Gastronomie Go Area: Bundesweit – großer Artikel in der Dezemberausgabe des Magazins PRINZ

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 18:23 Uhr am 28. November 2008

In der aktuellen bundesweiten Ausgabe des Magazins PRINZ befindet sich ein großer Artikel zu unserer gemeinsamen “Gastronomie Go Area” Aktion. Insgesamt können sich Café-Besitzer, Restaurant-Inhaber, Hoteliers und Clubbetreiber in Berlin, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, München, Nürnberg, Ruhrgebiet und Stuttgart über unsere Aktivitäten informieren. Für uns ist der Startschuss jetzt gefallen. Wer mit seinem Geschäft für Toleranz und Demokratie steht, hat jetzt die Möglichkeit sich bei uns zu präsentieren. Im Frühjahr/Sommer 2009 ist die Veröffentlichung eines Reiseführers, der “Go Areas” für Gäste unseres Landes ausweist, geplant.

Zudem präsentieren wir auf unseren Internetseiten alle Teilnehmer an der Aktion unter:

www.lautgegennazis.de (Rubrik-Gastronomie Go Area)  www.myspace.com/gastronomiegoarea  www.prinz.de/lautgegennazis

Prominente Unterstützer sind derzeit: Smudo, Lotto King Karl, Sebastian Krumbiegel, Serdar Somuncu und weitere.


Bayern: Die gescholtene Kleinstadt Gräfenberg bittet um prominente Hilfe-in den letzten zwei Jahren fanden ca. 30 Naziaufmärsche statt-der Widerstand der Bürger scheint nun an der Polizei zu scheitern

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden geschrieben von: admin um 15:19 Uhr am

Gräfenberg ist im Zusammenhang mit der rechtsextremen Szene einer der Orte mit einem ganz großen Problem. Seit Jahren treiben NPD/JN -Funktionäre und Mitglieder dort ihr Unwesen. Offensichtlich kam es bei einer vor kurzem stattgefundenen Gegenkundgebung aus dem Zusammenschluss verschiedener Initiativen zu einem Eklat mit der Polizei. Aus diesem Grunde rufen mehrere Institutionen zu einer prominenten Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger (jung und alt) der Stadt Gräfenberg auf, die unermüdlich gegen das Nazi-Problem ankämpfen.

Folgende E-Mail erreichte uns:

“Sehr geehrte Damen und Herren,

 

ich schreibe Ihnen als Mitarbeiter des Nürnberger Bündnisses Nazistopp, welches sich gegründet hat, um in der von neonazistischen Umtrieben stark gebeutelten Region Mittelfranken, Widerstand entgegen zu setzen.

 

Ich möchte Sie mit diesem Schreiben bitten, uns zu unterstützen, indem Sie diesen Aufruf an Ihre prominenten Mitglieder und Unterstützer weiter leiten.

 

Aktuell angefragt haben wir bisher:

Die Ärzte, Die Toten Hosen, Bela B., Udo Lindenberg, Sportfreunde Stiller, Silbermond, Xavier Naidoo, Banana Fishbones, Söhne Mannheims, Dieter Nuhr, Dieter Hildebrand, Ulrich Wickert, Bruno Jonas, Hagen Rether, Georg Schramm…

 

Mit einigen spektakulären Aktionen und Veranstaltungen sowie permanent wachsamer politischer Arbeit, konnten wir bereits einige kleine Teilerfolge erzielen. Mittlerweile gibt es großartige Zusammenschlüsse mehrerer Bündnisse mit klarer Zielrichtung u. a. auch mit dem Ihnen möglicherweise bekannten Bürgerforum Gräfenberg, ein kleiner Ort in Oberfranken der seit ca. 2 Jahren durch mehr als 30 NPD Aufmärsche stark in seinem gesellschaftlichen Leben beeinträchtigt wird und glücklicherweise große Solidarität von nahen Bündnissen, wie unserem, erhält.

 

Mittlerweile haben die Geschehnisse um diesen Ort Gräfenberg bereits auch die internationale Presse, auch außerhalb Europas erreicht (s. der Link zu einem Artikel aus den Arabischen Emiraten:

 http://www.thenational.ae/article/20081113/FOREIGN/986954961/1013/SPORT

 

Als großer, aber Bayern typischer Skandal, darf die staatliche Repression gegen die Zivilcourage zeigende Bevölkerung gewertet werden, die nach einer Sitzblockade der Gräfenberger Bürger und ihrer Mitstreiter offenbar wurde (die Nazis der NPD/JN mussten damals einen Umweg und kleinere Verzögerungen ihrer unseligen Kundgebung in Kauf nehmen).

 

Details hierzu können Sie der Berichterstattung aus den Forchheimer Nachrichten entnehmen:

http://www.nn-forchheim.de/artikel.asp?art=856575&kat=13&man=6

 

Die Folge für die friedlichen Blockierer: ausgestattet mit Photos, welche von der Polizei geschossen wurden, gingen Beamte durch Gräfenberg, in die Kneipen, von Haus zu Haus etc. und befragten Bürger, ob sie jemanden der abgelichteten identifizieren könnten. Der Bürgermeister wurde vorgeladen und sollte ebenfalls seine Mitbürger denunzieren. Ermittelte Teilnehmer wurden dann zur ID Behandlung beordert und angezeigt, teilweise mussten sie DNA Proben abgeben usw. Das Ausmaß des Skandals hier zu schildern, würde dieses Bittschreiben sprengen. Gerne können wir Sie jedoch mit weiteren Informationen zu dieser Thematik versorgen.

 

Fakt ist, die Gräfenberger Bürger, wurden z. T. derart eingeschüchtert, dass viele Angst haben, sich weiter am Widerstand gegen die Nazis der NPD und JN zu beteiligen, weshalb ein breites Bündnis aus verschiedensten Initiativen nun mit einem Solidaritätsaufruf ein Signal an die Betroffenen setzen möchte (s. Anlage).

 

Und nun zu unserer Bitte, an der Erstunterzeichnung teilzunehmen, im Folgenden der Auszug aus dem Aufruf:

 

Wir als Bündnis haben bereits beschlossen, einen Solidaritätsaufruf mit den BlockierInnen von Gräfenberg (Juli 2008) zu unterstützen. Das ist sehr sehr wichtig, um ein Gegengewicht gegen die bayernweite konservative und Staatsschutz-Kampagne gegen das Bürgerforum Gräfenberg zu bilden. Laut NN (Nürnberger Nachrichten) ist z.B. Christine Stahl von den Grünen (MdL) der Meinung, das Gräfenberger Bürgerforum solle durch Kriminalisierung und politischen Gegenwind gespalten werden (NN, 23.10.08, S. 20). Auf unsere Initiative hin gab es mehrere Abänderungen des Aufrufs, auch in Absprache mit dem Bürgerforum Gräfenberg, so dass der Aufruf von einem breiteren Spektrum unterstützt werden kann. Auf dem oben erwähnten Treffen wurde beschlossen, diesen Aufruf weit, auch überregional, zu verbreiten sowie zunächst prominente ErstunterzeichnerInnen zu suchen!

 

Das ist uns bereits ansatzweise gelungen:

 

Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass der Aufruf in der Anlage bis jetzt unterstützt wird von:

 

Konstantin Wecker, Musiker, München

Josef Jakubowicz, KZ-Überlebender, Nürnberg

Esther Bejarano, Auschwitz-Überlebende, Hamburg

Rose Wanninger, ehem. Vorsitzende der jüdischen Kultusgemeinde, Erlangen

Tibor Sturm alias QuietStorm, Rapper und Jugendarbeiter, Mitglied „Brothers Keepers“, Nürnberg”


Leipzig: Brandanschlag Nazis brandschatzen, üben Gewalt aus, bedrohen Bürger und sind auch sonst keine sanften Lämmer

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden geschrieben von: admin um 19:24 Uhr am 27. November 2008

 Komm-Haus in Leipzig

Gerade haben wir über die Präsenz von Rechtsextremen & Nazis und etwaigen Fackelmärschen in Dresden berichtet, müssen wir schon wieder entsetzt feststellen, dass die rechte Szene auch in ihren Handlungen immer aggressiver wird. Ein Brandanschlag in Leipzig macht dieser Tage noch einmal deutlicher wie weit wir eigentlich sind. Glücklicherweise sind hierbei keine Menschen zu Schaden gekommen. Aber was passiert eigentlich als nächstes? Gewalt von Rechtsextremen auf der Straße ist uns ausreichend bekannt und wird durch über 600 Opfer im ersten Halbjahr 2008 längst bestätigt.

Mehr über den gezielten Brandanschlag Rechtsextremer in Leipzig, lesen sie bitte unter: www.mut-gegen-rechte-gewalt.de


Dresden: Jährlicher Nazi-Kult auf dem Heidefriedhof und am 13. Februar in der Stadt-Demokraten bisher machtlos-eine schockierende Bilanz der letzten Jahre

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 12:18 Uhr am

  Stelen/Heidefriedhof Dresden

Im Rahmen der Vorbereitungen der für den 13./14. Februar 2009 geplanten Veranstaltung “GEH-DENKEN” besuchen wir derzeit sehr oft die Stadt Dresden. Mit jedem Besuch läuft es uns immer mehr kalt den Rücken herunter. Wir sind schockiert über den Zustand der Stadt zum Thema Rechtsextremismus und Geschichtsaufarbeitung. Vielleicht ist es kein Wunder, dass die Nazis diesen Ort als Wallfahrtsort und Stadt der Bewegung sehen, wenn die Opfer des Nationalsozialismus mit den Toten der Bombardierung Dresdens an offiziellen Gedenkstätten (Heidefriedhof) in einen Topf geschmissen werden. Das ist schamlos und entzieht sich jeder Moral. Immer mehr schockierende Geschichten rund um das Thema “Nazis” werden an uns herangetragen. Ein Zustand, den wir nicht mehr einfach so hinnehmen können. Nachdem Dresdenerinnen und Dresdener mir von den unglaublichen, jährlichen Gegebenheiten zum 13. Februar erzählten, machte ich mir vor Ort selbst ein Bild. Mein Besuch auf dem Heidefriedhof hat mich mehr als schockiert.

Ein kalter Novembermorgen. Nachdem ich den Abend zuvor mit den Kolleginnen und Kollegen des Vorbereitungskreises für “GEH-Denken” 2009 zusammen gesessen habe und diese mir Gruselgeschichten erzählten, wollte ich mich selbst von dem Zustand der Gedenkstätte für die Toten der Bombardierung Dresdens überzeugen und besuchte den Heidefriedhof. Ich schritt auf den schneebedeckten Wegen des Friedhofs zum offiziellen Gedenkstein für die Toten des Bombardements auf Dresden. Auf dem Weg dorthin schossen mir die Erzählungen vom Vorabend in den Kopf, die ich selber garnicht glauben konnte. Da war z. B. die alljährliche offizielle Gedenkfeier der Stadt an diesem Stein selbst, an der 60% Altnazis und Rechtsextreme teilnehmen. An jedem 13. Februar finden Kranzniederlegungen statt, bei denen die demokratischen Parteien und gar offizielle Besucher wie der amerikanische und englische Botschafter in Deutschland in die Bedeutungslosigkeit abdriften, weil die Mehrheit der Kranzniederleger aus Nazis besteht. Bisher wurde dieses Treiben offensichtlich nur hingenommen. Während dieser Prozedur versammeln sich in der Innenstadt Dresdens ca. 1.000 bis 2.000 Nazis, um einen Trauer-Fackelmarsch durch die Stadt zu begehen. Auch dieses Vorhaben ist ein regelmäßiger Akt zum 13. Februar und wurde bisher seitens der offiziellen Vertreter der Stadt hingenommen.

 

Als ich den Kranz der NPD bei meinem Spaziergang entdeckte, fiel mir die Pressemitteilung des CDU-Kreisvorsitzenden Dresdens Lars Rohwer ein, dem ich hiermit folgendes mitteilen möchte: Solange Nazis und diejenigen die die Bombardierung Dresdens mit dem Holocaust vergleichen, Kränze niederlegen, Fackelmärsche und große Naziaufmärsche organisieren, findet bei Ihnen in der Stadt kein würdevolles stilles Gedenken statt. Nur dann, wenn man die Ursache der Bombardierung versteht, nämlich den Angriffskrieg und die Verbrechen an der Menschheit durch die Nazis, die heute bei Ihnen allgegenwärtig sind, und es gelingt diese von den Gedenkfeierlichkeiten fernzuhalten, dann ist die Würde wieder hergestellt. Der jetzige Zustand ist unerträglich. Gerade für die Opfer des Nationalsozialismus.

Verbrechen der Nazis in einem Topf mit Dresden:

Um an den Gedenkstein der Dresdner Opfer zu kommen, muss man zunächst über einen runden Platz schreiten in dessen Mitte eine Fackel steht, die zum Glück nicht ewig brennt. Auf diesem Platz befinden sich zwölf Stelen (s. o.) mit folgenden Inschriften: Auschwitz, Buchenwald, Ravensbrück, Dachau, Bergen – Belsen, Sachsenhausen, Theresienstadt, Warschau, Rotterdam, Oradour, Lidice, Leningrad, Coventry und Dresden. Eine dieser Städte gehört nicht in diese Reihe. Ohne, dass wir das Leid der Bombardierung auf Dresden verharmlosen wollen, die Bombardierung Dresdens ist das Ergebnis der Kriegsverbrechen der Nazis an den Orten die hier sonst benannt sind. Also eine Reaktion auf das, was die Deutschen innerhalb von zwölf Jahren an Terror veranstaltet haben.

Abgesehen davon konnte ich keinerlei Differenzierungen an diesem Platze feststellen. Zudem ist es eine Frage der Pietät, ob sechs Millionen ermordete Juden im Rahmen des Holocaust mit den Toten der Bombardierung Dresdens im Kontext stehen sollten. Ein gefundenes Fressen für die rechtsextremen Funktionäre, die von einem Bombenholocaust in Dresden sprechen und auch schon wirken. Bei einem Rundgang über den Friedhof hatte beispielsweise ein Angestellter eine Gruppe begleitet. Als sie an dem sogenannten Gedenkort ankamen, teilte er den interessierten Besuchern mit: ” Sie befinden sich jetzt an dem Gedenkstein für die Opfer des “Bomben-Holocaust” von Dresden.

Jedes Jahr am 13. Februar – Dresdener Synagoge wird durch Bürger der Stadt geschützt - Polizei macht nach dem Fackelmarsch der Nazis Feierabend!

Im Zuge meiner Gespräche in Dresden berichtete man mir, dass die Nazis immer schon einige Tage vor dem 13. Februar, seit Jahren Präsenz zeigen. Am Abend des 13. kommt es regelmäßig zu Versuchen seitens der Nazis, die an dem Fackelmarsch teilnehmen, die Synagoge in Dresden zu stürmen oder zumindest anzugreifen. Auch Übergriffe bei Einzelpersonen sind nach den offiziellen Veranstaltungen nicht auszuschließen. Das Bedrohungspotenzial ist vorhanden.

Seit acht Jahren etwa, gab es immer wieder Versuche seitens der Rechtsextremen, die Synagoge zu schänden. Dresdener Bürgerinnen und Bürger halten freiwillig mit sehr viel Courage Wachen ab und verteidigen das Gotteshaus, damit dies nicht passiert. Auf die Frage, wie die Polizei damit umgeht, teilte mir einer meiner Gesprächspartner mit: “Die haben nach dem Fackelmarsch der Nazis Feierabend. Im letzten Jahr konnten wir keinen Beamten vor der Synagoge sichten. Dafür aber immerwieder kleine und größere Gruppen von Nazis, die versucht haben uns zu provozieren.”

Am 13. und 14. Februar 2009 wird der Ablauf seitens der Rechtsextremen wieder genauso geplant. Am 14. Februar findet seit mehreren Jahren der große Naziaufmarsch (angemeldet als Kundgebung) mit ca. 5.000 bis 8.000 Rechtsextremen statt. Für die Veranstaltung “GEH-DENKEN” 2009 arbeiten wir an einem Sicherheitskonzept bei dem wir die Polizei mit einbeziehen wollen. Dieses Sicherheitskonzept soll nicht nur die Synagoge schützen, sondern auch die Menschen die an unserer Veranstaltung teilnehmen und von ausserhalb anreisen und anschließend wieder mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause fahren, sowie die Dresdener selbst. Für LGN J.M.

Wir rufen alle Demokraten, die Stadt Dresden, die CDU Dresden, die FDP Dresden und alle Bürgerinnen und Bürger dieses Landes bundesweit dazu auf am 13. und 14. Februar 2009 mit uns gemeinsam ein Zeichen gegen Nazis, Rechtsextreme, Rassismus, Antisemitismus und die Verdrehung von Geschichte und ein deutliches Zeichen für Demokratie, Toleranz und die Würde des Menschen zu setzen.

GEH-DENKEN ist auch von Spenden abhängig. Wer nicht vor Ort sein kann, kann auch monetär helfen.

Spendenkonto:
Amadeu Antonio Stiftung
Deutsche Bank Bensheim
BLZ 50970004
Konto 030331300   Verwendungszweck: “GEH – DENKEN 2009″


Wirtschaft: Das böse Wort “Rezession” und daraus entstehende unangenehme Randerscheinungen und Folgen

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 18:29 Uhr am 24. November 2008

    

Die Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte gestern, dass das Jahr 2009 das Jahr der schlechten Nachrichten wird. Vielen Dank für den Hinweis. Noch vor einem halben Jahr, vor der großen Bankenkrise, war noch die Rede von Wirtschaftswachstum und positven Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt, die uns alle glücklich machen sollten. Als Paradebeispiel galt gar die Autoindustrie als der Motor der Wirtschaft. Aber auch die wollen jetzt staatliche Hilfe für Ihr Desaster in Anspruch nehmen. Jetzt haben wir den Salat. Alle positiven Prognosen sind zunichte gemacht und es soll noch schlimmer kommen.

Wir würden es allerdings begrüßen, wenn Politik motivierend auf die Bevölkerung wirkt. Der kontinuierliche Versand von Negativ-Nachrichten wirkt nicht wie gewünscht. Anreize für die Bürger schaffen, muss die Devise sein. Durch die tägliche Präsenz von Prognosen, die eine dunkle Zukunft voraussagen, schaffen wir den Nährboden für Bauernfänger aus den politisch extremen Lagern. Hierzu zählen auch Rechtsexteme, die gegen den angeblichen Kapitalismus in der Demokratie wettern und für sogenannte Volksgemeinschaften mit gerechter Verteilung werben. Natürlich grundlegend falsch, aber durch das ewige Geweine in der Öffentlichkeit erhalten genau diese auch einen Zulauf von frustrierten Bürgerinnen und Bürgern. Dies spüren wir zunehmend im Rahmen unserer Kampagnenarbeit. Abgesehen von Unternehmen, die sich jetzt bei Nichtfinanzierung von Projekten nur noch mit der Rezession entschuldigen. Ab jetzt braucht keiner mehr Erklärungen abzugeben, warum ein Engagement zum Thema Rechtsextremismus nicht in Frage kommt. Dank so vieler Negativmeldungen, ist es nun nur noch die Wirtschaftskrise.

Vor nicht allzu langer Zeit, gab es in diesem Lande einen positiven Ruck in der Gesellschaft. Wachstumsprognosen kurbelten kurzzeitig die Konjunktur an und ließ die Bürger auf eine bunte Zukunft hoffen. Wir wissen selbstverständlich, dass es auch in diesem Lande Menschen gibt, die sich nicht einmal ein bißchen leisten können und die am sozialen Rand leben. Und davon gibt es immer mehr. Aber diese Menschen sollten bis vor einem Monat noch hoffen. Hoffen, dass sich ihre finanzielle, wirtschaftliche Situation durch den angekündigten Wirtschaftsaufschwung 2008/2009 wesentlich verbessert. Wenn wir nun die Pressemitteilungen zur Bankenkrise und zur wirtschaftlichen Entwicklung der letzten Tage lesen, muss uns unweigerlich schlecht werden. Banken und Autoindustrie und wer noch so alles, hatten sich schwuppdiwupp leider doch verkalkuliert und wollen nun die Hilfe unseres Staates, also von uns allen, in Anspruch nehmen. Wenn wir heute so durch die Straßen unserer Städte laufen, stellen wir eine negative Stimmung fest. Die Menschen haben Angst. Genau diese Ängste werden durch Äußerungen aus der Politik noch bestärkt. “Das Jahr 2009, wird das Jahr der schlechten Nachrichten!” (Angela Merkel am 23.11.08). Super, was soll uns dann jetzt hoffen lassen, dass es wieder aufwärts geht, bei solchen Äußerungen? 

Wir wünschen uns, dass Politikerinnen, Politiker und Wirtschaftsfachleute durch ihre Presse-/u. Öffentlichkeitsarbeit kein Benzin in das Feuer gießen, sondern die Menschen dieses Landes motivieren und vielleicht durch Maßnahmen die Kaufkraft stärken. In Sachen Wirtschaft hat ein Einzelhandelsvertreter im Heute Journal das Ganze auf den Punkt gebracht. er wünschte sich, dass Politik gerade jetzt zu Weihnachten sensibler mit Prognosen umgeht und die Bürgerinnen und Bürger zum Einkaufen motiviert, um die Inlandskonjunktur anzukurbeln.

Viel schlimmer für uns ist: Wenn die Stimmung in diesem Lande kippt und in das unendlich negative wirtschaftliche Leid gleitet, dann werden Rechtsextreme immer mehr Argumente finden, frustrierte Menschen an sich zu binden. Wir selber, als Demokraten, schaffen eventuell einen solchen Nährboden. Wer dies nicht glaubt, sollte sich die NPD Wahlprogramme zu Gemüte führen. Für LGN J.M.


Internet: www.myspace.com/lautgegennazis mit über 12.000 Freunden und über 210.000 Aufrufen sowie www.youtube.com/lautgegennazis mit über 86.500 Videoaufrufen und 36.000 Channel Aufrufen zeigen, dass ein Bedarf zum Handeln vorhanden ist

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 10:57 Uhr am

Das Internet ist für alle inzwischen das wichtigste Medium und somit eine der wichtigsten Präsentationsplattformen. Wir kooperieren mit den beiden größten Internetanbietern und Communitys MySpace und Youtube/Google Deutschland. Für uns die wichtigsten Instrumente verschiedene Zielgruppen zu erreichen und ein Bewusstsein sowie eine gewisse Sensibilität zum Thema Rechtsextremismus zu produzieren.

Zunächst wollen wir uns bei MySpace und Youtube/Google Deutschland für die intensive Zusammenarbeit der letzten Monate bedanken. Beide haben eine höhere Aufmerksamkeit für unsere Kampagne ermöglicht. Über eine spezielle Aktion im Zusammenhang mit dem Kinofilm “23Tage” von Detlef Buck konnten wir über Youtube sogar Spendengelder i. H. v. ca 12.000,– € an “Laut gegen Nazis e. V. generieren. Zudem sponserte Youtube uns einen eigenen sogenannten “Branded Channel” im Wert von ca. 40.000,– €, der als Institution unserer Kampagne nicht mehr wegzudenken ist. Insgesamt riefen in den letzten drei Monaten ca. 86.500 User die hierfür produzierten Videos mit unseren prominenten Partnern (Wir sind Helden, Smudo, Detlef Buck, Killerpilze u. w.) auf. Diese Videos beinhalten auch Aufrufe an User , Nazivideos im Netz zu melden und zu flaggen. Mit Erfolg. Zunehmend stellen wir ein sensibleres Umgehen mit solcherlei Inhalten bei den Usern fest. Das Unternehmen Youtube/Google Deutschland bemüht sich sehr das Problem auf den eigenen Plattformen in  den Griff zu bekommen. Das ist nicht so einfach. Ca. 13 Stunden Videomaterial (Filmlänge nur ein paar Sekunden bis Minuten) werden pro Minute bei Youtube hochgeladen. Alle Inhalte seitens des Betreibers auf rechtsextreme perfide Phrasen zu prüfen scheint schier unmöglich. Gerade deshalb rufen wir gemeinsam die User dazu auf-alle Videos solcher Art direkt zu flaggen oder Youtube zu melden.

Unsere MySpace Kooperation ist unverzichtbar. Der Betreiber einer der größten Communitys (über vier Millionen User in Deutschland) unterstützt unsere Kampagne schon länger. Über 210.000 Zugriffe (ca. 1.000 bis 1.500 pro Tag), zeigen, dass sich viele Menschen mit den gegebenen Problemen des Rechtsextremismus zunehmend beschäftigen. MySpace ermöglichte uns zudem bereits insgesamt sechs Wochen lang eine Startseiten-Bebannerung mit einem Gesamtwert (Mediawert) von ca. 400.000,– €. MySpace ist neben unserem Blog und unserer Hauptseite die aktuellste Plattform für uns. Hierüber transportieren wir Inhalte, aktuelle politische Entwicklungen zum Thema. Der Erfolg spricht für sich. Insgesamt haben wir über 12.000 Freunde bei MySpace zu verzeichnen. Das sind über 12.000 Verlinkungen innerhalb der Community. Über 1.500 deutliche Kommentare zeigen, dass das Problem in Deutschland ausufert. Hierbei werten wir auch sehr viele e-Mails die innerhalb von MySpace an uns gesendet werden aus, die deutlich machen welche Präsenz Neonazis und Rechtsextreme bereits in diesem Lande haben. Unser Leipziger Partner Steffen Werner betreut dieses Profil und versorgt alle Freunde stets mit unseren aktuellen Meldungen. MySpace hat uns zudem viele Kontakte, auch zu prominenten Persönlichkeiten zusätzlich ermöglicht.

Insbesondere freut uns, dass beide Unternehmen Ihren Konkurrenzgedanken beiseite gepackt haben, um unsere Kampagne zu unterstützen. Hier zählt für alle gemeinsam, ein Bewusstsein in der Gesellschaft zu schaffen. Unabhängig von wirtschaftlichen Zielen. Wir hoffen, dass wir dieses Konstrukt noch sehr lange beibehalten und wir neue aktuelle Aktionen mit MySpace und Youtube angehen.

Den Konkurrenzgedanken zum Thema Rechtsextremismus zur Seite zu legen, wünschen wir uns auch von anderen Wirtschaftsunternehmen. Das sollte im Interesse aller sein. Für LGN J.M.

Unsere Profile: www.myspace.com/lautgegennazis und www.youtube.com/lautgegennazis


Dresden: Die Religionsgemeinschaften der Stadt unterstützen “GEH-DENKEN”-Jetzt wird es Zeit für ein gemeinsames Handeln mit der CDU und FDP-auch wenn der CDU Kreisvorsitzende Lars Rohwer Briefe versendet

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 17:15 Uhr am 21. November 2008

  

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden e.V. unterstützt offiziell den Aufruf zur Veranstaltung “GEH-DENKEN” gegen den Naziwahnsinn am 13. und 14. Februar 2009 in Dresden. Während unser Bündnis viel Zustimmung erfährt, soll der CDU- Kreisvorsitzende Lars Rohwer in den letzten Tagen versucht haben, die knapp 120 Unterstützer für “GEH-DENKEN” per Brief aufzufordern, von deren Mitwirken bei uns abzusehen. Das ist nicht gerade ein sehr demokratischer netter Zug. Dies scheint ihm nicht gelungen. Bisher sind uns alle Unterstützer erhalten geblieben und wir freuen uns umsomehr, dass auch die Kirchen unser Vorhaben unterstützen.

Wir halten das Verhalten der CDU-Spitze in Dresden für unklug. Die Unterstellung, mit unserem Aufruf, würde man linksextreme Kräfte in die Stadt locken, sollte nach dieser uns nunmehr vorliegenden Zusage der “Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit” nochmals überholt sein. Abgesehen von all den unterschiedlichen bestehenden Unterstützern für “GEH-DENKEN”. Wir stossen nunmehr bereits den dritten Appell an die Oberbürgermeisterin Orosz, Herrn Lars Rohwer und auch die FDP Spitze Dresdens aus, sich mit dem Vorbereitungskreis (bestehend aus vielen demokratischen Kräften) in die konkrete Planung und in vernünftige Gespräche zu begeben. Auch wenn, so sprechen wir nur für “Laut gegen Nazis”, das Versenden von Briefen an Unterstützer mit der Bitte um Nichtunterstützung unserer Veranstaltung, nicht gerade vertrauensfördernd ist.

Wir sind der Ansicht, dass wir als Demokraten aus der Geschichte gelernt haben müssen. Wir sollten versuchen gemeinsam mit allen Kräften gegen solcherlei Phänomene wie den Naziaufmärschen in Dresden entgegenzuwirken, ohne die Trauer der Dresdner Angehörigen von Opfern  des 13./14. Februars 1945 zu verletzen. Aber wegschauen und eine Spaltung von Demokraten zu riskieren, ist gefährlich. Dies gilt insbesondere derzeit für das Verhalten und die Äußerungen des CDU Kreisvorsitzenden Herrn Rohwer.  J.M. f. LGN

Offizielle Mitteilung der “Gesellschaft für Christlich – Jüdische Zusammenarbeit”

“Warum wir den Aufruf „GehDenken“ zum Stoppen des rechtsextremistischen Aufmarsches am 14. 2. 2009 unterstützen:

Worum geht es darin eigentlich?
Dem Aufruf geht es nicht um eine Gedenkveranstaltung, sondern um einen wirksamen Protest gegen den nächsten geplanten Naziaufmarsch. Seitdem das neue jüdische Gemeindezentrum eröffnet wurde, erleben wir rechtsextremistische Provokationen in dessen Umkreis zu verschiedenen Anlässen, besonders aber im Zusammenhang mit dem 13. Februar. Seitdem versuchen wir, dem entgegenzutreten und die demokratische Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen.

Wir beobachten das Anwachsen der Naziaufmärsche seit einigen Jahren. Wir sehen darin eine Gefahr für die Demokratie, da die Rechtsextremisten Minderheiten direkt und indirekt bedrohen.

Das Ziel unserer Arbeit ist es, den Dialog zwischen Christen und Juden zu fördern. Voraussetzung dafür ist die Wahrung der Würde aller Menschen, der Grundsatz, mit dem das Grundgesetz beginnt. Organisationen wie die NPD sehen das anders. Das ist der erste Grund, ihnen entgegenzutreten.

Mit einer politischen Aktion soll Böses verhindert werden. Wenn man die Nazis gewähren lässt, ihnen einen erfolgreichen Aufmarsch ermöglicht, werden sie weitere Sympathisanten gewinnen. Dann gelingt es ihnen, ihre „Wir-Deutsche“-Gemeinschaft weiterzubauen und zu festigen, die die einen einschließt und die andern ausschließt und zu Fremden macht. Dieses ausschließende „Wir“, dieser Gedanke der Volksgemeinschaft, steht der demokratischen Gesellschaft entgegen.

Verhindert der Aufruf Versöhnung?
Manche meinen, die Vergangenheit sei in Dresden mit dem Wiederaufbau der Frauenkirche 2005 bewältigt. Vergangenheitsbewältigung sagt nicht konkret, welche Zeit und welche Ereignisse gemeint sind, der Begriff hat aber einen gewalttätigen Beiklang: Als liege die Vergangenheit überwältigt und geknebelt im Keller der Frauenkirche. Vergangenheit hat man, um Versöhnung jedoch muss man sich immer wieder bemühen und sie vom Gegenüber erbitten. Wir können nicht mit ihr rechnen, wenn wir uns nicht für gerechte Verhältnisse einsetzen. Ohne Kenntnis der Vergangenheit kann auch das christlich-jüdische Gespräch nicht gelingen. Es geht also nicht um Bewältigung, sondern um Analyse, ums Denken.

Woran erinnern wir? Welcher Opfer gedenken wir? Welche vergessen wir? Solange beispielsweise das frühere Lager Hellerberg in Dresden keinen Denk- und Gedenkort hat, fehlt etwas im Erinnern. Gefährlich wird es, wenn erinnert werden soll, ohne zu denken.

Was ist die Erinnerungskultur, auf die viele Dresdner stolz sind?
Wenn in die Frauenkirche zur Nacht der Stille eingeladen wird, so steht das keinesfalls im Gegensatz zu aktivem Widerstand gegen rechtsextremistische Aktionen. In der Kirche hat beides seine Zeit, Stille und Besinnung einerseits, öffentliche Einmischung und Auseinandersetzung andererseits. Roger Schutz, der Begründer der Gemeinschaft von Taizé, deren Gesänge diese Nachtgebete inspirieren, beschrieb diesen Zusammenhang mit „Kampf und Kontemplation“.

Als am Abend des 8. Oktober 1989 der damalige Superintendent Christof Ziemer die Kreuzkirche zuschloss, um ins Stadtzentrum zu gehen, wo Tausende unterwegs waren, beschwerten sich Ankommende, die Kirche müsse jetzt für sie offen sein. Ziemers Antwort lautete, dass es jetzt an der Zeit sei für die Kirche und die Christen, auf der Straße zu sein, dass sie dort ihre Aufgabe hätten. An jenem Abend konnte Gewalt verhindert werden. Wir wissen, welche entscheidende Wendung er brachte. So ein Zeitpunkt ist jetzt wieder gekommen.

Im Namen des Vorstands der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden e.V.
Hildegart Stellmacher, ev. Vorsitzende”


September 2008: Über 1.000 Straftaten durch Rechtsextreme-Nordrhein-Westfalen führt in dieser üblen Statistik

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden geschrieben von: admin um 18:55 Uhr am 20. November 2008

Auch auf der gestrigen Pressekonferenz zum zehnjährigen Bestehen der Amadeu Antonio Stiftung im Bundestag in Berlin, waren sich alle Teilnehmer einig. Rechtsextremismus ist ein gesamtdeutsches Problem. Das rechte Gedankengut ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen und in Bundesländern präsent, in denen die meisten Bürger das garnicht erwarten. Vorbehalte gegen die ehemaligen neuen Bundesländer (die heute garnicht mehr so neu sind) sind hierbei fehl am Platze. Das beweisen die Antworten auf Anfragen der Linken im Deutschen Bundestag.

Wir müssen endlich begreifen, dass Vorurteile keinen Bestand mehr haben. Es ist nicht richtig, dass das Problem des Rechstextremismus in erster Linie in Ostdeutschland präsent ist. wer unseren Blog genau liest, könnte ebenfalls diese Auffasung teilen. Wir berichteten u. a. bereits über Bayern, Baden Würtemberg und Hamburg. Die rechtsextreme Szene in den alten Bundesländern agiert zwar anders und vielleicht nicht so plump wie in manch einer ostdeutschen Provinz oder in Dresden, aber wir wissen, dass diese im Westen subtiler und gefährlicher stattfindet. Fakt ist-in Westdeutschland befinden wir uns auf dem Holzweg, wenn wir glauben, hier ist alles in Ordnung, dem ist nicht so.

Unser Partner Patrick Gensing veröffentlichte heute die aktuellen Zahlen der rechtsextremen Straftaten des Monats September 2008. Wir rechnen in diesem Jahr wieder mit einer Steigerung der Gewaltopfer und der politisch motivierten Straftaten von Rechts. Hier nun ein paar Auszüge aus der Meldung  des www.npd-blog.info als deutliches Zeichen für die bundesweiten Gefahren:

“Im September 2008 hat die Bundesregierung bundesweit insgesamt 1094 Straftaten mit einem rechtsextremistischen Hintergrund registriert. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Antwort der Bundestagsfraktion Die Linke hervor. Danach befanden sich unter den Straftaten 67 Gewalttaten und 725 Propagandadelikte. 222 Straftaten mit 22 Gewalttaten werden der sog. „Hasskriminalität“ zugeordnet, 149 Straftaten haben nach Angaben der Regierung einen fremdenfeindlichen Hintergrund, darunter befanden sich 17 Gewalttaten.

Nach Bundesländern aufgeschlüsselt befindet sich Nordrhein-Westfalen mit insgesamt 232 Straftaten im September dieses Jahres auf Platz 1 der ausländerfeindlichen und rechtsextremistischen Ausschreitungen. Es folgt Brandenburg mit 124 und Sachsen mit 105 Straftaten. Auf Platz 4 und 5 liegen die westlichen Bundesländer Niedersachsen und Bayern. Insgesamt wurden bei den Ausschreitungen 78 Personen verletzt. Die Behörden ermittelten im September insgesamt 504 Tatverdächtige und nahmen zehn Personen vorläufig fest, Haftbefehle wurden nicht erlassen. Nach Angaben der Bundesregierung wurden im August 2008 insgesamt 1212 Straftaten mit einem rechstremistischen Hintergrund gemeldet, darunter befanden sich 42 Gewalttaten und 820 Propagandadelikte.”

Mehr auf http://npd-blog.info/?p=2452

 


10 Jahre Amadeu Antonio Stiftung-Es gibt noch viel zu tun-Pressekonferenz im Bundestag vom 19. November 2008

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 10:56 Uhr am

Am Dienstag den 19. November 2008 fand eine Pressekonferenz mit dem Bundestagsvizepräsidenten Wolfgang Thierse, der Leiterin der Amadeu Antonio Stiftung Anetta Kahane, Friedemann Brink (Kulturbüro Sachsen) und Jörn Menge (Geschäftsführer und Leiter der Kampagne “Laut gegen Nazis”) im Deutschen Bundestag statt. Vorsichtig mit leicht positiver Haltung wurde Bilanz zur Stiftungsarbeit gezogen und der aktuelle Stand zum Problem des Rechtsextremismus beleuchtet. Einig waren sich alle darüber, dass eine positive Entwicklung im Zusammenhalt von Demokraten gegen menschenverachtende Tendenzen festzustellen ist. Trotzdem, wächst das Problem kontinuierlich. Wolfgang Thierse bat gerade jetzt um verstärkte Aufmerksamkeit. In ökonomish schwierigen Zeiten sei es wichtig, noch mehr aufzuklären.

Wir selbst arbeiten seit mehreren Jahren erfolgreich mit der Amadeu Antonio Stiftung zusammen und sehen diese Institution als eine der prägenden Motoren für ein demokratisches Bewusstsein. Wir gratulieren ganz herzlich und hoffen, dass wir weiterhin gemeinsam eine ganze Menge bewegen können. Im Rahmen der Pressekonferenz wurde auch deutlich, dass Aktionen und Projekte gegen den wachsenden Rechtsextremismus immer unter einem extremen Geldmangel leiden. Gefragt sind hier aber nicht nur Landesregierungen und der Bund. Vielmehr bestand darin Einigkeit auch die Wirtschaft zu fordern. Unternehmen haben im Rahmen der freiheitlichen Grundordnung in den letzten Jahren hohe Profite erwirtschaften können. Um diese Möglichkeit zu erhalten, sind gerade diese gefordert einen größeren monetären Einsatz zu erbringen.  Die Hemmungen die mit einer Präsenz gegen Menschenverachtung und rechtsextreme Tendenzen bestehen, müssen überwunden werden. Wer sich gegen die bitteren Tendenzen in unserem Lande als Unternehmen oder mit einer Marke präsentiert gefährdet nicht sein Image, sondern trägt zu einem Bewusstsein für unsere Demokratie bei. Das Negative in das Positive in Form von Marketingmaßnahmen gegen Rechtsextremismus umkehren, muss die Devise sein. Wer sich bei uns und bei Initiativen engagiert, braucht keine Angst haben, dass er linksextreme Kader unterstützt. Die Amadeu Antonio Stiftung und viele Initiativen in Deutschland arbeiten auf der Grundlage demokratischen Gedankengutes. Wir selbst beraten mutige Unternehmer, Geschäftsführer und Marketingleiter sehr gerne. 

Mehr zur Pressekonferenz unter: www.mut-gegen-rechte-gewalt.de

 

 

  


Ekelhafter Anschlag auf jüdischen Friedhof in Gotha-Reaktionen der Medien verhalten

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 10:21 Uhr am

Es ist ein Bild, das schwer zu ertragen ist: Im Eingangstor des jüdischen Friedhofs in Gotha steckt ein blutiger Schweinekopf. Mitten im Davidstern. Daneben ein Laken mit der verschmierten Aufschrift „6 Millionen Lüge“.

Anschläge auf jüdische Einrichtungen häufen sich. Der Fall in Gotha liegt schon einige Tage zurück und sollte stark zum Nachdenken anregen. Rechtsextreme werden aggressiver und deutlicher. Wir müssen dagegen anwirken. Lesen Sie den ganzen Artikel bei unseren Kollegen auf http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/aufgelesen/juedischer-friedhof-in-gotha-mit-schweinekopf-geschaendet/


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