Deutschland-Dresden: 13.02.2010- Schreit nicht nach Deutschland! – Schreit nach Liebe! – Die Bedeutung eines alten “Ärzte” – Songs und wir wünschen uns aktuelle Hamburger Verhältnisse für Dresden! Glatteis!!!

Kategorie: Allgemein, Festival, Linksextremismus, Musik, Online Radio, Politik, Rechtsextremismus, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 21:54 Uhr am 7. Februar 2010

glatteis_BM_Ber_537338b (Foto: dpa) Kein guter Boden für einen Marsch!

Wer heute in Hamburg sein Haus verlässt, geht wie auf Eiern! Dank des Salzmangels und des organisatorischen Talents der Behörden. So sieht dies wohl in anderen Städten aktuell nicht anders aus.

Vereiste Straßen, Gehwege und die ständige Gefahr auszurutschen. Schön ist die Vorstellung, dass 8.000 Nazis am 13. Februar 2010 diesen Untergrund vorfinden und der braune Mob aufgrund der Rutschgefahr in sich zusammenfällt, weil ein Marsch im Gleichschritt nicht mehr möglich ist. Aber, ob das Wetter so eine Eingebung für den nächsten Samstag in Dresden hat, müssen wir bezweifeln. Trotz sämtlicher juristischer Bemühungen, dürfen die Nazis wohl zu ihrem Geschichtsverdreher Gedenktag antreten. Seit zehn Jahren das gleiche Spiel. Eine Stadt im Ausnahmezustand!

Wie sicherlich bemerkt, ist die Forderung nach Hamburger Verhältnissen nicht allzu ernst gemeint. Wir hoffen, dass Demokratinnen und Demokraten, normale Bürgerinnen und Bürger in Dresden zeigen, dass sie das Treiben der Rechtsextremen nicht haben wollen. Und zwar so deutlich, dass ein Ruck durch diese Republik geht und alle begreifen, was dort eigentlich vor sich geht!

Die Nazis haben Dresden noch vor etwa zwei Jahren, als die Stadt ihrer Bewegung bezeichnet. Bewegen wir uns doch alle einfach dagegen. So schwer ist das gar nicht. Immerhin erfahren die Veranstalter von Gegendemonstrationen bundesweit moralische Unterstützung. Der Aufruf hierzu: http://www.lautgegennazis.de/blog/2010/01/31/deutschland-dresden-das-thema-rechtsextremismus-steht-derzeit-nicht-im-fokus-der-offentlichkeit-dabei-rusten-sich-z-b-bis-zu-8-000-rechtsextreme-fur-ihren-aufmarsch-in-dresden-am-13-februar-2010/

Und hier ein Appell an die Menschenverachter, die bei der braunen Masse mit marschieren wollen. Denkt doch mal über Euch selbst nach. Vielleicht entdeckt Ihr Wahrheiten in diesem Klassiker-auch wenn Ihr kaum noch Glatzen tragt. Bevor Ihr nach einem nationalen Deutschland schreit – schreit doch lieber nach Liebe! Die Redaktion

http://npd-blog.info/2010/02/05/neonazi-aufmarsch-dresden-100/


Deutschland-Dresden: “Talking Loud And Clear” about Nazis – Love Music Hate Racism!

Kategorie: Allgemein, Linksextremismus, Musik, Online Radio, Politik, Rechtsextremismus, Verein, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 17:02 Uhr am

Die Redaktion von www.laut.fm/gegennazis hat sich mal im Netz umgesehen. Ein scheinbar romantisches Video von OMD lädt mit seinem Refrain zu einer Aufforderung unsererseits ein. “Redet laut und klar” über Nazis und deren Vorhaben. Stellt Euch klar und deutlich gegen die Ambitionen von Rechtsextremen am 13. Februar 2010 durch eine deutsche Stadt namens Dresden zu marschieren. Laßt sie nicht einfach so gewähren und ruht Euch nicht mit romantischen Träumen aus. Seht die Realität!

 

 

Dann lieber so-ohne Gewalt!!!


Deutschland-Festivals: Wir wollen endlich Sommer! – Zur Einstimmung präsentieren wir jetzt schon das “SPLASH-Festival” 2010 vom 23.bis 25. Juli

Kategorie: Allgemein, Festival, Musik, Online Radio, Politik, Rechtsextremismus, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 16:05 Uhr am

splash2010  (Foto:Splash Festival)

Was lange wird, wird gut! Wir präsentieren gemeinsam mit unseren Partnern “Viva con Agua”  das “Splash Festival” 2010 in Grafenhainichen. Das Frieren muss ja irgendwann ein Ende haben. Nach einem harten Winter folgt meist ein heißer Sommer. Und wir werden natürlich nicht tatenlos sein. Beim “Splash” heißt das – Party vorprogrammiert!

Mehr Informationen erhaltet Ihr hier:

http://www.splash-festival.de/


Deutschland-Kiel: “The Kids are allright!” – Die D-Jugend von Rot-Schwarz Kiel wird YouTube Star – Einladungsvideos zur WM bereits knapp 18.000 x aufgerufen – Amadeu Antonio Stiftung und Viva con Agua werden bundesweiter Partner der WM vom 13. bis 15. Mai 2010

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Online Radio, Politik, Rechtsextremismus, Verein, YouTube, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 15:26 Uhr am

 p_vca 1_logo_amadeu_311   präsentieren:

 

Seit ca. einer Woche laden die Kids der D- Jugend des Vereins “Rot-Schwarz-Kiel” per Video über YouTube zu ihrer Fußball WM vom 13. bis 15. Mai 2010 ein. Knapp 18.000 mal wurden die Videos in allen Sprachen von den Usern aufgerufen. Auch die Anfragen aus ganz Europa betreffend einer Teilnahme nehmen stets zu. Eine schöne Nachricht erhielten wir von dem eigentlichen Initiatoren Mike Wolf in der letzten Woche. Eine Mannschaft aus Nigeria (Afrika) möchte in Kiel voraussichtlich teilnehmen.

Mit dem Sport “Fußball” Vorurteile und Hemmungen zu überwinden ist das Ziel der Veranstaltung, die die Stadt Kiel hoch im Norden Deutschlands zumindest in gewissen Kreisen auf den Kopf stellt. Die Jugendlichen selbst möchten Grenzen überschreiten und zeigen, dass Rassismus, Antisemitismus, Homophobie, Mobbing und Ausgrenzung im Sport und somit in der Welt nichts zu suchen haben. Diese Kids sind unsere Zukunft und wir freuen uns, über ihre Haltung-trotz des jungen Alters. Die Kommentare zu dem Video auf YouTube haben uns sehr erstaunt. Durchweg positive Resonanzen erhalten wir selten. Bei dieser Veranstaltung scheint jedoch alles anders. In den letzten Tagen haben wir intensive Gespräche mit unseren beiden Partnern “Amadeu Antonio Stiftung” und “Viva con Agua” geführt.

Beide Institutionen präsentieren die D-Jugend Fußball WM Kiel als bundesweite Partner.
J.M.für LGN

The Kids are allright/The Who


Deutschland-Saarland: “Wir tun etwas gegen Nazis, weil wir auch im Jahr 2050 Baguettes frühstücken wollen. Und zwar die guten vom französischen Bäcker in Forbach, nicht die eingeschweißten vom deutschen Dumping-Discounter!“ – Thorsten Schmidt/Vorsitzender der DGB Jugend erklärt warum ein Handeln notwendig ist – Internationale Antirassismuswochen vom 15. bis 28. März 2010 – Saarbrücken

Kategorie: Allgemein, Festival, Musik, Online Radio, Politik, Rechtsextremismus, Verein, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 19:08 Uhr am 4. Februar 2010

  Thortsen schmidt 2 untitled    dgb-jugend-saar Thorsten Schmidt

Die DGB-Jugend Saar unterstützt das JUZ-Saarbrücken bei der Umsetzung der “Internationalen Wochen gegen Rassismus” vom 15. bis 28. März 2010. Unsere Kampagne präsentiert diese Veranstaltung. Geplant sind Konzerte, Podiumsdiskussionen, Filmabende, Lesungen und der Comedian Serdar Somuncu hat bereits fest zugesagt. Gäste werden unter anderem Tibor Sturm und Aussteiger aus der Naziszene sein, die vor Ort mit Schülerinnen und Schülern diskutieren. Das gesamte Programm stellen wir hier demnächst auf diesem Blog vor.

Auch im Saarland trieben und treiben rechtsextreme Kameradschaften ihr Unwesen. Die Jugendlichen des JUZ Saarbrücken möchten sich mit diesen zwei Wochen gegen Rassismus, Antisemitismus, Mobbing und Homophobie engagieren.

Thorsten Schmidt/DGB erläutert, warum seine Institution das Vorhaben unterstützt: 

Warum macht die DGB-Jugend etwas gegen Nazis?

Thorsten Schmidt, Vorsitzender DGB-Jugend Saar:

„Weil niemand als Nazi geboren wird. Und weil die DGB-Jugend es sich zur Aufgabe gemacht hat, unsere Gesellschaft gerechter zu gestalten. Das tun wir in Betrieben, in Schulen, Bildungseinrichtungen, aber auch in der Öffentlichkeit. So etwas darf man auf keinen Fall nur Politikern überlassen, wie zahlreiche schmerzliche Erfahrungen zeigen. Die deutsche Geschichte ist ja ein Beispiel dafür, wie extrem sich eine Gesellschaft entwickelt, wenn niemand Gegenwehr leistet. Da braucht man gar nicht einmal in das „Dritte Reich“ zurückschauen – als in den frühen neunziger Jahren Politiker aller großen Volksparteien gegen Asylsuchende Stimmung machten, um das Grundrecht auf Asyl abzuschaffen, brannten im ganzen Land Flüchtlingsunterkünfte.

Ich kann nur sagen: Die Gewerkschaften haben aus ihrer Vergangenheit gelernt. Die DGB-Jugend lehnt Rechtsextremismus, Faschismus, Rassismus und Antisemitismus ab. Sie sind verabscheuungswürdige Formen von Gewalt, Dummheit und Intoleranz. Andererseits sind Rechtsextremismus und Rassismus keine Phänomene gewaltbereiter männlicher „Unterschichts-Jugendlicher“, wie oft behauptet wird. Mit wachsender Zukunftsangst wachsen gerade in der Mittelschicht neue alte Vorurteile heran, die unsere Gesellschaft spalten. Bei den Bundestagswahlen 2005 stimmten im Saarland rund zehn Prozent der Erstwähler für die NPD. Mit der guten Arbeit unseres NDC (Netzwerk für Demokratie und Courage) ist es gelungen, Jugendliche und junge Erwachsene darüber zu informieren, welche Ideologie sie mit so einer vermeintlichen „Protestwahl“ eigentlich unterstützen. 2009 landete die NPD nur noch bei 1,5 Prozent, und auch die Zahl der NPD-Erstwähler hatte sich halbiert. Es hat lang gedauert, bis die saarländische Landesregierung begriffen hat, warum diese Art Bildungsarbeit von Jugendlichen für Jugendliche so wertvoll ist.

Deutschland ist schon lange ein Einwanderungsland, wir brauchen auch in Zukunft Einwanderung. Nun nimmt Deutschland seine Migranten endlich zur Kenntnis – aber immer weniger Ausländer wollen hier leben. Das Saarland hat durch seine Grenzlage zu Frankreich und Luxemburg eine ganz besondere Situation. Wenn wir uns abschotten, ist bei uns wirtschaftlich und kulturell tote Hose angesagt. Mit anderen Worten: Wir tun etwas gegen Nazis, weil wir auch im Jahr 2050 Baguettes frühstücken wollen. Und zwar die guten vom französischen Bäcker in Forbach, nicht die eingeschweißten vom deutschen Dumping-Discounter!“

 


Deutschland-Fußball-Homophobie: “Kein schwuler Spieler sollte sich alleine outen” (Zitat:Corny Littmann) – mit der Unterstützung von Verbänden und Mitspielern fällt ein Outing vielleicht leichter

Kategorie: Allgemein, Fußball, Politik, Rechtsextremismus, Verein, YouTube, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 17:37 Uhr am

 Corny Littmann bei einer Lesung

Der Präsident des FC St. Pauli gab in der Hamburger Morgenpost ein Interview zum Thema Homophobie im Fußball. In seinem Interview appelliert er noch einmal mit der Forderung des DFB – Präsidenten Theo Zwanziger “das Kartell der Tabuisierer und Schweiger zu durchbrechen” (Zitat Zwanziger bei der Trauerfeier für den verstorbenen Robert Enke) an die Öffentlichkeit und die Vereine.

Die Forderungen seitens des DFB und vieler anderer, wie den Bundesliga-Trainern Jürgen Klopp und Christoph Daum, mit dem Thema Homosexualität im Fußball normal umzugehen, ist klar. Corny Littmann weiß zu berichten, dass sich viele Dinge in die richtige Richtung entwickeln, aber das sei definitiv nicht genug. Im Moment kann man wohl keinem Spieler anraten, sich allein und ohne Unterstützung anderer, in der Bundesliga als schwul zu outen. Die Angst vor der Reaktion der Fans und gar von Mitspielern (dies wäre wahrscheinlich das geringere Problem) sitzt tief. Nach einem Outing wäre ein einzelner Spieler gefährdet und einem unendlichen Druck von Beleidigungen ausgesetzt. Gerade von gegnerischen Fans ist ein solches Verhalten derzeit noch zu erwarten. Wir appellieren an die Spieler, die es betrifft. Ein Outing mehrerer Kollegen wäre hilfreich, um das was in unserer Gesellschaft ganz normal ist, auch in den Fußballstadien zu erreichen. J. M. für LGN

Das vollständige Interview finden Sie unter:

http://www.mopo.de/2010/20100204/hamburg/kultur/kein_schwuler_spieler_sollte_sich_alleine_outen.html


Deutschland – Sachsen: Alarmierende Statistik 2009 – 263 Angriffe durch Rechtsextreme – 446 Personen direkt betroffen – Gezielte Angriffe von organisierten Nazis – deutlicher Zuwachs von rechtsextremer Gewalt im Fußball Fanbereich

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Rechtsextremismus, Verein, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 16:14 Uhr am

gewalt ages (Foto:www.bundestag.de)

Wir müssen endlich wach werden!!!

Am 13. Februar 2010 treffen sich voraussichtlich 8.000 Nazis zu einem Aufmarsch in Dresden. Dresden liegt in Sachsen. Und genau aus Sachsen erreichen uns von der dortigen Opferberatungsstelle Zahlen, die nicht nur Böses erahnen lassen, sondern ein Sinnbild der aktuellen Situation sind.

Abgesehen davon, ist die Opferberatungsstelle in Dresden eine der zuverlässigsten Institutionen in Deutschland. Dergleichen gibt es für das Bundesland Niedersachsen oder Schleswig Holstein, Hamburg oder in anderen Bundesländern erst gar nicht. Hier verlässt man sich eher auf die Statistik des Verfassungsschutzes, die amtlich geführt wird und aufgrund von Ermittlungsakten von Staatsanwaltschaften und der Polizei entsteht. Der Verfassungsschutzbericht enthält in der Regel nicht alle rechtsextremen, rassistischen, antisemitischen körperlichen Angriffe auf Personen, da solcherlei Fälle nur dann registriert werden, wenn sie eindeutig von rechtsextremen Tätern begangen werden. Schwer nachweisbar, wenn diese bei Ankunft der Polizei an den Tatorten schon geflohen sind, oder diese sich nicht als rechtsextrem outen.

Die Dunkelziffer der nicht bei der Polizei angezeigten Gewalt-/Straftaten Rechtsextremer ist wesentlich höher, als wir wahrscheinlich vermuten können. Aus Angst vor ihren Tätern, die oft unmittelbar in der Nachbarschaft leben, ist für die Opfer zu groß. Sorge machen uns auch gezielte Angriffe von Nazis auf politische Gegner.

nazigewaltimages Achtung- sie sehen so nicht mehr aus!!!

Hier nun die Statistik der Opferberatungsstelle Sachsen:

Pressemitteilung vom 04. Februar 2010

263 rechtsmotivierte Angriffe 2009 in Sachsen

Opferberatungsstellen für Betroffene rechter Gewalt legen Jahresstatistik vor

Die Opferberatung für Betroffene rechts und/oder rassistisch motivierter Gewalt des RAA Sachsen e.V. erhielt im Jahr 2009 Kenntnis von 263 Angriffen, von denen 446 Personen direkt betroffen waren. Die Beratungsstellen zählen ausschließlich Gewaltdelikte, keine Propaganda- oder Beleidigungsdelikte.

Die mit Abstand größte Anzahl von Angriffen richtete sich gegen nicht-rechte Jugendliche (121). Rassismus ist zu einem Viertel als Tatmotiv anzusehen (66). In 49 Fällen richteten sich die Angriffe gezielt gegen politisch Aktive, die sich beispielsweise gegen Neonazis engagieren. Diese Angriffe wurden insbesondere von organisierten Neonazis verübt.

Besorgniserregend ist in diesem Zusammenhang die Entwicklung in den Landkreisen Nordsachen und Leipzig. Hier wurden im Jahr 2009 zunehmend geplante Angriffe im direkten Wohnumfeld der Betroffenen registriert. In der Stadt Leipzig ist eine deutliche Zunahme rechtsmotivierter Gewalttaten im Fußballfanbereich festzustellen, resultierend aus der Verbindung zwischen organisierter neonazistischer Szene und Hooliganspektrum des 1. FC LOK Leipzig. Auch hier finden die Angriffe zunehmend im privaten Umfeld statt und nehmen dabei immer enthemmtere Formen an.

Körperverletzungsdelikte sind sachsenweit mit Abstand die am häufigsten vorkommenden Straftaten (149). Dabei ist eine Zunahme an Brutalität und Aggressivität festzustellen. Vermehrt wurden die Angriffe gemeinschaftlich oder mittels gefährlicher Gegenstände verübt. Gerade von organisierten Neonazis begangene Angriffe erfolgen in großen Gruppen und weisen eine hohe Gewaltorientierung auf, die schwere Verletzungen in Kauf nimmt.

Schwerpunkt der Angriffe (im Verhältnis zur Einwohner_innenzahl) bildete 2009 der gesamte Leipziger Raum. Der Landkreis Nordsachsen (17,5) liegt dabei mit Abstand vor der Stadt Leipzig (9,7) und dem Landkreis Leipzig (9,2). Als Brennpunkte lassen sich mit 17 Angriffen Mügeln (LK Nordsachsen) und mit 7 Angriffen Limbach-Oberfrohna (LK Zwickau) ausmachen (ebenfalls im Verhältnis zur Einwohner_innenzahl). Hier werden immer wieder Jugendliche angegriffen, weil sie nicht rechts oder politisch aktiv gegen Neonazis sind. Aus Sicht der Opferberatung ist der gesellschaftliche Umgang mit diesen Betroffenengruppen höchst problematisch. Immer wieder werden sie selbst kriminalisiert und zunächst nicht als Geschädigte ernst genommen.

Dazu erklärt Grit Armonies, Projektkoordinatorin der Opferberatungsstellen des RAA Sachsen e.V.:

„Auch im Jahr 2009 wurden wieder über 400  Personen aus menschenfeindlichen Motiven angegriffen und zum Teil schwer verletzt. Mit dem muslimfeindlichen Mord an Marwa El-Sherbini am 01. Juli 2009 blickt Sachsen auf die 12. rechts motivierte Tötung seit 1990 zurück. Wenn die Zahl der Angriffe auch auf den ersten Blick leicht zurück gegangen ist, so gibt das keinerlei Anlass zur Entwarnung. Die Dunkelziffer ist nach wie vor sehr hoch – nicht zuletzt bedingt durch eine Normalisierung der Gewalt für Betroffene. In Beratungsgesprächen wird regelmäßig deutlich, dass Betroffene erhebliche Folgeschäden entwickeln – verursacht auch durch relativierende Reaktionen auf die erlebten Angriffe. Zudem weisen einige Angriffe eine hohes Maß an Brutalität auf. Ein gesamtgesellschaftliches Engagement gegen rassistische, antisemitische oder nationalistische Einstellungen, für Toleranz und Zivilcourage bleibt wichtig. Ebenso wie es notwendig bleibt, dass Initiativen und Projekte gegen Rechts weiterhin durch Bund, Länder und Kommunen gefördert werden.“

Die detaillierte Jahresstatistik der sächsischen Opferberatungsstellen finden sie zum download unter http://raa-sachsen.de/images/Statistiken/statistik_2009.pdf


Deutschland: Viva con Agua ist aus guten Gründen unser Partner – Voraussichtlich auch Präsentator der D-Jugend WM in Kiel vom 13. bis 15. Mai 2010

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Musik, Politik, Rechtsextremismus, Spenden, Verein, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 15:24 Uhr am

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Wir sind zwar nicht verheiratet, aber wir kommen beide aus Hamburg, sind auf sämtlichen Veranstaltungen und Festivals aktiv und eben seit zwei Jahren gute und verlässliche Partner. Das von Benny Adrion gegründete Trinkwasser Projekt “Viva con Agua”, hierfür gab es im letzten Jahr das Bundesverdienstkreuz durch den Bundespräsidenten Horst Köhler, ist so wie wir auch eng mit dem Hamburger Viertel und dem dazugehörigen Fußballverein “St. Pauli” verbunden.

Fußball ist für beide Institutionen ein wichtiges Thema. Voraussichtlich präsentiert Viva con Agua auch die D-Jugend Fußball WM in Kiel (siehe www.youtube.com/lautgegennazis ).

Statement von ‘Viva con Agua de Sankt Pauli, zur Zusammenarbeit mit unserer Kampagne:

“Viva con Agua“ ist “Laut gegen Nazis”, weil wir eine international tätige Trinkwasserinitiative sind, die sich für das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Hautfarben, Religionen und Lebensphilosophien einsetzt. Wir wollen in einer Welt leben, in der sich Menschen gegenseitig bereichern, gemeinsam etwas Nachhaltiges aufbauen – wie bei unseren Trinkwasserprojekten in den so genannten Entwicklungsländern, in denen wir Entwicklungszusammenarbeit im besten Wortsinn betreiben.
www.vivaconagua.org

Nazis, Faschisten: Sie wollen letztendlich nur zerstören damit ihren Hass ausleben. Deshalb unterstützt Viva con Agua die Kampagne “Laut gegen Nazis”, wo sie nur kann: auf sportlicher, auf musikalischer Ebene oder ganz direkt: Laut sein, sich einsetzen, dagegen anstehen, wenn faschistische Ideologien in der eigenen Umwelt verbalisiert oder praktiziert werden.

Wir freuen uns darauf, mit dem Team von Jörn Menge auch in Zukunft zu kooperieren: auf Musikfestivals, wo wir massenhaft junge Menschen mit unseren Botschaften erreichen können, genau so wie auf Sportevents und Infoveranstaltungen.

Es gibt noch viel zu tun, damit sowohl der Rassismus im Inneren (wir leben immer noch in einem Land, in dem es „National befreite Zonen“ gibt!) als auch nach Außen (die Gesichter des Neo-Kolonialismus sind vielfältig) zurückweicht. Ganz verschwinden werden menschenverachtende Weltanschauungen wohl nie, aber: die Hoffnung stirbt zuletzt, wie wir St. Paulianer zu sagen pflegen!”


Deutschland-Dresden: Bela B. (Die Ärzte) unterstützt die Aktion “Dresden nazifrei” – “Nazis sind uncool” aber auch sonst unterstützt der Künstler Aktionen wie z. B. die Unsere

Kategorie: Allgemein, Fußball, Linksextremismus, Musik, Politik, Rechtsextremismus, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 14:42 Uhr am

BELAB_photo_02 Bela B. (Die Ärzte)

Er engagiert sich bei “Kein Bock auf Nazis”, ruft dazu auf, den Naziaufmarsch in Dresden am 13. Februer 2010 zu blockieren und spendete im Dezember 2009 knapp 6.000,– € an den Verein “Laut gegen Nazis e.V.”. Mit dem Titel “Schrei nach Liebe” setzten “Die Ärzte” bereits Anfang der Neunziger ein Zeichen, obwohl man sich bei so manch einem Radiosender damit nicht unbedingt Freunde gemacht hatte, aufgrund des Inhalts und des Themas. Auf Tournee steht auf den Eintrittskarten schon sehr lange “Keine Nazis mitbringen”. Dass Bela es mit seinem Engagement sehr ernst meint, wird in einem nun von unserer geschätzten Kollegin Simone Rafael (www.netz-gegen-nazis.de ) deutlich. Wir können berichten (aus sicherer Quelle), dass Bela übrigens auch ein großer Fan unserer Antinazi-Eierbecher ist!

Das vollständige Interview findet sich auf:

http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/bela-b-und-sein-engagement-gegen-nazis-6221


Fußball/Football türkisch: 13. – 15. Mayis 2010 D-Gencligi (U13/U12) Dünya Futbol Sampiyonasi Kiel’de – Alle Einladungsvideos in sechs Sprachen unter www.youtube.com/lautgegennazis

Kategorie: Allgemein, Festival, Fußball, Politik, Rechtsextremismus, Verein, YouTube, www.laut.fm/gegennazis geschrieben von: Joern um 12:32 Uhr am 1. Februar 2010

Die Jugendlichen von Rot-Schwarz Kiel haben jetzt ihre persönliche Einladung zur D-Jugend WM 2010 in sechs Sprachen vollendet. Alle Videos sind über www.youtube.com/lautgegennazis abrufbar. Wir drücken von hier aus die Daumen, dass 32 Mannschaften aus Europa und der Welt den Weg in den Norden finden. Wer diese Veranstaltung unterstützen möchte, wendet sich bitte an info@lautgegennazis.de . Die schriftlichen Einladungen (ebenfalls in sechs Sprachen) veröffentlichen wir hier demnächst auf dem Blog oder können unter sapeki@gmx.de abgefragt werden.

www.youtube.com/lautgegennazis


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