Die Initiativen aus Freital und Sachsen setzten am 02. Mai 2016 ein großes Zeichen – an diesem Tage hatten Nazis und Wutbürger keine Chance

13466103_10150963519169945_6569003873690442735_nFoto: „Banda Communale“

Wer bei dieser Headline glaubt wir sind auf Irrwegen, der täuscht gewaltig. Der 02. Mai 2016 hat in Freital/Sachsen ein Riesenzeichen gesetzt. Da sind wir eigentlich mit der „Counter Speech Tournee“ selbst eine Randerscheinung. Naja vielleicht nicht ganz. Als wir die Stadt in Form ihres Oberbürgermeisters Wochen vor der Veranstaltung für eine Unterstützung anfragten, bekamen wir die nicht fundierte Ablehnung unseres Ersuchens. “

„Die Stadtverwaltung hatte der Aktion vor Kurzem noch die Unterstützung verweigert, weil die Veranstaltung nach Ansicht der Stadt „nicht nur zu einer Aufheizung der öffentlichen Debatte führen, sondern das leider überregional bei manchen eingebürgerte Klischee, gerade in Freital gäbe es eine nennenswerte (Neo)Nazi-Szene, bestätigen würde“, schrieb Helmut Weichlein, der juristische Referent von Oberbürgermeister Uwe Rumberg (CDU) an den Verein. Das hatte Kritik ausgelöst. Um das Konzert kümmert sich nun die Freitaler „Organisation für Weltoffenheit und Toleranz. (SZ/07.04.2016)

bild-9682-resimage_v-variantsmall16x9_w-640Foto: Smudo und Mal Élévé von Irié Révoltés vor Veranstaltungsbeginn am 02. Mai 2016/Freital (mdr)

Sprich, erst nach langem Ringen, durften wir mit dieser Veranstaltung auf den „Platz des Friedens“. Dank der Initiativen vor Ort und des medialen Drucks lenkte die Stadt zweieinhalb Wochen vor unserem eigentlichen Tourstart ein. Wir wären trotz Absage gefahren, da wir mit einem Betreiber eines Privatgrundstückes bereits verhandelten, der wohl doch noch auf seinen Oberbürgermeister einwirkte. Direkt bei einem Begehungstermin in Freital wurden wir spontan in das Rathaus geladen. Dort offerierte uns der Oberbürgermeister selbst innerhalb von 10 Minuten, dass der „Zirkus“ der eigentlich für den 02. Mai 2016 auf dem Platz geplant war, nun doch an diesem Tage nicht dort stattfindet. So kam es dann doch dazu, dass wir die Veranstaltung auf dem geplanten „Platz des Friedens“ mit sportlicher kurzfristiger Organisation umsetzten.

hitlergruss-freital-100-resimage_v-variantbig1xn_w-1280Foto: Begrüßung mit dem Hitlergruß- Ein paar der Freitaler Nazis hätten unsere Veranstaltung sicherlich gerne gestört

Dieser Tourstopp war wohl das wichtigste Zeichen, welches wir mit und für die Initiativen in Freital und Sachsen setzen konnten. Die Menschen die sich jeden Tag gegen die Präsenz von Nazis in diesem Ort und Bundesland engagieren präsentierten sich auf dem Gelände. Das Medieninteresse war so groß, dass wir in der 20:00 Uhr / Tagesschau in den ARD-Tagesthemen, sämtlichen Formaten  der ARD (Morgenmagazin/Brisant), bei ZDF Heute/Plus und vielen renommierten Medien landeten. Wir stachen mitten in ein Wespennest, jedoch mit weniger Naziwespen als erwartet. Diese hatten sich zwar in unmittelbarer Nähe und in dem Ort versammelt (man sprach von ca. 100 Personen), jedoch gab es keine Chance uns ihren Hass zu zeigen. Die Polizei hatte das Gelände mit sehr viel Personal abgesichert. Man könnte auch sagen, hermetisch abgeriegelt, damit keiner der Rechtsextremisten auf das Gelände kam. Ca. 1.000 Menschen besuchten unsere Veranstaltung. Die Stimmung war ausgelassen. Wir hatten das Gefühl, endlich kamen die Menschen zu Wort, die sich seit Jahren gegen die dort ansässigen Rechten engagieren. Mit dabei waren auch Dresdener Zusammenschlüsse wie „Dresden nazifrei„. Ein Bündnis welches seit 2009 existiert und sich gegen die großen Aufmärsche von Nazis und immerwieder gegen PEGIDA quer stellt.

Foto: Smudo und Mal Élévé (Irie Révoltés) im Rahmen der "Counter Speech Tournee 2016" in Freital (02. Mai 2016) - Bildquelle: www.radiodresden.de/uploads/pics/Smudo2.jpg

Foto: Smudo und Mal Élévé (Irie Révoltés) im Rahmen der „Counter Speech Tournee 2016“ in Freital (02. Mai 2016) – Bildquelle: www.radiodresden.de/uploads/pics/Smudo2.jpg

Die Show wurde eher zur Nebensache. Das Gefühl war wichtig. Das Gefühl endlich nachhaltig gemeinsam mit den Künstlern und dem Publikum ein Zeichen gegen den Hass zu setzen. In einer Stadt in der der rechte Mob zu Beginn des letzten Jahres seinen Hass vor der dortigen Flüchtlingsunterkunft auslebte. In einer Stadt in der sich eine rechte Terrorzelle namens „Gruppe Freital“ formiert hatte und zum Glück aufflog.

Wir bedanken uns noch einmal bei „Leslie Clio„, der syrischen Band „Khebez Dawle“ , der Dresdener „Banda Communale“ und bei den beiden Headlinern „Smudo“ (Die Fantastischen Vier) und „Mal Élévé“ (Irié Révoltés) die anschließend mit dem nach Konzertende verbliebenen Publikum gemeinsam eine Polonäse hinlegten.

Unser größter Dank gilt allerdings den vielen Menschen vor Ort, die sich gegen rechte Tendenzen, Rassismus, Antisemitismus und Menschenverachtung wehren. Ihr seid diejenigen die am meisten bewegen und sich etwaiger Gefahren aussetzen. Wir hoffen, dass wir mit dieser Veranstaltung Nachhaltigkeit produzierten. Wenn wir können, kommen wir sehr gerne wieder nach Freital.

Einen sehr bitteren Nachgeschmack hatte dieser Tag jedoch. Die syrische Band „Khebez Dawle“ musste nach Freital die weitere Tour absagen. Eines der Bandmitglieder bekam einen Abschiebungsbescheid. Die bittere Realität in Deutschland. Er hatte schon fest ein Studienplatz und lebte in Berlin. Wir wissen leider nicht, was daraus geworden ist. Alle Beteiligten waren geschockt über diese Nachricht.

Erfolgreicher Rechtspopulismus entsteht durch Sprache und Gestik

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Foto: zeitklicks.de

Wir neigen im Moment dazu das „Social Media“ als Hauptgrund für den Rechtsruck in der Gesellschaft zu sehen und zu erkennen. Eigentlich ist es jedoch eine alte Geschichte. Wer Hass schüren will betreibt Polemik und verwendet eine Rhetorik, die den Nazis von damals gleich kommt. Als Symbol hierfür steht Joseph Goebbels der es mit seiner perfiden Nutzung von Medien und einer starken geschickt eingesetzten Körpersprache geschafft hatte, Menschen aufzuwiegeln und den Hass salonfähig zu machen. Leider so überzeugend, dass 12 Jahre Diktatur folgten, bei der Krieg und Massenmord die Folge waren. Erfolge der hasserfüllten Rassisten und Nationalisten entstehen durch den gezielten Einsatz der Sprache und der Gestik. Goebbels wurde zum Vorbild vieler Demagogen. So rutschte selbst einem der der bekanntesten Werber in Deutschland vor einigen Jahren einmal heraus, Goebbels könnte ein Vorbild für eine erfolgreiche Werbung sein, da dieser die Leute mit riss und ihnen ein gutes Gefühl der eigenen Sicherheit gab?
Der Propagandaminister der Nazis hatte es damals geschafft die Mehrheit in Deutschland hinter sich zu bringen. Mit dem Schüren von Hass und der gleichzeitigen Beruhigung, dass die Nazis dies alles in den Griff bekommen und viel besser machen würden. Während des Krieges forderte er von den Deutschen den „Totalen Krieg“. Jubel und Begeisterung trotz zerstörter Städte und des großen Leids des Krieges in der Bevölkerung, waren zu hören und zu sehen. Noch während des so genannten „Unterganges“ waren Menschen von einem bzw. Hitlers „Endsieg“ überzeugt.

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Foto: Einer der größten Nachahmer von Goebbels ist Björn Höcke/ www.web.de

Die Nachahmer von Goebbels tummeln sich geradezu in rechtsextremistischen, rechtspopulistischen europäischen Parteien. Sie wirken eher lächerlich , sind aber brandgefährlich. Diese neuen Hetzer zählen sich zu einer Elite und zur intellektuellen Szene. Sie nehmen mit einem anderen Erscheinungsbild ihre Wirkung auf, nicht in Uniform, im Anzug und Kostümchen.  Sie wollen „Wutbürger“ beruhigen die sie vorher genügend angestachelt haben. Blickt man in Parteiprogramme wie dem der AFD, stellt man eine Leere fest. Angelehnt an altes Nazigedankengut.  Sie kommen als Retter vor dem Untergang des Abendlandes her und reißen ihre Mitläufer mit. Diese scheinen sich für wahre Inhalte nicht besonders zu interessieren. Sie hören die Phrasen und das gefährliche Anheizen der Goebbels Kopien. Allzu oft werden diese rassistischen, antisemitischen Wortführer von dem Establishment und gebildeten Menschen nicht ernst genommen. Genau dies ist aber auch ein Problem. Wer hätte Trump vor einigen Monaten schon ernst genommen? Erst in der Wahlnacht kam der Schock, der eigentlich vorauszusehen war. Trump reihen wir bei den Rechtspopulisten ein und obwohl dieser rhetorisch nicht gerade glänzte, sondern mit Wut, Hetze und schwachen Plattitüden werkelte, wird dieser Mann im Januar der Präsident des mächtigsten Landes der Welt.  Ja, wir haben zu Beginn des Wahlkampfs auch über ihn gelacht, bis uns schließlich jenes im Halse stecken blieb.

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Foto: Donald Trump auch mit klaren Vorbildern / www.web.de

Die Sehnsucht nach starker Führung und einem neuen sorgenfreien Leben vieler Menschen, wird von den rechten Demagogen auf dieser Welt genutzt. Sie schüren Ängste die in Wirklichkeit nicht mal vorhanden sind. Sie spielen geschickt damit, den Menschen zu erzählen, dass sie in einer Demokratie keine Chance haben. Sie sind die Lösung für den Frust und suchen Schuldige. Diese Schuldigen sind die Menschen die alles verloren haben und Schutz suchen. In Amerika, in Europa, in Deutschland-eigentlich überall. Wir gehen weiter,diese rechten Demagogen sind die hässlichen Fratzen und die Verkörperung eines alten Geistes der immer stärker wird. Sie sind machtgeil und haltlos. Sie gehen über Leichen und suchen sich Opfergruppen auf die sie dann die Meute hetzen. All das haben wir in Deutschland schon einmal gehabt und irgendwie haben wir nicht draus gelernt. Wir lassen diesen alten Geist wieder wachsen. Fast ungeniert. Mit der Entschuldigung, dass die heutige Generation für die alte Nazi-Generation ja nichts kann.

Kurse für Körpersprache und Rhetorik werden viele Politikerinnen und Politiker sicherlich in Anspruch nehmen. Kein Zweifel, dass viele Gesten während einer Rede eingeübt sind. Dies sicherlich auch parteiübergreifend. Letztendlich ist das Wichtige jedoch, was man vermitteln will. Diktatoren der Geschichte und ihre Handlanger haben bewiesen wie Menschen beeinflussbar sind. Zu einer betonten Körpersprache kommen die Gestik und der Ton. Goebbels ist für uns das beste Beispiel. Eigentlich ein kleiner Mann, der bei seinen Reden groß wurde oder sich so darstellte. Sein Führer übte seine Reden vor dem Spiegel. Beide verfehlten die Wirkung nicht. Meist werden Menschen durch Rechtspopulisten heutzutage erst einmal aufgewiegelt. Die Ängste und dafür scheinbare Lösungen zu erfinden, ist die Strategie die meist erfolgreich ankommt.

Hierzu nutzen diejenigen die Hass schüren Enttäuschungen der Bürgerinnen und Bürger, die Wut gegen die existierende politische Landschaft, die Angst vor dem Fremden und nicht zu vergessen die Erklärung, man gehöre zu einer besonderen Gattung Mensch, denen andere alles entreissen wollen. Gerade hier in Deutschland war die so genannte „Flüchtlingskrise“ zu Beginn des Jahres die Argumentationslinie für rechte Polemiker und Rassisten, die mit ihrer Angstmacherei große Teile der besorgten Bürgerinnen und Bürger erreichte.  Ein Nährboden, den wir heute überall zu spüren bekommen. Im Internet leben sich diejenigen die sich von all der rechtspopulistischen Polemik hinreißen liessen derzeit richtig aus. Kein Phänomen. Hasskommentare entstehen nicht nur durch Social Media, sondern durch Menschen,die diesen Hass im realen Leben transportieren und in unseren Medien immer mehr Beachtung finden. Hierzu braucht es geschulte Hassprediger die gekonnt Sprache und Gestik einsetzen, um mitzureißen.

Ob die Lösungen die die AFD beispielsweise oder andere europäische Parteien in irgendeiner Form Relevanz haben, ist schier unwichtig. Einmal auf die Phrasen der Rechten aufgesprungen, ist das Gedankengut meist in den Köpfen verpflanzt. Nur so ist zu erklären, warum PEGIDA, die AFD und auch damals die NPD so große Aufmärsche und Veranstaltungen in Deutschland hinbekommen haben. Unsere Aufgabe sollte darin bestehen die symbolische Maske der rechtspopulistischen angeblichen Volksversteher mit Argumenten und beherzter Aufklärung herunter zu reißen und den Menschen zu zeigen, wem sie Glauben schenken.

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Foto: Nazis provozierten Straßenkämpfe in der Weimaer Republik.Durch eine immer größer werdende Präsenz, erlangten sie immer mehr Macht- heutzutage tummeln sie sich zuhauf im Internet.

Wir steuern gerade auf eine Zeit zu, die nichts Gutes bedeuten kann, wenn wir offene Menschenverachtung, Ausgrenzung, Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus wieder zulassen. Die Entwicklung in der Weimaer Republik muss uns doch allen zu denken geben. Hitler wurde, als er empor kroch zunächst von Demokraten belächelt. Als Spinner und Fantast. Als man ihn letztendlich ernst nehmen musste, war er schon längst an der Macht. Mitläufer und die damaligen „Wutbürger“ rannten mit.

Fazit: Wir sind gefordert endlich gegen diese Entwicklungen zu agieren. Die rechtspopulistische AFD, deren Vorsitzende Petry das Wort „völkisch“ positiv besetzen möchte und im Hofbräuhaus (einer von Hitlers ersten Wirkungsstätte) sich feiern ließ, genau diese AFD wird wohl nach allen derzeitigen Prognosen 2017 in den Bundestag einziehen. Sie sitzt zudem bereits in neun Landtagen als Opposition. Das ist nicht mehr witzig, nicht zu belächeln und sollte uns den nötigen Ernst verschaffen, aufzustehen.

JM für LGN

Die „Counter Speech Tournee 2016“ vom 27. April bis zum 04. Mai war nicht nur medial ein großer Erfolg. Sie stärkte vielen Menschen den Rücken und weckte Emotionen!  

13177292_10150946913239945_7415707752805624877_nEin Team aus drei Leuten plante bereits im Oktober 2015 eine Tournee zu den Flüchtlingsunterkünften und Initiativen die sich täglich gegen rechtes Gedankengut engagieren. Wir wollten zu denjenigen die während der so genannten Flüchtlingskrise und der Zeit in der Bundeskanzlerin Merkel „Wir schaffen das““ ausrief, sich ehrenamtlich weit über die Maße eines normalen Engagements aufrieben. Die Menschen die den zu uns kommenden Schutzbedürftigen aus Kriegsgebieten eine seelische, moralische und auch materielle Stütze geben. Die Menschen die ihre Zeit gaben und geben, damit Menschlichkeit in diesem Lande nicht nur ein Traum bleibt.

Die Tournee: +++ 27.04. Passau +++ 28.04. Köln +++ 29.04. Münster  +++ 02.05. Freital +++ 03.05. Wismar +++ 04.05. Flensburg +++

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Foto: Pressekonferenz zur „Counter Speech Tournee 2016/Hamburg-Januar

Die Namensgebung der Tournee entstand durch das massive Problem der „Hassreden“ im „Social Media“, insbesondere Facebook stand damals im Fokus der Öffentlichkeit und der Justiz in Deutschland. Einberufene Task Forces des Justizministeriums motivierten Facebook, YouTube, Twitter und Co. letztendlich zu größeren Handlungen. Unsere Tournee sollte die Gegenargumentation zum Hass auf die Straße bringen. Eben das Prinzip „Counter Speech“, welches von Facebook als adäquates Mittel gegen Hasskommentare forciert wird. Nach Absprache mit Facebook Deutschland entstand so der Name. Das Unternehmen trat als Sponsor auf. Die Kosten für die Tournee verwalteten wir eigenständig und bekommen diese noch heute zu spüren. Ca. 70 % der Gesamtkosten wurden von Facebook übernommen. Trotz weiterer Sponsoren müssen wir  heute immer noch ein Defizit feststellen. Dank der Janosch AG , Warner Music und vielen weiteren Unterstützern sind wir nun bis zum Winter gekommen und bauen neue Projekte und Konzepte auf. Derzeit befinden wir uns mit „Die Fantastischen Vier“, unseren jahrelangen Unterstützern auf bundesweiter Tournee, um neue Budgets zu erwirtschaften.

Unsere beiden Headliner für die Tournee: „Leslie Clio“ und „Khebez Dawle“

Die Stimmung kippte vor dem Tourstart

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Foto: Grenzzaun – Ostgrenze Europa www.migazin.de

Als wir am 27.04.2016 in unserer ersten Tourneestadt Passau ankamen, wurde uns klar, dass wir schon ein kleines bisschen zu spät dran waren. Seit Wochen gelangten keine syrischen Schutzbedürfigen mehr in die bayrische Stadt. Die Unterkünfte waren schon leer. Die Menschen die dort im Herbst über Österreich nach Deutschland kamen, waren schon im Bundesgebiet verteilt worden. Wir arbeiteten mit der wunderbaren Initiative „Passau verbindet“ zusammen, die sich auf der Open Air Veranstaltung bei 5 Grad und Schneeregen wacker präsentierten und uns logistisch stark unterstützten. Diese berichtete von dem Herbst 2015. Von der Nacht in der 8.500 Menschen nach Grenzöffnung in die Stadt strömten. Sie berichteten uns von dem wunderbaren Engagement der meisten Passauer die alles darum gaben den Menschen ein Dach über dem Kopf zu geben.

„Passau verbindet“ hatte unsere gemeinsame Veranstaltung trotz der vorhergegangenen Unterstützungsabsage des Passauer Bürgermeisters an uns mit getragen. Auf  der gesamten Tournee trafen wir anschließend in allen Städten auf so viele tolle Menschen, die Schutzbedürftige unterstützen und ihnen ein Leben lebenswerter machten. Ohne große Politik, ohne staatliche Mittel. Unser Anliegen diese Menschen moralisch mit der „Counter Speech Tournee“ zu unterstützen, war allerorts gelungen.

Unvergessene Momente in Wismar und Münster

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Foto: Wismar 03.Mai 2016 – Gedenkminute für Aleppo

In Münster kehrten wir am 29. April 2016 in der größten Flüchtlingsunterkunft der Region ein. Dank des ASB werden und wurden die Menschen dort wunderbar betreut. Unser Konzert war ein Rahmenprogramm für all die Hilfe die den syrischen Schutzbedürftigen hier zuteil kamen und kommen. Der Moment, als die syrische Band „Khebez Dawle“ die Bühne betrat, bleibt für uns unvergesslich. Ein Stück Heimat derer die vor dem Tode und Krieg flohen stand nun dort und gab ein Konzert. Wir sahen glückliche Gesichter und viele Tränen im Publikum. Dies waren die Momente, die uns für unsere Tour bestärkten. Diese Tournee haben wir für die Menschen und nicht für die Sponsoren veranstaltet. Auch die mitreisende „Leslie Clio“ schien gerührt. Enno Bunger, der nur in Münster zugegen war, war gerührt und beeindruckt, welch Freude und Glücksgefühl Musik schaffen kann. Eines dieser unvergessenen Tage in einer Zeit, in der die Stimmung der Willkommenskultur in Deutschland durch Rechtspopulisten sich gerade stark veränderte. Eine Zeit in der Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte wieder bereits zahlreich stattfanden. Eine Zeit in der Europas Grenzen wieder geschlossen wurden.

14291635_10151014661484945_8578995659479980474_nFoto: Gedenkminute für Aleppo am 03.Mai 2016 in Wismar

Dieser Moment in Wismar ist und bleibt unvergesslich. Menschen deren Familienangehörige damals noch in Aleppo lebten, also mitten im Krieg, gedachten auf unserer Veranstaltung ihren Lieben in dieser von Bomben und Krieg zerstörten Stadt. Die Halle war still. Alle Anwesenden dürften Gänsehaut gehabt haben. Dies war merklich. Auf einmal war dieser unnötige bittere Krieg und diese Stadt auf unserer Tournee angekommen. Ein Moment den wir nie vergessen werden. Ein Moment, den wir allen Wutbürgern und rechten Denkern gerne ins Hirn gebrannt hätten. Keine Show. Nein. Hier haben wir die Gefühle dieser Menschen hautnahe erlebt. Männer, Frauen, Kinder und viele der Beteiligten brachen in Tränen aus. Ein Symbol für die Unsinnigkeit von Kriegen. Ein Symbol für die Menschen die alles verloren haben und um ihre in Aleppo hinterlassenen Familien bangten und und an sie gedachten. J. M. für LGN

Was wir in Freital bewegen konnten, berichten wir im 4. Teil unseres Jahresrückblicks. Von einem Bürgermeister und vielen wunderbaren sächsischen Initiativen, die sich den Nazis in ihrem Ort entgegenstellen.

 

 

Laut gegen Nazis e.V. wurde 2004 im Herzen St. Paulis gegründet und stellt sich dem weiter wachsenden Rechtsextremismus aktiv entgegen. Wir unterstützen Initiativen und Bündnisse gegen Rechts bei der Öffentlichkeitsarbeit, bilden Netzwerke und bieten kontinuierliche Beratung und Begleitung bei Veranstaltungen vor Ort. Vom Infostand auf Dorffesten bis hin zur Gegendemonstration beim Naziaufmarsch in der Großstadt. Highlights sind die Konzerte bekannter Künstler und Bands, mit denen wir Initiativen gegen Rechts direkt vor Ort unterstützen – manchmal mitten in Nazi-Hochburgen. Wie beispielsweise bei der Counter Speech Tour 2017. Wir nutzen die Popularität unserer Partner aus Musik, Sport, Schauspiel und Gesellschaft, um die Menschen für das Thema zu sensibilisieren und eine bessere Verhandlungsgrundlage mit der Politik zu schaffen. So können wir zur Meinungsbildung beitragen und zivilgesellschaftlichen Widerstand stärken – für demokratische Grundwerte und Freiheit!

Foto: Pressekonferenz im Januar 2016 in der Superbude Hamburg -

Foto: Pressekonferenz im Januar 2016 in der Superbude Hamburg –

 

„Counter Speech Tournee 2016“ – emotional von Beginn an – der Anfang wurde mit einer Pressekonferenz in Hamburg gemacht

Auf Druck des Justizministeriums bewegte sich im Herbst 2015 einiges zum Thema „Hassreden“. Das Unternehmen Facebook setzte damals auf das Konzept des „Counter Speech“. Die Idee der Argumentation gegen den Hass im Netz. Aufgefordert sind Userinnen und User sich dem Hass im Social Media in den Kommentarleisten vor Allem bei Facebook entgegenzustellen, um die die Hass und Menschenverachtung im Netz verbreiten, auszuhebeln. Klingt einleuchtend und nach einer Maßnahme die vielversprechend sein könnte. Nur, die Userinnen und User müssen hier aktiv werden und die die „Hassbotschaften“ verbreiten müssten von den Gegenargumenten gestoppt werden. Damals fanden wir die Idee klasse und hatten die Idee, genau jenes Konzept auf die Straße zu bringen. Wir planten die emotionalste Tournee die wir seit zwölf Jahren veranstalten sollten. Im Jahresrückblick – Teil 3, werden wir auf jene Tage im April/Mai 2016 zurückschauen.

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Hier möchten wir zunächst auf unsere Pressekonferenz zu Beginn des Jahres 2016 in der Superbude -Hamburg zurückschauen. Diese hatte es in sich. Wir stellten zum Einen unseren neuen Spot zu den „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ gemeinsam mit „Kolle Rebbe“ und der Bundesliga Stiftung unspektakulär vor, nachdem wir mit Eva-Maria Kirschsieper (Facebook Deutschland), Smudo (Die Fantastischen Vier) und dem Sänger der syrischen Band „Khebez Dawle“ Anas Maghrebi die „Counter Speech Tournee“ umfangreich erklärten. Niemand ahnte zu diesem Zeitpunkt, dass die übliche Fragerunde nach dem Podium schnell ein ganz anderes Thema in den Mittelpunkt schob. Die Redaktion von Panorama, Deutschlandfunk und ZAPP (NDR) waren vor Ort. Zu diesem Zeitpunkt gab es keine offiziellen Informationen darüber, wie viele Mitarbeiterin und Mitarbeiter zur Löschung von Hasskommentaren und menschenverachtenden Profilen von Facebook eingesetzt werden. Erst heute konnten wir in einem Artikel von „meedia“ genauere Daten entnehmen: „Die Süddeutsche Zeitung hat mit einem Insider-Report über die Zentrale des Facebook-Aufräumdienstes in Berlin einen Scoop gelandet. Doch was die 600 Arvato-Bediensteten beim Sichten von Hasskommentaren und Horrorvideos täglich durchleben, ist nicht neu. Schon vor zwei Jahren berichteten US-Medien detailliert aus dem Innenleben der Dienstleister im Auftrag des weltgrößten Sozialen Netzwerks.“

Auf unserer Pressekonferenz lenkte dieses Thema von unserem eigentlichen Ansinnen ab. Der NDR-Redakteur nahm Facebook über sechs Minuten lang in ein Kreuzverhör. Dies hatte zur Folge, dass einige im Auditorium hungrig nach Informationen wurden. Damals hatte Facebook noch keine offiziellen Angaben zu Maßnahmen betreffend der Löschung von Hassreden und menschenverachtenden  Inhalten gemacht. So kam es letztendlich zum Eklat, der eine Woche später nach einer Ausstrahlung des NDR Magazins „ZAPP“ durch sämtliche Medien geisterte. Smudo hatte eine spontane Reaktion gezeigt und kommentierte in Richtung Eva-Maria Kirschsieper, nachdem bei diesem Kreuzverhör auf der PK alle etwas ratlos waren und der verbale Austausch zwischen Redakteur und Facebook kein Ende nahm.

Hieraus resultierten unangenehme Headlines wie: „Smudo treibt Facebook in die Enge“ (laut.de) , „Hasskommentar-Debatte: Smudo bringt Facebook-Sprecherin zum Stottern“ (sueddeutsche.de) und vieles mehr konnten wir lesen. Journalistisch korrekt veröffentlichte der NDR die Headline: „Facebook: Freundlich aber verschlossen“

Die Pressekonferenz stand sehr schnell in einem anderen Licht. Das grundsätzliche Problem der Unternehmensverantwortung von Facebook wurde wochenlang zum Thema. Smudo stellte sehr schnell klar, dass seine Bemerkung kein persönlicher Angriff war, jedoch auch er sich natürlich dafür interessiert wie Facebook nun mit dem Thema umgeht. Die Wogen waren zumindest hier schnell erst einmal geglättet. Facebook Deutschland sponserte die Tournee die nach ihrem Prinzip „Counter Speech“ benannt wurde, nicht voll und ganz.

Die „Counter Speech Tournee 2016“ startete am 27. April 2016 in Passau. Hierzu morgen mehr.

NDR/ZAPP TV-Beitrag: www.ndr.de/nachrichten/netzwelt/facebook,facebook1504.html

Die Fragerunde nach dem Podium: www.youtube.com/watch

 

 

 

 

 

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Dumpfbacken, oder werden die Nazis tatsächlich intelligenter?

Zu den „Internationalen Wochen gegen Rassismus 2016“ produzierten wir mit Unterstützung der Hamburger Werbeagentur „Kolle Rebbe“ und der Filmproduktion „Element E“ das offizielle Video zur Aktion. Ebenfalls unterstützte uns die Bundesliga Stiftung und das

Unternehmen www.wg-gesucht.de . Smudo präsentierte das von einem amerikanischen Comic resultierende Werk. „Brains“ schreit der Zombie der in einer Fußgängerunterführung auf einen Nazis trifft. Angeekelt wendet sich der Zombie von dem möglichen Opfer ab, denn Zombies wollen „Hirn“.

Selbstverständlich finden wir dieses Video hervorragend. Natürlich gehen wir davon aus, dass Rechtspopulisten, Nazis und Menschenverächter kein Hirn haben können, bzw. hirnlos sind. Ist das jedoch wirklich so? Sind diese Leute einfach nur dumm? Leider müssen wir einen Trend hinnehmen, der wohl ein trauriges Gegenteil vermuten lässt. Rassisten wie Donald Trump, die AFD, Hofer in Österreich (FPÖ) und Le Pen in Frankreich scheinen den Nerv der Unzufriedenen zu treffen. Ein Nerv der Ängste und Vorurteile schürt. Das Wort des Jahres „postfaktisch“ trifft es. Die Vereinnahmung von Bürgerinnen und Bürgern deren Emotionen fehlgeleitet und geweckt werden. Eine fatale Situation.

Die neue rechte Szene scheint anders als noch vor Jahren, mit klugen Strategen zu agieren. Keine Jürgen Riegers oder Pastörs (beide NPD) mehr, die offen ihr Gedankengut dumpf zur Schau stellten und den Holocaust leugneten. Deren Jünger waren meist fehlgeleitete Dumpfbacken die ihrer Gewalt hirnlos frönten und mit tausenden Kameraden durch Dresden oder Wunsiedel marschierten. Viele Mitläufer und „Hau drauf-Nazis“ . Große Aufmärsche finden heute nur noch unter dem Dach von PEGIDA statt. In dem Gemisch der sich dort versammelt, finden wir trotz der Dumpfbacke Bachmann Anwälte, Akademiker und viel Geläuf, die an das Abendland glauben. Nicht nur der stumpfe Schläger läuft dort mit. Nein, 2016 hat uns gezeigt, dass rechtes Gedankengut nicht nur in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, sondern ein Teil der so genannten Mitte marschiert mit und wählt die AFD, die inzwischen in neun Landtagen vertreten ist und wohl ziemlich sicher auch 2017 in den Bundestag einziehen wird.

Im Januar 2017 wird ein Mensch namens Donald Trump Präsident der USA, den viele noch belächelt haben. Ein Rassist der mit Rechtspopulismus die Wahl in dem mächtigsten Land dieser Erde gewann. Im Wahlkampf wurde er noch oft ausgelacht. Nach dem Motto so einer kann doch so ein Amt nicht bekleiden. Genau dies ist ein Punkt. Wir sollten die Hetzer nicht unterschätzen. Je mehr Macht sie erhalten, desto mehr Menschen werden mitlaufen. Hitler hatte man Jahre vor seiner Wahl zum Reichskanzler auch nicht ernst genommen. Als er sich dann selber zum „Führer“ kürte liebäugelte das Establishment und die Elite Deutschlands mit ihm. Großindustrielle witterten ihre Chancen. Fast jedes große Unternehmen kooperierte mit dem System der Menschenverachtung und des Völkermords. Der kleine Mann wurde ganz groß. SS Schergen die Menschen umbrachten gehörten damals einer Elite an, ohne Schuldbewusstsein.

Unser Appell nach diesem politisch erschreckenden Jahr 2016:

Wir dürfen nicht zulassen, dass Menschenverachtung in dieser Welt noch mehr Platz findet. wir müssen uns diesem Hass massiv entgegenstellen. Und auch wenn wir es nur ungern sagen, wir müssen diese rechten Hetzer die heute aktiv sind in soweit ernst nehmen, dass sie eine Gefahr für unser freies Leben darstellen und sie leider inzwischen einen großen Einfluss nehmen, der fast beängstigend ist.

Dies gilt im Übrigen nicht nur für das Internet und Social Media. Der Hass und die Phrasen die wir dort finden sind nicht nur gepostete Worte. Nein, derjenige der diese postet, dessen Geist ist von den nicht harmlosen Hetzern bereits verseucht. 2016 müssen wir leider feststellen: Es sind zu viele Menschen, die diesem rechtsextremen Geist bereits folgen. Das müssen wir mit aller Ernsthaftigkeit stoppen.

 
Hier noch einmal unser Spot aus dem März 2016:

JM für LGN

Beitragsfoto: knox.blogsport.de

 

In Deutschland kursiert ein neuer Virus: die Angst. Und daraus resultierend der Hass. Die
ersten Anzeichen sind zunächst als Hassrede in sozialen Netzwerken erkennbar und breiten
sich je nach Krankheitsverlauf unterschiedlich aus. Folgeerscheinungen können u.a. eine
steigende Ablehnung gegenüber Minderheiten sein die sich bis hin zum Anstieg
rechtsextremistisch motivierter Gewaltbereitschaft äußern können. „Erst kommen die Worte,
dann kommen die Taten.“ Stellte der Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hierzu fest und
forderte mehr Verantwortung seitens der großen Internetkonzerne- allen voran Facebook.
Der Virus könne sich hier ungestört ausbreiten so die Kritik. Wissenschaftler bestätigen,
dass u.a. geschlossene Gruppen einen perfekten Nährboden für die Verbreitung
populistischer Meinungsmache bieten.

Wir starten die Love Speech Therapy. „Wenn in diesem Land Hass ganz offensichtlich
organisiert wird, wieso organisieren wir dann nicht auch die Liebe?“ Fragte bereits die
Bloggerin und Netz- Aktivistin Kübra Gümüşay in ihrer Rede auf der diesjährigen Republica.
Liebe organisieren. Das bedeutet konkret: Wir feiern unsere demokratischen Werte, die
Freiheit – und die Liebe. Wir brauchen Dialog, Austausch, Kontakt, um Ängste vor
Unbekanntem zu nehmen und Chancen für neue Wege aufzuzeigen. Wir fordern Bildung
und Aufklärung um die Immunität unserer Gesellschaft im Umgang mit rechtspopulistischer
Meinungsmache zu stärken. Wir möchten Zusammenschlüsse bilden, deren Merkmale und
gemeinsamer Nenner sich nicht darin äußern gegen ein konstruiertes Feindbild zu sein. Ein
Impfmittel für die Liebe und für die Menschlichkeit.

Mehr dazu unter:

https://www.facebook.com/LoveSpeechTherapy/

http://dev.lautgegennazis.de/love-speech-therapy/

Unsere T-Shirt Aktionen halten uns am Leben und ermöglichen die Umsetzung unserer Projekte & Kampagnen

Die Janosch AG unterstützt uns langfristig:

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Ohne die Verkäufe von Janosch T-Shirts im vergangenen Jahr, hätten wir die „Counter Speech Tournee 2016“ nicht umsetzen können. Das Projekt war kein reines Facebook Konzept. Wirtschaftlich gesehen rettete die Janosch AG die Umsetzung der Tournee. Eigens für „Laut gegen Nazis“ entwickelte Janosch T-Shirts, durften und dürfen wir über das Crowdfunding Portal Seedshirt.de anbieten. Bis zum 15.12.2016 sind die Shirts hier noch erhältlich. 50% des Erlöses machen eine Finanzierung unserer Arbeit und Projekte möglich. Wir freuen uns über weitere Gespräche und gemeinsame Ideen.

Die Janosch Shirts für LGN/ nur noch bis zum 15.12.2016 online erhältlich (drei Wochen Lieferzeit):

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Achtung, drei Wochen Lieferzeit ab Bestellung. Wer Weihnachten noch Freude bereiten möchte, sollte jetzt bestellen.

„united by difference“ – die gesamte Janosch Familie

https://www.seedshirt.de/united

Neu: „Musik überwindet Grenzen“

https://www.seedshirt.de/musik

„Gemeinsam sind wir stark“

https://www.seedshirt.de/gemeinsam-sind-wir-stark

Die Erlöse aus den Verkäufen fließen in unsere Projekte. – Wir freuen uns über Selfies an: info@lautgegennazis.de (Veröffentlichung auf: https://www.facebook.com/Gemeinsam-sind-wir-stark-LGN-376884086033048/)

Die Motive „Gemeinsam sind wir stark“ und „United by Difference“ sind exklusiv an unserem Stand auf der „Vier und Jetzt“ – Tournee / Die Fantastischen Vier erhältlich.

Mit dem Internetportal www.seedshirt.de setzen wir immer wieder auch unterschiedliche T-Shirt Aktionen um. Im Rahmen des Crowdfundings können wir eigene Mittel zur Umsetzung unserer Projekte und Kampagnen generieren. Es lohnt sich, unsere eigene Motive sind inzwischen auch sehr beliebt. Derzeit läuft eine Aktion mit unserem Antinazi-Hund. Via Facebook und Twitter stellen wir immer wieder die unterschiedlichsten Motive und Textilien vor. Vorteil ist, mit diesen Erlösen können wir unabhängig agieren.

Im Moment bieten wir zu den Janosch Produkten, folgenden Hoodie, folgende T-Shirts an:

www.seedshirt.de/antinazi-dog

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Was ist Counter Speech?

Das Ziel der Counter Speech (= Gegenrede) ist es, Hassrede im Internet mit sachlichen Argumenten zu bekämpfen. Dabei setzen wir auf die Unterstützung von Organisationen und AktivistInnen. Gegenrede ist stärker als Zensur,insbesondere wenn es darum geht, vorurteilsbehaftete und einseitige Meinungen und Stimmen nachhaltig zu verändern.

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Die Tour

2016 haben wir das Konzept auf die Straße gebracht und dabei sechs Städte in Deutschland besucht:

Passau, Freinberg (A), Köln, Münster, Freital, Wismar, Flensburg

Konzerte mit: Gleis 8, Leslie Clio, Smudo (Die Fantastischen Vier), Pablo (Irie Révoltés), Enno Bunger, Khebez Dawle, Van De Forst, Ronja Maltzahn, Four Colours, Matten Zwei, Uwe Kaa und vielen mehr

Workshops

in Zusammenarbeit mit: Amadeu Antonio Stiftung, Jugendliche ohne Grenzen, Mobiles Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Münster

Mehr Informationen zur Tour auf der eigenen Homepage dazu:

www.counter-speech.de

 

Das 4. offizielle „Laut gegen Nazis“- Video zu den „Internationalen Wochen gegen Rassismus 2016“
-unterstützt von der Bundesliga-Stiftung – der Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus – WG-Gesucht.de – der Filmproduktion „Element E“ und der Werbeagentur „Kolle Rebbe“
Zombies wollen Hirn und keine Nazis!
Zum 4. Mal produzieren wir für den Verein „Laut gegen Nazis e. V.“ einen offiziellen Spot zu den „Internationalen Wochen gegen Rassismus“. Die Werbeagentur Kolle Rebbe aus Hamburg setzte das Projekt gemeinsam mit uns um. Der Regisseur Peter Dietrich und die Filmproduktion „Element E“ stellten ihr gesamtes Know-how zur Verfügung und drehten diesen Film in einer Unterführung des Hamburger Stadtteils Veddel. Düster, dunkel, gruselig. Genau so sollte der Spot werden. Eine ganze Nacht lang arbeitete ein 20-köpfiges Filmteam. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Grundlage für den Trailer ist ein Comic des amerikanischen Journalisten und Pulitzer- Preisträgers Clay Bennett der einer Umsetzung sofort zustimmte. Lizenzfrei und mit Freude.
Im ersten Spot, den wir auf unserer Pressekonferenz am 28. Januar 2016 in dem Hamburger Hotel „Superbude“ vorstellen werden, spricht Smudo von „Die Fantastischen Vier“ die Einleitung.
Die Bundesliga-Stiftung wird diesen Film wie auch in den vergangenen Jahren allen Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga zur Verfügung stellen.