Sachsens NPD-Abgeordneter Gansel verwendet verbotenes Pfefferspray gegen Kampagnen-Mitarbeiter

Zur heutigen Pressemeldung (Quelle ddp s. u.) zu einem Vorfall auf einer Gothik Party in einem Leipziger Club liegt uns folgender Sachstand vor, bei dem der NPD-Abgeordnete Gansel unseren Miarbeiter und Partner mit verbotenem Pfefferspray angriff. Glücklicherweise kam das Opfer nur mit leichten Verletzungen davon.

 Das Opfer der Pfefferspray- Attacke ist ein Partner und Mitarbeiter, der seit zwei Jahren für die Kampagne “Laut gegen Nazis” in Leipzig arbeitet. Der Mann namens S. M. berichtete uns, dass er bereits in der Nacht bei der stattfindenden Gothik Party in einem Leipziger Club auf sein T-Shirt (mit LGN Logo) von Gansel attakiert und angesprochen wurde. Gansel hatte das spätere Opfer mehrmalig aufgefordert, er möge doch bitte lieber ein anderes T-Shirt anziehen sollen und wollte diskutieren. Wie wäre es mit “Laut gegen Links”. Unser Partner wich einer stets drohenden Diskussion offensichtlich aus. Als S. M. dann am frühen Morgen aus der Location kam, wurde er von einem offensichtlich rechtsextremen Freund des NPD-Abgeordneten belästigt und abgefangen. Gansel, so nach Angabe von S.M. stieß dann dazu und benutzte insgesamt zwei Dosen Pfefferspray und sprühte S.M. geradezu damit ein. S.M. wehrte sich nur kurz und stieß einen der Angreifer um. Anlaß für diesen Übergriff war laut S.M. in keinem Falle eine Frau.

S.M. flieh zurück in den Club, wo die Mutter des Betreibers gerade putzte und spülte seine Augen dort aus und wusch das Pfefferspray von seinem Körper ab. Der Clubbetreiber bestätigte uns dies am heutigen Vormittag. S.M. hatte Angst den Weg zum Krankenhaus oder Arzt zu gehen, da er davon ausging nochmalig abgefangen zu werden. Außerdem zog er sich bei einem Sturz auf der Flucht ( fast blind von dem Pfefferspray) eine Knieverletzung zu. Die Polizei ermittelt nach Angaben von S.M, der auch mehrere Zeugen für den Vorfall benennen kann.

 

 

Die Meldung (ddp) und die Reaktion von Herrn Gansel:

Dem sächsischen NPD-Landtagsabgeordneten Jürgen Gansel droht laut einem Bericht der Nachrichtenagentur ddp neuer Ärger: Der 34-Jährige setzte nach einer durchzechten Nacht in Leipzig Pfefferspray gegen einen bisher befreundeten Kameraden ein, wie die in Chemnitz erscheinende “Freie Presse” berichtete. Auslöser sei in der Nacht zum Sonntag der Streit um eine Frau gewesen, habe das sächsische Innenministerium bestätigt.

Gansels Opfer musste im Krankenhaus behandelt werden. Damit drohe ihm ein Verfahren wegen Körperverletzung, da Pfefferspray nur der Polizei – sowie Jägern zur Abwehr von Tieren – genehmigt ist. Gegen Gansel laufen zurzeit ein Verfahren wegen Volksverhetzung und der Verteilung jugendgefährdender Schriften.

“Laut gegen Nazis”-Shirt als Grund der Attacke?

Nach Informationen von NPD-BLOG.INFO könnte sich die Sache aber auch anders abgespielt haben. Denn der Mann, der Ziel von Gansels Attacke wurde, soll ein T-Shirt mit der Auschrift “Laut gegen Nazis” getragen haben. Angeblich bepöbelte Gansel den Mann daher bereits innerhalb eines Clubs, in dem eine Gothic-Nacht stattfand, sinngemäß mit Sprüchen wie “Du trägst das falsche T-Shirt” (ob der NPD-Landtagsabgeordnete möglicherweise auch den für Rechtsextremisten politisch korrekten Ausdruck “T-Hemd” benutzt hat, ist unbekannt, es handelt sich nur um eine sinngemäße Wiedergabe). In den frühen Morgenstunden soll Gansel dann seinem Opfer aufgelauert haben, hieß es von “Laut gegen Nazis”. 

Auch Gansel meldete sich jetzt zu Wort. In einer Pressemitteilung stellt er sich als Opfer dar:

“Fakt ist, daß ich am frühen Sonntagmorgen in Leipzig zweimal unprovoziert angegriffen wurde: das erste Mal von dem Ex-Freund einer Bekannten, der weder mein Freund noch ein politischer Kamerad ist. Dieser beschimpfte mich nach einer Diskussion vielmehr als ‚NPD-Schwein’ und attackierte mich vor mehreren Augenzeugen. Nach der ‚Entlarvung’ meiner Person als NPD-Mann griff mich etwas später unter der Parole ‚NPD-Sau’ ein hinzugekommener Linker an. Dieser warf mich zu Boden und fügte mir eine drei Zentimeter große Platzwunde an der linken Augenbraue sowie Schürfwunden an Hand und Knie zu, die im Universitätsklinikum ambulant behandelt wurde. Nicht der Ex-Freund meiner Bekannten mußte im Krankenhaus behandelt werden, sondern ich. Das verschweigt die ‚Freie Presse’ aber ganz bewußt und macht damit aus dem Angriffsopfer den Täter. Vielleicht darf man aber daran erinnern, daß es ein Recht auf Notwehr gibt, das auch für einen NPD-Abgeordneten gilt.”

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Eine Antwort auf Sachsens NPD-Abgeordneter Gansel verwendet verbotenes Pfefferspray gegen Kampagnen-Mitarbeiter

  1. Miriam Scheller sagt:

    viel unangenehmer finde ich eine antwort vom inhaber:
    20.08.2008, 09:58 – im Schwarzen-leipzig.com zu finden im Tread “Darkflower Gutes und Schlechtes” ->

    “Ein unangenehmes Thema!
    Zumal einige Radiosender die Meldung verbreiteten, dass diese Schlägerei im Darkflower stattfand.

    Kurz und knapp:
    Politik und Religion hat nichts im Darkflower verloren.
    Selbst wenn ich gewusst hätte, dass der Jürgen Gansel in der NPD ist, so hätte ich ihm Einlass gewährt.

    Und dies sicher nicht, weil ich auch eine braune Gehirnmasse habe.”

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