Mittendrin ist eine Single der deutschen Singer-/Songwriterin „MAI“ zugunsten von Trägern und Verbänden die sich um traumatisierte Kriegskinder kümmern und diese betreuen. An der Single werden viele weitere Künstlerinnen und Künstler mitwirken.
Wir sind alle Menschen und sollten alle die gleichen Rechte haben aber die haben wir nicht.
MITTENDRIN ist ein Lied das helfen will. Es möchte aufmerksam machen ohne zu urteilen. Es möchte zum Nachdenken anregen und ein Bewusstsein schaffen. Das Bewusstsein, zu begreifen, dass wir alle in einem Boot sitzen. Wir sind alle “Mittendrin”. 
Mai: “Es kann nicht sein das wir wirklich wieder wegsehen, dass wir noch immer nicht verstehen, nicht verstehen, dass wenn wir Menschen im Meer ertrinken lassen, sich das auch auf uns, unsere Leben auswirkt, früher oder später.“
MITTENDRIN sieht die Farben am Horizont, hofft und gibt nicht auf zu spüren was möglich ist wenn wir uns bewusst werden das jeder einzelne von uns etwas tun, etwas verändern kann und Teil des großen Ganzen ist.
Mit diesem Projekt sammeln wir durch den digitalen Verkauf der Single „Mittendrin“ sowie gegebenenfalls dem Verkauf physischer Tonträger, Spenden für Kinder. Kinder die den Krieg vor dem sie geflohen sind, erlebten und schwer traumatisiert sind.
Produktion: 
(Peter Keller/Tilmann Ilse-Hamburg)

Crowdfunding für „Mittendrin“ über www.seedshirt.de Menschen die, die Hoffnung tragen und wir sind mittendrin. Seid unsere Hoffnungsträger und unterstütze damit Mittendrin – für eine bunte offene Welt:

Motiv 1: https://www.seedshirt.de/fem-hoffnung-mittendrin
Motiv 2: https://www.seedshirt.de/me-hoffnung-mittendrin
Motiv 3: https://www.seedshirt.de/ganz-hoffnung-mittendrin
Kinder:  
https://www.seedshirt.de/kids-hoffnung-mittendrin

Alle Motive sind als Hoodie & Shirts (alle Varianten) erhältlich! Die Einnahmen der Shirts & Hoodies fließen direkt in die Produktion der Single „Mittendrin“ deren Erlös für Kinder im Krieg gespendet wird. Aktueller VÖ Termin ist der 31. März 2018 zu den „Internationalen Wochen gegen Rassismus“.

Spendenportal für das Projekt: www.betterplace.org/de/projects/57747-mittendrin
Spenden über den Verein Laut gegen Nazis e. V.:
LAUT GEGEN NAZIS E.V.
Betreff „Mittendrin“
IBAN: DE 38200505501261177925
BIC: HASPDEHHXXX
HAMBURGER SPARKASSE

Listen (ein Nachruf zur Frankfurter Buchmesse)

Leonhard F. Seidl

Nazis liebten Listen, Neonazis lieben Listen und auch die »Neue Rechte« liebt Listen. Nein, dass soll jetzt keine »Nazikeule« gegen die armen, gescholtenen »Patrioten« der »Identitären« sein, von denen früher nicht wenige Neonazis waren. Und natürlich auch nicht gegen AfD-Politiker wie Höcke, die vom »1.000 jährigen Reich« faseln. Obwohl das schon einmal ein anderer vor ihm getan hat.

Es geht um eine Liste, die der extrem Rechte »Verlag Antaios« bei der Frankfurter Buchmesse herumgereicht hat. Ja, ich weiß, ich mache jetzt wieder Werbung für ihn, aber schweigen macht mitschuldig, um eine andere Wahrheit aufzugreifen. Die Liste um den Trachtenjanker Rechten-»Think thank« Schafzüchter Götz Kubitschek. »Ein Wegweiser durch unsere Szene« heißt es da. » … für das »andere Deutschland«, für das konservative, das rechtsintellektuelle, das AfD-Milieu, die kommende politische und gesellsachftliche Tendenz.« Darauf sind der algerische Schriftsteller und Islamkritiker Boualem Sansal zu finden; wen wundert‘s, sind die »Neuen Rechten« laut ihrer Aussage doch keine Rassisten aber gegen den Islam. Deutlicher wird die Gesinnung und damit die Wahl schon beim sozialdemokratischen-Salonrassisten Thilo Sarrazin. Zum Leidweisen »meines Verlags« ist darauf auch die Nautilus-Autorin Shumonha Sinha zu finden, weil sie ihrem Roman »Erschlagt die Armen« unter anderem kritisiert, wie sich die ansonsten, tendenziell patriarchal generierenden westbengalischen Männer aufgrund der Umstände erniedrigen, um einen Aufenthaltsstatus zu bekommen. Die herausgebenden Verlage tragen laut dem Flugblatt »auf beiden Schultern Wasser«, also rechtskonservativ auszulegende Literatur. Dies zeigt, wie weitschweifend die »Neue Rechte« ihre Gesinnung verortet sieht. Was der Nautilus-Verlag ein wenig anders sieht und der rechtspopulistischen Jungen Freiheit kein Interview mit ihrer Autorin zugesteht, obwohl die hetzerische Wochenzeitung das Buch in ihrem Shop oder müsste man sagen Internet-Laden, führt.

 

Die „Neue Rechte“ arbeitet zudem mit wohldurchdachten »Listen«, auch Tricks genannt. Weshalb der Umgang mit Ihnen und vor allem der Widerstand gegen sie ebenfalls durchdacht sein sollte. Sie betreiben semantische Verwirrspiele, deuten um, sprechen nicht von »Rasse«, sondern von »Identität«. Und nicht zuletzt versuchen sie salonfähig zu werden und extrem rechte Theorien hoffähig zu machen, was ihnen tragischerweise bereits gelungen ist. Wie die Wahlergebnisse und die im CSU-Programm zu findende Aussage »Der Islam gehört nicht zu Deutschland« bestätigen. Obwohl dies gegen das grundgesetzlich verbriefte Recht auf Religionsfreiheit verstößt

Die Schriftstellerin Zoe Beck ist Mitinitiatorin der »Verlage gegen Rechts«-Initiative. Auf der Messe sah sie einen Button am Revers eines Identitären. Worauf sie bei Facebook postete: »weniger freut mich, dass einer von der neuen rechten auch einen trug. aber das ist ein anderes thema.« Und eben das ist das große Thema. Die »Neue Rechte« betreibt ein Mimikry-Spiel. Sie verbergen ihre tatsächlichen Absichten, sprechen Konzepte bewusst selektiv an. Da muss dem Großkapital schon mal verboten werden, um des Profits willen ganze Völkerscharen in Europa zu verschieben. Und natürlich sind sie angeblich gegen jeden Extremismus. Genau wie die AfD.

Diese Maske gilt es argumentativ herunterzureißen. Einerseits. Andererseits sollte man gegen sie aktiven Widerstand leisten. Jedes Hamburger Gitter um eine AfD-Kundgebung schreckt Zuhörer*innen ab und symbolisiert, um wen es sich hinter den Gittern handelt. Veranstaltungsorte zu blockieren ebenso. Nicht zuletzt wird »Ziviler  Ungehorsam« aufgrund der Erfahrungen der Shoa als Teil einer demokratischen Kultur begriffen. Oder sollte es zumindest. Und zwar nicht nur von den »bösen Linken«, die mal wieder die Buhmänner der konservativen Kartoffelnation sind, weil sie lautstark gegen den Auftritt des völkischen Nationalisten Höcke demonstriert und ihm dadurch angeblich mehr Aufmerksamkeit geschenkt haben. Das tun schon Teile der Medien, wenn sie seine Parteikolleg*innen durch die Talk-Shows reichen und »Flüchtlinge« zum Verkaufsschlager designen.

 

Das Problem sind keineswegs engagierte Linke, die zivilen Ungehorsam leisten und Identitären, der AfD und Neonazis ihre Auftritte bei der Buchmesse oder andernorts versauen. Das Problem sind Konsumdemokrat*innen, die lediglich alle vier oder zwei Jahre wählen gehen und dann auf Facebook dazu auffordern es ihnen gleichzutun, weil man sonst »Die Rechten« wählen würde. Die auf der anderen Seite aber jeden lautstarken Protest als undemokratisch kritisieren. Tatsächlich gibt es »kein Recht auf Nazipropaganda« und genauso wenig gibt es »kein Recht auf weichgespülte völkisch nationalistische Propanda«. Um aufzuzeigen, warum dem so ist, sollte man eine Liste mit Orten anlegen, an denen die »Neue Rechte« UND die »Alte Rechte« vulgo Neonazis, Gewalt und Angst verbreiten. Zu diesen Orten zählt seit diesem Jahr leider auch die Frankfurter Buchmesse.

Liebe statt Hass!

Nie wieder solche Bilder! Die AFD sitzt im Bundestag. Nazis wie der Höcke werden von dieser Partei umgarnt.Menschen fallen wieder auf die Rhetorik und die Gestik von damals herein. Wir wollen mit der „Liebe“ zum Leben ein Gegenpol bieten. Wie lebendig unsere Demokratie sein kann, haben wir bei unserem Projekt „Love Speech Therapy“ gelernt. Nun starten wir durch. Der 27. Januar 2018 ist der Tag, an dem wir mit den besten Statements der Userinnen und User die an dem Projekt teilgenommen haben, auf die Straße gehen wollen

Gedenken statt Bundestag (Start der „Love Speech Therapy“)

Wir wollten die besten Statements aus über 700 Einsendungen von Userinnen und Usern eigentlich vor der Bundestagswahl 2017 umsetzen. Leider fehlten uns die finanziellen Mittel und Plakatierungsflächen zu erhalten war fast schier unmöglich. Die AFD zog in das Parlament und es ist unsere Pflicht als Institution ein anderes Bild zu vermitteln.

Wir baten die Userinnen und User im März 2017, uns ihr Statement und Foto zu senden. Nach dem bescheidenen Sommer, der uns nicht die Möglichkeit bot eine Plakataktion zur Bundestagswahl umzusetzen, haben wir nun ein neues Konzept für dieses wunderbare Projekt erarbeitet. Am 27. Januar 2017 kehrt der Gedenktag wieder, der uns allen Auftrieb geben sollte, rechte Phrasen im Bundestag hinzunehmen. Der „Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz“ ist nicht nur ein internationales Symbol, sondern sollte gerade uns Deutsche zum Nachdenken zwingen. Wie kann es sein, dass nach 68 Jahren Nazis in den Bundestag einziehen. Das ist beschämend und für die Opfer rechter Gewalt und der Naziherrschaft eine Ohrfeige ins Gesicht. Wir wollen mit den wunderbaren Menschen die uns ihre Statements gesendet haben, zum 27. Januar 2018 deutlich machen, dass wir eine bunte Welt wollen, in der wir leben. Die aktuelle Situation zeigt aber auch, wie schwierig dies in der Gegenwart umzusetzen ist. Unfassbare Entwicklungen weltweit. Rechte Tendenzen in Europa und Übersee.

Wir wollen mit der „Love Speech Therapy“ und Euch gegen halten. Neue Einreichungen nehmen an der Plakataktion nicht mehr teil, allerdings werden wir diese veröffentlichen,sofern Einsendungen stattfinden.

Am Montag, den 16.10.2017 werden wir mit den Schülerinnen und Schülern der Gesamtschule IGS Landau/Pfalz das neue Konzept auf den Weg bringen. Wir wollen die Jugendlichen dazu ermuntern, federführend die „Love Speech Therapy“mit uns und allen Partnern umzusetzen.

Weitere Informationen folgen in den nächsten Tagen.

„Love Speech Therapy“ auf Facebook: www.facebook.com/LoveSpeechTherapy/