Dresden: Nazis reagieren im Internet auf unseren Aufruf für den 13./14. Februar

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 19:24 Uhr am 31. Oktober 2008

Bisher glaubten viele Bürger, Rechtsextreme seien nicht in der Lage sich klar zu äußern und auszudrücken. Heute erhielten wir Nachricht darüber, dass diese tatsächlich schreiben können. Hierbei handelt es sich offensichtlich nicht um eine Nazi-Dumpfbacke, sondern, der hier beigefügte Text zeigt, dass die Beeinflussung durch gewählte Worte durchaus dazu führen kann, die völlig kranken Gedanken Rechtsextremer in die Mitte der Gesellschaft zu transportieren. Der Versuch sich gewählt auszudrücken ist in diesem Pamphlet ersichtlich.Es kommt eben nur darauf an wer diese Zeilen liest oder wie sie gelesen werden.In rechtsextremen Kreisen will man nun deutlich machen, dass man sich ein Verzicht auf Dresden nicht gefallen lassen wird, und verdreht noch einmal die Geschichte.

Dieser Text sollte ein Appell an alle Demokraten und jeden sein, genauestens hinzusehen, wenn einer solcherlei Phrasen drischt. Das geschriebene Wort kann gefährlich sein.

Textauszüge von der Nazi Homepage: freie offensive. net

“Auch in der sächsischen Landeshauptstadt hat sich seit dem ersten organisierten Gedenkmarsch junger Menschen, im Jahr 1998, eine gesunde Kultur des Erinnerns entwickelt. Nicht nur für viele Aktivisten, sondern auch unverblendete, aufrechte Menschen aus den unterschiedlichsten Schichten ist der 13.Februar mittlerweile zu einem festen Punkt in ihrer Agenda geworden. Kein politischer Selbstzweck, keine gruppenorientierte Eigendarstellung sollen, nein dürfen diesen Tag dominieren! Einzig den Opfern gilt unser Handeln in diesen Tagen im Februar. Denn Ihr Opfer ist unser Auftrag und ihr Geist lebt hunderttausendfach in uns fort. So kann es nur selbstverständlich sein, auch sich selbst immer wieder die Frage nach dem “Warum?” in das Gedächtnis zurückzurufen. Nicht auf den Lippen, aber im Herzen das Wort: „Wir wollen nicht als Hammelherde trotten! Seht uns an! Hier stehen wir! Hier marschieren wir!“, werden wir am 13.Februar 2009 den Beweis antreten, dass es keinem in unseren Reihen um politische Zwecke, oder gar einen Wahlkampfauftakt geht, wie radikale Demokraten unter Anleitung von … und … in ihrem bundesweiten Aufruf “ein klares STOPP zum Rechtsextremismus” fantasieren.

…  So zählen nicht nur Parteivorstände, Journalisten, Rechtsanwälte, Schauspieler und Schriftsteller zu den Erstunterzeichnern des Aufrufes. Auch Auszubildende, Arbeiter und Historiker werden aufgeführt um dem Betrachter eine möglichst große Bandbreite aus der herbeizitierten Zivilgesellschaft zu suggerieren. Letztere hatten erst kürzlich den Versuch unternommen im Auftrag der Stadt Dresden die Opferzahlen festzuschreiben – auf 25000!

Mit ihrem Tun und Handeln reißen sich die Demokraten bereits jetzt die Maske selbst vom Gesicht und lassen Ihre bigotte Haltung erkennen. Sie bezichtigen die Enkelgeneration dem politischen Missbrauch der Opfer während sie selbst ein politisches Hoftheater inszenieren. Sie können uns nicht treffen mit ihren Provokationen. Denn die Toten mahnen uns. Ihr Opfer ist unser Auftrag!”

 

Nach diesem Text, rufen wir erst recht zur “GEH-DENKEN” Veranstaltung in Dresden auf. Sie sind gefährlich!!!


Bundesweit: Die Amadeu Antonio Stiftung startet die Antisemitismuswochen 2008

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Politik, Verein geschrieben von: admin um 18:31 Uhr am 30. Oktober 2008

 

Die Präsidentin des Zentralrats der Juden, Charlotte Knobloch, warnt vor einer wachsenden Judenfeindschaft in Deutschland. “Da der Antisemitismus nicht nur bei den rechtsextremistischen Banden zu finden ist, sondern mitten in der Gesellschaft angekommen ist, appelliere ich an alle Bürger, ein klares Bekenntnis für Demokratie und Toleranz abzugeben”, sagte sie gestern in München. Der bevorstehende 70. Jahrestag der Novemberpogrome von 1938 sei eine Gelegenheit zu zeigen, dass “Deutschland bunt und nicht braun ist”. Die Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 markiere den Übergang von der Diskriminierung jüdischer Deutscher zur systematischen Verfolgung und Ermordung “wehrloser Kinder, Frauen und Männer”. (Quelle: Hamburger Abendblatt)

Jährlich im November organisiert die Amadeu Antonio Stiftung die bundesweiten Aktionswochen gegen Antisemitismus. In diesem Jahr führen mehr als 160 zivilgesellschaftliche Initiativen 250 Veranstaltungen durch. Nachfolgend eine Übersicht:

Die Zahl der Teilnehmer und Veranstaltungen ist in den vier Jahren des Bestehens der Aktionswochen stetig größer geworden und konnte im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt werden. Der offizielle Start erfolgt am 5. November im Rahmen einer Pressekonferenz mit  Jörg Ziercke, dem Präsidenten des Bundeskriminalamtes, Stephan J. Kramer, dem Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland und Anetta Kahane, der Vorsitzenden der Amadeu Antonio Stiftung. Mehr Informationen unter: www.mut-gegen-rechte-gewalt.de


“Gastronomie Go Area”: Bundesweite Gastroaktion für Demokratie und Toleranz startet durch-PRINZ gab heute in Hamburg den Startschuss

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 14:35 Uhr am 29. Oktober 2008

 

                

Unsere angekündigte bundesweite “Gastronomie Go Area” Aktion läuft an. Mittlerweile nahmen schon vor dem Startschuss vierzehn Gastronomen aus Hamburg und Rotenburg ob der Tauber teil. Der erste Aufruf fand heute in der aktuellen Hamburger Ausgabe von PRINZ und findet bereits auf www.prinz.de und www.prinz-hamburg.de statt. Wir wollen Gastronomen motivieren ein klares Zeichen für Demokratie und Toleranz zu setzen und somit Rassisten, Antisemiten und ewig Gestrigen öffentliche Plätze nehmen. Der geplante Reiseführer der im Frühjahr 2009 erscheinen wird bietet den Gästen Deutschlands aus aller Herren Länder die Möglichkeit, sich zu informieren, wo man unbedenklich speisen, trinken und schlafen kann. Gastronomen sind herzlich eingeladen teilzunehmen. Alle erforderlichen Informationen sind über www.lautgegennazis.de und eine Anfrage über info@lautgegennazis.de erhältlich.

 

Bild: Olaf P. Beck (Generalmanagement Side Hamburg), Jörn Menge (LGN), Jannes Vahl (PRINZ) kündigen laut die gemeinsame “Gastronomie Go Area” auf dem Dach des Side Hotels an und wollen Gastronomen motivieren

Wir hatten bereits vor einigen Wochen 100 Gastronomen befragt, ob eine derartige Aktion interessant wäre. Wir stießen auf großes Interesse, aber auch auf Geschichten rund um das Thema. Ca. 60% der kontaktierten Café-/Restaurantbetreiber, konnten von rassistschen Ausbrüchen einiger Gäste berichten. Ein Hamburger Gastronom in dem Viertel Ottensen (eher gehoben) berichtete, dass neulich eine Frau die dort Café trank beispielsweise von einem gerade gehenden Gast noch einmal nachhaltig aufgrund ihrer Hautfarbe als “Niggerfotze” beschimpft wurde. Alle Gäste die vor Ort waren, blickten ganz schnell in ihre Gläser und Tassen-ohne Reaktion. der Gastronom wollte den rassistischen Pöbler zur Rede stellen, der jedoch war schneller. Ein anderer Café-Betreiber erzählte uns (auch Ottensen/Hamburg), dass in seinem eher anmutenden Szeneladen ein Gast vor ihm stand und lauthals “Heil Hitler” gegrölt habe und den Tresenmann aufgrund seiner Herkunft beleidigte. Der Gastronom handelte schnell und geleitete den Gast mit Hilfe eines Besenstils aus dem Laden. Fast alle angefragten Gastronomen konnten uns auch von lauthals ausgestossenen rassistischen Phrasen berichten-oftmals haben die Gäste dann zwar ein erhöhten Alkoholspiegel, aber wie sagte einer, wenn man besoffen ist-zeigt so mancher sein wahres Gesicht.

Mit einem klaren Statement im Rahmen unserer Aktion-können Gastronomen solcherlei Gäste vielleicht auf klare und freundliche Weise aus dem Geschäft fernhalten. Oftmals stellen wir fest, dass eine Angst existiert ein solches Zeichen zu setzen. Vor Reaktionen der rechten Szene. Nun, wir arbeiten im Rahmen dieser Aktion sogar mit der “Präventionsstelle der Polizei für Bund und Länder” zusammen. Zudem wird die rechte Szene symbolisch kleiner, wenn viele Gastronomen mitmachen. Hierbei stelle man sich eine Fankurve in einem Fußballstadion vor. Wenn 1/3 der Fans rechtsextremes Gedankengut in sich tragen, aber die 2/3 der Fans deutlich anzeigen, dass sie für Demokratie und Toleranz stehen, dann wird das 1/3 sehr klein und 2/3 nehmen den Rassisten und Antisemiten den Platz weg. Mit der “Gastronomie Go Area”-Aktion wollen wir den Rechtsextremen Platz wegnehmen.   

 

 


Pforzheim:Ein Gespräch mit den “Killerpilzen” zum Thema Nationalsozialismus-Schule und den neuen Rechtsextremen

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 11:27 Uhr am

  ”Killerpilze” im Kupferdächle/Pforzheim

Bevor es am Freitag den 24. Okober 2008 zum Übergriff der Nazis kam (wir berichteten zuvor), hatten wir die Gelegenheit mit Jo, Fabi und Mäx über das Thema Rechtsextremismus zu sprechen. Danach gingen sie auf die Bühne und gaben ein von ca. 250 Kids frenetisch gefeiertes Konzert in dem Jugendclub. In einem Büro des Clubs trafen wir auf drei gut gelaunte Jungs, die wissen was sie denken.

Frage 1: Ihr engagiert Euch gegen Nazis. Habt Ihr diesbezüglich bereits Erfahrungen gemacht-in der Schule, auf Euren Konzerten oder anderswo?

Mäx, Jo & Fabi: Auf Dorffesten haben wir schon so einiges erlebt.Z. B. bei einem Antirassismus-Konzert in Bayern, dort zeigten die Nazis Präsenz. Wir kommen aus Bayern-Bayern ist ein Schwelherd für die. Das Schlimme ist, die wollen cool sein und werben damit. Die NPD macht sehr viel über soziale Probleme und produzieren soetwas wie ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Wir denken, die Leute müssen nachdenken und sich genau informieren-das wollen wir vermitteln. Jo setzt nach und sagt – “Alltagsrassismus wird teilweise von den Eltern vermittelt. Die Leute müssen ihr Bewusstsein schärfen!”

Frage 2: Eure Fans sind sehr jung. Tragen diese solcherlei Probleme, z. B. mit Nazis, über die Foren an Euch heran?

Durchaus schreiben uns viele Fans an und berichten über Probleme mit Nazis. Jo ergänzt: ”krass, eine Frau hat uns z. b. geschrieben, dass Ihr Freund Nazi ist und sie den aber total süß findet und glücklich mit ihm ist. Wir sollten sie dann beraten, was sie nun tun solle. Aber das geht zu weit-da konnten wir nun wirklich nicht helfen.” 

Frage 3: Ihr geht selber noch zur Schule. Was habt Ihr für ein Gefühl? Wie vermitteln Lehrer das Thema Nationalsozialismus und den aktuellen Rechtsextremismus?

Mäx geht nicht mehr zur Schule. Fabi und Jo sind sich einig. “Die Lehrer ziehen das Thema ausführlich mit Daten und Fakten zur Geschichte durch. Wir haben unsere Lehrerin irgendwann auf die Rassengesetze der Nazis von 1938 angesprochen, da hat sie sich dann endlich mal Zeit genommen diesem Thema ein oder zwei Stunden für eine Diskussion mit uns zu nehmen. Das war super interessant. Rassismus ist ja heute auch aktuell. Die Schüler wollten mehr wissen.” Fabi ergänzt-”wir haben im Rahmen des Unterrichts auch schon KZ-Gedenkstätten besucht. Hierdurch wurde der Unterricht spannender. Wobei grundsätzlich ist der Unterricht in der Schule zu diesen Themen eher unattraktiv. Den Lehrern scheint immer die Zeit im Nacken zu hängen.”

Wir berichteten über die Situation am 13./14. Februar in Dresden im Zusammenhang mit dem Aufmarsch von 5.000 bis 6.000 Nazis und den Fackelmärschen dort und in Pforzheim.

Die Reaktion: Wir verstehen nicht, wie soetwas passieren kann. Unser Appell ist klar: Informiert Euch und schaut Euch genau an, was passiert!

Die Zeit drängte und die “Killerpilze” schritten zur Bühne und machten auch dort klar, dass sie “Laut gegen Nazis” sind und forderten ihre Fans auf-mitzumachen.

Wir bedanken uns bei Jo, Mäx und Fabi für ihre Zeit und die Unterstützung unserer Kampagne. Zudem signierten sie noch ein LGN Shirt, welches wir zugunsten der LGN Kampagne in den nächsten Tagen auf MySpace versteigern dürfen.


Österreich/Braunau am Inn- 25 Nazis mit Hakenkreuzfahne wollten sich gewaltsam Zugang zu einem Konzert verschaffen

Kategorie: Allgemein, Festival, Musik, Politik, Verein geschrieben von: admin um 10:36 Uhr am 28. Oktober 2008

 

 http://www.fahnenversand.de/shop/id/563/nr/detailansicht.htm

Auf einer Deutschlandtournee 2002 unter dem Motto “Laut gegen rechte Gewalt”, berichtete uns die in Braunau am Inn geborene Moderatorin Tanja Mairhofer davon, dass die Geburtsstadt von Adolf Hitler an jedem 20. April (Hitlers Geburtstag) ein Wallfahrtsort für europäische Nazis ist und die Braunauer die Bürgersteige hochklappen und sich in ihre Häuser zurückziehen, da die Präsenz der ewig Gestrigen so groß ist. Wie die Situation sich wirklich gestaltet, können wir von hier aus nicht beurteilen. Eine MYSPACE-Userin unseres Profils, berichtete uns nun über einen anderen Vorfall aus der Stadt. Offensichtlich werden Angriffe von Nazis auf Konzerte wieder modern in rechtsextremen Kreisen-auch wenn wir diesmal nach Österreich abschweifen, wo fast 30% der Wähler rechtsextrem gewählt haben.

Hier der Bericht der Userin:

Braunau am Inn am letzten Freitag
Eine Gruppe von etwa 25 Neonazis versuchte am Freitag, 24. Oktober, sich gewaltsam Zutritt zu einem Rock-Konzert der Kommunistischen Jugend Österreichs, Gruppe Braunau am Inn, im Kolpingkeller zu verschaffen.
Nachdem die Rechtsextremen am Eingang vom Ordnerdienst aufgehalten wurden,
gingen sie dazu über, durch politische Gesinnungsbezeugungen zu provozieren.
Während eine Hakenkreuzfahne hochgehalten wurde, wurde mittels Sprechchören gefordert, “Adolf Hitler den Nobelpreis umzuhängen”.
Eine neue Dimension des Rechtsextremismus. Ausgerüstet waren die Rechten mit leeren Bierflaschen, Stiefeln mit Stahlkappen, Handschuhen und Motorradhelmen. Im Fall tätlicher Auseinandersetzungen sind damit schwere Verletzungen vorprogrammiert.
Besonders erschreckend ist auch die Tatsache, dass von derart großen Ansammlungen von Neonazis in den letzten Jahren nichts bekannt ist, hier also der Rechtsextremismus eine neuartige Dimension erreicht hat.
Es liegt der Schluss nahe, dass damit eine Politik, die in ihren Wahlkämpfen auf Hetze und geistige Brandstiftung setzt, eine reale Entsprechung findet.

Halbherziges Vorgehen der Beamten. Die vom Veranstalter gerufene Polizei kam nicht nur mit einigem zeitlichen Abstand, sondern agierte auch halbherzig. Die beiden anwesenden Polizisten nahmen nur die Personalien von zwei der insgesamt 25 Neonazis auf.
Auf die Aufforderung des Veranstalters, einen Beamten zum Schutz des Konzerts
abzustellen, wurde nicht reagiert.
Ebenso lehnten die Beamten es ab, ein Platzverbot für die Rechten auszusprechen, obwohl diese offensichtlich eine Bedrohung für die Konzertbesucher darstellten.
Besonders skandalös ist dabei, dass am folgenden Tag ein Beamter meinte, es werde künftig eine
negative Bewertung derartiger Konzerte geben, da sich Neonazis unter den Gästen befanden.
Dass diese allerdings vom Veranstalter ferngehalten wurden und es die Polizei war, die es ablehnte mittels Platzverbot die Sicherheit der Konzertbesucher zu gewährleisten, fehlte in der Darstellung der Beamten.


Die Kommunistische Jugend Österreichs fordert nun Konsequenzen seitens der Verantwortlichen:
Keine Toleranz darf es bei nationalsozialistischer Wiederbetätigung geben. Wer gerade in Braunau eine Hakenkreuz-Fahne oder den Hitler-Gruß offen zeigt, muss dafür angeklagt und verurteilt werden! Der Vorfall zeigt auch, wie wichtig das NS-Verbotsgesetz als rechtliche Handhabe gegen Neonazis
ist.
Demnach sind die Forderungen nach Abschaffung des Gesetzes, wie etwa durch FP-Chef Strache bei einer Fernseh-Diskussion am 16. September, aufs Schärfste zurückzuweisen.
 Zudem ist die Polizei gefordert, Angriffe gegen Konzertveranstaltungen konsequent zu unterbinden um so die Sicherheit der Konzertbesucher zu gewährleisten.
Es darf nicht dazu kommen, dass Neonazis darüber entscheiden können, welche Kulturveranstaltungen stattfinden und welche nicht.


Korrektur zu unserem Artikel/Pforzheim: Weiblicher Gast verwendete das Pfefferspray in Notwehr gegen den Nazi-der festgesetzt wurde

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 18:38 Uhr am 27. Oktober 2008

Soeben haben wir die Information erhalten, dass der durch Pfefferspray verletzte Nazi, dies nicht selbst verwendet hat, sondern ein weiblicher Gast, konnte diesen damit in Notwehr außer Gefecht setzen und teilte dies selbst der Pforzheimer Polizei mit. Quelle-Referat Öffentlichkeit der Polizei Pforzheim.


Pforzheim: 15 Nazis griffen Jugendliche bei Killerpilze-Konzert an-mehrere Verletzte-jährlicher Fackelmarsch-Pforzheim ein zweites kleines Dresden und ein CDU Bundestagsabgeordneter im Gespräch mit uns zu den Vorfällen im Kupferdächle

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein geschrieben von: admin um 21:05 Uhr am 26. Oktober 2008

 Wallberg/Gedenkstätte-Pforzheim

Am Freitag den 24. Oktober 2008 fand in dem Jugendtreff Kupferdächle in Pforzheim ein Konzert der “Killerpilze” statt. Gegen 22.00 Uhr griffen etwa fünfzehn Nazis die Gäste an und versuchten in die Location zu kommen. Die antifaschistische Initiative und die Securities konnten Schlimmeres verhindern und einen Nazi, der sich offensichtlich beim Sprühen von Pfefferspray selbst traf festsetzen, bis die Polizei eintraf. Besorgte Eltern verließen nach dem Vorfall mit ihren Kindern fluchtartig den Ort. Nicht auszudenken, wenn die erwachsenen rechtsextremen Angreifer die 12 bis 16jährigen Killerpilze – Fans angegriffen hätten. Die Nazis sind mit enormer Brutalität vorgegangen. Drei Gäste wurden bei der Auseinandersetzung vor der Location verletzt.

Ein solcher Vorfall dürfte der NPD und den Nazi-Funktionären wie Jürgen Rieger nicht schmecken, die sich sonst im Moment eher versuchen, als anständige “Deutsche” zu verkaufen. Die in Pforzheim und Umgebung ansässige Kameradschaft “Heidnischer Sturm” hat eine andere Auffassung davon, in der Mitte der Gesellschaft anzukommen, nämlich mit Gewalt!

Wir wurden durch unsere Anwesenheit Zeugen dieses Vorfalls und staunten nicht schlecht über die Polizei, deren Einsatzleiter auf unsere Frage, ob man die Rechtsextremen die angriffen erwischen konnte, sagte: “Wir werden den Sachverhalt klären-noch ist die Beweislage diesbezüglich nicht zu ermitteln-zunächst müssen wir die Zeugenaussagen auswerten-wenden Sie sich in zwei Wochen an das Referat für Presse und Öffentlichkeit der Polizei Pforzheim-dort können Sie mehr erfahren.” So der Einsatzleiter Herr Bitto vor Ort. Das heißt zunächst mit anderen Worten-wir haben Gespenster gesehen. Herr Bitto garantierte uns eine Präsenz seiner Beamten bis zum Schluss der Veranstaltung, als die “Killerpilze” jedoch abfuhren, konnten wir danach leider keinen Streifenwagen mehr entdecken!

Ein sonniger Tag begrüßte uns in dem eher tristen Pforzheim. Eine Stadt, die im Zweiten Weltkrieg zu 80% zerstört wurde. Allerdings auch nicht ohne Grund. In Pforzheim waren Teile der Rüstungsindustrie ansässig. Hierzu eine Kurzbeschreibung von de.indymedia.org:

“Auch die Stadt begeht diesen Tag jährlich mit einer Gedenkveranstaltung auf dem Hauptfriedhof. Was dabei jedoch systematisch ausgeblendet wird, ist die Tatsache, dass die in der Stadt ansässige Rüstungsindustrie das eigentliche Ziel des Angriffs war. So gab es im Jahre 1944 in Pforzheim 101 Betriebe mit insgesamt 18.622 Arbeitern , davon arbeiteten mindestens 10.000 in der Rüstungsindustrie. Da am Ende des Krieges nicht mehr genügend Arbeiter zur Verfügung standen wurden Zwangsarbeiter aus den Vogesen, italienische Kriegsgefangene sowie Zwangsarbeiter aus Russland und der Ukraine herbeigeholt. Ebenso wurden KZ-Häftlinge zur Arbeit gezwungen. Dadurch entstand in Pforzheim eine große Rüstungsindustrie, von der knapp 50% aller Bordfunkgeräte des deutschen Militärs produziert wurden.”

Dresden läßt grüßen: Die Jugendlichen und die antifaschistische Initiative vor Ort berichteten uns von einem jährlich stattfindenden Fackelmarsch der Rechtsextremen durch Pforzheim am 23. Februar, dem Tag der Bombardierung durch die Allierten. Zwar mit 200 teilnehmenden Nazis kleiner als in Dresden (jährlich am 13./14. Februar), aber mit der gleichen Wirkung. So wollte die Pforzheimer Initiative in einem Jahr eine Woche vor diesem Spuk ein Konzert in der Stadt veranstalten, um auf diesen Horror aufmerksam zu machen. Die Stadt lehnte ab. Wir selber hatten bisher leider noch keine Kenntnis von diesem Marsch und waren doch ziemlich schockiert. Hierzu später mehr.

Die Jugendlichen selbst haben auf das Konzert mit den Killerpilzen und den örtlichen Bands gedrängt. Die Organisatoren und Betreiber sowie der Bürgermeister der Stadt fanden diese Idee sehr schön, so berichtete eine Mitarbeiterin des Kupferdächle. Wir vermissten am Abend jedoch einen Abgeordneten der Stadt bzw. den Bürgermeister. Meist ist so eine Geste sehr willkommen und stärkt das Selbstbewusstsein der aktiven Jugendlichen. Die “Killerpilze” setzten ein klares Zeichen zum Nachdenken und appelierten an die Konzertgäste Aufmerksamkeit und Sensibilität für das Thema zu entwickeln. Wir interviewten die Band vor dem Konzert. Das Interview folgt morgen im Laufe des Tages.

 Plakat und Flyer zur Veranstaltung

Um 22.00 Uhr war es dann soweit (das Konzert der Killerpilze war beendet). Wir selber standen am Einlass des Kupferdächles und sahen sechs klassische Schlägernazis, die versuchten rein zu kommen. Der Security konnte diese umleiten. Die anderen Nazischläger befanden sich auf der anderen Seite des Hauses (insgesamt ca. 15). Dort stellten sich Gäste, Securitys dem Treiben. Die Nazis griffen diese dann mit äußerster Brutalität an und verwanden gar das verbotene Pfefferspray. Hierbei verletzten sie drei der Gäste (einer musste zur Untersuchung in das Krankenhaus). Einer von den Schlägern konnte mit seinem Pfefferspray offensichtlich nicht wirklich umgehen und verletzte sich selbst. Dieser wurde von den Securitys festgesetzt und der Polizei übergeben. Nach Angaben der Gäste, wurden bei der Auseinandersetzung auch die Schläger selbst leicht verletzt.

Eine doch sehr bittere Realität war die Tatsache, dass sich zu diesem Zeitpunkt, die meist weiblichen 12 bis 16jährigen Fans der Killerpilze (teilweise mit ihren Eltern) im Kupferdächle befanden. Nicht auszudenken, wenn es den Schlägern gelungen wäre in die Location einzudringen. Die Polizei traf mit ihren Beamten nach ca. fünf Minuten ein. Die Gäste der Veranstaltung konnten sehr schnell berichten, wer die Nazi-Schläger waren. Diese kennen sie aus ihrem Alltag und nennen sich “Heidnischer Sturm”-eine rechtsextreme Kameradschaft. Gegen 23.00 Uhr beruhigte sich die Lage. Mit der Abreise der “Killerpilze” war dann auch kein Polizist mehr zu sehen, obwohl die Veranstaltung mit jungen lokalen Bands weiterlief.

Indess interessierte uns selbstverständlich der jährliche Fackelmarsch der Nazis zum Pforzheimer Wallberg, der durch die Trümmer der zerstörten Stadt entstanden ist. Die Jugendlichen berichteten uns, dass die Pforzheimer Bürger und die Stadt dieses Treiben nicht nur genehmigen, sondern auch zulassen. Hier wollten wir mehr wissen. Dieser Zustand ist uns ja auch in Dresden durchaus geläufig. Wir hatten Glück. Am Samstag wollten wir uns die City von Pforzheim ansehen und trafen, wie durch ein Wunder, auf einen Stand des CDU Wahlkreisbüros Pforzheim und den Bundestagsabgeordneten des Kreises Gunther Krichbaum, dem wir dann sogleich auf den Zahn fühlten. Die CDU stellt im Übrigen auch die Stadtregierung in Pforzheim.

Ein Gespräch mit dem CDU Bundestagsabgeodneten Gunther Krichbaum (Wahlkreis Pforzheim)-direkt nach dem Vorfall im Kupferdächle und zum jährlichen Fackelmarsch durch Pforzheim. Die Antworten gleichen doch sehr der offiziellen Presseerklärung des CDU-Wahlkreises Dresden:

Zunächst wollten wir wissen, ob er Kenntnis von der rechtsextremen Präsenz in Pforzheim hat und stellten ihm diesbezüglich unsere Frage:

Gunther Krichbaum (sinngemäß):

Ja, ich habe Kenntnis. Der “Heidnische Sturm” ist mir auch bekannt, aber die kommen ja eher aus dem Umland von Pforzheim und nicht aus der Stadt selbst. Wenn dieser Vorfall im Kupferdächle so stattgefunden hat, dann bedaure ich dies zutiefst. Ich selber engagiere mich hier in der Stadt beim Gymnasium Neuenbürg gegen Gewalt und Rassismus und war dort selbst schon dreimal zu Gesprächen mit Schülern zugegen. Bildung ist das Wichtigste , um diese demokratiefeindliche Entwicklung im Rechtsextremismus zu stoppen.

Wir wollten, wissen-ob er der Meinung ist, dass ein Gymnasium nicht vom Grunde her für eine gewisse Bildung (Vorbereitung der Hochschulreife) steht und der Bedarf woanders nicht größer sei, wobei wir auch den Hinweis gaben-dass wir leider inzwischen auch intellektuelle Rechtsextreme beobachten können:

Gunther Kichbaum: Ja, aber dies ist doch schon einmal ein Anfang und das versuche ich hiermit zu vermitteln. Ich gebe Ihnen natürlich recht, dass die Szene inzwischen auch intelligenter wird, aber…

Wir verwiesen auf das Ergebnis einer Studie der Friedrich Ebert Stiftung, die besagte, dass 70% der Deutschen der Meinung sind-es gäbe zuviele Ausländer, 39 %  der Meinung sind-dass der Staat mehr dagegen tun muss und ca.11% sagen, dass Hitler ohne Holocaust ein großer Staatsmann gewesen wäre-angeknüpft an die Frage, ob der Kampf gegen den Rechtsextremismus mehr Finanzmittel braucht?

Gunther Krichbaum: Nein-dieses Ergebnis glaube ich nicht. Ich reise viel und bin auch viel im Ausland. Diese Zahlen sprechen gegen das, was ich in meinem Alltag erlebe. Solche Studien sind mit Vorsicht zu geniessen. Das kann nicht sein. Mehr Finanzmittel benötigen wir im Kampf gegen den Rechtsextremismus nicht. Wir haben schon große Etats, die der Bund zur Verfügung stellt. Die “Zentralen für politische Bildung” der Länder und weitere Institutionen leisten bereits sehr viel in diesem Bereich. Das muss einfach reichen.

 Gedenktafel am Wallberg / Pforzheim

Zu dem jährlichen Fackelmarsch der Nazis zum Wallberg/Pforzheims, wollten wir wissen, ob hier seitens der Stadt weitere Maßnahmen gegen dieses Treiben zu erwarten sind:

Gunther Krichbaum: Nun, die Stadt wurde zu 80% zerstört, obwohl hier überhaupt keine Rüstungsindustrie vorhanden war (s.unseren Hinweis oben). Sehen Sie, die Pforzheimer wollen im “Stillen” mit “Würde” an die Opfer des Krieges gedenken. Natürlich begrüßen wir hier nicht diesen Marsch, aber glauben Sie mir, diese Stadt schöpft alle erdenklichen juristischen Mittel zur Vermeidung dieses Treibens aus. Die Pforzheimer wollen die Nazis eigentlich nicht. Aber, wenn wir Gegenveranstaltungen größer zulassen, dann gehen wir die Gefahr ein, dass Linksextreme und Rechtsextreme Steine schmeißen. Dies ist der Sache nicht würdig.

Wir wollten von ihm wissen, ob sich auf dem Wallberg auch Rechtsextreme kenntlich zeigen und dort ihr Unwesen treiben:

Gunther Krichbaum: Nein, also das kann ich mir nicht vorstellen-aber fahren Sie dort mal hin. Sie können von dort aus, einmal über Pforzheim schauen.

 Diese Bank steht auf dem Wallberg an einem Häuschen

Als wir dort oben ankamen, war gerade auch die städtische Reinigung zugegen, die uns erzählte, dass sie alle paar Tage für Sauberkeit sorgt.

Unsere letzte Frage war, ob er sich in Zusammenarbeit mit uns und anderen Institutionen vorstellen könne, am 23. Februar mit einer demokratischen Gegenveranstaltung ein klares öffentliches Zeichen zu setzen.

Er wies uns freundlich daraufhin, dass er nun wirklich keine Zeit mehr habe und ließ diese Frage offen.

 ”An einem Strang ziehen”-so titelt unsere Vereinsbroschüre

 

 

 


Dresden: Bilder des Fackelmarsches der Nazis durch Dresden und die Erinnerung an diverse Fackelmärsche der Geschichte

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 18:24 Uhr am 23. Oktober 2008

 Nazis bereiten sich auf den Fackelmarsch vor -2007

Laut Erzählungen unserer Ansprechpartner in Dresden, bereiten sich die Rechtsextremen und Nazis alljährlich am Abend des 13. Februar auf einem Verkehrsknotenpunkt der Altstadt auf ihren ein-bis zweistündigen Fackelmarsch durch die Stadt vor. Schätzungen zufolge sind dies ca. 1.500 bis 2.000 Rechtsextreme aus dem Bundesgebiet. Die restlichen 3.000 bis 4.000 folgen dann am nächsten Tag zur offiziellen Nazi-Kundgebung.

Als gespenstisch und beängstigend beschrieb man uns dieses Prozedere. Dieser Marsch im Dunkeln erinnert an die großen Aufmärsche der Nazis zwischen 1933 bis in den Zweiten Weltkrieg hinein.

 Fackelzug der Nazis/Berlin 1933

Kein Dresdner kann behaupten, dass dieses Schauspiel nicht stattfindet. Die Nazis marschieren an vakanten Orten der Stadt vorbei und mitten durch Wohngebiete. Der Landtag Sachsens und das Stadtparlament liegen ebenfalls nahe an der Route. Wir müssen diesem Schauspiel endlich mit demokratischen Mitteln ein Ende setzen. Selbstverständlich müssen wir uns auch überlegen, warum solcherlei martialische Märsche mit eindeutigem politischem Hintergrund genehmigt werden müssen. Wir reden hier ja nicht über einen Laternenumzug von Kindern, sondern von einer ganz klaren Motivation, hinter der eine menschenverachtende Ideologie steckt. Für so manch einen wird dieser nationalromantische Fackelzug womöglich sehr beeindruckend sein. Aber eben dies ist es-Nazis wollen beeindrucken und Menschen mit diesem selbstherrlichen Habitus mitziehen. Dresden und Deutschland -es ist wirklich Zeit zum Handeln. Mitmachen und “Denken Gehen”

Wer solcherlei Prozedere der Nazis ohne Gegenmaßnahmen zulässt, verunglimpft letztendlich selbst die Geschichte. 

(Bildrechte liegen bei Recherche Ost)


“Gastronomie Go Area”-1. Gastronom aus Rotenburg ob der Tauber setzt mit uns ein Zeichen und sagt warum

Kategorie: Allgemein, Fußball, Musik, Politik, Spenden, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 17:45 Uhr am

Wir freuen uns über die Mitwirkung des Mittermeier Hotel & Restaurant aus Rotenburg ob der Tauber. Lesen Sie das Statement des Inhabers:

Mittermeier Restaurant & Hotel, Rothenburg ob der Tauber: 

Kochen, Essen und Trinken verbindet Menschen über Grenzen und Stände hinweg. Bevor ich Gastwirt wurde, war ich selber oft Fremder, habe im Ausland gearbeitet. Meinen beruflichen Erfolg gründe ich auf den Einsatz meiner Mitarbeiter, darunter viele Ausländer. Und nicht zuletzt lebe ich gut vom Geld meiner – oftmals – ausländischen Gäste, das sie mir für meine Dienste bezahlen. Ein Gastwirt zu sein bedeutet für mich, einem Fremden die Hand zu reichen und ihn willkommen zu heissen. Es heisst weiterhin, für ihn zu sorgen und im besonderen Falle, ihm möglicherweise sogar Schutz zu bieten. Dies sind die ureigensten und mindesten Aufgaben eines Gastwirts.

Es macht mich zornig, wenn ich in meiner Umgebung auf Fremdenfeindlichkeit stosse und ich gehe dagegen an, wo immer sie mir begegnet. Die dumpfen Ideologien der Nazis, verpackt in einer Melange aus Halbwahrheiten, Vordergründigkeiten, konstruierten Zusammenhängen, sind leider auf dem Vormarsch in die Hirne der Unzufriedenen. Wie eine böse Saat schleicht sich Hass und Menschenverachtung an die Ränder der Gesellschaft, gesteuert von kühlen, kranken Köpfen. Rassismus beginnt bereits im Alltag, bereits an der Stelle, an der einem Menschen aufgrund seiner ethnischen Herkunft bestimmte Eigenschaften zugeschrieben werden. Und natürlich fällt ein schwarzer Mensch inmitten 99 weisser Menschen auf. Aber über was reden wir denn da? Darüber, dass Menschen zu leiden haben, Angst haben müssen, weil sie eine bestimmte Hautfarbe haben?

Kann es denn wirklich sein, dass in einer Gesellschaft, die sich als aufgeklärt versteht, in der jeder sein Recht auf Selbstbestimmung ausleben kann, darüber gesprochen werden muss, wie schlimm und wie widerwärtig solche Ansichten sind?

In meinem Hause ist jeder willkommen, der für Freiheit, Demokratie und Toleranz steht. Andere mögen sich bitte von mir fernhalten und mein Haus als NoGo Area für sich selbst verstehen.

 

 


Dresden:Die CDU Dresden möchte keine bundesweite Aufmerksamkeit-uns liegt eine entsprechende Erklärung des CDU Vorsitzenden des Kreisverbandes Dresden vor-Bundesweiter Aufruf unerwünscht!

Kategorie: Allgemein, Fußball, Politik, Verein, YouTube geschrieben von: admin um 10:21 Uhr am

 Naziaufmarsch in Dresden am 13./14. Februar

Nach unserem gestrigen Artikel liegt uns nunmehr eine Presseerklärung des CDU Kreisverband-Vorsitzenden Lars Rohwer vor. Die CDU stellt in Dresden auch die Oberbürgermeisterin. Wenn wir diese Erklärung lesen, fragen wir uns, ob wir den bundesweiten Unterstützern einer demokratischen Demonstration am 13. / 14. Februar 2009 nunmehr sagen müssen, dass diese nicht erwünscht sind. Immerhin sprechen wir hier sogar von dem Bundespräsidenten a. D. Richard von Weizsäcker, Bundestagsabgeordneten aller Parteien und vielen weiteren Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und der Zivilgesellschaft.

Zudem müssen wir uns die Frage stellen, ob die 5.000 bis 6.000 Nazis und Rechtsextremen, die Gedenkfeiern in “Stille” und “Würde” in den letzten vier Jahren nicht gestört haben, wenn wir diese Erklärung dann richtig deuten. Die NPD dürfte sich an solcherlei Erklärungen erfreuen, wo sie Dresden doch vor geraumer Zeit auch als Stadt der Bewegung ausgerufen haben.

 NPD Funktionäre und deren Kameraden in Dresden

Liebe CDU Dresden, niemand der an unserem Aufruf beteiligten Personen und Institutionen möchte ein Gedenken an die Toten der Bombardierung Dresdens stören. Es kann allerdings nicht sein, dass Nazis an diesen Tagen frei in Dresden agieren können, ohne das Demokraten aus ganz Deutschland klar, deutlich und unmissverständlich per Gegenveranstaltung zum jährlichen Naziaufmarsch in Ihrer Stadt aufrufen und sich somit vernünftig positionieren. Sie erklären, das Ganze sei ein Dresdner Problem. Dem ist nicht so. Aus ganz Europa organisieren sich Rechtsextreme, um in Ihre Stadt zu fahren und zwei Tage lang Präsenz zu zeigen. Der stets steigende Rechtsextremismus mit all seinen Folgen ist ein bundesweites Thema. Dresden ist ein zentraler Punkt, an dem man die allgemeine Situation zu spüren bekommen kann. Die Nazis und Rechtsextremen einschließlich der NPD sprechen vom sogennanten “Bombenholocaust” (s. Foto). Genau das-ist menschenunwürdig und verunglimpft die Millionen Ermordeten durch die Nazis in Konzentrations-u. Vernichtungslagern. Wir wollen nicht vergessen, und dies ist nicht polemisch, dass die Nazis und somit Deutschland den Zweiten Weltkrieg mit über 55 Millionen Toten zu verantworten hatten. Natürlich ist auch die Bombardierung Dresdens ein sehr trauriges aus der Geschichte entstandenes Leid, welches aber heute von Nazis für die Propaganda genutzt wird. Da wollen wir, auch in Hamburg, Berlin und anderen Städten nicht einfach zuschauen.

 Kranz der Nazis auf dem Dresdner Heidefriedhof

Wir möchten als überparteiliche und demokratische Kampagne an Sie appelieren. Schließen Sie sich unserem demokratischen Widerstand in Ihrer Stadt an. Dresden ist keine Insel, sondern eine bundesweit wichtige und anerkannte schöne Stadt.

Erklärung der CDU-Dresden: union-zum-13-februar-_2_


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