Bundesweit: Die Amadeu Antonio Stiftung startet die Antisemitismuswochen 2008

 

Die Präsidentin des Zentralrats der Juden, Charlotte Knobloch, warnt vor einer wachsenden Judenfeindschaft in Deutschland. “Da der Antisemitismus nicht nur bei den rechtsextremistischen Banden zu finden ist, sondern mitten in der Gesellschaft angekommen ist, appelliere ich an alle Bürger, ein klares Bekenntnis für Demokratie und Toleranz abzugeben”, sagte sie gestern in München. Der bevorstehende 70. Jahrestag der Novemberpogrome von 1938 sei eine Gelegenheit zu zeigen, dass “Deutschland bunt und nicht braun ist”. Die Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 markiere den Übergang von der Diskriminierung jüdischer Deutscher zur systematischen Verfolgung und Ermordung “wehrloser Kinder, Frauen und Männer”. (Quelle: Hamburger Abendblatt)

Jährlich im November organisiert die Amadeu Antonio Stiftung die bundesweiten Aktionswochen gegen Antisemitismus. In diesem Jahr führen mehr als 160 zivilgesellschaftliche Initiativen 250 Veranstaltungen durch. Nachfolgend eine Übersicht:

Die Zahl der Teilnehmer und Veranstaltungen ist in den vier Jahren des Bestehens der Aktionswochen stetig größer geworden und konnte im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt werden. Der offizielle Start erfolgt am 5. November im Rahmen einer Pressekonferenz mit  Jörg Ziercke, dem Präsidenten des Bundeskriminalamtes, Stephan J. Kramer, dem Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland und Anetta Kahane, der Vorsitzenden der Amadeu Antonio Stiftung. Mehr Informationen unter: www.mut-gegen-rechte-gewalt.de

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