Fußball Bundesliga: Rassismus und Nazis beim Topspiel HSV-FC Bayern München – Kleiderordnung und rote Karten nützen nicht viel

 

Seit Bestehen unserer Kampagne versuchen wir immerwieder darauf aufmerksam zu machen, dass das Problem des Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus in deutschen Fußballstadien permanent und latent zugegen ist. Auch auf diesem Blog berichteten wir mehrmals über diverse Gegebenheiten in Stadien und den Fußball-Ligen. Zuletzt über den Stürmer des FC St. Pauli “Sako”, der in einem Zeitungsartikel über seine bitteren Erfahrungen erzählte und über das Spiel Hansa Rostock – FC St. Pauli, bei denen Rostocker Fans den St. Pauli Fans per Sprechchöre eine U-Bahn nach Auschwitz bauen wollten. Last but not Least, führten wir ein Interview mit Helmut Spahn (Sicherheitschef des DFB), welches positiv auf uns wirkte und trotzdem werden wir immer in die bittere Realität der Bundesliga zurückgeschossen. Was dem Ex-American Football Star der Hamburger Blue Devils Campino Milligan am letzten Wochenende mit seiner Frau im HSV Stadion (HSH-Nordbank Arena) widerfahren ist, ist der Beweis, dass hier garnichts in Ordnung ist.

Campino Milligan und seine Frau hatten sich als bekennende FC Bayern Fans riesig auf das Topspiel am letzten Freitag gefreut. Leider landeten sie offensichtlich in der falschen Fankurve-der Nordkurve der HSH – Nordbank-Arena. Die dortigen HSV Fans betrachten diesen Bereich offensichtlich als ihr Hoheitsgebiet und machten dies mit rechtsextremen, rassistischen Ausschweifungen sehr deutlich. Milligan ist Amerikaner und zudem schwarz. Noch vor Anpfiff des Spiels wurden sie von Hardcore Fans des HSV mit deutlichen Phrasen, die wir hier noch nicht einmal erwähnen wollen und körperlich bedrängt. Offensichtlich fünf HSV-Anhänger mit Dauerkarte nutzten auch SS-Rufe, um Milligan und seiner Frau deutlich zu machen, dass sie unerwünscht sind. Nach Milligans Angaben, wurde gar einer handgreiflich und packte ihn an den Kragen. Milligan rief einen Ordner herbei, mit der Bitte, dass er sich umsetzen möchte, dieser entgegnete ihm  mit “Verpiss Dich hier, Du Sau, geh zurück in den Busch”. Seine Frau betitelten die HSV-Nazis mit “Nigger-Schlampe” und und und.

Auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen. Dies ist Alltag in den Bundesliga Stadien. Zwar haben fast alle Bundesliga Clubs bei Rechtsextremen beliebte Marken und Symbole in ihren Stadien verboten, aber dies ändert den Inhalt der Köpfe eines so manchen “Fußballfans” überhaupt nicht. Der HSV, der eigentlich zu unseren Partnern gehört hatte in den letzten Jahren für sich festgestellt, dass man der Lage Herr geworden sei und keine rechtsextremen Tendenzen mehr auf den Rängen feststellen konnte, außer ein paar kleinen Ausnahmen. Das Ereignis vom Freitag sollte jedoch stark zu denken geben. Hier fällt uns zum Beispiel die alte Phrase “Außen Hui-Innen Pfui” ein. Solcherlei Verbalattacken wird es in jedem Stadion geben, auch beim HSV-man muss eben nur genau hinsehen.

In all unseren Gesprächen mit dem DFB, war man seitens des Verbandes durchaus der Meinung, dass man der Sache langsam Herr geworden ist. Nach Auskunft des DFB werden immerhin 3 Millionen € für Fanprojekte gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und Homophobie investiert. Hinzu kommen plakative Maßnahmen wie die rote Karte gegen Rassismus. Eine Aktion, bei der das Publikum aufgefordert wird jene als Symbol gegen Rassismus vor einer Bundesliga Begegnung hochzuhalten. All diese Maßnahmen, die wir auch nicht wirklich transparent durchschauen können, scheinen bei so vielen nichts zu nützen.

Es ist an der Zeit, über wirkungsvolle Maßnahmen nachzudenken. Die Fußball Bundesliga und vor allem das Publikum ist ein Spiegel der Gesellschaft. Der DFB und jeder Club muss sich endlich dieser Verantwortung bewusst werden. Nur mit massiver Aufklärung und entsprechenden Präventionsmaßnahmen, kann man dieses Problem vielleicht in den Griff bekommen. Hierzu ist es notwendig, dass die Liga konstruktiv nach Lösungswegen sucht. Die bisherigen Unternehmungen laufen offensichtlich in das Nichts.

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10 Antworten auf Fußball Bundesliga: Rassismus und Nazis beim Topspiel HSV-FC Bayern München – Kleiderordnung und rote Karten nützen nicht viel

  1. Peter sagt:

    Erstmal ein großes Lob für eure Initiative. Solche Leute sind nicht nur peinlich für den Ruf unseres Landes sondern nicht zuletzt in Gruppen auch oft gemeingefährlich. Dank solcher Leute schaffen wir es sicherlich nie, ein gewisses negatives Klischee über unsere Nationalität zu überwinden. Die Deutschen sind eine Fußball Nation. Schön wäre es natürlich wenn man das fernab jeder Politik auch in die Welt hinaustragen könnte. Wer sich nur in Fußballstadien in einer Gruppe Gleichgesinnter in Form verbaler Beleidigungen auszudrücken weis, der wird dazu sicherlich nichts beitragen.

  2. Stefan sagt:

    An Populismus nicht zu überbieten. Seltsam, dass ich als regelmäßiger Stadienbesucher das nicht mitbekomme und es für mich KEIN Alltag ist!!!

    Jeder, der nicht eurer Meinung ist, der ist doch ein Nazi. Einfach nur lächerlich!!!

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  5. Kalli sagt:

    Also hier wird stark übertrieben welches natürlich von der Presse gefundenes Fressn ist. Man sollte vorsichtig mit solchen Äusserungen sein. KLar ist das sollche Menschen im Stadion nicht toleriert werden dürfen und man sowas sofort melden muss. Aber trotzdem muss ich erwähnen was die Zeitungen verschwiegen haben das der Herr Milligan mit Bayern Schal wie Mütze provozierend die Nordkurve besucht hat und diese nunmal nur für HSV-Fans bestimmt ist. ( wozu gibt es den Gästeblock?! )Das gleiche wird einem Dortmundfan passieren wenn er die Schalker besuchen will in ihrer Kurve.

  6. Hans sagt:

    Typisch Deutschland.

    Ein Drecksland voller Glatzen und dummen Kartoffeln.

    Alle in einen Sack und mit dem Knüppel drauf,da trifft man schon die Richtigen.
    Armes Land mit noch ärmeren Bürgern.
    Und auf die HSV “Fans” ist eh drauf geschissen,zumal Sie genug Farbige Spieler in eigenen Reihen haben und trotzdem noch spolche Äußerungen tätigen.
    Und wer hier schreibt er merke sowas nicht im Stadion,ist genauso ein Faschist wie seine dreckigen deutschen Mitbürger

  7. Kalli sagt:

    Danke für den Beweis, den du bist die Kartoffel… bei so flachen Äusserungen.. sehr gute bestätigt.
    Den du schnürst gerade den Sack zu und haust blind drauf ein…
    Danke Kartoffel….!!!

  8. Christoph sagt:

    Rassismus – auch in Stadien – bekämpfen: Das ist gut und wichtig. Aber blind seinen Vor-urteilen zu folgen ist auch nicht viel intelligenter.

    Was ist geblieben von den Vorwürfen Milligans beim HSV-Spiel? NICHTS! Eine Super-Presse hat er bekommen. Die Mopo ihre erste Seite damit tapeziert. Aber zuzugeben, dass man die Sache schwer aufgebauscht hat oder gar blind einer Geschichte aufgesessen ist – schon den Mut hat man nichts.

  9. Ventrue sagt:

    @Hans (?):

    “Drecksland voller Glatzen und dummen Kartoffeln…Alle in einen Sack und mit dem Knüppel drauf,da trifft man schon die Richtigen.”

    “Und wer hier schreibt er merke sowas nicht im Stadion,ist genauso ein Faschist wie seine dreckigen0 deutschen Mitbürger”

    Und diese dümmlichen Parolen deinerseits sind etwa nicht von rassistischer / hetzerischer Natur? Es ist leider eine Tatsache, dass wir beim HSV einen rechten Flügel beherbergen, der sich auch durch konsequente Stadionverbote bzw. Mitgliedschafts-Kündigungen nicht von seiner Gesinnung abbringen lässt.

    Wie auch immer, Rassisten kritisiert man nicht, indem man deren Heimatland und Volk auf rassistischte Weise mit eigenen Fascho-Parolen tituliert.

    Du bist mit deiner stumpfen, rechten Einstellung kein Stück besser als dieser scheiss Nazihaufen in der Nordkurve.

    Diese Seite nennt sich Laut gegen Nazis, ironisch das ausgerechnet du derart laut tönst.

  10. HamburgerHeinz sagt:

    Ich hab mich in letzter Zeit sehr mit dem Thema HSV, Fanbereich, Fans und Gruppierungen beschäftigt und festgestellt das es dort unendlichen Sumpf gibt.

    Vor allem ist mir dabei als Beispiel ein bestimmter Fanclub, das sich selbst Fanprojekt nennt aufgefallen, der mehr oder weniger unter dem Segen des Hamburger Sportvereins, auf jeden Fall aber den sogenannten Supporters Werbung für den HSV betreibt. In regelmäßigen Veranstaltungen werden Clubmitglieder angeworben (rekrutiert)und Informationsabende abgehalten. Dabei wird auch um sogenannte “Rookies” (Youngster, Einsteiger, Kinder bzw. Jugendliche) geworben und als “ordentliche HSV-Fans” aufgebaut.
    Die entsprechenden Fans und Sympathisanten haben auch ihren “eigenen” Fanbereich auf der Tribüne, bzw. nehmen ihn für sich regelmäßig in Anspruch!

    Das solche Tendenzen (gelinde ausgedrückt) dem HSV nicht bekannt halte ich für ein Gerücht. Asl Aussenseiter wundert man sich zwar je tiefer man in das Thema eintaucht, aber dann, wenn man darum bescheid weiß, ist das Problem auch nicht mehr zu übersehen!

    Mir persönlich hat es die Freude am HSV genommen, ich war sogar im Laufe der Zeit relativ schockiert von diesen Umständen und werde mich zukünftig deutlich von dem Verein abwenden.

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