gab mit den HipHoppern Afrob, Dendemann und Nico Suave in Pößneck ein Konzert für die damals frischgegründete Initiative “Aktionsbündnis Courage” (ABC) zu veranstalten, wichen wir nach Neustadt an der Orla aus. Hieraus entwickelte sich auch eine Untertützung des örtlichen Landrates für ABC. ABC entstand 2005 nach einem Nazi-Konzert in dem vom Hamburger Nazianwalt Jürgen Rieger gekauften Schützenhaus mitten in der Stadt, bei dem knapp 1.500 Nazis als Gäste zu verzeichnen waren. Das Aktionsbündnis Courage versucht nunmehr seitdem auf die Präsenz der Nazis aufmerksam zu machen und diese mit Hilfe der Zivilgesellschaft mit gewaltfreien Projekten aus der Stadt zu vertreiben, stößt bei ihren Aktionen jedoch immerwieder auf Probleme. Zunächst sah es so aus, dass Rieger das Eigentumsrecht aufgrund formeller Fehler beim Erwerb des Schützenhauses verliert. Dies war und ist ein Irrtum. An diesem Wochenende soll erneut ein Nazi-Konzert dort stattfinden. Vermutlich planen die Rechtsextremen gleichzeitig in diesem Zusammenhang einen Parteitag.

Viele Institutionen nebst Antifa rufen deshalb zu Kundgebungen rund um Pößneck auf. Unterstützung erhalten sie hierbei auch aus Jena und vielen anderen Teilen des Landes. So auch von uns.

Immerwieder Pößneck. Uns begleitet diese kleine 10.000 Einwohnerstadt seit nunmehr vier Jahren. Damit verbunden auch die Dreistigkeit der Nazis, die in dem ehemaligen Schützenhaus ein Schulungszentrum aufbauen wollten. Das Haus liegt mitten in der Stadt zwischen zwei Schulen. Rieger wollte dort schon alles mögliche installieren. Schülercafés, Discotheken, Schulungszentren etc.. Auf jeden Fall hat sich das Haus wieder zum Treffpunkt der Naziszene entwickelt. Erst im letzten Jahr hatten wir ein Konzert in der örtlichen Schedhalle für die Jugendlichen in der Stadt präsentiert. Dort trat beispielsweise die Band “ELKE” aus Berlin auf. Sämtliche Maßnahmen machen zwar auf das Problem aufmerksam und sensibilisieren die Bürgerinnen und Bürger, aber leider sind die Nazis weiterhin präsent.

An diesem Wochenende ist zu befürchten, dass das Konzert der Nazis wieder massenhaft Kameradschaften und Nazigruppen aus Deutschland in das kleine Pößneck zieht. Ganz schön bitter. Der Zustand in Pößneck zeigt aber auch, welche Macht schon jetzt von der rechtsextremen Szene ausgeht. Das Grundstück ist im Übrigen abgeriegelt und wird von Nazischlägern bewacht. An diesem Samstag soll seitens der Rechtsextremen die Planung eines Parteitages (man munkelt gar eines Bundesparteitages) der NPD im Rahmen des Nazikonzertes im Schützenhaus vorhanden sein. Sicher ist man sich nicht, aber denkbar ist dies allemal. 

Die Pößnecker wollen sich wehren und rufen zu einer Gegenkundgebung am Samstag ab 9.00 Uhr auf. Mit friedlichen Blockaden und vor allem mit einem starken Aufruf an die Bürgerinnen und Bürger in der Hoffnung, dass mehr Demokraten als Nazis den Weg in die Stadt finden. 

Das Ordnungsamt Pößneck teilte uns mit, dass das Konzert angekündigt ist. Da es sich bei dem Schützenhaus um Privatbesitz handelt, habe man jedoch keine Möglichkeit jenes zu untersagen oder zu verbieten. Wir führen im Laufe des Tages heute oder morgen vormittag noch ein Gespräch mit dem Bürgermeister der Stadt Modde und werden diesbezüglich über die Einstellung der Stadt zu den Gegebenheiten morgen im Laufe des Tages berichten.

http://www.otz.de/otz/otz.onlinesuche.volltext.php?zulieferer=otz&redaktion=redaktion&dateiname=dateiname&kennung=on2otzLOKStaJena39894&catchline=catchline&kategorie=kategorie&rubrik=Stadt&region=Jena&bildid=&searchstring=sch%FCtzenhaus&dbserver=1&dbosserver=1&other


Deutschland: Wirtschaftskrise fördert extremes Gedankengut – vor allen Dingen wenn die Verursacher nicht zur Rechenschaft gezogen werden und mit den Konjunkturpaketen Bahnhöfe renoviert werden sollen – Wir beantragen auch für uns die Unterstützung über das Konjunkturpaket der Bundesregierung

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 23:30 Uhr am 24. März 2009

 Unser Anliegen ist nicht wirklich ernst gemeint. Wir werden keinen Antrag auf Unterstützung über das Konjunkturpaket der Bundesregierung stellen. Wir halten die wirtschaftliche und politische Situation im Moment jedoch für sehr gefährlich. NPD Funktionäre wie Pastörs (Mecklenburg Vorpommern) stossen im Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise, die viele Leute beängstigt, wieder alte Drohungen aus, wie z. B. „…wenn dieses System sich in den Bankrott gewirtschaftet hat, dann kommt unsere Zeit“ (Pastörs sinngemäß auf dem Polit-Aschermittwoch der NPD im Saarland-er gab uns allen noch zwei Jahre). Wir erstarren jetzt nicht vor Angst, aber Fakt ist, dass zum jetzigen Zeitpunkt Platz für die rechtsextremen Bauernfänger vorhanden ist und die diesen auch nutzen. Und das mit Erfolg, wie die jüngst veröffentlichten Studien der Friedrich Ebert Stiftung und des Kriminologischen Instituts Niedersachsen zeigen.

Selbst Bundesinnenminister Schäuble warnt neuerdings vor dem Wachsen der rechtsextremen Szene. Uns wirft die aktuelle Situation auch Fragen auf. Fragen in Bezug auf Ungerechtigkeiten in der Behandlung von Wirtschaftskriminellen und Managern die letztendlich mit dem Geld von uns allen in das Nirvana investiert haben. Selbstverständlich ist es wichtig, dass die Banken wirtschaftlich in der Not gestützt werden, da sonst unsere Marktwirtschaft zusammenbrechen würde. Da haben wir Verständnis entwickelt. Aber warum kommen diejenigen, die diese Krise durch Mißwirtschaft und Profitgeilheit erst möglich gemacht haben, strafrechtlich ungeschoren davon und erhalten anschließend immernoch ihre extrem hohen Gehälter, obwohl man doch tatsächlich hier auch von Veruntreuung reden könnte.  Wir können diesen Umstand keinem Hartz 4 Empfänger oder Menschen in finanzieller Not erklären. Ein angestellter Bäcker, der zwei Brötchen in seinem Unternehmen zum Frühstück entnimmt, kann sogar fristlos gekündigt werden. Ein Banker der nicht seine eigenen Milliarden in die Tonne tritt sondern ihm anvertraute Mittel, der darf jetzt sogar mit staatlichen Hilfen rechnen und weitermachen.

Hier setzen die Nazis an. Die faseln dann von Volksgemeinschaft und so weiter.

Wie wirkt es eigentlich auf den normalen Bürger, wenn ein Ex-Post Manager wie Zumwinkel (dessen Vater im Übrigen vermutlich überzeugter Nazi war und eine jüdische Firma nach Enteignung günstig eingekauft hatte / lt. Mopo v. 23.03.09), der am Garda See in seiner Burg mit einer Rentenzahlung von 20 Millionen Euro seinen Lebensabend beginnt und sich zuvor mit ein paar Millionen aus einer Haftstrafe herausgekauft hat? Während andere die einen viel kleineren Betrag vielleicht aus der Not hinterzogen haben, eventuell gleich in den Bau kommen, weil sie sich nicht herauskaufen können? Das fängt dann manchmal schon bei 500,– € an. Zumwinkel grinst inzwischen wieder voller Selbstbewusstsein in die Kameras und muss sich seiner Freiheit nicht unsicher sein.

Wie soll Politik solche Gegebenheiten der Bevölkerung vernünftig erklären? Zumindest der Versuch hier durchaus Ungerechtigkeiten begreifbar zu machen, wäre sinnvoll. Wenn wir es nicht schaffen solcherlei Dinge, wie die Bevorzugung von Managern in der Rechtssprechung abzuschaffen, so haben Extreme und vor allem auch die von ganz rechts, eben Nazis ihre Chance und einen Nährboden mit dem sie die Unzufriedenen, die Politikverdrossenen und Frustrierten mit ihren Phrasen überzeugen können. Dies gelingt. Da brauchen wir nur an Orte wie Anklam in Mecklenburg Vorpommern denken, in denen eine hohe Arbeitslosigkeit, Geldmangel und keinerlei oder nur wenige soziale Strukturen vorhanden sind und in denen der Anteil von Nazis und deren Sympathisanten sehr hoch ist. Wer einmal durch solche Orte fährt, der spürt den Frust. Wie soll jemand der dort am Existenzlimit lebt, begreifen, dass die die Millionen gemacht und verschwendet haben und im großen Stil noch Steuern hinterzogen haben, frei gesprochen werden? Und ganz ehrlich-diesen Umstand verstehen selbst wir nicht mehr.

 

Gestern fuhr ich im Auto und hörte Nachrichten. Die Bahn saniert und modernisiert ihre Bahnhöfe. Klingt gut. Hat allerdings für mich einen kleinen Haken, denn die Bahn nutzt hierfür auch Anteile aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung, so ließen die Nachrichten es verlauten. Schön. Da fiel mir dann auch gleich ein, dass Teile dieses tollen Paketes in die Sanierung von Schulgebäuden gesteckt wird, um Heizungen, Inneneinrichtungen etc. zu erneuern. Wann erneuern wir die Hirne. warum werden nicht zusätzliche Lehrer eingestellt, um den Bildungsstandard zu erhöhen? Denn Bildungsmangel ist manchmal auch ein Grund für politische Fehlleitungen.

 

Es gibt eine ganze Liste, die ich hier aufzählen könnte und die meinem Verstand zusetzen, weil ich sie nicht begreife. Wirtschaftskrise! Wirtschaftskrise? Im letzten Jahr noch waren die Prognosen steigend. Man pries Wirtschaftswachstum, die Industrie und die Banken an. Der DAX lag irgendwo bei 7.000 Punkten und überhaupt. Gewinnwarnungen und Gewinnausschüttungen überall auf dem Markt. Positive Prognosen tralalala. Bums, von heute auf morgen alles anders. Krisen, Prognosen die sagen, dass das Wirtschaftswachstum um bis zu 7% schrumpft, der DAX nur noch bei 4.000 Punkten und und und…

 

Eine Frage, die ich mir stelle ist, wo sind eigentlich die Gewinne der letzten Jahre geblieben? Verspielt von wilden Spekulanten? Dies bedarf einer Klärung, bevor rechtsextreme Bauernfänger mit falschen Argumenten enttäuschte Bürgerinnen und Bürger überzeugen.

 

Und das bitterste zum Schluss. Ich kann mir nicht vorstellen, dass gleichzeitig die Fördermittel für Initiativen und Institutionen, die sich gegen den wachsenden Rechtsextremismus engagieren, erhöht werden. Noch immer, bin ich gespannt, wann wir die vollmundigen Ankündigungen von so manch einem Bundespolitiker im Dezember letzten Jahres zu spüren bekommen. Diese besagten vor nicht allzu langer Zeit:” Das Thema Rechtsextremismus ist eines der Prioritätsthemen im Jahr 2009.” Ein Drittel des Jahres ist ja schon geschafft! Na dann mal los!  für LGN

 

 

 

 

 

 

 

 


Nordrhein-Westfalen: Du kleine linke Sau wirst in Salzsäure gewaschen und… – Gründer einer Bürgerinitiative in Bocholt wird massiv bedroht

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 20:32 Uhr am 22. März 2009

 Ein Foto mit Wahrheitsgehalt

Seit dem Fall Mannichl und dem Überfall auf einen Mitarbeiter des Kulturbüros Sachsen e. V. in Dresden wird klar, dass Rechtsextreme auch gezielter Gewalt anwenden. Dies mindert nicht das Ansteigen von Gewaltopfern durch rechte Gewalt insgesamt. Hier gibt es wieder steigende Tendenzen. Unsere Kollegen von www.mut-gegen-rechte-gewalt.de berichten von Morddrohungen an Rainer Sauer-Mitbegründer der Bürgerinitiative – No Nazis -Bocholt stellt sich quer. Rainer Sauer wurde erst in den letzten Wochen von Neonazis überfallen. Hier die Links:

http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/meldungen/morddrohung-gegen-gruender-der-buergerinitiative-bocholt/

http://www.no-nazis-bocholt.de/

http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/meldungen/erneuter-naziueberfall-auf-gewerkschafter-in-bocholt/

 


Rechtsextremismus in Deutschland: Der Nachwuchs kommt – Innenministerium über das Ergebnis der Studie des Krminologischen Instituts Niedersachsen geschockt – Wir nicht! Von 45.000 befragten Jugendlichen geben 4,9% der Jungen und 2,6 % der Mädchen an-Mitglied einer rechtsextremen Gruppe zu sein

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 20:51 Uhr am 18. März 2009

Die Studie der KFN zeigt letztendlich das, wovor wir und viele andere Institutionen seit Jahren warnen. Rechtsextremes Gedankengut bei Jugendlichen ist leider nichts ungewöhnliches mehr. Extreme Ausländerfeindlichkeit schlägt bei den befragten Jugendlichen mit 36,5 % zu Buche.

Als eindeutig rechtsextrem stuften die Forscher 5,3 % und als antisemitisch 4,3 % der befragten Jugendlichen ein. Erfreulich mag klingen, dass die Gewalt unter Schülern abgenommen hat, aber was nützt uns dies, wenn doch soviele Jugendliche rechtsextremes Gedankengut mit sich herumtragen.

Wir sind nicht wirklich geschockt. warum sollte in der heutigen Zeit die Situation bei Jugendlichen anders sein, als in der Gesamtgesellschaft. Sicherlich sind Jugendliche sehr wichtig, wenn es um die zukünftige politische Prägung unseres Landes und vor Allem der Welt geht. Aus diesem Grunde muss man verantwortungsvoll mit diesem Problem umgehen. Woran liegt dieser Zustand? Wir glauben, dass rechtsextreme Kameradschaften und Gruppierungen den Jugendlichen in manch Gebieten Angebote machen, die früher vom Staat und der Politik sowie den Eltern installiert wurden. Vielerorts gibt es keine Anlaufstellen wie Jugendzentren oder andere Treffpunkte, die demokratische Werte und Toleranz vermitteln. Die NPD z. B. wird immer sportlicher, wenn es um die Anwerbung von Jugendlichen geht und erreichte beispielsweise mit ihrer Schulhof CD eine gar breite Gruppe an Schülern. Oder rechtsextreme Kameraden bewegen sich vor und in Schulen und bieten Schülern eine nette Abendgestaltung (Musik, Bierchen, Partys) und bringen diese dann auf Irrwege.

Wir haben aber auch mehrere Probleme erkennen können, die uns bei Schulvorträgen (die wir selber halten) immerwieder auffallen. Oft stellen wir nach unserer Eingangsfrage “Was wißt Ihr über Nazis, Rechtsextremismus?”, ein großes Achselzucken bei den Schülern fest. Leichte Opfer für falsche Phrasen. Gerade in dieser Zeit, die von Negativmeldungen nur so geprägt ist. In unserer Medienwelt ist es sehr problematisch den Schülern die Menschenverachtung der Nazis nahezubringen. Hier scheitern offensichtlich auch viele Lehrer. Dies ist kein Pauschalurteil. Ein zweites Problem ist zudem, dass die Zeitzeugen die den Schülern emotional das entstandene Leid durch die Nazis von damals schildern können, langsam nicht mehr leben. Für uns bedeutet dies, dass Prävention durch Bildung und durch eine für die Jugendlichen attraktive Aufklärungsarbeit, ein Zuwachs in der rechtsextremen Szene vermeidbar sein könnte. 

Mir fällt Lucille Eichengreen (Holocaust-Überlebende) ein. Diese sagte einmal “Ich kann nicht vergeben und nicht vergessen”. Wenn wir den Jugendlichen nicht transportieren können, dass die Gewalt die von Nazis und Neonazis ausgeht, menschenverachtend und unwürdig ist und wir nicht gegen das Vergessen anarbeiten, wozu uns Lucille Eichengreen mit diesem Satz auch auffordert, dann verlieren wir sie an Bauernfänger, die ihr rassistisches, antisemitisches Bild predigen.

Politik, Eltern und letztendlich wir alle, tragen die Verantwortung dafür, dass Menschenverachtung nie wieder so aufkeimen kann wie vor sechsundsiebzig Jahren. Hierzu gehört gerade auch eine intensive Jugendarbeit.


Hauptstadt Berlin/Friedrichshain: Ein Kiez wehrt sich erfolgreich gegen Naziladen in einer ehemaligen SA-Schlägerkneipe – und wieder Thor Steinar –

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 19:57 Uhr am

In der Petersburger Straße 94 in Berlin Friedrichshain treiben heute Nazimode-Verkäufer ihr Unwesen. Wieder einmal öffnete ein Thor Steinar Shop. Geschmacklos! In dem gleichen Haus befand sich in der Zeit des Nationalsozialismus ein Folterkeller der Nazis. Seit 1929 fanden genau dort Mitgliederversammlungen der NSDAP statt. Das Lokal entwickelte sich zum Sturmlokal des berüchtigten Horst Wessel Zuges (SA). In diesem berüchtigten sogenannten “Keglerheim” wurden hunderte Nazigegnerinnen aus Friedrichshain ermordet. Am 28. Februar 2009 eröffneten Neonazis an diesem Ort ein 200 qm großes Geschäft der Bekleidungsmarke “Thor Steinar”.

Die Friedrichshainer haben ein Bündnis aus Antifa-Gruppen, Gewerbetreibenden und Anwohnern gegründet, die massiv gegen diese unglaublich bittere Präsenz demonstrieren. Offenbar mit Erfolg! Der Vermieter hat den Betreibern des Thor Steinar Ladens nunmehr offensichtlich die Kündigung ausgesprochen. Wann der Auszug stattfinden kann ist noch unklar. Auf www.youtube.com/lautgegennazis haben wir nunmehr mit Unterstützung der “Sportfreunde Stiller” ein Video des Bündnisses in Friedrichshain hochgeladen.

 
 

 

 

http://www.tagesspiegel.de/berlin/Thor-Steinar-Friedrichshain;art270,2752466

 


Internet: Die Präsenz von Nazis im Internet ist auch ein Spiegelbild der Gesellschaft – wir fordern seit langem auch mehr Zivilcourage der User – Betreiber genau wie im richtigen Leben nicht allein verantwortlich – Handeln sollte jeder Einzelne

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 18:56 Uhr am 15. März 2009

 (Bild: www.mut-gegen-rechte-gewalt.de)

Unsere Kollegen der mut-gegen-rechte-gewalt.de – Redaktion recherchierten die Präsenz von rechtsextremen Gedankengut und Menschenverachtung in einem Selbstversuch bei www.youtube.com und meldeten sich als Antinazi und als Nazi dort an. Für uns ist der daraus entstandene Bericht ein Spiegelbild der Gesellschaft. Die Probleme im Netz sind die gleichen die auch in unserer Gesellschaft behaftet sind. Jeder Bürger und jeder User kann mit einer ambitionierten Courage die vermehrte Präsenz von Nazis mindern. Die Verantwortung für rechtsextreme Auswüchse im Netz nur bei den Providern wie Youtube, MySpace und vielen anderen zu suchen halten wir für fatal, aber glauben auch, dass diese ihrer Verantwortung bewusst sind.

Vor etwa 1 1/2 Jahren hatten wir offensiv die Präsenz von Nazis im Netz bei Youtube und anderen Betreibern mehr als nur kritisiert. Wir thematisierten dies auch auf unserer Pressekonferenz im März letzten Jahres, auf der Stefan Kramer (Zentralrat der Juden in Deutschland) und Kay Overbeck (Pressechef Google Deutschland) zugegen waren und sich intensiv mit diesem Problem auseinandersetzten. Es gab hieraus sogar eine Annährung. Auch wir selbst mussten aus unseren Gesprächen mit den Betreibern Youtube und MySpace erkennen, dass eine Lösung für das Problem nicht nur bei den Betreibern liegen kann. Allein bei Youtube werden knapp 10.000 Videos in der Minute hochgeladen. Ebenso entstehen Tausende von Profilen minütlich bei MySpace und anderen Internetforen. Technische Hilfen wie das Scannen nach Schlagworten reichen seitens des Betreibers nicht aus. Nazis verstehen es mit sogenannten verdeckten Codes, sich Profile im Netz einzurichten. Für uns ist hieraus abgeleitet verständlich, dass die Betreiber hier nicht so agieren können wie bei pornografischen Inhalten. Wobei wir durchaus die Kritik teilen würden, dass gewisse rassistische Wörter sicherlich technisch gesperrt werden können und dadurch kein Aufbau von Profilen ermöglicht werden kann. Hier sollten die Betreiber auf jeden Fall zügig und schnell nacharbeiten. 

Seitens unserer Staatshüter würden wir selbstverständlich begrüßen, wenn diese solcherlei Profile mit Naziinhalten im Netz ausmachen und eng mit den Betreibern zwecks Strafverfolgung zusammenarbeiten. Aber wie so oft, haben wir nicht das Gefühl, dass das Problem des Rechtsextremismus auf Platz 1 der zu bearbeitenden Probleme steht. Das ist leider ebenso in unserer Gesamtgesellschaft. Zudem laufen diese Provider oftmals in den USA oder sonstwo auf der Welt. Dort wo die deutsche Gesetzgebung leider nicht mehr ausreicht.

 http://www.youtube.com/watch?v=0QfI-bGTvhM&feature=channel_page

In Zusammenarbeit mit Youtube und MySpace versuchen wir ständig die User zum “Flaggen” und “Melden” von Nazi-Videos und Profilen zu bewegen. Wir selber recherchieren einmal in der Woche bei den Betreibern nach Naziinhalten. Youtube erhält kontinuierlich derartige Profilhinweise und löscht diese sehr zügig. Wenn die User im Netz diese Form von Courage zu der unter anderem Smudo und “Wir sind Helden” auffordern für sich entdecken, so besteht die Chance den Gespenstern dieser Rechtsextremen Einhalt zu gebieten. Aber genau so wie auf der Straße, ist auch im Internet jeder Demokrat und vernünftige Mensch dazu aufgerufen mitzuhelfen, Menschenverachtung von sämtlichen Plattformen zu vertreiben. Uns ist es entschieden zu einfach die Schuld bei einzelnen Institutionen, Betreibern oder sonst wem zu suchen. Verantwortung trägt auf dieser Welt, jedes Individium.

In diesem Sinne: Flaggt und meldet Nazis im Internet!!!! 

Zum Artikel unserer Kollegen: 

http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/debatte/rechtsblog/neonazis-auf-youtube


“Wand gestalten” gegen Nazis – Video auf www.youtube.com/lautgegennazis

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 17:33 Uhr am

 Das richtige Material für leere Wände

Wir sind nunmehr seit 1 1/2 Wochen umgezogen (Dank der Telekom haben wir leider noch keinen direkten Telefonanschluss-hier warten wir auf einen Bautrupp). Unser kleines Büro macht nur einen Teil der Gesamtfläche des Gewerbes aus. www.wandgestalten.de hat uns und unserem Vermieter im Rahmen eines Sponsorings die Verschönerung der Wände in einer ehemaligen Lagerhalle ermöglicht. Auf www.youtube.com/lautgegennazis finden Sie ein Video zur Entstehung der Bilder, die der Künstler Philipp Kabbe für uns anfertigte.

Der Künstler gab uns für sein Engagement folgendes Statement:

Der gemeine Nazi, man kennt ihn aus den Medien,  hat eine Glatze und diese geschmacklose Kleidung an, deren Name hier nicht genannt wird. Er sammelt sich in Rudeln und verprügelt Schwächere, ihm Fremde,aus der Fremde oder auch der Gesinnung nach Fremde.

Diese bemitleidenswerte Kreatur braucht Hilfe! Helfen Sie Ihm/Ihr! Klären Sie auf, sorgen Sie für Einsicht.

Es ist Ihre Bürgerpflicht diesen armen Mitmenschen im Integrationsprozess den wahren Sinn des Lebens zu offenbaren.

Mehr über den wahren Sinn des Lebens hat uns Monty Python herrlich veranschaulicht:

“Seien Sie nett zu anderen, vermeiden Sie fettes Essen, lesen Sie gute Bücher, gehen Sie spazieren und versuchen Sie, mit allen Menschen in Frieden zu leben.”

 

Nehmen Sie sich jedoch in Acht vor dem Nazi incognito. Diese hinterhältige Kreatur kann in jedem stecken, den Sie im täglichen Leben treffen. Gerne belegt dieses Wesen Plätze, die man eigentlich eher von Scientologen besetzt denkt: konservative Politiker, Wohnungsmakler, Manager in allen Schichten, Busfahrer.

 

Wenn Sie so einen sehen schreien Sie und machen bitte alle Mitmenschen darauf aufmerksam.

 

Deshalb immer Laut gegen Nazis!

 

Schaut mal Zeitgeist an, Freunde.

http://video.google.com/videoplay?docid=1338572241371195960


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